Websites für das Osteland
Websites für das Osteland

www.gruenes-netz-oste.de

Die Fachgruppe Natur und Umwelt - kurz Grünes Netz - ist eine Gliederung der AG Osteland. Sie wirbt verbandsübergreifend für die Bewahrung des Naturerbes der Flussregion, auch durch Exkursionen etwa zur Ostemündung oder in die Ostemoore, und bemüht sich um die Vernetzung der einschlägig engagierten Mitglieder. Infos auf dieser aktuellen Website gruenes-netz-oste.de, auf unserer Archivseite und tagesaktuell auf Facebook.

Grüne in Sorge um Natur an der Oste

28. 9. 2017. Die Rotenburger Kreistagsfraktion der Grünen bedauert den Rücktritt des Kreis-naturschutzbeauftragten Dirk Israel (wir berichteten). Die Tatsache eines sich ständig verschlechternden Zustandes unseres Naturerbes, einhergehend mit weiterer Abnahme der Artenvielfalt, haben ihn letztlich bewogen, keinen Sinn mehr in der Fortführung seiner Tätigkeit als Berater des Landkreises zu sehen“, so Fraktionschef Reinhard Bussenius: "Rund 80 Prozent sowohl der Arten als auch der Individuen der Insekten sind verschwunden. Von den ursprünglich etwa 500 bei uns beheimateten Ackerwildkrautarten findet sich bestenfalls noch ein Bruchteil in unseren Feldfluren. Bei den Vögeln, insbesondere bei den Wiesenvögeln, ist der Schwund teilweise noch höher.“ Die Hauptverantwortung an dieser ökologischen Katastrophe trage die CDU. Sie tanze in Fragen der Naturschutz- und Umweltpolitik nach der Pfeife des Bauernverbandes. - Foto (Bölsche): Ufervegtation am Oberlauf der Oste

Kehdingen: Auftakt zur Wildgans-Saison

28. 9. 2017. Im Oktober sind die Marschen zwischen Freiburg und Balje Einflugschneise für riesige Vogelschwärme. Es bietet sich ein einzigartiges Naturschauspiel, wenn am Horizont unzählige Gänse erscheinen und sich mit lautem Geschnatter auf den Wiesen und Weiden niederlassen - Anlass für die Kehdinger Wildganstage am 14./15. Oktober mit großem Programm (Information: www.tourismus-kehdingen.de und www.wildganstage.de).

 

Jahr für Jahr kommen zahlreiche Naturliebhaber und Schaulustige in die Region, um dieses beeindruckende Erlebnis zu bewundern und die Kehdinger Wildganstage als Auftakt der Wildganssaison zu feiern. Einzigartig wie die weite Elblandschaft ist hier die Möglichkeit zur Vogelbeobachtung: Bei Fahrten mit dem Doppeldeckerbus Vogelkieker kann man die Gänse aus nächster Nähe beobachten, ohne sie zu stören.

 

Ein besonderes Erlebnis ist auch eine Fahrt mit dem Tidenkieker, einem Plattbodenschiff mit nur 50 cm Tiefgang, das speziell entwickelt wurde, um Naturliebhabern die Ufergebiete der Unterelbe mit ihrer einzigartigen Fauna und Flora zu erschließen. Eine Fahrt mit der Lorenbahn Moorkieker bietet in unvergleichlicher Weise die Möglichkeit, mit sachkundiger Führung das Kehdinger Moor mit all seinen Geheimnissen zu entdecken (Anmeldung für Vogelkieker, Tidenkieker und Moorkieker: Verein zur Förderung von Naturerlebnissen, Tel: 04141-12561)

 

An beiden Tagen bricht auch der Traditionssegler Anna-Lisa auf zum Osteriff, neben Segelromantik kann man hier Nonnengänse, Austernfischer und sogar Seehunde erleben (Anmeldung Natureum Niederelbe Tel. 04753-842110).

 

An den Aussichtspunkten in Freiburg und Wischhafen bietet sich Vogelbeobachtung mit Erläuterungen von Fachleuten. Außerdem kann man sich einer geführten Wanderung durch das Aschhorner Moor anschließen.

 

Neben den Möglichkeiten zur Naturbeobachtung rankt sich ein buntes Veranstaltungsprogramm um die gefiederten Besucher aus dem hohen Norden: In Freiburg lockt am Samstag und Sonntag der historische Kornspeicher am Hafen, wo auch der restaurierte Pfahlewer Oderik von Oederquart zu besichtigen ist, mit kulinarischen Köstlichkeiten und einem Konzert der Klammrebellen mit Liedern von der Waterkant.  

 

Den historischen Ortskern von Freiburg kann man auf einem geführten Rundgang kennenlernen und die wunderschön geschmückte Kirche St. Wulphardi mit dem Erntedank-Altar bewundern. Im Rathaus lockt die Ausstellung über alte Freiburger Amtshäuser und der Film „Bei uns zu Hause“ bietet einen eindrucksvollen Rückblick in die Zeit um 1955.

 

Das Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum im nahgelegenen Wischhafen (Elbefähre) erzählt mit seiner maritimen Dauerausstellung und mit den Sonderausstellungen zur Weihnachtsflut 1717 sowie dem Wörterbuch der Marine viel über die Geschichte der Küstenschifffahrt und zeigt einzigartige Exponate.

 

Das Natureum Niederelbe in Balje mit seinen Dauerausstellungen, der Vogelbeobachtungsstation im Elbe-Küstenpark sowie den beiden Sonderausstellungen „Eiszeit - Leben im Extrem“ und „Mammutcomics“ ist ebenfalls ein Highlight dieses Wildgans-Wochenendes. 

Apfeltage in der Umweltpyramide an der Oste

26. 9. 2017. Vom 10. bis 12. Oktober können Kinder in der NABU-Umweltpyramide in Bremervörde (Foto: Bölsche) an einem Programm rund um das Thema Apfel teilnehmen (Fotos: Bölsche). Das Angebot findet täglich von 9.30 bis 15 Uhr statt und richtet sich an Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Für drei Tage kostet das Programm einschließlich der Verpflegung 30 Euro pro Kind. Anmeldungen erforderlich unter der Telefonnummer 04761/71352. Der NABU ist Mitglied der AG Osteland.

Junge Erdmännchen im Zoo in der Wingst

21. 9. 2017. Die beiden jungen Erdmännchen im Zoo in der Wingst, dem schönen Bergwald im Osteland, entwickeln sich prima. Derzeit ahmen sie die erwachsenen Verwandten nach und üben fleißig, den Überblick zu erhalten. Ständig wird der Himmel überwacht. Dies ist in Afrika überlebenswichtig, um die Gruppe rechtzeitig vor nahenden Greifvögeln warnen und in die Baue flüchten zu können. Während der Aufnahmen flog gerade ein Hubschrauber über den Zoo. Mehr...

Schule Oldendorf lädt zum Klimafest

20. 9. 2017. Ein "Klimafest" rund um Zukunftsenergien, regionale Produkte und praktischen Klimaschutz mit vielen Informationen,  Mitmach-Möglichkeiten, Musik und Theater organisiert die Grund- und Oberschule Oldendorf in Kooperation mit der gemeinnützigen Gesellschaft RegionalEnergie Elbe-Weser am Sonnabend, 23. September. Auf einem Regionalmarkt werden von Käse bis Wels, vom Obstbaum bis Marmelade und Tee die unterschiedlichsten Produkte für Küche und Garten angeboten. Klima-Projekte von Stade bis Cuxhaven werden von Klimamanagern, Energie-Scouts, Vereinen und Firmen vorgestellt. Informationen aus erster Hand zu der geplanten Bürger-Windkraftanlage Brobergen und dem Regionalstrom Osteland gibt es von den Betreibern der Windkraftanlage und der Genossenschaft Bürgerenergie Osteland, die die Bürgerbeteiligung organisiert. 

 

Energieberater und Firmen aus der Region informieren über neue Energietechnik, Trends, Kosten und Einsparmöglichkeiten. Für die Fortbewegung der Zukunft stehen Elektrofahrzeuge und Elektrofahrräder zum Anschauen und Ausprobieren bereit.

 

Ralph Bonz (Grund- und Oberschule Oldendorf): „Hier ist für jeden etwas Attraktives dabei. Wer sich über eigene Möglichkeiten zum Klimaschutz und Energiesparen informieren will, wird genauso auf seine Kosten kommen wie alle, die Produkte aus der Region kennenlernen und testen möchten.“

 

Zum Mitmachen laden ein Klima-Quiz, Stromsparmessgeräte und ein Energiefahrrad ein. Für Kinder gibt es außerdem eine Energie-Rallye, Experimentiertische und einen Kreativbereich. Für die Verpflegung sorgt das Bistro der Schule. Überraschungen für alle bietet eine Tombola.

 

Gestartet wird das Klimaschutzfest um 10 Uhr von Ute Kück, Erste Samtgemeinderätin Oldendorf-Himmelpforten. Unterstützt wird die Eröffnung ganz klimaschonend und CO2-neutral mit Muskelkraft und Fahrrad-Dynamos. Um 15 Uhr kommt eine hochkarätige Runde von Bundestagskandidaten zusammen (Oldendorfer Klimagipfel). Ab 16 Uhr spielt „Acoustic Livingroom“ Rock and Soul zum Nachmittag und um 19 Uhr heißt es Bühne frei für das Theater Berliner Compagnie mit „So heiss gegessen wie gekocht“.

Kraniche in den Ostemooren beobachten

16. 9. 2017. Der Kranichzug beginnt. Wie in den Vorjahren bei AG-Osteland-Exkursionen mit Albertus Lemke, Hans-Hermann Tiedemann und Frauke Klemme bieten die Moore an der Oste wieder die Möglichkeit zu eindrucksvollen Beobachtungen (Fotos: Bölsche; siehe auch Sonderseite). In diesem Jahr offeriert der NABU - ein Mitgliedsverband der Arbeitsgemeinschaft Osteland - ab Montag, 2. Oktober, interessierten Naturfreunden eine Reihe unterschiedlicher Fahrten und Exkursionen zu den Kranich-Fraßplätzen an der Oste an. 

 

In den frühen Morgenstunden kann bei einer Fahrt mit dem Kremserwagen der beeindruckende Einflug der Kraniche zu den Fraßplätzen erlebt werden. Wenn sich die Tiere später am Tag auf so genannten Vorsammelplätzen einfinden, um dann gemeinsam zu den Schlafplätzen zu fliegen, beginnt die Nachmittagstour. 

Einblicke in die „Schlafzimmer“ der Kraniche bieten abendliche Wanderungen ins Moor. Einer dieser Abende wird ganz der Mythologie rund um die „Vögel des Glücks“ gewidmet sein. Für alle Touren hält der NABU Ferngläser und Spektive bereit, die bei den Touren kostenlos ausgeliehen werden. 

 

Die Plätze sind bei allen Angeboten begrenzt und die Teilnahme ist mit Kosten verbunden. Anmeldungen sind unter der Telefonnummer 04761 - 71352 bei der NABU-Umweltpyramide Bremervörde unbedingt erforderlich. Dort gibt es Auskunft über die Termine, Treffpunkte und Uhrzeiten.

Geversdorf: „Schnook" bundesweit bedeutsam

16. 9. 2017. Niedersachsen ist wichtiger Teil des  "Wiesenvogellands" Deutschlands und trägt daher bundesweit eine besondere Verantwortung für den Schutz vieler hochgradig bedrohter Vogelarten des Grünlandes. Das gilt insgesondere auch für den „Schnook“ am Ostedeich zwischen Oberndorf und Geversdorf.
 
 „Mit dem in diesem Jahr gestarteten Kooperationsprojekt „Wiesenzeiten" engagieren sich Naturschützer und Bewirtschafter gemeinsam für den Erhalt und die Entwicklung artenreicher Wiesen und Weiden", betont Danny Wolff vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz).
 

Unter Federführung des NLWKN in Lüneburg wurde in Zusammenarbeit u.a. mit mehr als 70 Landwirten in mehreren wichtigen Grünland-Schutzgebieten mit der sogenannten „flexiblen Steuerung der Grünlandbewirtschaftung" eine neue Form der Zusammenarbeit auf Naturschutzflächen eingeführt. Das Projekt läuft bis zum Jahr 2022 und wird von der EU und dem Land Niedersachsen mit 364.000 Euro gefördert. 

Die Projektflächen gehören entweder dem Land Niedersachsen oder den jeweils zuständigen Landkreisen; in einem Fall ist der NABU Land Hadeln Besitzer der Ländereien, die insgesamt 1.600 Hektar umfassen. Sie liegen in folgenden Schutzgebieten:

 

> Harriersand im Vogelschutzgebiet „Unterweser" (Landkreis Osterholz);

> FFH- und Vogelschutzgebiet „Allerniederung" (Landkreise Celle, Heidekreis, Verden);

> Naturschutzgebiet „Allerdreckwiesen" (Landkreis Celle);

> Natur- und Vogelschutzgebiet „Schweimker Moor / Lüderbruch" (Landkreis Uelzen);

> Naturschutz- und FFH-Gebiet „Schnook, Außendeichsflächen bei Geversdorf" (Landkreise Cuxhaven und Stade).

 

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass während der Brutzeit im Frühling und Frühsommer zunehmend extreme Witterungsbedingungen vorherrschen, etwa ausgedehnte mehrwöchige Trocken- oder Warmphasen oder zumindest regional längere Perioden mit außergewöhnlich hohen Niederschlägen wie im laufenden Jahr. Dies wirkt sich auch auf die zeitlich und räumlich wechselnde Besiedlung durch Wiesenbrüter und einen unterschiedlich starken Pflanzenwuchs aus. „Auf diese veränderten Klimaphänomene müssen wir flexibler beim Grünlandmanagement reagieren", erklärt Wolff die Intention des Projekts. „Denn eine optimale Pflegebewirtschaftung richtet sich nach der Natur und nicht nach festen Stichtagen im Kalender".

 

In den vom NLWKN mit eigenen Außenstellen betreuten Schutzgebieten wie im Bereich der Naturschutzstation Unterelbe, der mittleren Wümmeniederung oder der Landgraben-Dummeniederung im Wendland wird die flexible Steuerung der Grünlandbewirtschaftung zum Teil schon seit Jahren mit Erfolg umgesetzt. In diesen Gebieten wird die qualifizierte Vor-Ort-Betreuung der Naturschutzflächen und Kooperation mit den Bewirtschaftern durch Biologen des NLWKN übernommen. Dieses Handlungsprinzip wird jetzt in angepasster Form im Wiesenzeiten-Projekt durch Unterstützung von Gutachterbüros auf weitere Gebiete übertragen.

 

Die Idee dabei ist, auf der Grundlage aktueller vogelkundlicher Erfassungen z.B. frühere oder spätere Mahd- und Beweidungstermine sowie angepasste Weidetierdichten und erforderliche Pflegearbeiten zu ermöglichen als in den jeweiligen Naturschutz-Pachtverträgen vereinbart. Ist eine Parzelle etwa nicht von Wiesenbrütern besiedelt oder ist das Brutgeschäft bereits abgeschlossen, kann es sinnvoll sein, sie zwecks besserer Aushagerung je nach Standort und Bodenart schon Ende Mai, Anfang Juni oder Mitte Juni mähen zu lassen. Konkurrenzschwache, oft gefährdete Pflanzenarten gedeihen so besser und von der meist besseren Futterqualität eines früheren Grasschnittes profitieren auch die Landwirte. Auf der anderen Seite erfordern spät brütende Arten wie der Wachtelkönig eine besondere Rücksichtnahme durch späten Schnitt erst im August.

 Wolff: „Zwar weisen verschiedene gefährdete Singvögel des Grünlandes in den untersuchten Gebieten teilweise noch vergleichsweise stabile Populationen auf; dazu gehören etwa die Feldlerche oder der Wiesenpieper. Anspruchsvollere, auf extensive Grünlandbewirtschaftung mit feuchten Standorten angewiesene Arten kommen aber meist nur noch in kleinen Restpopulationen vor. Sorgen bereiten den Artenschützern hierbei Kiebitz, Rotschenkel und auch das Braunkehlen, das in diesem Jahr nur in zwei der fünf Projektgebiete nachgewiesen werden konnte.

 

Neben dem flexiblen Grünlandmanagement sind daher weitere besondere Schutzanstrengungen erforderlich. Zur Verringerung hoher Gelegeverluste durch den Fuchs und andere Prädatoren, zum Beispiel auf dem Harriersand, sind spezielle Managementkonzepte erforderlich. In einigen Gebieten sind außerdem Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserhaushaltes vorgesehen oder befinden sich wie im „Schnook" bereits in der Umsetzung.

 

Im Rahmen des Kooperationsprojektes „Wiesenzeiten" tauschen sich die regionalen Gebietsbetreuer des NLWKN und die anderen Naturschutzpartner mit den Landwirten über wichtige Aspekte der Flächenbewirtschaftung aus. Gemeinsame Begehungen der Projektflächen tragen auch zum besseren Verständnis der jeweiligen Belange und Interessen bei und helfen, besonders effiziente und zielgerichtete Lösungen zu entwickeln."

 

Daten zum Projektgebiet Schnook, Außendeichsflächen bei Geversdorf: 

Schutzgebietsstatus: Naturschutzgebiet, teilweise FFH-Gebiet, Projektflächen gesamt: 95 Hektar, davon im Eigentum ca. 80 Hektar Land Niedersachsen (Naturschutzverwaltung), ca. 15 Hektar NABU Land Hadeln e.V., Anzahl Bewirtschafter: 4, wichtigste Grünland-Vogelarten im Gebiet in 2017, Paare mit Brutnachweis / -verdacht: Feldlerche 45, Wiesenpieper 9, Kiebitz 5, Rotschenkel 1, Schnatterente 1.Auf den Landesflächen werden im August und September 2017 ergänzende erd- und wasserbauliche Maßnahmen zur Optimierung des Wasserhaushaltes und zur Verbesserung der Biotopstrukturen durchgeführt. Der dabei anfallende Klei-Boden wird teilweise vom Oste-Deichverband sowie vom Deichverband Kehdingen-Oste übernommen.

Naturschutz an der Oste stärken!

14. 9. 2017. Die bereits 1400 Anhänger starke Kreisgruppe Bremervörde-Zeven des Naturschutzbundes (NABU) wirbt um neue Mitglieder, wie der Vorsitzende, Ostefreund Hans-Hermann Tiedemann, ankündigt: "Unsere erfolgreichen Vorhaben im Natur- und Artenschutz brauchen dringend weitere Unterstützung." Ein Schwerpunkt soll künftig die Kinder- und Jugendarbeit sein. Unser Foto (Aufnahme: NABU) zeigt Tiedemann (l.) mit den Studentinnen und Studenten, die in den kommenden Wochen in der Region unterwegs sein werden, um Mitglieder zu werben. - Der NABU Niedersachsen gehört der Arbeitsgemeinschaft Osteland an.

 

Naturschutz-Tipps fürs Osteland

 

Der Kreisverband Bremervörde- Zeven des NABU lädt ein zu einem Infoabend über Arten- und Biotopschutzmaßnahmen im Landkreis Rotenburg am Mittwoch, 20. September, 19 Uhr, im Selsinger Landgasthof Martin. Holger Westerwarp wird Projekte erläutern und Fördermöglichkeiten aufzeigen. Der Berater für Biodiversität der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Obmann Naturschutz der Jägerschaft Bremervörde erklärt Möglichkeiten, die Landwirte, Gartenbesitzer und Kommunen für den Naturschutz umsetzen können. Interessenten sind willkommen.

Museum an der Oste ehrt den "Mr. Natureum"

12. 9. 2017. Weiß auf blauem Grund und für jeden sichtbar prangt jetzt sein Name auf dem Außengelände des Natureums. Heinrich von Borstel war lange Mitglied und Vorsitzender des Stiftungskuratoriums und gehört zu den Förderern der ersten Stunde. Im vergangenen Jahr schied er aus dem Gremium aus. Ab sofort schreiten die Besucher auf der „Heinrich-von-Borstel-Allee“ entlang der Oste zur Vogelbeobachtungsstation. „Wir wissen, dass du im Herzen immer mit dem Natureum verbunden bist, aber so kann es jeder sehen“, sagte Landrat Michael Roesberg, gleichzeitig Vorsitzender des Kuratoriums, bei der Enthüllung. Er sei nicht nur seinen langjährigen Weggefährten für die gute Zusammenarbeit dankbar, sondern vor allem seiner Frau Sigrid, die ihn stets unterstützt und ihm den Rücken freigehalten habe. „Eigentlich müsste ein Teil des Weges ihren Namen tragen“, so der 81-jährige. Nach und nach sollen alle Wege auf dem Außengelände des Natureums zur besseren Orientierung für die Besucher Namen erhalten. „Die wenigsten werden allerdings nach Personen benannt“, versicherte Natureums-Leiter Lars Lichtenberg. „Das bleibt eine besondere Ehre.“ 

Von der AG Osteland war Heinrich von Borstel im vorigen Jahr mit dem Kulturpreis Goldener Hecht geehrt worden. In der Laudatio hieß es: "Zu den engagiertesten und renommiertesten Förderern des Tourismus in der Region Kehdingen-Oste gehört seit langem der Wischhafener  Steuerberater Heinrich von Borstel. Viele Jahre leitete der langjährige SPD-Landtags- und Kreistagsabgeordnete den Tourismusverein Kehdingen mit seinen beiden Büros in Wischhafen und Drochtersen. Mit seiner Mannschaft setzte er sich unter anderem auch für die Deutsche Fährstrasse sowie für das Projekt Krimiland Kehdingen – Oste der Arbeitsgemeinschaft Osteland ein. Heute ist er für den Tourismusverein  weiterhin als Ehrenvorsitzender aktiv.

 

Besonders zu würdigen sind sein Einsatz für die Kehdinger Wildganstage als Tourismus-Attraktion mit weitreichender Ausstrahlung, vor allem aber für das Natureum Niederelbe, in dem er viele Jahre den Vorsitz des Kuratoriums innehatte. Sein beharrlicher Einsatz für die Weiterentwicklung des Naturkundemuseums am Tor zum Osteland und am Ausgangspunkt des Oste-Radweges Balje – Tostedt trug ihm in der Presse zu Recht den Ehrennamen „Mr. Natureum“ ein.

 

Auch der Verein „Wi helpt“ als Träger des Seniorenbüros in Wischhafen und Ansprechpartner für Senioren, Behinderte und deren Angehörige in Kehdingen nennt Heinrich von Borstel seinen „geistigen Vater“.

 

Der frühere Bürgermeister von Wischhafen, der als heimatverbunden durch und durch gilt, setzt sich auch nach dem Rückzug aus der aktiven Politik weiterhin für die Eigenständigkeit von Kommunen als Basis einer bürgernahen Demokratie ein. Heinrich von Borstel hat sich um das Osteland verdient gemacht."

Sommer 2017 zu nass für Störche

1. 9. 2017. Wie der örtliche NABU-Storchenbeauftragte Hans-Heinrich Gerken laut Bremervörder Zeitung mitteilt, wurden im südlichen Osteland  48 Storcheneier gelegt und ausgebrütet, durch die ungünstige Witterung im Frühjahr und Sommer seien aber nur 19 Jungstörche groß geworden. - Der NABU ist Mitglied der AG Ostenland. Frühere Berichte hier

Lesetipp: Ostesfreund Hinnerk Kolster im Stader Tageblatt (Mittwoch)

Ackerbau für Schüler im Natureum an der Oste

25. 8. 2017. Die Idee ist simpel. Auf dem Gelände des Natureum Niederelbe entstehen in den nächsten Jahren kleine Ackerflächen, die von Schulklassen bewirtschaftet werden sollen. Im ersten Jahr werden Kartoffeln angebaut, im zweiten Jahr Wintergetreide, im dritten Jahr ein Sommergetreide und zu guter Letzt eine Hackfrucht wie beispielsweise Ackerbohnen. Es folgt dann ein Jahr lang Brache. 

 

Auf diese Weise kann beispielsweise eine Grundschulklasse das Prinzip der Fruchtfolgen ganz praktisch in vier Jahren erleben. Das Pilotprojekt wurde am vergangenen Mittwoch abgeschlossen. Die 4. Klasse der Heinrich-Wilhelm-Kopf-Grundschule Neuenkirchen hatte im April auf dem vorbereiteten Feld Kartoffeln gepflanzt und war danach noch zweimal angereist, um das Feld zu pflegen, die Kartoffeln anzuhäufen und natürlich um auch ein bisschen zu jäten. 


Am Mittwoch nun konnten die Früchte der eigenen Arbeit geerntet werden. Mit viel Elan wurden die rund 100 Quadratmeter Feld abgeerntet. Als Belohnung gab es im Anschluss ein Erntefest mit Stockbrot und Kartoffeln, die in der Glut des Lagerfeuers gebacken wurden. Auch zahlreiche Eltern und Großeltern der Schüler waren erschienen und zeigten sich, ebenso wie die Lehrerin, von dem Projekt begeistert. „Wir wollen unbedingt weitermachen!“, sagt Frauke Thimm, Klassenlehrer der „Kartoffelklasse“. Weitergehen wird es mit Wintergerste, die im kommenden Jahr geerntet, gedroschen und gemahlen wird.


Es gibt schon Interessenten für die nächste Parzelle, die dann im Frühjahr wieder mit Kartoffeln beginnt. Auch der Leiter des Natureum Niederelbe, Lars Lichtenberg, ist von dem Projekt restlos überzeugt: „Wir vermitteln hier ganz praktische Fähigkeiten und können den Schülern sehr eindrucksvoll unsere einheimischen Pflanzen zeigen und erklären.“ Nur das Problem des Schülertransports bereitet Lichtenberg Sorgen: „Es gibt Schulen, die gerne an dem Projekt teilnehmen möchten, aber nicht wissen, wie sie die Fahrtkosten aufbringen können. Hier wäre es sehr begrüßenswert, wenn Wirtschaftsunternehmen oder Verbände die Patenschaft für eine Klasse oder ein Feld und damit die Fahrtkosten übernehmen würden!“ Wer sich für eine derartige Patenschaft interessiert, kann sich gerne an Lars Lichtenberg im Natureum Niederelbe (lichtenberg@natureum-niederelbe.de) wenden.

Ökologisches Juwel wird aufgewertet

24. 8. 2017. Im Auftrag des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) finden - sofern die Witterungs- und Bodenverhältnisse es zulassen - ab Ende August Bauarbeiten im Naturschutzgebiet „Schnook" im Landkreis Cuxhaven statt. Damit wird ein Schutzgebiet von europäischer Bedeutung, eine ökologisches Juwel an der Unteren Oste, entscheidend aufgewertet.

 

Bis zum Frühherbst werden dort unter anderem Grüppen und Gräben aufgeweitet und Uferbereiche abgeflacht. Ziel ist es, in Teilbereichen den früher vorhandenen Tideeinfluss wiederherzustellen sowie den Wasserhaushalt und den Strukturreichtum in diesen Flächen zu optimieren, die zu den wichtigsten Brut- und Nahrungsgebieten von Wiesenvögeln wie dem Kiebitz (Foto: Wikipedia), der Bekassine und dem Rotschenkel im Landkreis Cuxhaven gehören. 

 

„Nur auf feuchten Böden können diese spezialisierten Tiere erfolgreich Nahrung suchen und ihre Küken aufziehen. Das Naturschutzgebiet Schnook mit seinem Mosaik aus Grünland, Prielen, Gräben und Röhrichten hat sogar deutschlandweite Bedeutung für den Erhalt dieser gefährdeten Arten", betont Danny Wolff vom NLWKN in Lüneburg die Verantwortung des Landes Niedersachsen für die Entwicklung dieses Areals. 

 

Dabei setzt das Land auf Kooperation mit den örtlichen Akteuren: Für die naturschutzgerechte Bewirtschaftung in Form extensiver Wiesen- oder Weidenutzung wird eng mit den ansässigen Landwirten kooperiert, und der bei den Erdbaumaßnahmen anfallende Kleiboden wird vom Oste-Deichverband sowie vom Deichverband Kehdingen-Oste für Küstenschutzzwecke übernommen. Die Flächen im Naturschutzgebiet „Schnook, Außendeichsflächen bei Geversdorf" gehören teilweise zum FFH-Gebiet „Unterelbe" und liegen in Nachbarschaft zum gleichnamigen EU-Vogelschutzgebiet.

 

Sie sind damit Bestandteil des europäischen ökologischen Netzes „Natura 2000". Die Maßnahmen bilden einen Beitrag zur Umsetzung des Integrierten Bewirtschaftungsplans Elbeästuar, der Niedersächsischen Strategie für den Arten- und Biotopschutz sowie des Aktionsprogramms „Niedersächsische Gewässerlandschaften", ergänzt Thorben Willers von der Naturschutzstation Unterelbe des NLWKN. 

 

Gleichartige Entwicklungsmaßnahmen werden parallel auch auf landeseigenen Naturschutzflächen im Gebiet „Hadelner und Belumer Außendeich umgesetzt.

 

Die Deichverbände an der Ostecsind Mitglied der Arbeitsgemeinschaft #Osteland.

 

Mehr über das Naturschutzgebiet Schnook hier.

www.nlwkn.niedersachsen.de/naturschutz/schutzgebiete/einzelnen_naturschutzgebiete/naturschutzgebiet-schnook-auendeichsflaechen-bei-geversdorf-42397.html

"Mausohrnacht" an der Umweltpyramide

21. 8. 2017. "Mausohrnächte" ist der Titel eines regionalen Fledermauskrimis, für den der Autor Axel Roschen, aktiv an der Bremervörder NABU-Umweltpyramide, mit dem AG-Osteland-Literaturpreis ausgezeichnet wurde (Foto: Bölsche). Eine "Mausohrnacht" eigener Art können Interessierte demnächst an der Umweltpyramide erleben: Aus Anlass der "Europäischen Fledermausnacht" findet dort, unweit der Oste, am Freitag, 25. August, von 18.30 bis ca. 21.30 Uhr ein abwechslungsreicher Abend für die ganze Familie statt."Am Lagerfeuer mit Stockbrot stimmen wir uns auf das spannende Thema Fledermäuse ein," teilt der NABU - ein Mitgliedsverband der AG Osteland - dazu mit: "Ein Bildervortrag informiert über Lebensweise und Gefährdung, dann begeben wir uns auf die Pirsch und versuchen selber, mit dem Batdetektor Fledermäuse zu entdecken."

Weitere Berichte siehe GRÜNES NETZ 2017.2 und rechte Randspalte.

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