Websites für das Osteland
Websites für das Osteland

www.gruenes-netz-oste.de

Die Fachgruppe Natur und Umwelt - kurz Grünes Netz - ist eine Gliederung der AG Osteland. Sie wirbt verbandsübergreifend für die Bewahrung des Naturerbes der Flussregion, auch durch Exkursionen etwa zur Ostemündung oder in die Ostemoore, und bemüht sich um die Vernetzung der einschlägig engagierten Mitglieder. Infos auf dieser aktuellen Website gruenes-netz-oste.de, auf unserer Archivseite und tagesaktuell auf Facebook.

Trauer um Peter und Ursula Kaschubowski

5. 2. 2018. Die traurige Nachricht schockierte heute auch die Teilnehmer des SPD-Neujahrsklönschnacks in Cadenberge: Binnen weniger Tage ist nach längerer Krankheit in Hollen das Ehepaar Peter und Ursula Kaschubowski, beide im 77. Lebensjahr, verstorben. Der langjährige Gesamtschullehrer und seine Frau, studierte Maschinenbauerin, galten als die „Seele der SPD-AG 60+“ im Raum Hemmoor/Lamstedt, für die sie Dutzende von Kaffeenachmittagen und Tagesausflügen organisierten. Der Naturwissenschaftler und Pädagoge Kaschubowski, der die Arbeitsgemeinschaft jahrelang gemeinsam mit Gerd-Michael Wilwert leitete, bereicherte deren Programm immer wieder durch Themen aus den Bereichen Umwelt, Natur und Energie sowie - in enger Zusammenarbeit mit der AG Osteland - durch Exkursionen in die gesamte Flussregion.

Kehdingen - Drehkreuz des Vogelzuges

19. 1. 2018. Was der Frankfurter Flughafen für die Luftfahrt ist, ist Kehdingen für die Zugvögel. Diesen internationalen „Vogel-Airport“ und seine herausragende Bedeutung stellt Andreas Nees in seinem Vortrag „Kehdingen – Drehkreuz des Vogelzuges“ am Sonntag, 28. Januar, um 14.30 Uhr im Natureum Niederelbe vor. Der Diplom-Forstwirt Andreas Nees betreut als hauptamtlicher Naturschutzwart beim Landkreis Stade das Vogelschutzgebiet Unterelbe.

Das Schutzgebiet, das Nees betreut, erstreckt sich vom Natureum bis nach Barnkrug bei Stade. Riesige Nonnengans-Schwärme und weitere Langstreckenflieger nutzen das Wattenmeer sowie die Marschflächen entlang der Elbe als Winterquartier oder als Rastplatz zum „Auftanken“ für die Weiterreise. Wer Lust kann sich den Flugbetrieb auch gleich „live“ angucken. In der Vogelbeobachtungsstation des Natureums stehen Spektive und Ferngläser bereit, die einen guten Blick auf den Arbeitsplatz des Naturschutzwartes ermöglichen.

Natureum informiert über bedrohte Tierarten

13. 1. 2018. 25800 Tierarten stehen aktuell auf der Roten Liste der bedrohten Arten, so viele wie nie zuvor, gab der WWF kürzlich bekannt. Das Thema Artensterben ist damit aktueller denn je. Am Sonntag, 21. Januar, 15 Uhr, liest Dr. Oliver Peters aus dem Buch „Die Letzten ihrer Art“ des inzwischen verstorbenen Schriftstellers Douglas Adams und des Zoologen Mark Carwardine im Natureum Niederelbe in der Ostemündung, einem Mitglied der AG Osteland.

Bereits vor über 30 Jahren reisten die Autoren zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Welt. Der englische Originaltitel „Last Chance to see“ – letzte Chance sie zu sehen – ist zumindest in einem Fall wörtlich zu nehmen. So gilt der Jangtse-Delfin, den Adams und Carwardine in ihrem 1990 erschienenen Buch vorstellen, inzwischen als ausgestorben. Sie besuchten unter anderem Komodo-Warane in Indonesien, Fingertiere auf Madagaskar sowie Rhinozeros und Berggorillas in Zaire – alles Tiere die nach wie vor gefährdet sind und die nur wenige Menschen in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen.

Trotz des ernsten Themas sparen die Autoren nicht am Humor. Der Grund warum Douglas Adams den Riesenechsen auf Komodo mit Argwohn begegnete, begründete er ganz einfach: „Sie mögen ihr Fleisch am liebsten verdorben und stinkend. Wir mögen unser Fleisch anders und neigen dazu, Viechern mit solchen Geschmacksvorstellungen nicht über den Weg zu trauen.“

Die Jungfern von den Ostequellen

8. 1. 2018. Ein seltenes Wesen von den Quellen der Oste ziert das Titelbild der Mitgliederzeitschrift des außerordentlich aktiven Arbeitskreises Naturschutz in Tostedt: „Die Entdeckung der Zweigestreiften Quelljungfer“ in den Quellbächen der Oste ist Thema eines siebenseitigen Aufsatzes von Uwe Quante. Das Heft mit dem Libellen-Titel ist auch online verfügbar.

 
Dank für den Hinweis an Ostefreund Arno Westerwick.

Tierische Inventur in der Wingst

8. 1. 2018. Zum Jahreswechsel wurde im Wingster Zoo fleißig gezählt, gewogen und gemessen. Jetzt steht das Ergebnis fest: Zum 31. 12. 2017 lebten 350 Tiere in 71 Arten und Rassen im Zoo. Im Vergleich zum Vorjahresende leben damit 33 Tiere und 6 Formen mehr im Zoo, darunter auch ein Pärchen der hochbedrohten Edwardsfasanen, die wahrscheinlich in freier Wildbahn ausgestorben sind.

Jetzt umschalten auf Osteland-Regionalstrom 

8. 1. 2018. Unter dem schönen Namen „Osteland“ produziert eine Genossenschaft aus Oldendorf um Ostefreund Peter Wortmann seit einiger Zeit Regionalstrom. Bei einem Wechsel im Januar 2018 gibt es ein 30 Euro-Guthaben dazu. Den Bestell-Flyer gibt es  in der Kombüse Oberndorf.

NABU im Osteland betreut 15 Schutzgebiete

16. 12. 2017. Die NABU-Station in der Bremervörder Umweltpyramide betreut 15 Schutzgebiete im Wümme- und Oste-Landkreis Rotenburg. Das sieht ein jetzt vom NABU-Vertreter Buschmann und ROW-Landrat Luttmann unterzeichneter Kooperationsvertrag vor. NABU und Landkreis sind Mitglied der AG Osteland. Ausführlicher Bericht hier.

2017: Besucheransturm auf das Natureum

11. 12. 2016. Über 33 000 Besucher zählte das Natureum Niederelbe - ein Mitglied der AG Osteland -  im Jahr 2017. „Das ist eine Steigerung zum Vorjahr um fast 20 Prozent“, freut sich Museumsleiter Lars Lichtenberg. „Das neue Konzept, mehr Veranstaltungen anzubieten, ist sehr gut angelaufen.“ Am Tag des Pferdes und bei der Garten- Magie (Foto: Hilk), beides erstmalig im Programm, erlebte das Natureum einen wahren Besucheransturm. Die langwierige Sperrung der B73 und das schlechte Wetter schlugen sich nicht in den Besucherzahlen nieder. Er sei hochzufrieden mit der Saison, so Lichtenberg. 

 

Nur die Bauarbeiten im Außenbereich wurden durch die großen Regenmengen ausgebremst. „Da sind wir noch nicht so weit, wie wir eigentlich sein wollten“, gibt der Geschäftsführer zu. „Aber wir arbeiten mit Hochdruck daran.“ Neben der Renovierung des Elbe-Küstenparks strebt der Geschäftsführer in 2018 ein großes Ziel an. Das Natureum soll das Museumsgütesiegel erlangen. Voraussetzung ist, dass die bundesweit gültigen Standards für Museen erfüllt werden – da besteht Nachholbedarf. „In allen Bereichen von der Sammlung über die Forschung bis zum Marketing müssen stichhaltige Konzepte erarbeitet werden“, erklärt Lichtenberg. „Außerdem müssen wir nachweisen, dass wir die klimatischen Bedingungen zur korrekten Lagerung der Museumsobjekte erfüllen.“

 

Das bedeutet einiges an Arbeit für das Natureum-Team, zumal ein weiteres Großprojekt kurz vor der Realisierung steht. Nach langer Zeit zeigt das Museum im kommenden Jahr wieder eine in Eigenarbeit konzipierte Sonderausstellung. „Abgetaucht – Die Welt der Wale“ wird am 25. März, pünktlich zu Ostern, eröffnet. Und auch der Tag des Pferdes und die Garten Magie stehen nach dem erfolgreichen Debüt wieder auf dem Programm ebenso wie der Dauerbrenner Tag des Fisches. „Außerdem sind weitere Veranstaltungen in der Planung“, verrät Lichtenberg.

 

Im Dezember macht das Natureum in die Winterpause. Ab 6. Januar öffnet das Museum wieder sonnabends und sonntags von 10 bis 17 Uhr seine Türen. 

Ostemoor-BI aufgelöst - „wegen Erfolg“

 Steffens, Meyer, Leitner, Klabunde mit Landrat Luttmann (Foto: Bölsche)

9. 12. 2017. Auf den Tag genau fünf Jahre nach ihrer Gründung hat sich die Gnarrenburger „Bürgerinitiative zum Schutz unserer Moore“ aufgelöst – „wegen Erfolges“, wie heute bei einer Matinee in Klenkendorf einer der prominenten Festgäste, Ex-Agrarminister Christian Meyer (Grüne), gratulierte. Die mit dem Osteland-Kulturpreis Goldener Hecht ausgezeichnete BI-Gründerin Martina Leitner, ihre enge Mitstreiterin Kerstin Klabunde und der Ortsbürgermeister, Landwirt und AG-Osteland-Mitglied Johann Steffens von der „Kerngruppe“ der BI beschrieben in Rück- und Ausblicken den erfolgreichen Kampf für eine Umwidmung des Gnarrenburger Moores vom Torfabbau- zum bundesweit größten Torferhalt-Vorranggebiet und für die Zukunftsperspektive einer gemeinsamen Vermarktung regionaler Produkte aus kleinbäuerlichen Betrieben.

„Wer sich anstrengt, kann was schaffen,“ bilanzierte zum Abschluss Kerstin Klabunde (mittlerweile für die CDU im ROW-Kreistag) und dankte mit einer Flasche Moorschnaps dem „mutigen“ grünen Ex-Minister Meyer, der - trotz anfänglichen Widerstands von rund 1000 mit einem Sarg demonstrierenden Bauern - die gemeinsamen Anliegen von Bürgerinitiative und Landvolk „richtig durchgekämpft und richtig geholfen“ habe.

Zu den Beweggründen der Moorschützer verwies Minister Meyer einen Liedtext von Konstantin Wecker, der auch auf der Website der Bürgerinitiative zitiert wird:

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.
Was keiner sagt, das sagt heraus.
Was keiner denkt, das wagt zu denken.
Was keiner anfängt, das führt aus.
Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen.
Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
Wenn alle mittun, steht allein.
Wo alle loben, habt Bedenken.
Wo alle spotten, spottet nicht.
Wo alle geizen, wagt zu schenken.
Wo alles dunkel ist, macht Licht.


Eine Ausstellung von Zeitungsausschnitten auf über einem Dutzend Stellwänden dokumentierte die umfangreiche und beispielhafte Öffentlichkeitsarbeit der wohl erfolgreichsten niedersächsischen Bürgerinitiative des letzten Jahrzehnts.

Die Verleihung des Goldenen Hechts an Martina Leitner hatte die AG Osteland 2014 so begründet:

„Martina Leitner und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben es in weniger als einem Jahr erreicht, durch beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement wichtige Weichenstellungen für die Zukunft der Region zwischen Oste und Teufelsmoor zu bewirken.

Mit Geschick und Beharrlichkeit, erfolgreicher Öffentlichkeitsarbeit und den Unterschriften von über 3000 Unterstützern haben sie erreicht, dass sich der Raum Gnarrenburg - bislang ein "Vorranggebiet" für Torfabbau - zu einer "Modellregion" entwickelt werden soll, deren Ziele nach Gesprächen mit Kreis- und Gemeindepolitikern in eine "Gnarrenburger Erklärung" eingeflossen sind.

Ihre ursprünglich gestellten Forderungen - "Stoppt den industriellen Torfabbau! Stoppt den Raubbau an unserer Landschaft! Stoppt die Zerstörung unserer Natur!" - hat die Bürgerinitiative inzwischen ausgeweitet. Statt nur verhindern zu wollen, "dass unsere Moorregion in 20 Jahren abgegraben ist und dann für Jahrhunderte eine Wasserwüste entsteht und unser Kapital Moorlandschaft in den Taschen der Torfabbauer verschwindet", setzt sich die Bürgerbewegung nun auch dafür ein, die Lebensbedingungen in den Dörfern östlich der Oste zu verbessern, den Nahverkehr und die ärztliche Versorgung auszubauen, das Schulangebot zu erhalten sowie den sanften Tourismus und die Landschaftspflege durch die Moorbauern zu fördern. Martina Leitner und ihre Mitstreiter haben sich um die Oste verdient gemacht.“

 

Videos von der Veranstaltung:


Kerstin Klabunde über die Erfolge der Moorschutz-BI

Kerstin Klabunde dankt der AG Osteland

Nordheide: Sieg über Fracking-Industrie

9. 12. 2017. Am Rande des Ostelandes feierte die verdienstvolle Umweltinitiative um den Buchholzer Dr. Ingo Engelmann (m.) jetzt den Rückzug des letzten Fracking-Unternehmens aus dem Landkreis Harburg (Foto: BI). Ausführlicher Bericht in der Lokalpresse hier.

Schmetterling des Jahres 2018 stark gefährdet 

4. 12. 2017. In Niedersachsen sind Begegnungen mit dem „Großen Fuchs“ (Nymphalis polychloros) selten geworden. Diese Großschmetterlingsart gilt hierzulande als stark gefährdet und vom Aussterben bedroht - auch im Osteland. „Mit der Auszeichnung des Großen Fuchs als Schmetterling des Jahres 2018 macht der BUND auf seine schlechte Überlebensprognose aufmerksam“, sagt Manfred Radtke vom BUND Rotenburg/Wümme (http://rotenburg.bund.net).

 

Während die bundesweite Prognose für diese Art noch etwas günstiger ausfällt - hier steht der „Große Fuchs“ bislang nur auf der Vorwarnliste der bedrohten Tiere, so ist sein Vorkommen in Norddeutschland in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Das Bundesamt für Naturschutz schätzt seine langfristige Bestandsentwicklung als „sehr stark rückläufig“ ein.

 

Der Große Fuchs lebt in trockenwarmen halboffenen Landschaften, an sonnigen Waldrändern, aber auch in naturnahen Gärten und auf Streuobstwiesen in weiten Teilen Europas und Asiens. Während die meisten der 180 in Deutschland lebenden Tagschmetterlingsarten die kalte Jahreszeit als Raupen verbringen, überwintert der Große Fuchs als ausgewachsener Falter. Daher braucht er schon im zeitigen Frühjahr Nahrung. Die erste Futterquelle sind blühende Weidenkätzchen. „Leider entfernen Förster Salweiden häufig, da ihr Holz nur wenig Geld einbringt. Die verbliebenen Restbestände dieses Edelfalters werden dadurch stark gefährdet“, sagt Radtke. 

 

„Um dem Großen Fuchs zu helfen, sollten Weichholzarten wie die Salweide nicht mehr rücksichtslos abgeholzt werden.“ Eine weitere Ursache für den Bestandsrückgang des Falters ist der Verlust seines Lebensraumes durch die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft und den Flächenverbrauch für Siedlungsbau und Verkehr.

 

Der „Große Fuchs“ ist eine der wenigen Schmetterlingsarten, die sich nicht nur von Nektar ernäh- ren, sondern auch von Baumsäften, Exkrementen und Aas. Mit 50 bis 55 Millimetern Flügelspann- weite gehört der Falter zu den großen Schmetterlingen. Im Frühjahr sonnen sich die Schmetterlinge mit aufgefalteten Flügeln an Baumstämmen und lassen sich dann gut beobachten. Die Flügeloberseiten sind orange und tragen schwarze und gelblichweiße Flecken sowie am Hinterflügelrand eine schwarze Binde mit bläulichen Flecken. Der „Große Fuchs“ sieht dem viel häufigeren „Kleinen Fuchs“ zwar sehr ähnlich, ist aber nicht näher verwandt.

 

Radtke: „Die Weibchen legen im April und Mai ihre Eier rund um dünne Zweige in den Kronen von Salweiden, Pappeln oder Obstbäumen ab, den Futterpflanzen der Raupen. Diese leben zunächst gesellig in einem Netz aus Spinnfäden und verpuppen sich im Frühsommer. Sie sind dann etwa 45 Millimeter lang, schwarzgrau und tragen mehrere Reihen orange gefärbter verästelter Dornen. Zwei bis drei Wochen später schlüpfen die Schmetterlinge. Sie ziehen sich aber schon früh in ihre Überwinterungsquartiere zurück, so dass der Große Fuchs im Herbst nur selten zu beobachten ist.”

Glyphosat vergiftet das politische Klima

28. 11. 2017. Umweltministerin Barbara Hendricks hat die deutsche Zustimmung zur Verlängerung der Glyphosat-Zulassung in Brüssel als Vertrauensbruch kritisiert. Zwei Stunden vor Beginn des Berufungsausschusses haben sie gegenüber Landwirtschaftsminister Christian Schmidt erklärt, sie sei "mit einer Verlängerung der Zulassung von Glyphosat weiterhin nicht einverstanden". So hätte sich Deutschland eigentlich bei der Abstimmung enthalten müssen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel  kritisierte den Alleingang des Ministers inzwischen als Verstoß gegen die Geschäftsordnung der Bundesregierung. Das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird in der EU für weitere fünf Jahre erlaubt. Die Vertreter der EU-Staaten stimmten am Montag mit qualifizierter Mehrheit für den Vorschlag der EU-Kommission.

Moor-BI: Moor-Ini: Ausklang mit Ex-Minister

25. 11. 2017. Die Vorsitzende der Gnarrenburger „Bürgerinitiative zum Erhalt unserer Moore und für die Zukunft unserer Dörfer (BI)“, Ostepreisträgerin Martina Leitner (Archivbild) hat, wie berichtet, die Auflösung der BI bekannt gegeben: „Neuen Torfabbau wird es im Gnarrenburger Moor nicht geben, das ist nun rechtlich abgesichert, und ein Arbeitskreis für die Zukunft des Gnarrenburger Moores arbeitet an Möglichkeiten der Vermarktung – damit sind unsere Ziele erreicht.“ Beim „Ausstand“ der Initiative am Sonnabend, 9. Dezember, ab 10 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Klenkendorf wird such der ehemaligen Grünen-Landwirtschaftsminister Christian Meyer anwesend sein, wie die Bremervörder Zeitung meldet.

Ostefreund Kullik: Ein Meter ist zu wenig!

23. 11. 2017. Sind manche Bäche und Gräben im Osteland nur bessere Abwasserkanäle? Anlässlich einer Naturschutzdebatte im Rotenburger Kreistag äußerte der SPD-Abgeordnete und langjährige AG-Osteland-Mitstreiter Volker Kullik (Foto), er hätte sich gewünscht, dass Landwirte bei der Bewirtschaftung von Naturschutzgebieten mehr als einen Meter Abstand auch zu kleineren Gewässern halten müssen. Der Naturschutzexperte sieht Medienberichten zufolge die Gefahr, „dass Gülle oder Pflanzenschutzmittel ins Wasser gelangen, wenn diese so dicht am Gewässerrand eingesetzt werden“, und appellierte an die Verwaltung, bei den künftig noch auszuweisenden Naturschutzgebieten für Gewässerschutzstreifen einen größeren Abstand festzuschreiben: „Ein Meter ist zu wenig.“

Am Rande des Ostelandes aktiv im 37. Jahr

24. 11. 2017. Bei einem harmonischen Adventsessen im Hotel Hoheluft in Buchholz-Meilsen konnte der Vorsitzende der Naturfreunde Nordheide, Bernd Wenzel (kl. Foto, o.), am Freitag fast 30 Mitglieder begrüßen, darunter den einstigen Buchholzer Jochen Bölsche, den er als „Gründervater“ des 1981 entstandenen Vereins bezeichnete. Vorgestellt wurde an dem festlichen Abend das mit der 2. Vorsitzenden Agnes Wibberenz (kl. Foto, u.l.) gestaltete Veranstaltungsprogramm für das 37. Jahr der Vereinsgeschichte. Geplant sind wieder eine Reihe von Vereinsabenden, unter anderem mit dem Buchholzer Ex-Bürgermeister Prof. Dr. Götz von Rohr (gr. Foto 2. v. l.) und verschiedene Ausflüge, darunter – wie auch schon in den Vorjahren – mit Renate Bölsche ins Osteland (1. Juli). Korrektur zum Kalender (u.): Das Sommerfest beginnt nicht um 18 Uhr sondern, wie immer, um 12 Uhr.

Mit einem „Presse-Spiegel 2017“ berichtete Bernd Wenzel über die vielfältigen naturschutz-, stadt- und verkehrspolitischen Initiativen der Naturfreunde, die sich in Zusammenarbeit mit NABU und BUND zu einem der entscheidenden umweltpolitischen Faktoren in der Nordheide zwischen Tostedt und Winsen entwickelt haben.

Dank für die jahrelange ehrenamtliche Pflege einer von den Naturfreunden unterhaltenen Streuobstwiese mit fast 100 Bäumen alter Obstsorten sagte der Vorstand erneut dem Buchholzer Jens Nissen (u.r.), der demnächst für ein ähnliches Naturfreunde-Projekt bei Dibbersen verantwortlich sein wird. - Mehr auf der Facebook-Seite der Naturfreunde Nordheide.

Oste-Naturfotograf beklagt Insektenschwund 

23. 11. 2017. In der Bremervörder Zeitung (Donnerstag) berichtet der bekannte Naturfotograf und Osteland-Kulturpreisträger Hermann Tödter (3. v. l.) aus Zeven über alarmierende Beobachtungen auch an der Oberen Oste, einem Gebiet mit viel intensiver Landwirtschaft und oft lediglich kleinflächigen Naturschutzgebieten. Auszug aus dem Artikel von Frauke Hellwig:

„Hermann Tödter hält seit mehr als 70 Jahren die Schönheit der Natur in seinen Fotos und Filmen fest. Der Zevener Naturfotograf hat das Verschwinden der Insekten über die Jahre erlebt. ‚In der Natur ist alles anders geworden. Vor Jahren konnte man raus gehen und man hat hunderte von Schmetterlingen gesehen, heute sind es vielleicht mit etwas Glück noch zehn Stück. Doch auch alle anderen Insektenarten sind deutlich weniger geworden. Das ist wirklich sehr auffällig‘, sagt er. Der Tatbestand sei indes selten thematisiert worden, weil er schleichend vonstatten geht und sich kaum jemand dafür interessiere.“

Unser Archivbild zeigt Tödter bei der Verleihung des Goldenen Hechts 2011 (Begründung).

 

Mehr zum Thema:

 

Vortrag: Insektentod durch neue Pestizide 

23. 11. 2017. Der NABU - ein Mitglied der AG Osteland – lädt zu einem Vortrag von Dr. Henk Tennekes am Freitag, 24. November, 19.30 Uhr, im Alten Geidenhof in Hanstedt (Nordheide) über „Das Ende der Artenvielfalt - neuartige Pestizide töten Insekten und Vögel.“ Zu dem Vortrag am Rande des Ostelandes teilt der NABU mit: Ganze Landstriche ohne bestäubende Insekten – in China ist das schon heute Wirklichkeit. Dort müssen Pflanzen von Hand bestäubt werden. In wenigen Jahren könnte es auch in Deutschland so weit sein, der Bestand von Wildbienen und anderen Insekten ist bereits drastisch gesunken, warnen Wissenschaftler. 
 
Einer von ihnen ist Dr. Henk Tennekes, ein unabhängiger niederländische Toxikologe und Autor des Buches „Das Ende der Artenvielfalt - Neuartige Pestizide töten Insekten und Vögel“. In diesem katalogisiert er eine Tragödie von monumentalen Ausmaßen, über den Verlust von Wirbellosen und den Folgeschäden bei den insektenfressenden Vogelpopulationen in den Niederlanden. 
 
Zurückzuführen ist dies seinen Ausführungen nach auf die Landwirtschaft im Allgemeinen und den Einsatz von Insektiziden im Speziellen. 
Dr. Henk Tennekes Forschung gipfelte in seiner jüngsten Entdeckung, dass die Wirkungsweise der häufig genutzten Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide etliche Gemeinsamkeiten mit krebserzeugenden Chemikalien aufzeigt. 
 
Als ihm die furchtbaren Konsequenzen der Umweltverschmutzung mit diesen Insektiziden klar wurde, entschied sich Tennekes, ein Buch zu schreiben, um die Öffentlichkeit vor einer bevorstehenden Umweltkatastrophe zu warnen. Sein Buch «Disaster in the Making» (2010) ist in deutsch bestellbar beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. 
 
Veranstalter: NABU Buchholz, Hanstedt-Salzhausen und Winsen/Luhe. Eintritt frei - um Spende wird gebeten.
 
Dank für den Hinweis an Ostefreund Kurt Massmann.

Ostefreunde schildern Kräutergarten aus

13. 11. 2017. Beim vorweihnachtlichen Kunstmarkt an der Kulturdiele in Hemmoor bemerkten es einige Besucher zum erstenmal: Der Bauern- und Kräutergarten ist nicht nur gut gepflegt, sondern auch mit Info-Tafeln versehen (Foto: Bölsche). Zu verdanken hat das der Heimat- und Geschichtsverein den Osteland-Mitstreitern Hanni Milan und Henning Kuhne (Hemmoor und Oberndorf), denen der Vorstand für Pflege und Ausschilderung Dank sagte.

Stopp für Torfabbau - BI vor der Auflösung

11. 11. 2017. Nach Auffassung des Landkreises Rotenburg darf im Gnarrenburger Moor an der Oste kein Torf abgebaut werden; auch das neue Landesraumordnungsprogramm weist das Gnarrenburger Moor als Vorranggebiet für den Torferhalt aus.

Ein Antrag der Torfwerke Sandbostel wird deshalb von Kreis abgelehnt, wie heute die Bremervörder Zeitung meldet. Im Kreishaus gehe man allerdings davon aus, dass das Unternehmen gegen das Veto klagen werde.

Zufrieden mit dem Verbot zeigt sich CDU-Kreistagsmitglied Kerstin Klabunde (Foto) aus Augustendorf, Sprecherin der „Bürgerinitiative zum Erhalt unserer Moore und für die Zukunft unserer Dörfer“.

Die vor fünf Jahren gegründete BI bereitet nunmehr ihre Auflösung vor. Ihren Ausstand gibt sie am Sonnabend, 9. Dezember, ab 10 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus in Klenkendorf.

Eingeladen sind u. a.  Renate und Jochen Bölsche, die Webmaster von oste.de. Dazu schreibt die BI-„Kerngruppe“: „Sie haben von Anfang an unsere Aktivitäten wohlwollend und unterstützend verfolgt und auch Beiträge, Leserbriefe und Statements unserer Vorstandsmitglieder im Internet geteilt. Ein unvergessliches Erlebnis haben sie uns mit der Verleihung des Goldenen Hecht bereitet. Diese Anerkennung hat sicher dazu beigetragen, an der einen oder anderen Stelle die Seriosität unserer Bürgerinitiative zu unterstreichen. Wir möchten uns dafür bedanken.“

Bei ihrem „Ausstand“ wollen die Moorschützer „gemeinsam mit Weggefährten, Freunden und allen Interessierten Rückschau auf die vergangenen fünf Jahre halten und auch einen Ausblick in die Zukunft wagen“.

Neu: Themenblätter zur Küstenautobahn

11. 11. 2017. Themenblätter des Vereins „Schutzgemeinschaft ländlicher Raum“ zur geplanten Küstenautobahn sind jetzt in digitaler und gedruckter Form erschienen. Die Themenblätter können hier  sowie auf der Website der Schutzgemeinschaft gelesen und kostenlos heruntergeladen werden. In gedruckter Form kann man sie bei Manfred Schuster, Malser Weg 2, 27616 Beverstedt, unter 01 72/5 17 73 84, E-Mail (ma-schus@t-online.de) bestellen.

Kehdingen: „ Landschaftsschutz reicht nicht“

11. 11. 2017. In der heute erschienenen Ausgabe seines Mitgliedermagazins widmet sich der BUND unter der Überschrift „Im Reich von Kiebitz und Wachtelkönig“ der von der Agrarindustrie bedrohten Flora und Fauna der Kehdinger Marsch. Fazit: „Landschaftsschutz reicht nicht.“

Balje: Schöner Wohnen für Ostevögel

10. 11. 2017. Wo Naturhöhlen fehlen, sind künstliche Nisthilfen sinnvoll. Und ein Vogelhäuschen hilft heimischen Vögeln bei Frost und Schnee. Am Sonntag, 19. November, startet das Natureum Niederelbe an der Ostemündung die Aktion „Schöner Wohnen für Gartenvögel“. 

Von 13 bis 16 Uhr können sich Besucher unter fachkundiger Anleitung gegen einen Kostenbeitrag von 10 Euro selbst ein Vogelhäuschen oder einen Nistkasten zusammen bauen.

Leuchtturm, Fachwerkhaus oder doch ganz natürlich – beim Bemalen der Futterhäuschen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Nistkästen sollten dagegen möglichst naturnah gestaltet werden, damit die Vögel sie annehmen. Den „zusätzlichen Wohnraum“ nutzen die gefiederten Gartenbewohner nicht nur zum Brüten. Im Winter dient er als wärmender Unterschlupf, der bei großer Kälte lebensrettend sein kann. Vögel, vor allem Flugvögel, haben eine höhere Körpertemperatur als Säugetiere, die sie aufrechterhalten müssen. In der kalten Jahreszeit verbrauchen sie daher mehr Energie. Fettreiches Futter und eine schützende Behausung hilft Finken, Meisen und Co., die eisigen Temperaturen wohlbehalten zu überstehen. Aber nicht nur Vögeln, sondern auch Eichhörnchen und Insekten dient die künstliche Höhle als Kälteschutz.

Öffnungszeiten: Sonnabend/Sonntag 10 bis 17 Uhr, Dezember geschlossen. - Sie erreichen das Natureum Niederelbe in 21730 Balje / Neuhaus über Stade – Wischhafen / Elbefähre - Freiburg oder die B 73 Stade – Cuxhaven (Abfahrt Neuhaus / Natureum). Der Wintereintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro (Kinder bis vier Jahre frei). Info-Telefon: (04753) 84 21 10.Weitere Informationen: www.natureum-niederelbe.de. Hunde dürfen angeleint auf das Museumsgelände, aber nicht in die Gebäude.

Blühstreifen - wo sind sie geblieben?

28. 10. 2017. Wie das Osterholzer Kreisblatt meldet, hat sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in einem offenen Brief an Bürgermeister Torsten Rohde gewandt. Die Naturschützer fordern Unterstützung seitens der Stadt, um den fortschreitenden Rückgang der Blüten in Feld- und Wegsäumen zu verhindern. Die Wegränder seien überdüngt und würden zu häufig gemäht, sodass sich fast nur noch konkurrenzstarke Gräser durchsetzen, was wiederum die biologische Vielfalt bedrohe. Viele andere Wegsäume seien in landwirtschaftlicher Nutzung durch Äcker oder Intensivgrünland übergegangen und müssten durch die Stadt „zurückgeholt“ werden.

„Entkusselung“ am Moorerlebnisweg

26. 10. 2017. Der NABU Bremervörde-Zeven ruft zusammen mit dem Heimatverein Gnarrenburg dazu auf, am Sonnabend, 4. November, ab 10 Uhr Teile des Moorerlebnisweges im Huvenhopsmoor an der Oste zu „entkusseln“, also von Birken zu befreien, so Hans-Hermann Tiedemann (Foto: Bölsche), Vorsitzender des NABU Bremervörde-Zeven und Vorstandsmitglied der AG Osteland. Er bittet tatkräftige Helfer, sich zur besseren Planung bei der NABU-Umweltpyramide (04761/ 7 13 52 oder E-Mail b.schroeder@nabu-umweltpyramide.de) anzumelden.

Selsingen: Kein Windpark am Ostemoor!

21. 10. 2017. Nach dem Landkreis Rotenburg hat sich auch die Kommunalpolitik in der Gemeinde Selsingen – ein Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Osteland – mehrheitlich gegen einen geplanten Windpark bei Granstedt mit „Blickbeziehungen aus dem Huvenhoopsmoor und der Osteniederung“ ausgesprochen.

Der Landkreis hatte zuvor argumentiert, die Fläche sei „fast vollständig von Wald umgeben und im Zentrum befinde sich ein gesetzlich geschütztes Biotop“. Die Waldfläche als Lebensraum für Greifvögel und Fledermäuse halte man für „ungeeignet“, hatte auch die CDU-Kreistagsabgeordnete Kerstin Klabunde erklärt.

Anderer Meinung zeigte sich jetzt Selsingens Bürgermeister Reinhard Aufdemkamp, ebenfalls CDU, im Bauausschuss der Gemeinde. Er scheiterte jedoch mit seinem Versuch, den Windpark gegen alle Naturschutz-Bedenken durchzusetzen: Anderer Ansicht als Aufdemkamp waren nicht nur SPD und WFB, sondern auch eigene CDU-Fraktionskollegen, wie die Bremervörder Zeitung heute unter der Überschrift „Windkraft spaltet CDU“ berichtet.

Das Blatt zitiert u. a. den AG-Osteland-Mitstreiter und WFB-Ratsherrn Walter Lemmermann mit den Worten, der Umweltausschuss des Landkreises habe sich nach eingehender Diskussion parteiübergreifend und einstimmig gegen das Vorranggebiet Granstedt ausgesprochen. Der Landkreis erfülle auch ohne den Standort Granstedt sein Ziel, ein Prozent seiner Fläche für Windkraft auszuweisen.

Lemmermann weiter laut BZ: Laut Naturschutzbehörde des Landkreises sei durch die schon bestehenden Windkraftanlagen in Selsingen mit 87 Metern Höhe das Landschaftserleben in Huvenhoopsmoor und Osteniederung bereits „erheblich beeinträchtigt“. Die neuen Anlagen indes wären 200 Meter hoch, der Erholungswert in der Region würde gefährdet und das Wanderwegenetz „entwertet“.

Reger Flugverkehr über der Ostemündung

18. 10. 2017. Reger Flugverkehr herrscht zurzeit über dem Natureum Niederelbe an der Ostemündung. Riesige Zugvogel-Schwärme nutzen das Wattenmeer sowie die Marschflächen entlang der Elbe als Rastplatz auf dem Weg von ihren sibirischen Brutgebieten in den Süden. Zigtausende Nonnengänse überwintern sogar an der Niederelbe. Tim Richert kennt die gefiederten Weltenbummler genau. Der Ornithologe stellt in seinem Vortrag „Faszination Vogelzug“ am Sonntag, 22. Oktober, um 15 Uhr die unterschiedlichen Vogelarten vor. Anschließend geht es zur Vogelbeobachtungsstation des Natureums, wo die Langstreckenflieger mit Hilfe von Spektiven „live“ zu sehen sind. Das Natureum Niederelbe ist Mitglied der AG Osteland. Foto (Natureum): Nonnengänse an der Ostemündung.

 

Kein Gift in Schutzgebiete!

Der NABU - Mitglied der AG Osteland - hat die künftige niedersächsische Landesregierung aufgefordert, mehr gegen Pestizide in Naturschutzgebieten zu tun. Bis heute müsse den Naturschutzbehörden nicht mitgeteilt werden, welche Pestizide in welcher Mischung und Menge auf Ackerflächen innerhalb von Schutzgebieten ausgebracht werden, kritisiert Nabu-Landeschef Holger Buschmann.

Kehdingen-Oste: Wochenende der Wildgänse

12. 10 2017. Im Oktober sind die Marschen zwischen Freiburg und Balje Einflugschneise für riesige Vogelschwärme. Es bietet sich ein einzigartiges Naturschauspiel, wenn am Horizont unzählige Gänse erscheinen und sich mit lautem Geschnatter auf den Wiesen und Weiden niederlassen - Anlass für die Kehdinger Wildganstage am 14./15. Oktober mit großem Programm (Information: www.tourismus-kehdingen.de und www.wildganstage.de).

 

Jahr für Jahr kommen zahlreiche Naturliebhaber und Schaulustige in die Region, um dieses beeindruckende Erlebnis zu bewundern und die Kehdinger Wildganstage als Auftakt der Wildganssaison zu feiern. Einzigartig wie die weite Elblandschaft ist hier die Möglichkeit zur Vogelbeobachtung: Bei Fahrten mit dem Doppeldeckerbus Vogelkieker kann man die Gänse aus nächster Nähe beobachten, ohne sie zu stören.

 

Ein besonderes Erlebnis ist auch eine Fahrt mit dem Tidenkieker, einem Plattbodenschiff mit nur 50 cm Tiefgang, das speziell entwickelt wurde, um Naturliebhabern die Ufergebiete der Unterelbe mit ihrer einzigartigen Fauna und Flora zu erschließen. Eine Fahrt mit der Lorenbahn Moorkieker bietet in unvergleichlicher Weise die Möglichkeit, mit sachkundiger Führung das Kehdinger Moor mit all seinen Geheimnissen zu entdecken (Anmeldung für Vogelkieker, Tidenkieker und Moorkieker: Verein zur Förderung von Naturerlebnissen, Tel: 04141-12561)

 

An beiden Tagen bricht auch der Traditionssegler Anna-Lisa auf zum Osteriff, neben Segelromantik kann man hier Nonnengänse, Austernfischer und sogar Seehunde erleben (Anmeldung Natureum Niederelbe Tel. 04753-842110).

 

An den Aussichtspunkten in Freiburg und Wischhafen bietet sich Vogelbeobachtung mit Erläuterungen von Fachleuten. Außerdem kann man sich einer geführten Wanderung durch das Aschhorner Moor anschließen.

 

Neben den Möglichkeiten zur Naturbeobachtung rankt sich ein buntes Veranstaltungsprogramm um die gefiederten Besucher aus dem hohen Norden: In Freiburg lockt am Samstag und Sonntag der historische Kornspeicher am Hafen, wo auch der restaurierte Pfahlewer Oderik von Oederquart zu besichtigen ist, mit kulinarischen Köstlichkeiten und einem Konzert der Klammrebellen mit Liedern von der Waterkant.  

 

Den historischen Ortskern von Freiburg kann man auf einem geführten Rundgang kennenlernen und die wunderschön geschmückte Kirche St. Wulphardi mit dem Erntedank-Altar bewundern. Im Rathaus lockt die Ausstellung über alte Freiburger Amtshäuser und der Film „Bei uns zu Hause“ bietet einen eindrucksvollen Rückblick in die Zeit um 1955.

 

Das Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum im nahgelegenen Wischhafen (Elbefähre) erzählt mit seiner maritimen Dauerausstellung und mit den Sonderausstellungen zur Weihnachtsflut 1717 sowie dem Wörterbuch der Marine viel über die Geschichte der Küstenschifffahrt und zeigt einzigartige Exponate.

 

Das Natureum Niederelbe in Balje mit seinen Dauerausstellungen, der Vogelbeobachtungsstation im Elbe-Küstenpark sowie den beiden Sonderausstellungen „Eiszeit - Leben im Extrem“ und „Mammutcomics“ ist ebenfalls ein Highlight dieses Wildgans-Wochenendes. 

Balje: Mit dem Segler zu den Zugvögeln

5. 10. 2017. Tausende Zugvögel sind im Herbst auf den Außendeichflächen vor den Toren des Natureums in der Ostemündung zu Gast. Sie überwintern dort oder gönnen sich eine Ruhepause, bevor sie sich auf den Weg in den warmen Süden machen. Den weitgereisten Gästen zu Ehren werden die Zugvogeltage überall an der Nordseeküste und die Wildganstage in Kehdingen gefeiert. Auch im Natureum Niederelbe dreht sich vom 14. bis 22. Oktober alles um die gefiederten Weltenbummler. 

 

An den Sonnabenden, 14. und 21. Oktober, sticht der Traditionssegler „Anna Lisa“ (Foto: Natureum) jeweils um 10.30 Uhr zu einer etwa viereinhalbstündigen Tour in See. Auf der Fahrt in das Naturschutzgebiet der Ostemündung bieten sich einzigartige Möglichkeiten, die Vogelwelt aus einer besonderen Perspektive zu beobachten. In den Salzwiesenstreifen und Brackwasserwatten sind Nonnengänse, Austernfischer, Kiebitze, Brachvögel, Goldregenpfeifer und Pfeifenten aus nächster Nähe zu sehen. Auch Seehunde tummeln sich bei Niedrigwasser in unmittelbarer Nähe auf der Sandbank am Osteriff. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen empfiehlt sich eine schnelle Anmeldung unter Telefon (0 47 53) 84 21 10 oder per E-Mail an info@natureum-niederelbe.de.

Natureum wurde zum Zaubergarten

1. 10. 2017. Bei Traumwetter präsentiert sich das Natureum auf der Ostehalbinsel an diesem Wochenende unter dem Motto "Gartenzauber" als Gartenparadies. Natureum-Chef Lars Lichtenberg und sein Team sowie die vielen Aussteller können mit der Resonanz zufrieden sein. Die Veranstaltung soll angesichts des großen Erfolgs, so Lichtenberg, alljährlich wiederholt werden.

Apfeltage in der Umweltpyramide an der Oste

26. 9. 2017. Vom 10. bis 12. Oktober können Kinder in der NABU-Umweltpyramide in Bremervörde (Foto: Bölsche) an einem Programm rund um das Thema Apfel teilnehmen (Fotos: Bölsche). Das Angebot findet täglich von 9.30 bis 15 Uhr statt und richtet sich an Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Für drei Tage kostet das Programm einschließlich der Verpflegung 30 Euro pro Kind. Anmeldungen erforderlich unter der Telefonnummer 04761/71352. Der NABU ist Mitglied der AG Osteland.

Kehdingen: Auftakt zur Wildgans-Saison

28. 9. 2017. Im Oktober sind die Marschen zwischen Freiburg und Balje Einflugschneise für riesige Vogelschwärme. Es bietet sich ein einzigartiges Naturschauspiel, wenn am Horizont unzählige Gänse erscheinen und sich mit lautem Geschnatter auf den Wiesen und Weiden niederlassen - Anlass für die Kehdinger Wildganstage am 14./15. Oktober mit großem Programm (Information: www.tourismus-kehdingen.de und www.wildganstage.de).

 

Jahr für Jahr kommen zahlreiche Naturliebhaber und Schaulustige in die Region, um dieses beeindruckende Erlebnis zu bewundern und die Kehdinger Wildganstage als Auftakt der Wildganssaison zu feiern. Einzigartig wie die weite Elblandschaft ist hier die Möglichkeit zur Vogelbeobachtung: Bei Fahrten mit dem Doppeldeckerbus Vogelkieker kann man die Gänse aus nächster Nähe beobachten, ohne sie zu stören.

 

Ein besonderes Erlebnis ist auch eine Fahrt mit dem Tidenkieker, einem Plattbodenschiff mit nur 50 cm Tiefgang, das speziell entwickelt wurde, um Naturliebhabern die Ufergebiete der Unterelbe mit ihrer einzigartigen Fauna und Flora zu erschließen. Eine Fahrt mit der Lorenbahn Moorkieker bietet in unvergleichlicher Weise die Möglichkeit, mit sachkundiger Führung das Kehdinger Moor mit all seinen Geheimnissen zu entdecken (Anmeldung für Vogelkieker, Tidenkieker und Moorkieker: Verein zur Förderung von Naturerlebnissen, Tel: 04141-12561)

 

An beiden Tagen bricht auch der Traditionssegler Anna-Lisa auf zum Osteriff, neben Segelromantik kann man hier Nonnengänse, Austernfischer und sogar Seehunde erleben (Anmeldung Natureum Niederelbe Tel. 04753-842110).

 

An den Aussichtspunkten in Freiburg und Wischhafen bietet sich Vogelbeobachtung mit Erläuterungen von Fachleuten. Außerdem kann man sich einer geführten Wanderung durch das Aschhorner Moor anschließen.

 

Neben den Möglichkeiten zur Naturbeobachtung rankt sich ein buntes Veranstaltungsprogramm um die gefiederten Besucher aus dem hohen Norden: In Freiburg lockt am Samstag und Sonntag der historische Kornspeicher am Hafen, wo auch der restaurierte Pfahlewer Oderik von Oederquart zu besichtigen ist, mit kulinarischen Köstlichkeiten und einem Konzert der Klammrebellen mit Liedern von der Waterkant.  

 

Den historischen Ortskern von Freiburg kann man auf einem geführten Rundgang kennenlernen und die wunderschön geschmückte Kirche St. Wulphardi mit dem Erntedank-Altar bewundern. Im Rathaus lockt die Ausstellung über alte Freiburger Amtshäuser und der Film „Bei uns zu Hause“ bietet einen eindrucksvollen Rückblick in die Zeit um 1955.

 

Das Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum im nahgelegenen Wischhafen (Elbefähre) erzählt mit seiner maritimen Dauerausstellung und mit den Sonderausstellungen zur Weihnachtsflut 1717 sowie dem Wörterbuch der Marine viel über die Geschichte der Küstenschifffahrt und zeigt einzigartige Exponate.

 

Das Natureum Niederelbe in Balje mit seinen Dauerausstellungen, der Vogelbeobachtungsstation im Elbe-Küstenpark sowie den beiden Sonderausstellungen „Eiszeit - Leben im Extrem“ und „Mammutcomics“ ist ebenfalls ein Highlight dieses Wildgans-Wochenendes. 

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