Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.
Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.

Landwut - Landmut

Initiativen für den ländlichen Raum

Der Osteland-BürgerBus ist da

6. 7. 2015. Jetzt ist es endlich so weit: Ein Vertreter der Firma FIBE-Bus hat den Osteland-Bus an die Oste überführt, wo er am Fähranleger in Gräpel vom Vorsitzenden des Vereins BürgerBus Osteland e.V., Viktor Pusswald, und einigen Vereinsmitgliedern schon erwartet wurde. Fahrdienstleiter Eckhard Wintersieg und sein Vertreter Bruno Bastian begannen umgehend mit der Abnahme und arbeiteten geduldig die lange Liste ab. Nachdem Fahrer und Fahrerinnen in das Fahrzeug eingewiesen worden waren, wurde der Bus feierlich übergeben.

 

Der noch weiße Bus wird in den kommenden Tagen mit der bunten Werbung einiger Unternehmen beklebt und schon bald auf den Straßen der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten zu sehen sein. 

 

Obwohl der Bus erst am 3. August um 7.29 Uhr seine erste Linienfahrt starten wird, beginnen ab sofort die Trainingsfahrten der ehrenamtlichen Busfahrer und -fahrerinnen, die erste Runden auf der Route drehen und sich mit den technischen Anforderungen im Bus vertraut machen.

 

Ein Bericht über den Bus folgt auf OstelandTV.

 

Fotos: Karl-Heinz Brinkmann (OstelandTV / AG Osteland) interviewt Viktor Pusswald, der Bus in Gräpel, Eckhard Wintersieg bei der Abnahme des Busses

Oberndorf: "Nachmittagsschule" zum Nulltarif

11. 6. 2015. Einen wegweisenden Beschluss hat der Förderverein Kiebitz & Co. e.V. in Oberndorf gefasst: Im Schuljahr 2015/16 sollen die Nachmittagsangebote für alle Schulkinder zum Nulltarif buchbar sein und allein durch Sponsoren und die rund 100 Mitglieder des Fördervereins finanziert werden. Das Nachmittagsangebot, das eine Hausaufgabenbetreuung umfasst und noch durch ein (weiterhin kostenpflichtiges) Mittagessen ergänzt werden kann, war nach der politisch heftig umstrittenen Schließung der Oberndorfer Kiebitz-Grundschule geschaffen worden. 

 

Das Programm umfasst zur Zeit Kurse in Tanz, Basteln, Nähen, Technik, Selbstverteidigung, Theater, Bildhauern und Töpfern.

 

Neben diesem Nachmittagsprogramm "Kiwitte plus" bietet der Verein in den Räumen der ehemaligen Grundschule eine ehrenamtlich organisierte "Bücherei für alle" an.

 

Einstimmig entlastet wurde in der Mitgliederversammlung der Vorstand, dem Claudia Möller-Lemke, Oliver Elsen, Tanja Christiansen-Gertz und Sybill Amthor angehörten. Für Oliver Elsen, der aus beruflichen Gründen ausschied, wurde einstimmig Bert Frisch zum 2. Vorsitzenden gewählt.

Torten backen kann sie auch

25. 4. 2015. Im ältesten Haus von Bremervörde-Plönjeshausen betreibt die Grünen-Kreistagsabgeordnete Marianne Knabbe das Hofcafé und Bistro "Apolonia-Hus" - unsere jüngste Entdeckung im Osteland. Mehr auf der Website des Cafés.

Landmut, Landwut im SPIEGEL

30. 3. 2015. Lesetipp: Der SPIEGEL widmet sich zurzeit dem demografischen Wandel in einer vierteiligen Serie. Im dritten Teil zeigen sechs Beispiele, was Bürger auf dem Land tun können, um ihre Regionen vor dem Veröden zu bewahren - und ihre Dörfer zu retten (Abb. aus der Serie).

 

Zum Thema:

Studie "Die Zukunft der Dörfer“

 

Lesetipp des Tages: 

Wenige Menschen, viel Menschlichkeit

TV-Beitrag: Das gespaltene Land

28. 3. 2015. Ein Riss geht durch Deutschland. Wachstumsregionen wie Hamburg, München, Stuttgart und Frankfurt boomen - mit Folgen wie Bevölkerungszuwachs, stark steigenden Mietpreisen und einem überhitzten Immobilienmarkt. Dagegen stehen viele Landkreise und kleinere Städte am Rande des Bankrotts: Die Einwohnerzahlen sinken, Betriebe gehen pleite und viele Wohnungen stehen leer - ARD-Film in der Mediathek

"Nachbarschaftsengel" für Hechthausen

Scherf in Hechthausen
28. 3. 2015. Vor rund 80 Zuhörern gab der frühere Bremer Bürgermeister Henning Scherf, 77, in Hechthausen wichtige Impulse für das von der SPD angeregte Projekt "Nachbarschaftsengel". Das Vorhaben, nachbarschaftliche Hilfe zu leisten, soll, wie Bürgermeister Jan Tiedemann mitteilte, nach den Osterferien an einem Runden Tisch weiter besprochen werden, für den sich bereits 30 Bürger angemeldet haben.
 
Scherfs Vorschläge zum gemeinsamen Leben im Alter stellte der Sozialdemokrat jetzt auch in einem mdr-Interview vor, das hier abgerufen werden kann.

Die demografische Entwicklung stellt besonders für ältere Menschen - gerade in strukturschwachen Regionen - eine immer größere Herausforderung dar. Henning Scherf ist prominenter Verfechter dezentralisierter, ambulanter Pflege: "Nachbarschaftshilfe ist die Zukunft. Sie ist die beste Möglichkeit, möglichst lange auch im höheren Alter noch selbständig in der eigenen Wohnung bleiben zu können. Dabei ist es unerheblich, ob diese Hilfe professionell organisiert ist oder auf informeller Übereinkunft beruht."

Nachbarschaftshilfe, ob professionell oder ehrenamtlich organisiert, erscheint auch im Osteland als gutes Mittel, damit alte Menschen trotz zunehmender Handicaps möglichst lange würdevoll in vertrauter Umgebung und Gemeinschaft leben können, getragen von Kontakten und dem Miteinander von Nachbarn, Freunden und Verwandten.

"Afrika-Wels aus dem Osteland"

7. 3. 2015. Lesetipp des Tages: Redakteurin und Ostepreisträgerin Wiebke Kramp berichtet heute in der Wochenendbeilage der Niederelbe-Zeitung unter dem Titel "Afrika-Wels aus dem Osteland" über unsere Oberndorfer Ostewert-Aktiengesellschaft und deren Pläne für den Aufbau einer "nachhaltigen Regionalwirtschaft" (mehr).  

Vorgestellt wird insbesondere der weit gediehene Plan einer Öko-Fischzucht mit Frischgüllemeiler und Aquakultur in Oberndorf, geschildert wird auch eine Verkostung von "Fish'n'chips" aus Afrikanischem Wels und Süßkartoffeln, zubereitet von Profi-Koch Carsten Lemke in der Oberndorfer Kombüse (landwut.de berichtete).

 
Zu Wort kommen in dem Bericht unter anderem der Vorstand und der Sprecher der Aktiengesellschaft, die Osteland-Aktiven Nils Uhtenwoldt und Bert Frisch (NEZ: "pfiffige Querdenker"), sowie der Berliner Ideengeber Markus Haastert
 
Im Januar hatten Mitglieder der Aktiengesellschaft, wie berichtet, in Berlin "nachhaltige und realisierbare Ideen im Bereich Social Entrepreneurship“ studiert, unter anderem die Topfarmers (Video); das „Polykultur“-Projekt ist Preisträger des jüngsten Ideen- und Startupwettbewerbs „Generation D“. 
 
Begleitet wird die Ideensuche im Osteland seit längerem von einem Filmteam um die preisgekrönte Regisseurin Antje Hubert, die einen Oberndorf-Kinofilm mit dem Arbeitstitel „Träumen von Bananenbäumen“ erarbeitet. 
 
Gefilmt wurde zuletzt u. a. die Verkostung von Aquakultur-"Wels im Knuspermantel" durch einige Oberndorfer Kommunalpolitiker um Bürgermeister Detlef Horeis.

 

Unsere Fotos (Frisch/Bölsche) zeigen Antje Hubert bei den Dreharbeiten bei der Welsverkostung im Dezember mit Detlef Horeis und bei der Zubereitung in der Küche der Oberndorfer "Kombüse" mit Carsten Lemke und Bert Frisch sowie die Berlin-Reisegruppe der Ostewert Aktiengesellschaft u. a. mit "Kombüsen"-Seele Barbara Schubert (lks.) und AG-Osteland-Vorstandsmitglied Marlene Frisch (M.).

Gegenbewegung aus den Gemeinden vonnöten

Zur Rede des AG-Osteland-Vorsitzenden  Jochen Bölsche ("Das Jahr an der Oste") beim 11. Tag der Oste in Wischhafen (Wortlaut hier) schreibt Georg Ramm (Oederquart), Vorsitzender der Gesellschaft für Natur- und Umweltschutz: 

"Du beklagst die negativen Entwicklungen im ländlichen Raum und hast auch einen Verursacher angesprochen, nämlich die große Politik. In der Tat ist es so, dass alle Vorgaben (Gesetze, Verordnungen, Richtlinien) darauf hinzielen, den ländlichen Raum zu schwächen. Zentralismus ist angesagt, wie auch Frau Pfaffenberger auf unserer letzten Sitzung des Forum Oberndorf beklagte.

 

Mein Engagement im Forum Oberndorf und in den Umweltverbänden gilt der Erhaltung und Förderung der Wertschöpfung vor Ort mit Stärkung der kleinsten politischen Einheit, der Gemeinde. Diese muss jedoch Willens sein, Bürgerbeteiligung zu ermöglichen und einzufordern und dann auch Forderungen nach außen zu kommunizieren.

 

Schließung der Schule, Gebühren-Terror seitens der Kreisverwaltungen (hier sei nur die aktuelle Abwasser- und Lebensmittelüberwachung genannt, die Heizkessel-Überwachung folgt), nicht nachvollziehbare Aufteilung der Gewerbe-Steuer, Willkür bei der Vergabe von Krediten, und vieles mehr sind die Methoden heutiger Politik zur Entmündigung des Bürgers und zu seiner Erniedrigung zum Wirtschaftsgut. Ein Grund sind sicher die exorbitanten Ausgaben zur Steuerung der Wirtschaft (Fördergelder, Datensammlung) und zunehmende Überwachung des Bürgers. Die Willkür, die man allerorts erfährt, zeigt die Dekadenz dieses Staatswesens. Indikatoren sind hier die Selbstbedienungsmentalität unserer gewählten politischen Vertreter, und leider auch Zerfallserscheinungen in der Gesellschaft.

 

Wir als Bürger pflegen nicht mehr das Miteinander, sondern jeder sieht zu, dass er durchkommt, und wer kann, bedient sich, egal ob Leistung erbracht wird oder nicht, der Rechtstitel ist entscheidend.

 

Es wäre schön, wenn in vielen Gemeinden eine Gegenbewegung zustande käme. Hier muss aber noch das Selbstbewusstsein gestärkt und der Weg zu mehr Selbstständigkeit mit Eigenverantwortung erkannt werden. Davon sind wir noch weit entfernt.

 

Die politischen Gremien könnten hier eine große Hilfe sein, würden sie im Sinne einer Demokratie handeln. Jedoch sind sie mehr zu einer Parallele zur Verwaltung geworden, degradiert zu Ab-Nick-Institutionen. Kein Korrektiv ist zu erwarten, alles wird hingenommen, was von „oben“ kommt.

 

Die große Politik hat es nicht nur versäumt, die negativen Trends (übrigens nicht nur im ländlichen Raum) zu bremsen oder gar umzukehren, sie ist sogar an diesen interessiert. Das Ausbeute-System wird voll ausgenutzt, die so genannten Fördermaßnahmen haben Alibi-Funktion und verstärken in ihrer mittelfristigen Auswirkung eher den Trend.

 

Was wir tun können ist, erst einmal selbst die „Schwächen“ des ländlichen Raumes zu erkennen, aufzulisten und zu kommunizieren, um dann mit Hilfe der örtlichen Politik darzustellen, was falsch läuft für uns. Dies wäre ein erster Schritt. Der Schwachpunkt bei allen politischen Schritten ist der geringe Rückhalt in der Bürgerschaft und deren Beteilung zum „Aufbau von unten“. Es sind einfach zu viele Menschen frustriert und verängstigt."

Ostewert AG: Studienfahrt nach Berlin

18.1. 2015. Mitglieder der Oberndorfer Ostewert AG haben jetzt in Berlin "nachhaltige und realisierbare Ideen im Bereich Social Entrepreneurship“ studiert, unter anderem die Topfarmers (Video). Das „Polykultur“-Projekt ist Preisträger des jüngsten Ideen- und Startupwettbewerbs „Generation D“. 
 
Werden demnächst afrikanische Welse oder üppige Bananenstauden im Osteland gezüchtet? Begleitet wird die Ideensuche an der Oste (und jetzt auch in Berlin) seit Monaten von einem Kinofilm-Team, das eine Oberndorf-Dokumentation mit dem Arbeitstitel „Träumen von Bananenbäumen“ erarbeitet (oste.de berichtete).
 
Dank für Foto und Informationen an Bert und Marlene Frisch.

Gemeinsam den ländlichen Raum stärken!

16. 1. 2015. Namens des Deutschen Landkreistages erklärte dessen Präsident Landrat Reinhard Sager heute auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin: „Nur gemeinsam können wir etwas für den ländlichen Raum erreichen. Die Erkenntnis, dass es gerade die Fläche ist, die unser Land prägt, vielfältige Potenziale hat und bei ihrer Entwicklung nach Kräften unterstützt werden muss, sollte sich endlich überall in der Politik durchsetzen. Dafür braucht es starke Bündnisse.“ 

 

Sager weiter: "Unser gemeinsames Ziel ist, die Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen in städtischen und ländlichen Regionen zu erhalten.“

 

In Anbetracht demografischer Veränderungen, fiskalischer Zwänge und globaler Wirtschaftstrends könne man es sich nicht leisten, die Fläche lediglich als „Zwischenraum“ mit abgeleiteten Funktionen zu betrachten und staatliche Entwicklungsimpulse auf einige urbane Wachstumskerne zu konzentrieren.

 

Vor dem Hintergrund einer gedeihlichen weiteren Entwicklung in den Landkreisen seien zudem günstige Rahmenbedingungen, flexible Standards und zusätzliche Investitionsmittel notwendig, so dass sich Kommunen, Bürger und weitere Akteure kraftvoll im Sinne einer gemeinsamen Gestaltung der zukünftigen Entwicklung im ländlichen Raum engagieren könnten. „Dafür braucht es engagierte Bürger, aber und vor allem auch leistungsfähige Landkreise und Gemeinden, die letztlich verantwortlich sind für die Lebensbedingungen der Menschen in Bezug auf Leistungen der kommunalen Daseinsvorsorge. So kann und wird der ländliche Raum seine Attraktivität behalten und weiter ausbauen“, so Sager.

Ehrenamtler schaffen öffentliche Dorfbücherei

12. 1. 2015. Der gemeinnützige Verein zur Förderung der Kinder- & Jugendarbeit in Oberndorf e. V., kurz „Kiebitz & Co.“ genannt, hat mit viel Engagement und ausschließlich ehrenamtlicher Tätigkeit eine Bücherei für alle gegründet, die seit dem 1. Dezember 2014 jedem Interessenten, auch von außerhalb Oberndorfs, ein breites Spektrum an Literatur zur Verfügung stellt.

 

Die liebevoll eingerichtete „Bücherstube“ befindet sich in einem Raum der ehemaligen Grundschule in Oberndorf und ist zu folgenden Zeiten für alle Interessenten und Leseratten geöffnet:

 

• Montags, 17 – 19 Uhr
• Dienstags 10 – 11 Uhr und 17 bis 20 Uhr
• Donnerstags 10 – 11 Uhr
• Freitags 17 – 19 Uhr

 

In der Bücherei für alle findet sich ein breites Angebot an Literatur, von Kinderbüchern über Fachliteratur bis hin zu Belletristik. Natürlich stehen auch relativ neue Krimis zur Verfügung.

 

Der Jahresbeitrag für die Nutzung dieses umfangreichen Angebotes liegt für Erwachsene bei nur 10 Euro (umgerechnet bei 83 Cent pro Monat) und berechtigt zum Ausleihen beliebig vieler Bücher und Hörbuch-CD´s. Kinder bis 14 Jahren können die Bücherei kostenlos benutzen.

 

Die Bücherei wird ausschließlich ehrenamtlich geführt, fünf engagierte Damen bilden das Gründungsteam, das sich erfreulicherweise kontinuierlich vergrößert.

 

Und wer vor dem Ausleihen eine ruhige und gemütliche Leseprobe machen möchte, dem bietet das freundliche Teamauch gern einen frischen Kaffee an.

 

Die gemütliche Bücherei erfreut sich bereits nach kurzer Zeit eines guten Zulaufes und entwickelt sich zunehmend auch zu einem Treffpunkt für einen kleinen Plausch. Weitere Gäste sind aber ausdrücklich erwünscht und werden von den „Bücherdamen“ herzlich willkommen geheißen.

 

Das Projekt „Bücherei für alle“ ist ein weiterer Baustein zur Erhöhung der Attraktivität des Dorfes und ein Beleg für die Lebendigkeit der Dorfgemeinschaft.

 

Dank für Hinweise an Bert und Marlene Frisch.

Sorgen um ländliche Krankenhäuser

21. 12. 2014. Kliniken auf dem Land sind oft defizitär, in Großstädten dagegen Goldgruben, schreibt das Stader Wochenblatt (zum Artikel).

 

Unsere Leserin Heidemarie Pläschke kommentiert auf Facebook: "Natürlich muss der Bevölkerung die ärztliche Versorgung sichergestellt werden, aber auf der anderen Seite kann der Landkreis nicht jedes Jahr mehrere Millionen in defizitäre Krankenhäuser fliessen lassen. Meines Erachtens ist abzuwägen, was im Einzelnen nötig und tragbar ist. Ansonsten können größere Krankenhäuser eben besser ausgestattet und ausgelastet werden."

Eklat um den Etat an Oste und Wümme

18. 12. 2014. Tausende von Bürgern in Bremervörde und Zeven haben jüngst vom Oste- und Wümme-Landkreis Rotenburg – mit Unterstützung der CDU – den Erhalt der defizitären örtlichen Krankenhäuser gefordert; beim Schulbau stehen im Kreis in absehbarer Zeit darüber hinaus Ausgaben in Höhe von 10 Millionen Euro an. Das waren Gründe für die rot-grün-weiße Mehrheitsgruppe im Kreistag, gestern die Kreisumlage vorsorglich von 49 auf 50,5 Prozentpunkte zu erhöhen. Während der Mehrheitssprecher Bernd Wölbern (Foto) die heftigen Proteste der Oppositionspolitiker aus CDU und NPD im Kreis und in den Samtgemeinden als "Heuchelei" abtat, verweigerten die Widersacher dem Etat die Zustimmung und kündigten, ebenso wie Landrat Hermann Luttmann (CDU), eine Klage gegen den Beschluss an. 

 

Die Oppositionssprecher verwiesen auf die Schwierigkeit, die (für viele überraschend beantragte) Umlagenerhöhung kurzfristig noch in den kommunalen Haushaltsplänen zu berücksichtigen. Vertreter der Mehrheit wiederum argumentierten, das jetzt beschlossene Umlagenplus von 1,5 Prozentpunkten werde von den Gemeinden eher zu stemmen sein als die absehbare Alternative, ein Anstieg um drei oder vier Punkte im Folgejahr. - Mehr über die Kontroverse in der Rotenburger Kreiszeitung.
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Pressestimme
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Kommentar von Michael Krüger, Kreiszeitung: "Es ist den Hobby- und Feierabendpolitikern des Kreistages hoch anzurechnen, dass sie auch unpopuläre Entscheidungen treffen. Dass sie in bestem Glauben, zum Wohle der Region zu handeln, abstimmen. Dass sie sich selbst aber auch zur Zielscheibe der Kritik und von Beschimpfungen machen. ... Die Opposition poltert vehement dagegen, die hauptamtlichen Bürgermeister des Kreises protestieren, und die Kreisverwaltung widerspricht. Die Debatte um die höhere Kreisumlage ist ein Musterbeispiel an Eitelkeiten, Starrsinn und Kleinkariertheit. 

 

Das Prinzip St. Florian ist allgegenwärtig: Ein Radweg von Pusemuckel nach Dingenskirchen? Unbedingt notwendig! Der Erhalt von Pleite-Krankenhäusern? Eine gesellschaftliche Pflicht! Ein Bio-Pavillon draußen am See? Ein touristisches Aushängeschild! Blöd nur, dass das alles Geld kostet. Aber bezahlen können ja die anderen. Wer soll das eigentlich sein? EU, Bund, Land, Kreis, Kommunen? Vielleicht haben das nicht alle verstanden: Egal, welchen Topf wir anzapfen, es ist immer unser Geld. Und das muss sinnvoll eingesetzt werden. Kompetenz-Streitigkeiten und Schuldzuweisungen helfen nicht. 

 

Das Problem wird nicht zu lösen sein, bis man irgendwann an den großen Schrauben dreht, bis man das System der kommunalen Gliederung gänzlich infrage stellt. Sonst ist die Kasse tatsächlich irgendwann leer.."

Oste-Kliniken: Landeshilfe von Rot-Grün?

Sozialministerin Rundt bei einer SPD-Konferenz im Cuxland

13. 12. 2014. Tausende Bürger fordern dieser Tage zu Recht die Erhaltung der seit langem bedrohten Krankenhäuser in den Oste-Städten Bremervörde und Zeven

 
Die rot-grün-weisse Rotenburger Kreistagsmehrheit um Bernd Wölbern hat sich u. a. aus diesem Grund zu der Ankündigung durchgerungen, die kommunale Kreisumlage um 1,5 Prozentpunkte zu erhöhen.
 
Dieser jetzt von vielen (nicht nur CDU-) Gemeindepolitikern heftig attackierte Schritt wäre allenfalls dann (zumindest teilweise) verzichtbar, wenn die rot-grüne Landesregierung mit Geldspritzen die Erhaltung wichtiger Krankenhäusern im ländlichen Raum ermöglicht, wie es Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) diese Woche im Interview mit der Nordwest-Zeitung begrüßenswerterweise in Aussicht gestellt hat.
 
Das Blatt berichtet über diese "frohe Botschaft für Niedersachsens finanziell gebeutelte Krankenhäuser – gerade im ländlichen Raum": "Die Landesregierung will 'Sicherstellungszuschläge für kleine, aber unverzichtbare Kliniken' einführen."
 
Weiterlesen bitte hier.

Ein Dorf übt sich in Selbstverteidigung

15. 11. 2014. Trotz der Zwangsschließung ihrer Kiebitzschule lassen sich die Oberndorfer nicht unterkriegen: In einem Teil des ehemaligen Schulgebäudes hat die Bürgerinitiative "Kiwitte plus" eine Nachmittagsbetreuung für Kinder und Jugendliche eingerichtet, die sich heute Nachmittag mit einem kleinen Fest der Öffentlichkeit vorgestellt hat.

 
Vier helle, freundliche Räume, in 300 ehrenamtlichen Arbeitsstunden liebevoll renoviert, beherbergen unter anderem eine neu eingerichtete Dorfbücherei, eine Küche, eine "Erfinderwerkstatt" und einen Mehrzweckraum, in dem zum Beispiel der Kunstpädagoge Michael Bungard Malkurse gibt und der Trainer Michael Müller Selbstverteidigung lehrt.
 
Während der Eröffnungsfeier hing in den Räumen ein Plakat aus, auf dem unmittelbar nach dem Beschluss zur Schließung der Schule die "Kiwitte"-Initiatoren - durchweg Mitglieder der AG Osteland - ihre "Träume" von der Zukunft des Ostedorfes protokolliert hatten. Überschrift: "Sie können uns alles nehmen - aber nicht unsere Energie." - Mehr zum Thema auf  www.die-oberndorfer.de

Seid stolz auf die Ortsräte!

30. 10. 2014. Scharfe Kritik übt heute die Bremervörder Zeitung an abfälligen Äußerungen des bisherigen Bürgermeisters Eduard Gummich über die Ortsräte der Ostestadt

 
Der Kommunalpolitiker hatte diese bürgernahen Mitbestimmungsgremien als überflüssig bezeichnet, zumal sie der Verwaltung "nur Arbeit" machten.
 
In einem Kommentar verurteilt BZ-Redakteur Rainer Klöfkorn die "pauschale Verurteilung all jener Bürger, die sich in ihrer Freizeit in Ortsräten engagieren - in Gremien, die letztlich für ehrenamtliche Partizipation am staatlichen Handeln stehen, für eine offene Bürgergesellschaft und dafür für ein urdemokratisches Prinzip."
 
"Mögen diese Gremien zuweilen auch unbequem sein und der Verwaltung Arbeit bescheren, ist es doch schwer verständlich, dass ein gewählter Bürgermeister, der Repräsentant aller Bürger sein wollte, seine Abneigung gegen gewählter Ortsräte zu seinem persönlichen Vermächtnis erklärt." 
 
Die Einwohner, so Klöfkorn abschließend, könnten "stolz auf ihren Ortsrat sein".

Lasst die Feuerwehr im Dorf!

16. 10. 2014. Die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren auf dem Lande für das Funktionieren der Dörfer und für die Dorfgemeinschaft haben Kommunalpolitiker aus dem Cux- und Osteland unterstrichen, wie die NEZ heute meldet. Anlass war der jüngste Kommunalbericht des niedersächsischen Rechnungshofes, der Kritik an der Einsatzfähigkeit und den Kosten der Freiwilligen Feuerwehren übt und unter anderem fordert, Fusionen dürften nicht länger tabu sein. Landrat Kai-Uwe Bielefeld und Hadelns Samtgemeinde-Bürgermeister Harald Zahrte kritisierten, der Rechnungshof lasse außer Acht, dass die Feuerwehren nicht nur Brandschutz leisteten, sondern vielmehr auch für Jugendarbeit, Integration und für den Zusammenhalt in den Dörfern stünden.

In dem Prüfbericht des Rechnungshofs heißt es wörtlich:

"Jede Kommune muss die Leistungsfähigkeit ihrer Feuerwehr sicherstellen. Ob diese Leistungsfähigkeit gegeben ist, können die Kommunen auf der Grundlage einer die Risiken berücksichtigenden dynamischen Planung belegen. In einer Feuerwehrplanung ermitteln Kommunen die Gefährdungspotenziale und bestimmen die erforderlichen Standorte ihrer Ortsfeuerwehren sowie den Personal- und Materialbedarf.

Die zwölf geprüften Gemeinden konnten mir nicht nachvollziehbar darlegen, wie sie die Leistungsfähigkeit ihrer Feuerwehren sicherstellen.

Viele Einsatzkräfte waren nicht tagesverfügbar und/oder nahmen nicht im ausreichenden Maß am Ausbildungs- und Übungsdienst teil, sodass auch deshalb nicht alle Ortsfeuerwehren als einsatzbereit anzusehen waren.

Die Gemeinden könnten sich finanziell entlasten, wenn sie ihre Ortsfeuerwehren und deren Ausrüstung an das vorhandene Gefahrenpotenzial anpassen und ggf. Ortsfeuerwehren zusammenlegen würden."

Weiterlesen bitte hier: 

http://www.lrh.niedersachsen.de/download/87852/Kommunalbericht_2014.pdf

Dorfschulen: Teilerfolg für Protestbewegung!

Protest gegen Schulschließung in Bremervörde

16. 10. 2014. Der Landtag in Sachsen-Anhalt hat am Donnerstag eine Welle weiterer Schulschließungen verhindertEs sei kein Makel, wenn politische Entscheidungen kritisch reflektiert und revidiert würden, erklärte Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD). Er stellte in Aussicht, dass das Kabinett schon Ende Oktober über die gemeinsame Verständigung über die Veränderung der Schulentwicklungsplanung beraten werde. Konkret geht es um die Grundschulgröße im ländlichen Raum, die mindestens 60 Kinder betragen soll. Auf Basis der gemeinsamen Beratungen des Ministers und der Bildungspolitiker/innen der Fraktionen könnten so mehr als 25 Grundschulen erhalten werden. Dies schaffe die frühzeitige Sicherheit für die Träger, sich um noch mehr Stabilität für kleine Grundschulen im ländlichen Raum zu bemühen. Das Ministerium sei gern bereit, bei flexiblen Lösungen mitzuhelfen, versicherte Dorgerloh. - Mehr in der Landespresse.

 

15. 10. 2014. "Nach den deutlichen Protesten aus der Bevölkerung (in Sachsen-Anhalt) zu den drohenden Schulschließungen im ländlichen Raum haben Bildungspolitiker aller Fraktionen und der Kultusminister in den vergangenen Wochen um einen Kompromiss gerungen. Dieser könnte bedeuten, dass auch nach 2017 Grundschulen mit mindestens 60 Schülern bestehen bleiben dürfen. Dieses Vorhaben wurde in einem von den Grünen und den Linken vorgelegten Antrag aufgegriffen." Mehr...

 

Dazu schreibt oste.de-Leser Walter Helbling auf Facebook: "Hier der Hintergrund zum aktuellen Thema. Vielleicht auch für euch interessant, wenn es um Frage der Schulorgranisation geht. Speziell bei uns: Die Schulentwicklungsplanungsverordnung wird überlagert durch ein energetisches Sanierungs- und Wirtschaftsförderungsprogramm der EU. In Sachsen-Anhalt trägt dies den Namen STARKIII. Die dort verlangten Mindestschülerzahlen, um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen, führen zu weit mehr Schulschließungen, als sie mit der Schulentwicklungsplanung vorgesehen waren. Bisher wurde dieses STARKIII nicht in Frage gestellt, passiert nun morgen im Landtag erstmals..."

 

Lebenswichtig: Flügelbildung in der Heimat

Ebenfalls auf Facebook kommentiert AG-Osteland-Vorstandsmitglied Johannes Schmidt, Kommunalpolitiker aus Hemmoor und Landesvorsitzender des Kinderschutzbundes: "Da hält Landespolitik mal inne und denkt nach! Wer am Anfang seines Lebens, mindestens bis zum 10. Geburtstag, keinen Pflock in seiner Heimat eingeschlagen hat, wird die Erdung in einer globalisierten Welt schwer finden... Frühkindliche Bildung bis zum Ende der Grundschule in der eigenen Gemeinde ist die elementare und emotionale Flügelbildung zum Fliegen um die Welt..."

Quer durch Deutschland ohne Euro

Zum Kaffee gab's am Info-Nachmittag zum Regiogeld den "Kombüsentaler"
Regionalwährungen in Deutschland - Per Klick zur interaktiven Karte
9. 10. 2014. Zum Kaffee servierte das Team der Oberndorfer "Kombüse" am gestrigen Info-Nachmittag zum Thema Regiogeld liebevoll gefertigte "Kombüsentaler". Vor mehr als 20 Interessierten berichteten  zwei Experten über die verschiedenen bestehenden Regionalwährungen: Frank Jansky, Rechtsanwalt in Magdeburg und Vorsitzender vom bundesweiten Verein Regiogeld e.V., sowie Oliver Richters von der Universität Oldenburg, der in der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe nachhaltiges Geld sowie im Netzwerk Wachstumswende und der Vereinigung für Ökologische Ökonomie aktiv ist.
 
Es muss nicht immer Euro sein: Nach einem Überblick über die Vielfalt der Komplementärwährungen (siehe auch diese WDR-Website), die zum Teil Euro-hinterlegt sind, zum Teil aber auf dem Austausch von Leistungen basieren, folgte eine Diskussion über die Übertragbarkeit dieser Modelle auf diese hiesige Region, wo - siehe unten - diverse Anläufe wie ein "Ostetaler" und der "Kehdinger" in früheren Jahren gescheitert waren. 
 
Regionalwährungen, so Richters, könnten regionale Kreisläufe stärken und den sozialen Zusammenhalt fördern, seien aber, wie Jansky hinzufügte, "kein Allheilmittel", um strukturelle Schwächen auszugleichen. Welches Modell am besten taugt, Geld in der Region zu halten, sei nicht einfach zu entscheiden - der Weg zum Ziel scheint noch weit.
 
Wir meinen: Solange es im Osteland keine Zweitwährung gibt, lassen sich - wie überall im ländlichen Raum - Handel und Gastronomie auf ganz einfache (und vielfach bewährte) Weise stärken: Zu besonderen Anlässen nicht einfach Bargeld verschenken, sondern Gutscheine, die etwa im Dorfladen oder im Dorfgasthaus eingelöst werden können. Dann bleibt die Kaufkraft vor Ort - und die dörfliche Infrastruktur ein Stück weit gesichert.
 

Land-Lobby fordert fixes Internet

8. 10. 2014. Schnelles Internet auch in den ländlichen Räumen fordern der Deutsche Bauernverband, der Deutsche Landkreistag und der Zentralverband des Deutschen HandwerksIn einem heute vorgelegten Diskussionspapier stellen die Verbände einen „5-Punkte-Plan“ zur Umsetzung dieses Zieles vor. „Es geht beim Breitbandausbau um die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der ländlichen Räume in Deutschland“, heißt es dort.

 

Der bisherige Ausbau des schnellen Glasfasernetzes erfolge zu langsam und zu fragmentarisch, kritisieren die Verbände. Erst 64 Prozent der Haushalte in Deutschland sind mit schnellem Internet versorgt, in den meisten ländlichen Gebieten sind es sogar weniger als ein Viertel. "Handwerk, Landwirtschaft, Landkreise und Gemeinden brauchen aber leistungsfähige Anschlüsse, um ihre wirtschaftlichen und sozialen Funktionen in ländlichen Räumen weiter wahrnehmen zu können."

 

Der "5-Punkte-Plan" sieht klare Konzepte, zielstrebige Maßnahmen und tatkräftiges Engagement aller Beteiligten vor. Ziel ist es, das schnelle Glasfasernetz möglichst nah an die Nutzer heranzuführen, um ausreichende Kapazitäten und mittelfristig auch höhere Übertragungsraten als die jetzt gesetzten 50 MBit/s zu ermöglichen.

Trendwende in der Dorfschulpolitik?

Protest gegen die Schließung der Oberndorfer Kiebitzschule

3. 10. 2014. War der Schulkampf - anderswo - doch nicht ganz vergebens? Vollzieht sich, zumindest in Sachsen-Anhalt, eine Trendwende in der Dorfschulpolitik? Zitat aus der Magdeburger Volksstimme:

 
"Sachsen-Anhalt steuert wieder um. Kleine Grundschulen mit nur 60 Schülern sollen nun doch dauerhaft möglich sein. Bislang hielt Kultusminister Dorgerloh 80 Kinder für ein Minimum. Dafür hatte er stets eine doppelte Begründung: Große Schulen seien nicht nur kostengünstiger, sondern auch pädagogisch besser. Diesen Glaubenssatz stellt die SPD nun nach hinten. Sie hat schmerzhaft lernen müssen, dass ein kurzer Schulweg den meisten Eltern deutlich wichtiger ist als ein vielseitiges Schulangebot. 'Klein, aber mein' ist das neue Motto.“ Weiterlesen...
 

Ein "Ostetaler" für das Osteland?

Als Regionalwährung konzipiert, heute eher Sammlermünze: der "Kehdinger"
30. 9. 2014. Vor Jahren bereits gibt es Bemühungen, etwa mit dem „Kehdinger“ oder dem „Ostetaler“ Regionalwährungen einzuführen; der "Kehdinger" fungiert heute allerdings in erster Linie als Sammlermünze. Am Mittwoch, 8. Oktober, 17 Uhr, in der Oberndorfer „Kombüse 53 Grad Nord" startet erfreulicherweise ein neuer Anlauf - mit zwei Top-Referenten.
 
Dazu schreibt Barbara Schubert: In der Informationsveranstaltung geht es um Regionalwährungen, die alle eigentlich eines sollen: Geld und Steuern in der Region lassen, welche damit für regionale Ausgaben (privat und öffentlich) wieder zur Verfügung stehen. Das heißt, sie mehren den Reichtum der Region. Wenn wir alle nur noch in den Supermärkten kaufen, fließen die Steuergelder hauptsächlich zu den Hauptstandorten der großen Ketten. Setzt sich das Szenario weiter fort, gehen die letzten verarbeitenden Betriebe vor Ort ein, immer mehr Arbeitsplätze gehen verloren und die Region blutet aus.
 
 In unserer Region werden vor allem Rohstoffe der Nahrungsmittelindustrie produziert. Lebensmittel, die wir verbrauchen, kommen zu einem großen Teil von weit her, nicht selten aus Übersee. Ob Milch, Getreide oder Äpfel – die Abnahmepreise für die Rohprodukte werden immer kleiner, die Landwirte geraten immer mehr unter Druck. Massenproduktion scheint der einzige Ausweg. Oder doch nicht? Noch gibt es Reste von kleinem Einzelhandel, Handwerksbetriebe vor Ort und jene Betriebe, die die Rohstoffe auch verarbeiten und direkt vermarkten. Die Molkerei Hasenfleet ist u.a. ein positives Beispiel. Gelingt es, diese Betriebe zu stärken und auszubauen, wächst die Zahl der Arbeitsplätze vor Ort und oft auch die Qualität der Produkte. Wieder zur Verfügung stehende Steuern sind Voraussetzung für gute Infra- und Sozialstrukturen. Waren müssen nicht mehr teuer und ökologisch unvertretbar tausende Kilometer gefahren werden.
 
Regionalgeld kann ein Mittel sein, diesem Ziel näher zu kommen. Es gibt unterschiedliche Modelle von Regionalwährungen, die dem Einzelnen und der Region verschiedene Vorteile bringen. So kann z.B. ein festgelegter Prozentsatz des Konsums dem eigenen Verein zugute kommen oder bestimmten gemeinnützigen Projekten dienen. Könnte also auch unserer Region ein Regionalgeld Vorteile bringen? Wie macht man das und wo sind die Fallstricke, über die man stolpern kann? Was unterscheidet die vielen Modelle von Regionalwährungen voneinander? 
 
Die KOMBÜSE 53° Nord hat zur ersten Infoveranstaltung gleich zwei Experten geladen: Frank Jansky ist Rechtsanwalt in Magdeburg und Vorsitzender vom bundesweiten Verein Regiogeld e.V.. Er ist Kopf des Netzwerkes bereits existierender deutscher und europäischer Regionalwährungen.
 
Oliver Richters arbeitet an der Universität Oldenburg in der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe nachhaltiges Geld an Konzepten für eine Wirtschaft jenseits des Wachstums und ist aktiv im Netzwerk Wachstumswende und der Vereinigung für Ökologische Ökonomie.

Landmut, Landwut - September 2014

Thema Land: Grüner Minister bei der SPD

24. 9. 2014. Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer spricht am Dienstag, 7. Oktober, 20 Uhr, in der Gaststätte „Zur Mühle“, Fichtenweg 7, in Langen-Sievern vor SPD-Mitgliedern über "Perspektiven des ländlichen Raums - Chancen und Herausforderungen des Landesraumordnungsprogramms (LROP)“. Der prominente Grünen-Politiker kommt auf Einladung des Cuxhavener SPD-Abgeordneten Uwe Santjer, der auch die Veranstaltung leitet.  

Oberndorfer nominiert - und verhöhnt?

16. 9. 2014. "Die Dorfgemeinschaft hat für den Erhalt der Dorfschule gekämpft.” Mit dieser Begründung hat der Regionalausschuss des Cuxhavener Kreistages gestern einstimmig den von der Schliessung seiner Schule betroffenen Oste-Ort Oberndorf für  den Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" nominiert. 
 
"Oberndorf hat eine sehr engagierte Bevölkerung," begrüßte laut NEZ der CDU-Kreistagsabgeordnete Titus Nesper, einer der Hauptbetreiber der umstrittenen Schulschliessung, den gestrigen Beschluss - eine Stellungnahme, die das betroffene Dorf nur als Verhöhnung empfinden kann.
 
Die Schließung der Schule war gegen den einmütigen Willen der Gemeinde und ohne zwingende Notwendigkeit erfolgt - siehe Archiv-Sonderseite.

Leuchtturmwärter auf Zeit

6. 8. 2014. Eine Bürgerinitiative (Website) - ausgezeichnet mit dem Oste-Kulturpreis Goldener Hecht - hat den Alten Baljer Leuchtturm von 1904 nicht nur vor dem Verfall gerettet, sondern hält ihn auch in diesem Sommer wieder für Besucher geöffnet: Rund 90 Ehrenamtliche stellen sich als Leuchtturmwärter auf Zeit zur Verfügung. Besucher sind vor allem Radwanderer auf dem nahen Elberadweg bzw. der Deutschen Fährstraße. Viel Anklang finden die Ausstellungen im Turm - zum Beispiel zur Vogelwelt der Elb- und Ostemündung und zur Geschichte des Leuchtturms -, vor allem aber die grandiose Fernsicht.

Eine Nisthilfe in Form des alten Baljer Leuchtturms hat der Kleinwördener Künstler und Ostefreund Gerd Bertholdt geschaffen. Sein Foto beweist: Sie wird auch angenommen.

Das Apothekensterben geht weiter

2. 8. 2014. Das Apothekensterben in der Samtgemeinde Land Hadeln geht weiter. Nachdem vor einem Jahr die Ihlienworther Apotheke aufgeben musste, macht nun auch die Sietland-Apotheke in Wanna dicht, wie die NEZ meldet.

"Glatte Sechs" für Feigheit

31. 7. 2014. Schulsterben an der Oste: In Abwesenheit von Vertretern der verantwortlichen Samtgemeinde Am Dobrock - denen NEZ-Redakteurin Wiebke Kramp dafür heute in einem Kommentar eine "glatte Sechs" für deren Feigheit erteilt - wurde am Mittwoch mit einer wehmütigen, aber harmonischen Feier die Auflösung der Kiebitzschule in Oberndorf abgeschlossen. 

 
Gleichzeitig war in Bevern bei Bremervörde der letzte Schultag an der dortigen Grundschule, die gerade erst ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert hatte. Im nächsten Sommer soll trotz massiver Proteste der Bevölkerung die Grundschule in Elm geschlossen werden, 2016 sollen die Schulen Stadtmitte, Hesedorf und Iselersheim folgen, viele Schüler in einem neuen Schulzentrum in Engeo unterrichtet werden sollen. - Frühere Berichte über den Schulkampf im Osteland hier

Neue Landbewegung im Schulkampf

Elternvertreterin Claudia Möller-Lemke mit Kiebitzschultorte
28. 7. 2014. Mit einer Torte mit Kiebitzsymbol verabschiedeten Elternvertreter am Wochenende Christiane Möller, die engagierte Leiterin der mehrfach ausgezeichneten, aber gegen den Willen des Dorfes geschlossenen  Oberndorfer Kiebitzschule. Für oste.de fotografierte Bert Frisch.
 
Mit dem Ferienbeginn setzte sich auch anderswo in der Region, so in Oederquart und Bevern, das galoppierende Schulsterben fort - und damit die fatale Schwächung des ländlichen Raums.
 
Auch außerhalb Niedersachsens waren die Schließungen begleitet von breiten Protesten, beispielsweise des "Netzwerkes Dorfschulen" in Schleswig-Holstein. Bundesweit formieren sich die Schulrettungsinitiativen zu einer stark anwachsenden Landbewegung, die den etablierten Politikern noch zu schaffen machen dürfte. Zum Thema:
 
 
 
 

Schliessungswelle in Sachsen-Anhalt

 
 

Rettet das Mittelalterdorf an der Oste!

21.7.2014. Wegen der Überlastung der Freiburger Pädagogen ist die Zukunft des Modell-Kinderdorfs "Op de Hörn" unweit der Ostemündung ungewiss. Das Mittelalterdorf auf dem Gelände des Guts Hörne von AG-Osteland-Mitglied Kuno von Zedlitz, war vor 18 Jahren von Schülern und Lehrern der damaligen Orientierungsstufe Freiburg - darunter der vor zwei Jahren pensionierte Jörg Petersen - aufgebaut und für Projekttage genutzt worden, die für Hunderte von Kindern den Höhepunkt des Schuljahres bildeten. 

 

Nach dem Rückzug der mittlerweile zeitlich überforderten Kehdinger Lehrerschaft könnte ein Förderverein das Projekt fortführen. Für dessen Stärkung setzt sich der Vorstand um Wolfgang Gölzer (Foto) aus Oberndorf-Niederstrich ein, Tel. 04772-8619000, der auf Unterstützer hofft (Jahresbeitrag ab 5 Euro, Beitrittserklärung auf der schönen Vereins-Website). Gölzer, Ehemann einer Lehrerin aus den Gründungsjahren, appelliert an die Bevölkerung: "Als Mitglied verbessern Sie mit Ihrem Mitgliedsbeitrag die finanziellen Möglichkeiten des Vereins, helfen Sie bei der Anschaffung von Geräten, Materialien und Gewandungen, unterstützen Sie laufende Renovierungsarbeiten, bringen Sie Ihre Fähigkeiten, Kenntnisse und Kreativität in ein einzigartiges Schulprojekt ein, können Sie mitgestalten und mitentscheiden, gestalten Sie ein wichtiges Projekt im Schulleben vieler Schülerinnen und Schüler der Region, helfen Sie, eine touristische Attraktion Nordkehdingens zu erhalten." (Fotos: oste.de-Archiv/Bölsche)

Landleben wird zum Politikum

20. 7. 2014. Die Zukunft des abgelegenen ländlichem Raums ist ein Schwerpunktthema der AG Osteland und dieser Website LANDWUT-LANDMUT. Jetzt rückt es zunehmend auf die politische Agenda und die Titelseiten der Zeitungen, so der heutigen „Welt am Sonntag“. Dort beteuert Bundesagrarminister Christian Schmidt, er wolle  das Leben auf dem Lande wieder attraktiver machen. 

 

"Wir werden ein Bundesprogramm ,Ländliche Entwicklung' auflegen", verspricht der CSU-Politiker. Im Haushaltsentwurf der Bundesregierung würden dafür jährlich zehn Millionen Euro eingeplant. Schmidt sieht im ländlichen Raum "das Rückgrat unseres Landes", die Stärkung dieser Regionen ist für ihn ein "Kernanliegen“. 

 

Dabei gehe es ihm nicht nur um die Bauern, sondern um die Arbeits- und Lebenschancen aller Menschen, die auf dem Lande leben. Schmidt will bisherige Fördermittel zu einem Schwerpunkt bündeln. Ziel sei es, die Grundversorgung im ländlichen Raumzu sichern - von Arztpraxen über Post- und Bankdienstleistungen bis zu flexiblen Mobilitätsformen wie Sammeltaxen und Carsharing sowie dem schnellen Internet.

Zeitreise in die Tante-Emma-Ära

Renate Schnabel dankt Anja Hellwege
19. 7. 2014. Es gab einmal eine Zeit, da existierten in der kleinen Ostegemeinde Geversdorf zehn Geschäfte sowie diverse Handwerksbetriebe, Gaststätten und eine Werft. In die Ära der Tante-Emma-Läden entführt die neueste Ausstellung im Geversdorfer Heimatmuseum, die von Anja Hellwege, der 2. Vorsitzenden des jungen Heimatvereins "De Osten Strom", zusammengestellt worden ist. 
 
Für den Vereinsvorstand dankte bei der Eröffnung am heutigen Sonnabend Renate Schnabel der Kuratorin mit einem bunten Sommerblumenstrauß.
 
Die Ausstellung mit dem Titel "Für fünf Pfennige Senf, bitte!" im ehemaligen Rathaus ist noch bis zum 28. September von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Der letzte Kanon der Kiebitz-Kids

Oberndorf: Zum Abschied ein Sommerfest auf dem Schulhof - VIDEO: Bild anklicken

19. 7. 2017. Selbst Großväter vergossen Tränen: Mit einem bewegenden Sommerfest verabschiedete sich am Freitag die - durch politischen Unverstand zur Schliessung gezwungene - Oberndorfer Kiebitzschule von ihrem Dorf.

 
Nach einem letzten Kanon der Kiebitz-Kids (die unter anderem auch das Ostestör-Lied vortrugen; siehe VIDEO) - und nach Selbstverteidigungsvorführungen der Kinder dankten Elternvertreter dem engagierten Kollegium um Christiane Möller, das mit weithin beachteten Projekten der Schule zu Ansehen und Auszeichnungen verholfen hatten.
 
Bienenzucht, Blaues Klassenzimmer, Biomeiler, "Kiwitte", Projekt Kinderstein und mehr: Die Schülerarbeiten auf dem Schulhof und in der Aula, die sich als "kleine Kunsthalle" (Möller) darbot, zeugten vom Können der Kinder, vom Einsatz der Pädagogen und dem guten Zusammenwirken mit Eltern und Förderern.
 

Abschiedsgrüße auf Maori

 
Eines der Highlights: der vom freiberuflichen Kunstpädagogen Michael Bungard angeleitete Bau von drei "Kiebitz"-Kanus - eines fand den Weg von der Oste an eine Maori-Schule in Taipa (Neuseeland), deren Kinder es inzwischen mit Paddeln in Form von Kiebitzfedern ausgestattet und an eine Schule in Indien weitergeschenkt haben.
 
Eine in der Aula abgespielte, auf Englisch und Maori vorgetragene Videobotschaft von Schulleiter Pateriki Toi an die Oberndorfer Kinder kündet vom Erfolg der völkerverbindenden Aktion.
 
Neben Wehmut prägte aber auch der Wille der Oberndorfer, sich nicht unterkriegen zu lassen, das Abschiedsfest: Weitere "Kiebitz-Paten" fanden sich bereit, das künftige Oberndorfer Nachmittagsangebot für Kinder in einem Teil des bisherigen Schulgebäudes finanziell zu unterstützen (siehe unten).
 
Das historische Abschiedsfest (auf dem sich leider nur ein einziger Kommunalpolitiker - Oliver Elsen - blicken ließ) wurde von der renommierten Filmemacherin Antje Hubert und ihrem Team für die Nachwelt festgehalten. 
 
Das Spielfilmprojekt von Deutschlands derzeit wohl bester Dokumentarregisseurinn trägt laut Förderantrag den Arbeitsuntertitel "Träumen von Bananenbäumen". Thema sind die vielfältigen Aktivitäten in der als "gallisches Dorf" (bzw. "galliges Dorf") teils bewunderten, teils gefürchteten Ostegemeinde.
 
Die Schule war für hervorragende pädagogische Leistungen mit demn Osteland-Kulturpreis ausgezeichnet worden - Begründung hier.
 
Seit 2010 hat oste.de den Oberndorfer Schulkampf begleitet. Dutzende von Texten und Fotos stehen auf dieser Sonderseite

Dorfschule geschlossen - Oberndorfer       Bürger gründen "Nachmittagsschule"

Spontan werden die ersten 99-Euro-Patenschaften gezeichnet

17. 7. 2014. Gegen den Willen der Bürger wurde der Ostegemeinde Oberndorf ihre Kiebitzschule genommen - jetzt stellen die Oberndorfer auf eigene Faust ein Nachmittagsangebot auf die Beine, um die künftigen Fahrschüler nicht dem Dorf zu entfremden.

 
Zu diesem Zweck hat sich am Donnerstagabend der bisherige Schulförderverein, dem über 100 Mitglieder angehören, umbenannt: in "Kiebitz & Co. - gemeinnütziger Verein zur Kinder- und Jugendpflege in Oberndorf e.V.".
 
Ziel ist, mit einem bunten Nachmittagsangebot - nach dem vormittäglichen Unterricht in der Grundschule in der benachbarten Gemeinde Wingst - die Verbundenheit der Kinder mit ihrer Heimatgemeinde zu stärken und zugleich das idyllische Dorf am Fluss für zuzugswillige junge Familien noch attraktiver zu machen.
 
Angeboten werden soll das Nachmittagsprogramm vom kommenden Schuljahr an in einem Trakt der bisherigen Kiebitzschule sowie der Turnhalle, die von der Gemeinde per Tausch von der Samtgemeinde erworben worden sind.
 
Ihre Unterstützung für das Projekt sagten unter anderem Bürgermeister Detlef Horeis (SPD), die scheidende Schulleiterin Christiane Möller und drei Vorstandsvertreter der AG Osteland zu.
 
Das geplante Nachmittagsprogramm knüpft an das von Oberndorfer Eltern organisierte bisherige Angebot "Kiwitte plus" an und soll unter anderem ein warmes Mittagessen, Schularbeitenbetreuung, Näh- und Selbstverteidigungskurse, eine Erfinderwerkstatt und waldpädagogische Nachmittage umfassen. 
Beteiligt ist auch der bekannte Oberndorfer Kunstpädagoge Michael Bungardt (Foto) vom "Kunstwerk Grün", dessen Kanu-Schülerprojekt über Deutschland hinaus beachtet worden ist. Das Programm, das von Fachkräften sowie von der örtlichen Feuerwehr gestaltet wird, kann ab sofort von Eltern, auch aus Nachbargemeinden, gebucht werden und wird durch moderate Beiträge finanziert, aber auch durch eine besondere Spendenaktion. Sponsoren können für (steuerlich abzugsfähige) 99 Euro pro Jahr die Patenschaft für die Betreuung eines Kindes pro Wochentag übernehmen. Spontan wurden am Donnerstag von den Anwesenden bereits acht solcher Patenschaften gezeichnet, so dass etwa 10 Prozent der veranschlagten Jahreskosten des Projekts (circa 8500 Euro) schon gedeckt sind. 
Weitere Patenschaften, für die eine Urkunde und eine Medaille vergeben werden, können in der Oberndorfer "Kombüse", bei örtlichen Veranstaltungen sowie bei den Initiatoren Sybil Amthor, Claudia Möller-Lemke und Oliver Elsen erworben werden. 

Städter vermuten das Glück auf dem Land

 16. 7. 2014. Lesetipp: Umfrage und umfangreiche Analyse der Stimmungslage in Stadt und Land in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Als Podcast: aufschlussreiche Schuldebatte

16. 7. 2014. Hörenswert: Stirbt die Schule, stirbt das Dorf - eine Radioreportage des Deutschlandfunks, die viele Aspekte des Themas beleuchtet, hier als Podcast

"Der Landarztmangel ist geplant"

10. 7. 2014. Zu wenige Ärzte gehen aufs Land. Doch selbst die, die wollen, dürfen nicht immer. Denn die Planung ignoriert den tatsächlichen Bedarf der Patienten, kritisieren Forscher: Wichtiger Beitrag in der „Zeit“ - hier online.

Dorfläden gründen Bundesverband

Fotos: Multifunktionale Dorfläden tum Suden (Neuhaus) und Lemke (Oberndorf)

 

10. 7. 2014. Dorfläden - Erfolgs- oder Auslaufmodell? Diese Frage stellt die Fachzeitschrift "Lebensmittel-Praxis" in einer Schwerpunktausgabe über Dorfläden unter dem Titel "Wer weiter denkt, kauft näher ein."

 
Auszug: „Die Lücken in der Nahversorgung werden größer. Vielen kleinen Ortschaften im ländlichen Raum, aber zunehmend auch Stadtteilen am Rand größerer Städte, fehlt die Einkaufsmöglichkeit für Lebensmittel. Dies ist wichtig, insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, mit einer steigenden Zahl immobiler Menschen. 'Der Bedarf ist da,' wie Rainer Utz, Geschäftsführer der gleichnamigen Großhandlung, konstatiert. 'Die Bürger wollen den Dorfladen, die kommunalen Entscheidungsträger möchten ihn den Bürgern bieten.‘ 
 
Und auch Wirtschaftsexperten sähen gute Perspektiven für den „neuen“ Dorfladen. Ein weiteres Indiz dafür könnte sein, dass innerhalb des Dorfladen-Netzwerks, einem Zusammenschluss verschiedener Dorfläden in Deutschland, die Gründung einer „Bundesvereinigung multifunktionaler Dorfläden e.V.“ (BmD) geplant wird. Der Vollzug soll in der zweiten Jahreshälfte stattfinden. Weiterlesen...
 
Dank für den Hinweis an Kurt Ringen.

Abschied von der Dorfschule

Protest gegen Schulschließung in Cadenberge
1. 7. 2014. Kinder, Lehrer, Eltern, Schulinitiative und Förderverein der gegen den Willen der Gemeinde geschlossenen Oberndorfer Kiebitzschule laden ein zu einem Abschiedsnachmittag. In der Einladung heißt es: "Abschiednehmen fällt immer schwer, aber gemeinsam wird es leichter! Darum wollen wir herzlich einladen zu einer Abschlussfeier in der Kiebitzschule am Freitag, 18. Juli, ab 16 Uhr.
 
Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Abschiedsgeschenke sind nicht nötig, wer aber möchte, darf gerne für die Kiwitte spenden, unser weiterlaufendes Nachmittagsprogramm.
 
Für manche etwas ungewöhnlich, bitten wir herzlich an diesem Tag einen "Picknick-Korb" mit eigenen Bechern, Tellern und Besteck mitzubringen. An diesem Tag wollen wir alle feiern und keiner soll in der Küche stehen und abwaschen..."
 
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