Websites für das Osteland
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Goldenes Netz - Kunst, Kultur, Heimat

Die Arbeit von Osteland-Mitgliedern für Kunst, Kultur und Regionalgeschichte soll in eine entsprechende Fachgruppe einfließen. In der Rubrik Goldenes Netz Oste sind seit 2014 Berichte über einschlägige Aktivitäten zu finden. Die AG Osteland ist Herausgeberin mehrerer Bücher und Veranstalterin von Kunst- und Geschichtsausstellungen, u. a. über die Maler von der Oste, zum Ende der Franzosenzeit 1813 und zur Sturmflut 1962. Ergänzt wird diese Seite durch die FB-Gruppe ostekultur und die FB-Seite goldenesnetz.

Sandbostel zeigt bewegenden Film

26. 8. 2018. In Kooperation mit der Gedenkstätte Lager Sandbostel und dem Gedenkstättenverein Sandbostel e.V. zeigt am Dienstag, 28. August, 19 Uhr, Werner Kunz vom Heimatverein Gnarrenburg e.V. den bewegenden Film über das Schicksal von Walerjan Wrobel aus dem Jahr 1991 in der Gedenkstätte. Walerjan Wrobel wurde 1941 aus dem besetzten Polen zur Zwangsarbeit nach Deutschland gebracht. Auf einem Bauernhof in Bremen musste der 16jährige Junge harte Arbeiten verrichten. Die Arbeit war nicht das schlimmste, Walerjan hatte großes Heimweh und wollte wieder nach Hause zu seiner Familie. Er beschloss zu fliehen, wurde aber von der Bäuerin erwischt. In der Hoffnung nun endlich weggejagt zu werden, zündete er in der Scheune einen Strohballen an. Das Feuer wurde schnell entdeckt und eigentlich ist nicht viel passiert, aber Walerjan kommt nach Neuengamme ins Konzentrationslager. Neun schwere Monate überlebt er, aber dann verurteilt ein Bremer Sondergericht Walerjan Wrobel als Brandstifter zu Tode.

Bevor an der Oste die Kneipen starben

20.8. 2018"Gaststätten in Geversdorf und Cadenberge“ heißt eine neue Sonderausstellung vom 25. August bis zum 7. Oktober (donnerstags und sonntags 14 bis 17 Uhr), zu der Ostepreisträger Günter Lunden und sein  Heimatmuseum Geversdorf  (Altes Rathaus, Hauptstraße 5, 21781 Cadenberge-Geversdorf) einladen.

"In dem Gebiet Geversdorf und Cadenberge gab es früher wesentlich mehr Gaststätten als man heute erahnen mag,“ teilt der veranstaltende Heimatverein "De Osten Strom“ mit. Fotos aus der Zeit vor dem großen Kneipensterben bezeugen eine lange Gaststättenkultur an der Oste.  Eröffnet wird die Ausstellung am 25. August mit Kaffee und Kuchen.

ReArt: Dr. Gerdts berichtet aus Ghana

18. 8. 2018. Im Rahmen der ReArt-Ausstellung in Ihlienworth zum Thema Afrika sprechen AG-Osteland-Mitglied Dr. Klaus-Gerrit Gerdts sowie Hans Peter Weber und Schwester Kizita über ein von den Rotariern unterstütztes HIV- und Waisenhausprojekt in Ghana.

"Wellenbreker" mit neuem Stück

18. 8. 2018. Was ist da denn los? Jessica und Maximilian, beide jung und mitten im Studium, wollen heiraten und plötzlich gibt es eine Braut zu viel! Reicht es denn nicht, dass Maximilian händeringend eine Idee für den perfekten Heiratsantrag sucht? Dass die beiden eine Traumhochzeit feiern wollen, aber noch nicht mal genug Geld besitzen für eine Grillparty im Park? Und überhaupt: Was passiert, wenn sie plötzlich Zweifel und akutes Lampenfieber überkommen? Na klar, da gibt es noch Eltern und Freunde, die sie mit Rat und Tat unterstützen könnten. Aber anstatt den beiden unter die Arme zu greifen, sorgen sie für noch mehr Durcheinander und stellen die beiden mit ihrem großen Plan auf eine harte Probe. In fünf in sich geschlossenen Episoden ist zu erleben, ob Jessica und Maximilian wirklich alle Schwierigkeiten bewältigen und ein Brautpaar werden. Oder gibt es am Ende tatsächlich eine Braut zu viel?

 

Wellenbreker nennt sich das - mit dem Goldenen Hecht der AG Osteland ausgezeichnete - Jugendtourneetheaterprojekt des Landschaftsverbandes Stade, das in diesem Sommer zum 21. Mal stattfindet. 12 Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren aus dem Elbe-Weser-Raum haben unter der professionellen Leitung von Nina Englisch-Peterschewski in vier Arbeitseinheiten das Stück „Ene Bruut to veel“ eingeübt. Mit von der Partie sind in diesem Jahr: Lars Decker (Wingst), Beke Petersen (Hemmoor), Bennet Witte (Bremervörde), Henriette Heinsohn (Hemmoor), Daria Leddin (Hollnseth-Hollen), Lena Tiedemann (Ebersdorf), Thane Ortmann (Cuxhaven), Arwed Köster (Cadenberge), Lennart Polle (Ahrensmoor), Mieke Plepla (Wingst), Lilly Koch (Hemmoor) und Kristina Meier-Oetjen (Brest). Premiere ist am 18. August um 20 Uhr im Heimathaus Alfstedt. Eintritt ist Frei – die Spieler freuen sich über eine Spende.  weitere Termine: 


19.08.2018, 15.30 Uhr: Ahlerstedt, Schützenhof,
24.08.2018, 20.00 Uhr: Cadenberge, Ratssaal
25.08.2018, 15.30 Uhr: Freiburg, Kornspeicher
07.09.2018, 12.00 Uhr: Warstade, Gymnasium, (schulintern)
08.09.2018, 15.30 Uhr: Oerel, DRK Mehrgenerationenhaus im Koopmannhof
14.09.2018, 20.00 Uhr: Hemmoor, Kulturdiele
15.09.2018, 15.30 Uhr: Schützenhalle Oese
28.09.2018, 20.00 Uhr: Cuxhaven, Döser Speeldeel/Stadttheater Cuxhaven
29.09.2018, 15.30 Uhr: Lüdingworth, Schützenhalle
20.10.2018, 16.00 Uhr: Lilienthal, Lilienhof

Hadler Musiker im Kehdinger Kornspeicher

16. 8. 2018. Zum Hutkonzert in gemütlicher Atmosphäre laden der Historische Kornspeicher Freiburg und das Duo „Ginger & Lime“ am Freitag, 24. August, 20 Uhr, ein. Besucher können sich auf eine abwechslungsreiche Mischung aus Pop, Rock und Folk auf einer Vielzahl von Instrumenten freuen.

Svenja stammt aus Ihlienworth, Jan-Simon aus der Wingst. Sie wohnten nur 14 km voneinander entfernt, doch mussten erst nach Hildesheim gehen, um sich beim Studium kennen zu lernen. Anschließend zog es beide zum Referendariat zurück in den Norden. Nebenbei entdeckten sie die Jam Session in Oberndorf und sammelten ein Liedrepertoire an, das eine bunte Mischung aus Pop, Rock, Folk, Musical und gelegentlich auch einer Prise Kinderlieder verspricht. 

Beide spielen eine Vielzahl an Instrumenten. In ihren meist zweistimmigen Interpretationen sind daher immer wieder neue Konstellationen aus Klavier, Gitarre, Bass, Whistle, Cajón, Bodhrán und weiteren Percussioninstrumenten zu hören. Nach vielen Sessions und kleineren Auftritten gaben sie 2017 endlich ihr Konzertdebut als Duo „Ginger & Lime“ und sind seither aus der Musiklandschaft des Landkreises nicht mehr weg zu denken.

Die Bunte Stunde findet im Erdgeschoss des Kornspeichers in ungezwungener Atmosphäre statt. Der Eintritt ist frei, die Musiker freuen sich über jede Spende, die im Hut landet, der während der Veranstaltung herumgereicht wird. Tischreservierungen im Kornspeicher unter Tel. 04779- 8994477.

Konzert mit „ Wildes Holz“ fällt aus

16. 8. 2018. Das Konzert „Ungehobelt“ mit der Gruppe „Wildes Holz“, das für Samstag, 8. September, in der Kulturmühle in Osten geplant war, muss ausfallen. Wie die Managerin der Gruppe mitteilte, ist der Gitarrist der Gruppe, Anto Karaula, plötzlich und unerwartet verstorben. Das nächste Konzert in der Kulturmühle findet am Sonnabend, 22. September, um 20 Uhr mit der Gruppe „OFF“ statt.

„Amistat“ in der Krautsander Kirche

18. 8. 2018. Jenny Schröder (Krautsand) teilt uns mit: Am Sonnabend, 29. September, 19 Uhr, treten Amistat  auf Krautsand auf: Zwei Zwillingsbrüder, die ich in Sydney spielen gehört habe und die mich umgehauen haben! Sie kommen aus Süddeutschland, haben aber die letzten 6 Jahre in Australien Musik gemacht. Mit Gitarren, die sie auch als Rhythmusinstrumente nutzen, Piano und zweistimmigem Gesang kommen sie in die Krautsander Kirche. Ich freue mich tierisch auf diesen besonderen Abend, hoffentlich mit euch! Der Eintritt ist frei. Hier ein paar Links:

Nostalgia:  https://youtu.be/z-h3ibcyyak The Coward: https://youtu.be/c9phMJ5rBBY 
Born to reign: https://youtu.be/h6mclpXGlGk

„Sehr schwieriges Volk in Hemmoor“

12. 8. 2018. oste.de-Leser Manfred Rieken (Zeven) schreibt: "Viel in der Autobiographie von Gerd Hoffmann gelesen. Zu Beginn seiner Laufbahn war Hoffmann Samtgemeindedirektor von Hemmoor, dann Stadtdirektor von Gifhorn, nach der Wende Regierungspräsident von Dessau, Rechtsanwalt und schließlich lange Jahre Oberbürgermeister von Braunschweig. 


Die HAZ schrieb, viele Autobiographien seien entbehrlich, diese aber nicht. Es würden dreißig Jahre Landesgeschichte geschildert.

Hoffmann ist sehr offen und beschreibt den ungeheuren Filz, besonders in Braunschweig, auch zwischen CDU und SPD. Selbst die Presse gehörte dazu. Vor seiner Kandidatur in Braunschweig traf er sich heimlich mit dem Chefredakteur und dem Lokalchef der Braunschweiger Zeitung. Nachdem diese grünes Licht gegeben hatten, bewarb er sich.

Und in Hemmoor wurde Hoffmann ohne Wissen zum Samtgemeindedirektor gewählt. Landrat Helmut Grube hatte alles gerichtet . . .

In dem Buch wird auch Bundespräsident a.D. Christian Wulff über Hemmoor zitiert: „Sehr schwieriges Volk, wundere mich, dass Sie es da ausgehalten haben - der McAllister kommt ja aus dem besseren Teil der Gegend, Bederkesa“.

"Der rote Schal erinnert an Jugendsünden"

Rühmkorf-Porträt von Anja Seelke (Sammlung Bölsche)

 

13. 8. 2018. Dem in Hemmoor aufgewachsenen Dichter Peter Rühmkorf, dessen Todestag sich kürzlich zum zehnten mal jährte, hat die derzeitige Otterndorfer Stadtschreiberin Anja Seelke ein ausdrucksstarkes Porträt und der ebenfalls an der Oste aufgewachsene Schriftsteller Peter Schütt einen Erinnerungstext gewidmet, der in einer stark gekürzten Fassung am 11. August von der CN/NEZ veröffentlicht worden ist. Schütt hat die Langfassung oste.de zum Abdruck zur Verfügung gestellt: "Vielleicht haben Sie als Rühmkorf-Fan und -Kenner Lust, meinen Text in Ihrem wunderschönen Oste-Nachrichtendienst zu veröffentlichen, auch wenn er vielleicht nicht ganz auf Ihrer Linie liegt.“ Der Text ist Teil von Anja Seelkes Sammlung "Die Mappe der Stadtschreiberin", eine Anspielung auf Stifters "Die Mappe meines Urgroßvaters".

 

Peter Schütt über Peter Rühmkorf in Hemmoor

 

Anja Seelke hat ihn wunderbar und treffend porträtiert. Der Schalk steht ihm ins Gesicht geschrieben. Er lächelt ein wenig herablassend, skeptisch, leicht spöttisch. Seine Falten auf den Backen verraten, dass er einiges zu ertragen und zu verarbeiten hatte. Sein roter Schal ist ironisch gemeint, eine Koketterie in Erinnerung an seine roten Jugendsünden. Sein zylinderförmiger Hut ist ein bisschen zu groß für ihn und erinnert mich eher an einen Beerdigungsunternehmer als einen Hamburger Senatspressesprecher. 

 

Peter Rühmkorf habe ich seit meiner frühen Kindheit gekannt. Er war zehn Jahre älter als ich, und ich habe ihn von Anfang an bewundert und zu meinem Vorbild erkoren. Als Lausbub und Bürgerschreck war er über die Dorfgrenzen hinweg berüchtigt. Wegen seiner krausen und dunklen Haare wurde er von manchen Älteren als „Zigeunerjunge“ verspottet. Schon früh machte er sich als Reimkünstler einen Namen. Am Rande des Weges zur Oberschule in Warstade unterhielt der Musiklehrer Wunderlich einen Hühnerstall. An der hölzernen Pforte prangte in altdeutschen Lettern eine Inschrift: „Gott ist überall.“ Eines Nachts waren Marder in den Stall eingedrungen und hatten alle Hennen getötet. Nur der Hahn hatte das Tiermassaker überlebt. Als ich am nächsten Morgen auf dem Wege zur Schule am Stall vorbei kam, sah ich, dass der fromme Spruch mit roter Tusche in sein Gegenteil verkehrt worden war: „Gott ist überall – nur nicht in Wunderlichs Hühnerstall!“ 

 

Peters gottesfürchtige Mutter hat sich sehr für den Dummejungenstreich ihres Sohnes geschämt. Elisabeth Rühmkorf und mein Vater hatten aus beruflichen Gründen viel miteinander zu tun und pflegten darüber hinaus einen vertrauten und fast familiären Umgang miteinander. Beide waren Lehrer, Peters Mutter in Warstade, mein Vater zuerst in Basbeck am Moor und dann in Osten. 

 

Die „beiden Kleinen“ - so hießen sie wegen ihrer Kleinwüchsigkeit - waren im Vorstand des lokalen Lehrervereins engagiert. Dort setzten sie sich vehement für die „gemäßigte Kleinschreibung“ ein. Wenn immer „Mutter Rühmkorf“ bei uns „auf einen echten Bohnenkaffee“ vorbeischaute, erzählte sie begeistert von den Dichtkünsten ihres Sohnes. Ich erblasste vor Neid und versuchte heimlich, ihm nachzueifern. Ich stellte mir ein eigenes Reimlexikon zusammen, um damit später als kleiner Peter dem großen Peter die Parade stehlen zu können.

 

Einmal konnte ich punkten. Im Sommer 1954 bekamen wir Besuch von meinem Onkel aus Amerika, dem Dichter Alfred Vagts, der 1933 in die USA emigrieren musste. Elisabeth Rühmkorf lud uns beide zu sich ein, und der große Peter strahlte, als mein Onkel Alfred von seinen literarischen Anfängen in der Zeit des Expressionismus vor dem Ersten Weltkrieg in München zu erzählen begann. Beide schienen voneinander begeistert, und Peter Rühmkorf trug mit seiner spitzen Zunge einige seiner Spottverse vor, die er gerade produzierte. Mein Onkel sparte nicht mit Lob: „Es scheint mir, Sie junger Mann haben das Talent zu einem neuen Valentin!“ 

 

In einem Punkt waren sich beide Literaten allerdings ganz und gar nicht einig. Alfred Vagts hielt Gottfried Benn, mit dem er befreundet war, für den größten lebenden deutschen Lyriker, während Peter Rühmkorf ihn mit lauten Flüchen belegte. 

 

1959 machten ich an derselben Schule wie Peter Rühmkorf zehn Jahre früher, am Athenaeum in Stade, mein Abitur. Am ersten April fuhr ich nach Hamburg, um mich an der Universität für das Studium der Germanistik und der Geschichte einschreiben zu lassen. Nachdem die Prozedur zu Ende war, ging ich schnurstracks weiter zu Peter Rühmkorf, der in der Nähe an der Brahmsallee ein Dachgeschoss bewohnte.

 

Der große Peter wusste mit meinen Schwärmereien wenig anzufangen, und wohl um mich schnell loszuwerden, nahm er mich mit herüber zu einem Freundestreffen bei dem kahlköpfigen buddhagleichen Dichter Kurt Hiller, der im obersten Stock eines Grindelhochhauses logierte. So lernte ich, noch bevor ich mein Studium aufgenommen hatte, die Creme der hanseatischen linksintellektuellen Szene kennen. 

 

Noch wichtiger war für mich im Augenblick allerdings das Buch, das Peter Rühmkorf mir zum Abschied in die Hand drückte: Es war sein erster, gerade erschienener Gedichtband „Irdisches Vergnügen in g“. „g“, erklärte er mir bissig, steht für „Gravitation“, für Schwerkraft, für die Kraft, gegen die Euer Gott nichts ausrichten kann.

 

Auf der Nachhausefahrt, die damals im Bummelzug fast drei Stunden dauerte, las ich die fünfzig Gedichte des Bandes mindestens dreimal und war entsetzt. Ich las die Verse mit den Augen seiner Mutter und entdeckte in fast jedem Gedicht offene oder versteckte Hiebe gegen sie. Schon der Titel war ein geharnischter Angriff. Mutter Rühmkorf rezitierte bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit, bei Hochzeiten, Trauer- und Weihnachtsfeiern, bei Schützen- und Erntedankfesten pathetische Gedichte, und ein Brockes-Poem war immer dabei. Ihre Auftritte beendete sie fast jedes Mal mit dem Abendlied von Mathias Claudius, und so war es nur folgerichtig, dass das irdische Vergnügen ihres Sohnes auch eine Parodie auf „Der Mond ist aufgegangen“ enthielt. 

 

Mutter Rühmkorf fühlte sich dem Himmel nah und hatte gern ein „Dem Himmel sei Dank“ auf den Lippen. Darum musste es sie besonders kränken, wenn ihr Sohn in einem Gedicht ihr schützendes Himmeszelt zum „Präser Gottes“ herabwürdigte. 

 

Ein paar Tage später traf ich Mutter Rühmkorf auf der Post. Ich erzählte ihr von meinem unangemeldetem Besuch. Ihr war zum Heulen zumute. Der Sohn, der damals jeden Kontakt mit seiner Mutter ablehnte, hatte ihr gerade sein Buch mit der Widmung „Der Mutter von ihrem ungewollten Kind“ zugeschickt und dabei auf das „Wiegen- oder Aufklärlied“ hingewiesen, das mit der Zeile endete: „Schlaf mein Kindchen ungewollt“. 

 

Trotz aller Gehässigkeiten: Ich mochte den unverkennbaren Rühmkorf-Sound. I meinen ersten Gedichten zum Lobe der heimischen Schwebefähre über die Oste, die der große Peter hasste und ich um so mehr liebte, habe ich versucht, in seinem Bänkelsängerton zu reimen und zu schleimen. 

 

Ich schrieb ein Spottgedicht auf Gottfried Benn mit der Bitte, konkret-Redakteur Rühmkorf möge es in „Leslie Meiers Lyrikschlachthof“ aufnehmen. Aber mein Literaturrichter fand meine Benn-Schelte zu „gottesfürchtig“. Spätestens seitdem der große Peter in sein Lotsenhaus im noblen Övelgönne am Elbstrand, das ihm eine vermögende Mäzenin geschenkt hatte, umgezogen war, trennten sich unsere Wege. 

 

Während sich der Genosse Rühmkorf zusammen mit dem Ehepaar Klaus-Rainer Röhl - „K2R“, ebenfalls ein Stader Athenaeer - und Ulrike Meinhof aus den Fängen der KPD-Kulturgruppe lösten, ließ ich mich zunächst als Kandidat, dann als Mitglied vor den roten Karren spannen. 

Der große Peter verkehrte fortan in anderen Kreisen. „Mister PR“ nannte ich ihn neidlos spöttisch, Mister Public Relation. Wenn wir uns trafen, etwa im neugegründeten Schriftstellerverband, beharkten wir uns gegenseitig mit Hohn und Spott. Aber als Mutter Rühmkorf im Hamburger Literaturhaus ihren Geburtstag feierte, saßen ihr „großer“ und ihr „kleiner Peter“ zusammen an ihrem Tisch, und wir hatten alle unseren Spaß. Eva Rühmkorf, geborene Titze, Peters Frau, damals Familienministerin in Schleswig-Holstein, hatte es mit viel familienpolitischem Geschick geschafft, die Wogen zu glätten und häuslichen Frieden zu stiften. 

 

Im Auftrage meiner Partei, die im Hintergrund die Fäden zog, ist es mir 1981 gelungen, Peter Rühmkorf für das große Festival „Künstler für den Frieden“ im St.-Pauli-Stadion zu gewinnen. Er las unter tosendem Beifall sein schönstes, sein bleibendes Gedicht „Bleib erschütterbar und widersteh“. Aber all meine Versuche blieben vergebens, ihn zu ermuntern, nach seiner Rezitation zu erklären, wem es zu widerstehen gelte: dem NATO-Doppelbeschluss zur Stationierung von Pershing-Raketen in der Bundesrepublik. 

 

1993 erhielt Peter Rühmkorf den Büchnerpreis. Das „Hamburger Abendblatt“ hatte mich gebeten, aus diesem Anlass einen Beitrag über seine familiären Hintergründe zu schreiben. Vorsichtshalber schickte ich dem Preisträger mein Manuskript. Er rief mich und die Redaktion sofort an und forderte uns auf, die Veröffentlichung zu stoppen. Ich fuhr zu ihm, und wir hatten ein mehrstündiges, sehr offenes und intensives Gespräch miteinander. Am Ende versprach ich ihm, bis zu seinem Tod kein Sterbenswort über seinen Konflikt mit seiner Mutter zu verbreiten. Daran habe ich mich strikt gehalten. 

 

Erst bei dieser Unterhaltung, der sich ein gemeinsamer Spaziergang entlang dem Elbufer anschloss, habe ich begriffen, wie sehr Peter Rühmkorf zeitlebens unter dem Lügengespinst seiner Mutter gelitten hat. Es war sein Trauma. Elisabeth Rühmkorf, Tochter eines gestrengen Superintendenten in Otterndorf, war ungewollt schwanger geworden. Ihr Geliebter, ein jüngerer Bruder von Klara Rilke-Westhoff, war verheiratet und Vater dreier Kinder. Er war nicht bereit, die Verantwortung für ein uneheliches Kind zu übernehmen. In ihrer Not wandte sich die werdende Mutter an den großen Theologen Karl Barth. Er gab ihr den Rat, sich für anderthalb Jahre vom Schuldienst beurlauben zu lassen. Mein arbeitsloser Vater übernahm für diese Zeit ihre Lehrerstelle und bewahrte über die Hintergründe lebenslang Stillschweigen. 

Elisabeth Rühmkorf begann in einem Heim für Waisenkinder in Dortmund, das Karl Barth selber gegründet hatte, ihre Ausbildung zur Kinderpflegerin. Dort brachte sie ihren Sohn zur Welt.

 

Das Kind wurde aber ins standesamtliche Geburtsregister nicht als ihr eigenes Kind eingetragen, sondern als Findelkind, das vor der Tür abgelegt worden war. Wenige Tage später adoptierte Elisabeth Rühmkorf ihren eigenen Sohn. Karl Barth taufte den kleinen Peter und hielt auch fortan seine schützende Hand über Mutter und Kind. Elisabeth Rühmkorf übernahm nach anderthalb Jahren wieder ihr Lehramt an der Grundschule in Warstade. 

Peter Rühmkorf ist mit seiner verqueren Geburtsgeschichte nie richtig fertig geworden. Er hat seiner Mutter übel genommen, dass sie ihm, dem über alles geliebten Sohn, die Wahrheit über seine Herkunft erst verraten hat, als er weit über zwanzig Jahre alt war, und er hat seiner unbescholtenen Gebärerin, Ernährerin und Lehrerin, seinem leiblichem und seinem himmlischen Vater und seinem frommen Geburtshelfer Karl Barth ihre „wohl wohlgemeinten Lügen“ nie verziehen. 

 

Mehr zum Thema:

 

Jochen Bölsches Beiträge (seit 2004) zum Thema Rühmkorf und Hemmoor

Geversdorf: Das Heimatmuseum lädt ein

„Hüllywood“ macht Osten zur Westernstadt

23. 7. 2018. Auf dem „Moorkieker“ im Kehdinger Moor, auf dem Kirchplatz in Osten und im ABC-Bildungs- und Tagungszentrum in Hüll („Hüllywood“) entsteht zurzeit ein 70-minütiger Spielfilm: „Adamstown“, so der Titel, liegt im Wilden Westen. Die Handlung: Wegen eines uralten Fluchs steht alles kurz vor dem Zusammenbruch. Nur ein Wunder und zweibeinige Tiere können die Stadt und ihre Bewohner retten...

 

Mit dabei, so das Produktionsteam, sind - und das ist das Besondere - „58 Schauspielerinnen und Schauspieler zwischen 3 und 75 Jahre alt, mit und ohne Behinderung, aus Deutschland, aus Ruanda, Bulgarien, Albanien, Afghanistan, Polen, Syrien, dem Sudan, Irak, Iran und der Schweiz; 1 Hund und 4 Ponys; 5 Assistenten*innen, 6 Crewmitglieder, 1 Schauspieltrainerin, 2 Produktionsleiterinnen, 2 Tutor*innen, 5 Pädagog*innen und ein zehnköpfiges Hausteam“.

 

Zur Einbeziehung des Kehdinger Moors heisst es: „Als Reminiszenz zur weltberühmten Eingangsszene von ‚Spiel mir das Lied vom Tod‘ wird die Moorkieker-Bahn in Szene gesetzt. Die kleine grüne Lorenbahn bringt Fremde in die Stadt. Sie haben einen Geheimauftrag, der das Leben der Stadtbewohnerinnen innerhalb kürzester Zeit auf den Kopf stellt.“

 

„Auf der Locationsuche für einen stattlichen Saloon und eine Kulisse für die Westernstadt sind wir auf das Schwebefährendorf Osten gestoßen,“ verrät das Team: „Hier setzen wir den Kampf zwischen den fiesen Johnsons und den tapferen Stadtbewohnern in Szene; eine Kutsche sorgt für die richtige Stimmung.“

 

Das Produktionsteam konnte kürzlich in Berlin den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis in Empfang nehmen. Mit Adamstown starte nun das das „vielleicht größte inklusive Film- und Bildungsprojekt, das je in Norddeutschland durchgeführt wurde, das größte im Kehdinger Land allemal“ (Fotos: Produktion).

Sandbostel: Workshop im OstelandTV 

7. 7. 2018. Beim 9. Internationalen Jugend-Workcamp in der Gedenkstätte Lager Sandbostel arbeiten 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 7 Ländern unter Leitung von Daria Antonova aus Russland und Gedenkstättenleiter Andreas Ehresmann an der Freilegung und Säuberung von Fundamenten sowie der Restaurierung von maroden Kellerschächten und versuchen sich in der kommenden Woche an Ausgrabungen. Für OstelandTV erzählen sie von ihren Beweggründen an diesen Workcamps teilzunehmen.

 

Dank an Claus List, weitere Fotos auf dessen Facebook-Seite. 

Oberndorf trauert um Ernst von See

3. 7. 2018. Die Gemeinde Oberndorf trauert um einen ihrer engagiertesten Heimatfreunde. Kaum jemand hat sich um die Erforschung der Dorfgeschichte und den Aufbau der musealen Heimatstube ähnlich verdient gemacht wie Ernst von See, Jahrgang 1932, der am 28. Juni gestorben ist. Ostefreunden ist der langjährige Ortsheimatpfleger und Vorsitzende der Heimatfreunde Oberndorf auch als Mitgestalter von Osteland-Themenexkursionen in Erinnerung (Foto: Bölsche).

 

Osten: Zeitreise als Attraktion

3. 7. 2018. In der aktuellen Ausgabe des norddeutschen Reisemagazins „unterwegs“ präsentieren sich auch das Osteland und die Wingst. Die Touristiker werben nicht nur mit dem Natureum, der Ostedeichroute, der Schwebefähre und dem Deutschen Olymp, sondern auch mit den historischen Kostümführungen des Ostener Heimatpflegers und diesjährigen Oste-Kulturpreisträgers Frank Auf dem Felde.

Internationales Jugend-Workcamp an der Oste

25. 6. 2018. Ostefreund Andreas Ehresmann informiert: „In Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem Ev.-luth. Kirchenkreis Bremervörde-Zeven und der Gemeinde Sandbostel lädt die Stiftung Lager Sandbostel zum 9. Internationalen Jugendworkcamp nach Sandbostel ein. Für knapp zwei Wochen kommen Jugendliche im Alter von 16 bis 22 Jahren aus acht Nationen zusammen und leben, arbeiten, diskutieren und gedenken gemeinsam in der Gedenkstätte Lager Sandbostel.

 

Während des Workcamps werden die Jugendlichen auf dem Gedenkstättengelände zwei Bodenplatten von nicht mehr vorhandenen Unterkunftsbaracken aus der Aufbauphase des Lagers freizulegen. In einem zweiten Projekt werden an der ehemaligen Lagerküche Abdeckungen für die Kasematten der Kellerfenster angefertigt. Für die Stiftung Lager Sandbostel ist die Unterstützung der Jugendlichen eine unschätzbare Hilfe bei dem Erhalt und weiteren Ausbau der Gedenkstätte.


Im Zuge des Workcamps laden wir herzlich ein, am Samstag, 7. Juli, ab 9 Uhr gemeinsam mit den Jugendlichen die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen. Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.

Am Sonntag, 8. Juli, findet ein Internationaler Abend mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 9. Jugendworkcamp Sandbostel statt. Ab 18.30 Uhr präsentieren die Jugendlichen sich und ihr Land in der Dorfgaststätte "Zum Grünen Jäger" (Dorfstr. 13, 27446 Sandbostel) mit landestypischen Kleidungen und Musik- oder Kulturbeiträgen. Der Internationale Abend ist öffentlich und Sie sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und die Jugendlichen kennen zu lernen.

Traditionell findet zum Abschluss des Internationalen Jugendworkcamps eine gemeinsame öffentliche Gedenkveranstaltung statt. Diese beginnt am Freitag, 13. Juli, 16 Uhr, zunächst in der Gedenkstätte. Hier präsentieren die Jugendlichen ihre Arbeiten. Anschließend wird gemeinsam die etwa zwei Kilometer zum ehemaligen Lagerfriedhof, der heutigen Kriegsgräberstätte Sandbostel (Bevener Str., 27446 Sandbostel), gegangen, um der in Sandbostel verstorbenen Menschen zu gedenken. Abschließend findet ab 18 Uhr im Hüsselhus, einem kleinen Kulturhaus in Sandbostel, das ebenfalls öffentliche Abschlussfest des Workcamps statt.“

Eindrucksvolle Ausstellung in Malstedt

7. 7. 2018. Am Sonntag endete in der Kunstwerkstatt Mühle Malstedt im südlichen Osteland mit einer Finissage die wiederum unglaublich eindrucksvolle Sommerausstellung unter bewährter Leitung von Tina Abich und Siegfried Krön. Für den Herbst laufen schon die Vorbereitungen zu einem weiteren Highlight, einer Aquarellausstellung, u.a. mit den gleichen Ausstellern, die schon im vergangenen Jahr für Furore sorgten. Man darf gespannt sein. Die Kunstwerkstatt Mühle Malstedt ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Osteland. - Dank an Claus List.

Heimatfreunde würdigen Frijo Müller-Belecke

23. 6. 2018. Der Todestag des Hemmoorer Künstlers Frijo Müller-Belecke jährt sich in Kürze zum zehnten Mal (siehe unten). Aus diesem Anlass hat der Hemmoorer Heimat- und Geschichtsverein um Rainer Kupke einen Teil seines Info-Standes auf der Cuxland-Ausstellung dem außerordentlich produktiven Bildhauer und Kunstpädagogen gewidmet. 

 

Ein von Heinrich Brandt meisterhaft gestaltetes Großplakat (o.) zeigt Dutzende von Werken des Hemmoorer Künstlers, die bundesweit den öffentlichen Raum schmücken.

 

Poster und Flyer werben außerdem für eine Ausstellung, mit der der Hemmoorer Arbeitskreis Kultur und Geschichte über das Werk des Bildhauers ab Sonntag, 12. August, in der Kulturdiele informieren will. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 9. August, um 17 Uhr

 

Der Heimatverein lädt in Kürze unter anderem auch zu einem einem Back- und Shantyfest und zu einem Bunten Nachmittag ein (siehe Abbildungen in der rechten Randspalte).

Otterndorf: Ehrenring für Heiko Völker

23. 6. 2018. Einstimmig hat sich der Otterndorfer Rat auf Antrag der SPD am Donnerstag dafür ausgesprochen, den Ortsheimatpfleger Heiko Völker mit dem Ehrenring der Stadt auszuzeichnen. Der pensionierte Polizeichef, Autor von über 200 Zeitungsbeiträgen zur Regionalgeschichte und - gemeinsam mit Ursula Holthausen - Organisator der Ottendorfer Ausstellung zur Weihnachtsflut 1717, ist Mitglied der AG Osteland. Er wurde mit dem Oste-Kulturpreis Goldener Hecht geehrt (Laudatio). 

Freiburg: Kinder-Uni startet wieder

17. 6. 2018. Während der Niedersächsischen Sommerferien bietet der Förderverein Historischer Kornspeicher Freiburg erneut sein Kinder-Uni-Programm an. „Neben den Ferienspaßangeboten in den Gemeinden setzen wir auf Aktionen, die Wissen vermitteln und Spaß machen,“ erklärt Vereinsvorsitzender und Osteland-Kulturpreisträger Jörg Petersen.

 

Kinder und Jugendliche von 5 bis 16 Jahren aus der Region als auch Kinder und Jugendliche, die sich hier an der niedersächsischen Unterelbe mit ihren Familien im Urlaub befinden, haben die Wahl aus 34 Kursangeboten, die Themen aus dem Kunstbereich, der Naturwissenschaft, Geschichte,  Musik, Literatur und Technik abdecken.

 

Kinder können einen Einblick in die Arbeitsweise von Archäologen bekommen oder das Leben auf einem Bauernhof vor 100 Jahren erkunden. Technisch und praktisch interessierte Kinder bauen zum Beispiel ein Radio, einen Lügendetektor, einen elektrischen Schwungradflitzer oder eine Blumenpresse und nutzen diese gleich, um ein Herbarium anzulegen. 

 

Weitere Kurse bilden im Kerzenziehen und in der Duftseifen-Herstellung aus. Naturkundliche Angebote über Wale, Ökocaching, Bienen und einen Einblick in die vielfältigen Tätigkeiten eines Jägers gibt es vom Natureum Niederelbe und der Kreisjägerschaft.

 

Die Kreisjugendmusikschule beteiligt sich mit einem Kinderangebot aus Musik, Tanz, Bewegung und Verkleidung. In einem Zauberworkshop werden Tricks vermittelt und Petra Jäschke führt für Kinder und Erwachsene das Theaterstück „Das schönste Ei der Welt“ auf“.

 

Der Förderverein Bücherei Freiburg-Elbe e. V. in Zusammenarbeit mit der Büchereizentrale Niedersachsen bietet im Rahmen der diesjährigen Kinder-Uni zwei Kurse an, mit der bekannten Comic-Zeichnerin Charlotte Hofmann.

 

Für kreative und kunstbegeisterte Kinder und Jugendliche finden sich zahlreiche Kunstangebote im Vorlesungsverzeichnis. Inzwischen verfügt die Kinder-Uni über einen ansehnlichen Stamm von qualifizierten DozentInnen aus der Region. Eine akademische Ausbildung wird nicht vorausgesetzt. 

 

Wesentlich ist, dass unsere DozentInnen über überdurchschnittliches Fachwissen verfügen und dazu befähigt sein müssen, dieses Wissen auch altersgerecht zu vermitteln. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie demnächst auf der Homepage der Kinder-Uni: www.kinder-uni-freiburg-elbe.de

 

Fotos: Jörg Petersen.

Hemmoor vor Müller-Beleckes 10. Todestag

14. 6. 2018. Der Graf hält Wacht vor dem Luftschiffmuseum Aeronauticum in Nordholz: Schöpfer der Zeppelin-Statue (Foto: Bölsche) sowie über 100 anderer Kunstwerke in ganz Deutschland war der Hemmoorer Bildhauer und Kunsterzieher Frijo Müller-Belecke, dessen Todestag sich in Kürze, am 5. Juli, zum zehnten mal jährt. Wo überall Werke aus dem Künstleratelier im Osteland stehen, zeigt die äußerst sehenswerte, von Karl-Heinz Brinkmann gestaltete Website.

„Turn Arounds“ auf Gut Hörne​

14. 6. 2018. „The Turn Arounds“  kommen am Sonntag, 24. Juni, 12 Uhr, auf das Gut Hörne (Foto: Bölsche). Die fünf Cuxhavener Bandmitglieder sind durch ihre Konzerte über die Region hinaus bekannt. Mit ihrem unverkennbaren Sound spielen sie Jazz, Rock, Blues und Swing und sorgen zur besten Frühschoppenzeit für gute Stimmung im Innenhof. Diese besondere Musikveranstaltung können Gäste von 10 bis 12 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück im Café einleiten – nur dazu bitte unter 04753 844 9232 anmelden. Mehr: www.cafe-guthoerne.de

Gedenken an tausendfachen Gefangenenmord

Sowjetische Kriegsgefangene beim Fußmarsch vom Bahnhof Bremervörde in das Kriegsgefangenenlager Stalag X B an der Oste (Foto: Gedenkstätte Sandbostel)

13. 6. 2018. Anlässlich des 77. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion lädt die Gedenkstätte Lager Sandbostel am Freitag, 22. Juni, 17 Uhr, zu einer Gedenkveranstaltung in der Kriegsgräberstätte Sandbostel, ehem. Lagerfriedhof, Bevener Str., 27446 Sandbostel.

Am frühen Morgen des 22. Juni 1941 begann mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion ein neuartiger und erbarmungsloser Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg. Wehrmacht und deutsche Zivilbevölkerung waren mit rassistischer und politischer Propaganda auf den Kampf gegen die vermeintlichen „Untermenschen“ und den „jüdischen Bolschewismus“ vorbereitet worden.

Von den mehr als 3 Millionen 1941 in Gefangenschaft geratenen sowjetischen Soldaten starben bis Frühjahr 1942 etwa zwei Drittel. Bis zum Kriegsende wurden von der Wehrmacht insgesamt etwa 5,7 Millionen sowjetische Soldaten gefangen genommen, 3,3 Millionen und damit 60% von ihnen starben in Kriegsgefangenschaft.

In der besetzten Sowjetunion wurden die Kriegsgefangenen zunächst hinter der Front in großen Sammelstellen auf freiem Feld untergebracht. Politische Offiziere und jüdische Gefangene wurden hier selektiert und von der Wehrmacht ermordet. Auch in den speziellen „Russenlagern“ im Reichsgebiet gab es zunächst keine Unterkünfte, kaum Verpflegung und medizinische Versorgung.

Das Stalag X B Sandbostel war ursprünglich nicht als „Russenlager“ vorgesehen. Erst nachdem aufgrund der großen Zahl von Gefangenen und der sehr hohen Erkrankungsrate die organisatorischen Probleme im Stalag X D (310) Wietzendorf nicht mehr bewältigt werden konnten, verlegte die Wehrmacht sowjetische Kriegsgefangene auch nach Sandbostel. Hier wurden sie in eilig geräumten Baracken zusammengepfercht.

Bis Anfang Dezember 1941 erreichten etwa 20.000 sowjetische Kriegsgefangene das Stalag X B. Insgesamt durchliefen etwa 70.000 das Kriegsgefangenenlager Sandbostel. Registrierung, Desinfektion und Impfung der Gefangenen dauerten oft mehrere Tage, an denen sie bei Minusgraden vor der „Entlausungsanlage“ unter freiem Himmel lagern mussten. Die Unterkünfte der sowjetischen Kriegsgefangenen wurden streng von den anderen Lagerteilen abgeschirmt. Hilfe durch Kriegsgefangene anderer Nationen war daher kaum möglich.

Den Winter 1941/42 mussten die gefangenen Rotarmisten in völlig überfüllten Baracken ohne genügend Heizmaterial verbringen. Unzureichende Ernährung, fehlende Waschgelegenheiten und eine mangelhafte medizinische Versorgung verschlechterten ihre Situation zusätzlich. Bis März 1942 starben etwa 3000 sowjetische Gefangene in Sandbostel. Ihr Tod war dabei keine bedauerliche, aber unabwendbare Kriegsfolge, sondern zwingende und intendierte Konsequenz ihrer Behandlung in den Lagern.

Die Verstorbenen wurden dann anonym und pietätlos in Massengräbern auf dem Lagerfriedhof, der heutigen Kriegsgräberstätte Sandbostel verscharrt. Bis heute ist die Zahl der in Sandbostel ermordeten oder an Krankheiten und Mangelversorgung gestorben sowjetischen Kriegsgefangenen nicht bekannt. Knapp 4.700 sind namentlich bekannt. Hinzu kommen über 10.000 in Sandbostel registrierte sowjetischen Kriegsgefangene, die in den zahlreichen Arbeitskommandos verstorben sind. Eine Gesamtzahl lässt sich seriös jedoch nicht schätzen, es werden aber deutlich mehr sein.

Die systematische Missachtung des Kriegsvölkerrechts durch die Wehrmacht und der Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen ist erst spät als eines der größten Kriegsverbrechen in der Geschichte anerkannt worden.

„Wir freuen uns, dass in diesem Jahr ein Vertreter des russischen Generalkonsulates aus Hamburg ein Grußwort sprechen wird und wir Peter Wanninger von der Arbeitsgemeinschaft Bergen-Belsen dafür gewinnen konnten, in einer Rede den 22. Juni 1941 und den Überfall auf die Sowjetunion historisch einzuordnen,“ erklärt dazu Andreas Ehresmann, der Geschäftsführer der Stiftung Lager Sandbostel.

Vortrag: Tödliche Flucht aus dem Oste-Lager

10. 6. 2018. Die Gedenkstätte Lager Sandbostel lädt zu Dienstag, 12. Juni, 19 Uhr, zu einem Vortrag „Kriegsgefangene auf der Flucht“ von Ronald Sperling in den Veranstaltungsraum in der ehemaligen katholischen Kirche), Greftstr. 3, 27446 Sandbostel, ein (Eintritt frei). 
 
Ronald Sperling, der wissenschaftliche Dokumentar der Gedenkstätte Lager Sandbostel, wird in dem Vortrag zu den Fluchten von Kriegsgefangenen aus dem Stalag X B in Sandbostel und aus dem Marlag Milag Nord referieren. Anhand von Zeitzeugenberichten und Dokumenten aus dem Archiv der Gedenkstätte kann Ronald Sperling einzelne Fluchtgeschichten von Kriegsgefangenen rekonstruieren. 
 
Neben den Einzelschicksalen werden auch die Motivation der Flüchtenden und die Sicherheitsmaßnahmen der deutschen Wehrmacht sowie der Sicherheitspolizei dargestellt.

Freiburg: Kornspeicher lädt Nachbarn ein

28. 5. 2018. Mit einer besonderen Aktion lädt der Historische Kornspeicher ab sofort Bewohner Freiburgs zu seinen Veranstaltungen ein. Alle Anwohner der jeweils genannten Straße erhalten freien Eintritt zu ausgewählten Konzerten, Lesungen oder sonstigen öffentlichen Veranstaltungen des Soziokulturzentrums.

 

„Wir sind ein Haus für alle“, erläutert der Vorstandsvorsitzende und Ostekulturpreisträger Jörg Petersen (r.) die Aktion. „Seit fast vier Jahren bieten wir unter Einsatz tatkräftiger ehrenamtlicher Helfer ein vielseitiges Unterhaltungs- und Bildungsprogramm für die Region an. Trotz der begrenzten Mittel, mit denen der Förderverein dieses Programm umsetzt, möchten wir sichergehen, dass jeder unser Nachbarn die Möglichkeit erhält, uns und unser Angebot näher kennenzulernen.“ 

 

Zu ausgewählten Veranstaltungen erhalten die Bewohner der genannten Straßen durch Vorzeigen des Personalausweises, auf dem die Meldeadresse notiert ist, an der Abendkasse kostenlosen Eintritt. Die Straße wird einige Wochen zuvor über die Printmedien des Kornspeichers und seine Internetseite bekanntgegeben.

 

Als erstes sind die Bewohner der Elbstraße, Kornstraße und Am Hafen in Freiburg/Elbe zu dem Konzert von Echoes of Swing am 3. Juni um 17 Uhr eingeladen. Das gefeierte Jazz-Ensemble konzertiert zu ihrem Tourjubiläum "Travelin'" im Kornspeicher schöpft aus einem Fundus des swingenden Jazz. 

 

Bewohner der Hauptstraße in Freiburg/Elbe dürfen sich für den Poetry Slam „Die Speicher-Poeten“ am 22. Juni um 19 über freien Eintritt freuen. In dem modernen Dichterwettstreit treten Poeten und Poetinnen der Region mit selbstverfassten Texten gegeneinander an. 

 

Weitere Straßen in Freiburg und den Nachbarsorten folgen im Laufe des Jahres. Nähere Informationen zu den Teilnahmebedingungen gibt es unter www.kornspeicher-freiburg.de oder Tel. 04779-8994474. Elbstraße 2, 21729 Freiburg (Elbe). Der Verein ist Mitglied der AG Osteland.

Freiburg: Von der Elphi nach Nordkehdingen

28. 5. 2018. Zu ihrem Tourjubiläum „Travelin“ konzertiert das gefeierte Jazz-Ensemble Echoes of Swing am Sonntag, 3. Juni, im Historischen Kornspeicher in Freiburg. Tags zuvor noch in der Elbphilharmonie zu hören, schöpfen sie ab 17 Uhr in Freiburg aus dem Fundus des swingenden Jazz. Seit 20 Jahren touren die vier Musiker gemeinsam und stehen mittlerweile an der Spitze der internationalen klassischen Jazzszene. Jörg Petersen, 1. Vorsitzender des Freiburger Kornspeichers, und der Kulturausschuss des Kornspeichers freuen sich auf den musikalischen „Leckerbissen“ im Kornspeicher. „Es ist schon sehr beachtlich, dass wir hier in Freiburg mit dem Ensemble Echoes of Swing“ eine Spitzenjazzgruppierung begrüßen dürfen, die andernorts Konzertsäle mit bis zu 3000 ZuhörerInnen füllen, wie kürzlich zum Beispiel in Bochum.“

 

Zwei Bläser, Schlagzeug und Piano. Diese in der Jazzgeschichte einzigartige, kompakte und wendige Formation erlaubt größte harmonische Flexibilität und bietet Freiraum für agiles, feinnerviges Zusammenspiel. Ohne jede museale Nostalgie schöpfen Colin Dawson (Trompete, Gesang), Chris Hopkins (Saxophon), Bernd Lhotzky (Piano) und Oliver Mewes (Drums) beherzt aus dem riesigen Fundus des swingenden Jazz von Bix bis Bop, von Getz bis Gershwin, dabei immer auf der Suche nach dem Verborgenen, dem Exquisiten.

 

Vorverkauf: Tel. 04779-8994477 oder www.kornspeicher-freiburg.de sowie in der Kreissparkasse Freiburg und der Volksbank Freiburg

Estorf: Gitarrenkonzert in der Aula 

28. 5. 2018. Das Neue Gitarrenorchester Hamburg unter der Leitung von Michael Dossow kommt am 3. Juni um 17 Uhr erneut zu einem Konzert in die Aula der Grundschule in Estorf.  Das Programm, das u.a. Werke von J.S.Bach, D. Scarlatti, G.Ph.Telemann, A. Piazzolla und P. Svoboda enthält, spannt einen Bogen von der Folklore Irlands bis zu einer Komposition aus dem Jahr 2002. Außer dem Orchesterklang werden auch Solo-, Duo- und Trio-Darbietungen im abwechslungsreichen Konzert erklingen. Als Gast wird Solveig Busse mit ihrem Cello dabei sein und bei zwei Stücken mitspielen. Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro), Anmeldung unter Estorfkultur@gmx.de empfohlen. - Dank für den Hinweis an Peter Wortmann.

Oederquart: Junger Matjes, alte Shantys

28. 5. 2018. Witt‘s Gasthof zur Post (Uwe Staats) in Oederquart an der Deutschen Fährstraße lädt am Sonntag, 17. Juni, von 11 bis 13.30 Uhr zu einem ganz besonderen Matjes- und Schnitzel-Büfett: Der legendäre Krautsander Gesangverein Wohlfahrt (Archivfoto: Bölsche) unterhält die Gäste mit Shantys und Seemannsliedern, während  verschiedene Zubereitungen und Beilagen zum ersten „Jonge Haring“ 2018 aus Glückstadt gereicht werden (21 Euro pro Person, Anmeldung unter 04779/8686). 

Sandbostel: Ehrensaal für Ex-Gefangenen

8. 5. 2018. Die Gedenkstätte Lager Sandbostel an der Oste lädt am Donnerstag, 17. Mai, 19 Uhr, zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 100. Geburtstags des ehemaligen französischen Kriegsgefangenen Bernard Le Godais ein (Veranstaltungsraum in der ehem. katholischen Kirche, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel, Eintritt frei).

Die Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges, seine fast fünfjährige Kriegsgefangenschaft unter anderem im Stalag X B Sandbostel und vor allem seine Begegnung mit den Opfern der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft im KZ-Auffanglager Sandbostel im April 1945 bewogen Bernard Le Godais dazu, sein Leben nach der Rückkehr in die Heimat in den Dienst der Verständigung zwischen den Völkern Europas und insbesondere zwischen dem französischen und dem deutschen Volk zu stellen. 

Bernard Le Godais ist Mitbegründer von Pro Europa e.V. Er lebte mit großer Hingabe sein Gelöbnis als katholischer Pfadfinder. In den Tagen vor der Befreiung des Lagers haben er und etwa 80 seiner Kameraden versucht den kranken und sterbenden KZ-Häftlingen so gut es ging Hilfe zu leisten.

Bernard Le Godais, der sich als Kriegsgefangener aufopferungsvoll für die Rettung der ins Lager gelangten KZ-Häftlinge eingesetzt hat, hat seit den frühen achtziger Jahren eine besondere Nähe zur Samtgemeinde Selsingen und zu Sandbostel entwickelt, dessen Ehrenbürger er 2005 wurde. Bernard Le Godais spielte 2004 eine wichtige Rolle bei der Befriedung und Versöhnung der einstigen Konfliktparteien und trug damit ganz wesentlich dazu bei, dass die Stiftung Lager Sandbostel gegründet wurde. 

Bernard Le Godais setzte sich dabei temperamentvoll und eloquent für die Schaffung einer Gedenkstätte auf dem historischen Lagergelände in Sandbostel ein. Er verstarb Anfang 2012. Zu seiner Würdigung wird an diesem Abend die dauerhafte Umbenennung des Veranstaltungsraums in Bernard-Le-Godais-Saal erfolgen.

 

Zum Thema:

 

Ehrung für französischen Sandbostel-Förderer

Wieder Jazz in der Kulturmühle Osten

16. 5. 2018. Am Freitag, 1. Juni, 20 Uhr, tritt in der denkmalgeschützten Mühle im Ortskern von Osten die Hamburger Gruppe „Traditional Old Merry Tale Jazzband“ auf. Die Altmeister des Dixieland haben es wie keine andere Gruppierung geschafft, dieser  Musikrichtung neuen, jugendlichen und mitreißenden Atem einzuhauchen.


Mit ihrem Programm „Greatest Hits of Dixieland“ reißen sie ihr Publikum immer wieder zu Begeisterungstürmen hin. Die Band gehört mit zu den ältesten und erfolgreichsten deutschen Jazz-Formationen mit unverwechselbarem Sound und Repertoire. Bereits zum dritten Mal werden sie in Osten kräftig einheizen.


Das Kulturmühlenteam wird das Publikum in gewohnter Weise mit Getränken und kleinen Leckereien verwöhnen. Der Eintritt ist wie immer frei, Spenden sind herzlich willkommen.

Erster Poetry Slam im Freiburger Speicher 

16. 5. 2018. Am 22. Juni 2018, 19 Uhr, verwandelt sich der Historische Kornspeicher in Freiburg an der Elbe in eine Arena des modernen Dichterwettbewerbes. Der erste Poetry Slam lädt zu einem Abend der Poeten und Poetinnen der Region. Ab sofort können sich Wortakrobaten zum Wettbewerb anmelden (Karten im Vorverkauf oder an der Abendkasse für 8 Euro bzw. 5 Euro ermäßigt, Tel. 04779-8994477 oder www.kornspeicher-freiburg.de).

Bewaffnet mit nichts als der eigenen Stimme und auf sich allein gestellt im Kampf der Poesie - beim ersten Poetry Slam im Historischen Kornspeicher treten insgesamt acht Poeten mit ihren selbst verfassten Texten gegeneinander an. Das Ziel: mit wortgewandter, alltagsmelancholischer oder impulsiver Bühnenliteratur die Seelen des Publikums erobern. 

Dabei ist beim Poetry Slam (nahezu) alles erlaubt: egal ob Ballade, Kurzgeschichte oder Märchen – es zählt, was gefällt. Nur selbstgeschrieben müssen die Texte sein und ohne Requisiten in weniger als sechs Minuten auf der Bühne präsentiert werden. 

Der erste Abend ist der Auftakt einer neuen Reihe im Kornspeicher. Lotta Klein, Geschäftsleitung vom Historischen Kornspeicher Freiburg: „Der Dichterwettkampf soll fortan zwei Mal im Jahr stattfinden und das Netzwerk zu bereits etablierten Slams beispielsweise in Horneburg, Stade oder Cuxhaven erweitern.

Kornspeicher präsentiert fiktives Bordbuch

16. 5. 2018. Am Sonnabend, 26. Mai, 20 Uhr, im Kornspeicher Freiburg liest der Hamburger Autor und Schiffbauexperte Klaus Neumann aus seinem „Titanic-Bordbuch“ (Eintritt 7 Euro). Der fiktive Ratgeber enthält allerlei Hinweise für Passagiere, wie sie sich an Bord des Schiffes zurechtfinden, wäre es nicht auf seiner Jungfernreise mit einem Eisberg kollidiert.

Die Lesung bietet interessante und bisweilen amüsante Einblicke in eine Epoche, die auch entlang der Elbe und Cuxhaven Spuren hinterlassen hat.

Ein Teil des Buches ist 2017 an Bord des Ewers „Elfriede“ entstanden, der damals im Freiburger Hafen vor dem Historischen Kornspeicher lag. Während andere Crewmitglieder mit Reparaturen beschäftigt waren, saß Klaus Neumann in der Ladeluke und brachte das Kapitel "Hinweise für Passagiere" in Form. 

Anlässlich der Lesung wird die „Elfriede“  wieder im Freiburger Hafen erwartet. Wer gegen eine Spende für den Erhalt des Schiffes die Crew von Hamburg nach Freiburg am Freitag, 25. Mai, oder von Freiburg nach Hamburg am Sonntag, 27. Mai, begleiten möchte, möge sich beizeiten anmelden unter: www.ewer-elfriede.de oder 0174-7703641. Die Plätze sind limitiert.

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