Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.
Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.

Landwut - Landmut

Initiativen für den ländlichen Raum

Landlust, Landliebe, Landleben - es mangelt nicht an Magazinen mit verkitschten Darstellungen des Lebens im ländlichen Raum. In der Rubrik "Landwut - Landmut" beschreiben wir die Realität: den Kampf für die Erhaltung von Dorfladen, Dorfschule, Dorfleben und und und... Aktuelle Informationen zum Thema bietet seit 2013 die Osteland-Gruppe www.facebook.com/landwut. - Texte zum Schulkampf an der Oste (seit 2011) sind hier auffindbar, Beiträge auf der Rubrik Landwut der Vorläufer-Website hier: Mai 2014, April 2014, März 2014, Februar 2014, Januar 2014, Dezember 2013, November 2013.

TV-Reportage: Abgehängter ländlicher Raum

28. 10. 2016. "Mit dem Abbau der Infrastruktur schwindet das Vertrauen in die Politik" - Wie die AfD von berechtigter Landwut profitiert, zeigt eine aufschlussreiche ARD-Reportage von der Insel Usedom, hier in der Mediathek.

Landräte: Ländlichen Raum besser fördern

20. 10. 2016. Der Deutsche Landkreistag fordert einen Umbau der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) zugunsten der ländlichen Räume in der Bundesrepublik. Der ländliche Raum sei mehr als Landwirtschaft und Kleinstgewerbe, sagte der Präsident des kommunalen Spitzenverbandes und Landrat des Kreises Ostholstein, Reinhard Sager (CDU): „Wir wollen, dass künftig auch regionale Wirtschaftsstrukturen mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe gefördert werden können.“ Die Entwicklung des ländlichen Raumes sei oberstes Verbandsziel für das Wahljahr 2017.

 

Sager hält die gegenwärtigen Förderinstrumente für den ländlichen Raum für ausbaufähig. „Die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) fördert nur Land-, Forst- und Wasserwirtschaft und bei der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) besteht die Gefahr, dass diese künftig stärker auf rein innovative Förderansätze ausgerichtet wird“, sagte er. Stattdessen müsse die GRW als Kernbestandteil eines breit angelegten Systems zur Förderung strukturschwacher Gebiete nach 2020 fortentwickelt werden. Mehr

Osterbruch: Endspurt zum Dorfladen 

17. 10. 2016. Der zur Zeit von 40 freiwilligen Helfern ausgebaute und von 100 Anteilseignern finanzierte Bürger-Dorfladen mit Café in Osterbruch soll am 3. Dezember eröffnet werden. Das kündigt Bürgermeister Peter von Spreckelsen (SPD) gegenüber der Niederelbe-Zeitung an. Neues zum Dorfladen hier.

Landfrust stärkt die radikalen Ränder

5. 9. 2016. Kommentar der Süddeutschen Zeitung zum AfD-Wahlergebnis im ländlichen Meck-Pomm: "Merkel muss mehr tun für jene, die sich abgehängt fühlen. Wer in Gegenden wohnt, wo die Schulen verrotten, die Straßen zu Schlaglochpisten werden, wo niemand investiert, wo es keine Jobs und im Dorf nicht mal mehr einen Lebensmittelhandel gibt, der darf sich zu Recht vergessen und abgehängt fühlen." Bitte hier weiterlesen

 

Zum Thema:

 

"Zeit": Rechtsruck in Europa - Folge der Vernachlässigung des ländlichen Raums? 

 

"SZ": Vorwahl-Reportage aus dem ländlichen Vorpommern

 

Dazu schreibt oste.de-Leser Johann Steffens auf Facebook: „Schlechte Wahlergebnisse, geringe Wahlbeteiligung sind sicher Folgen von einer Vernachlässigung des ländlichen Raumes, aber auch ein Verlust der Glaubwürdigkeit der Politiker selbst auf kommunaler Ebene. Aber wann merken das die Politiker, die sich immer alles schönreden?“

Zeven/Bremervörde: Oste-Kliniken gerettet?

1.9. 2016. Der Weser-Kurier meldet: "Mittlerweile ist auch der neue Krankenhausplan der Landesregierung bekannt. Er legt Standorte, Fachabteilungen und Klinikbetten fest. Für Osterholz-Scharmbeck sind es 123 Betten, für Lilienthal wurden 76 genehmigt. Für die Oste-Med-Kliniken sind 182 Betten ausgewiesen, davon 80 für Zeven und 102 für Bremervörde. Für die angeschlagenen Häuser im Kreis Rotenburg besonders wichtig: Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs kommt die Schließung eines öffentlichen Krankenhauses erst dann in Betracht, wenn es aus dem Krankenhausplan herausgenommen werde, weil für seinen Betrieb kein Bedarf der Bevölkerung mehr bestehe. Rotenburgs Landrat Hermann Luttmann ist sich sicher, dass das Urteil helfe, bei der Finanzierung des Martin-Luther-Krankenhauses Ansprüche gegenüber dem Land durchzusetzen." Mehr...

Neue Elbefähre und zwei Kliniken in Gefahr

10. 8. 2016. Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten für das Osteland:

 

Förderverein "Gesund vor Ort" (Vorsitz: Ostfreund Eduard Gummich, Bremervörde) will Ärzte für das Osteland begeistern

>  Rotgrün will alle ländlichen Amtsgerichte erhalten

>  Weser-Kurier: Neuer Elbfähre droht Schlagseite 

>  NDR: Ersatzkassen fordern Schließung der Osteland-Krankenhäuser Bremervörde und Zeven

 

Unsere Leser kommentieren auf Facebook (Auszüge):

 

"Bremervörde hat ein hervorragendes Krankenhaus! Man frage die Leute, die dort gesund geworden sind!" (Burkhard Ziemens) +++ "Sind die noch zu retten?" (TanjaCK).

BürgerBus Osteland: Bald zweites Fahrzeug?

18. 6. 2016. "Volle Fahrt voraus“ ist seit letztem Jahr das Motto des Bürgerbus Osteland. Doch in letzter Zeit bekommt der Spruch für den Verein eine ganz neue Bedeutung. Zu Stoßzeiten, vorwiegend am späten Nachmittag, kommt es immer häufiger vor, dass mehr Fahrgäste an der Haltestelle stehen als im Bus transportiert werden dürfen. Da die ehrenamtlichen Fahrer und Fahrerinnen den PKW-Führerschein Klasse B haben, dürfen sie maximal acht Personen transportieren. In diesem Fall müssen sie überzählige Fahrgäste zurücklassen und auf die nächste Fahrt, eine Stunde später, verweisen. Passiert das um 18.20, bei der letzten Fahrt, kommt ein Taxibus zum Einsatz. Die Mehrkosten übernimmt der BürgerBus. Im Bürgerbus informieren die Fahrer und Fahrerinnen, ein mehrsprachiger Infozettel und ein Kurzfilm über diese Beschränkung der Fahrgastzahlen, trotzdem kommt es verständlicherweise immer wieder zu enttäuschten Reaktionen, wenn nicht alle Fahrgäste mitgenommen werden können, obwohl im Bus rein optisch noch Stehplätze möglich wären. 

 

Viktor Pusswald, Vorstand des BürgerBus Osteland e.V., stellte auf dem letzten Planungstreffen der Kerngruppe des Vereins den Vorschlag in den Raum, über den Erwerb eines zweiten Busses nachzudenken. Einsatzmöglichkeiten für diesen gäbe es einige. Neben der Bereitstellung als ergänzendes Fahrzeug, um Fahrgastspitzen abzudecken, wäre auch eine weitere Route durch die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten (im Zweistundentakt) denkbar, z.B. Oldendorf – Hagenah – Heinbockel – Düdenbüttel oder Himmelpforten – Burweg – Breitenwisch – Neuland – Großenwörden – Engelschoff – Himmelpforten. 

 

Der Verein würde diese Pläne gern verwirklichen, ist aber für die Umsetzung dringend auf weitere ehrenamtliche Fahrer und Fahrerinnen angewiesen. Voraussetzung dafür ist lediglich der Führerschein Klasse B (früher 3), die Kosten für die ärztliche Untersuchung und den Personenbeförderungsschein übernimmt der Verein. Die Fahrer und Fahrerinnen sagen im Gegenzug zu, den Bus zweimal im Monat einen halben Tag zu steuern. 

 

Wer den Bürgerbus Osteland als Fahrer oder Fahrerin aktiv unterstützen möchte, erfährt bei Fahrdienstleiter Eckhard Wintersieg unter 04144-7777 alles Weitere. Auch eine passive Unterstützung des Vereins ist unkompliziert durch eine Vereinsmitgliedschaft möglich. 

 

Der Bürgerbus ist im Frühjahr mit dem Goldenen Hecht der AG Osteland ausgezeichnet worden.

SPD: Landärztliche Versorgung sichern

13. 6. 2016. Die Lückenbebauung in den Dörfern, die Nachnutzung leerstehender Gebäude und die ärztliche Versorgung seien Themen des ländlichen Raums, die verstärkt angegangen werden müssten, sagte der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil beim Parteitag der ROW-SPD in Nartum am Rande des Ostelandes. Der Vorsitzende des Unterbezirks, Klaus Manal (Geestequelle), wurde mit deutlicher Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Manal ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Osteland. Mehr...

Lamstedt: Höfesterben beschleunigt sich

12. 5. 2016. "Irmgard Erdweg erlebt die Verzweiflung der Milchbauern täglich aus nächster Nähe. Sie ist Tierärztin im niedersächsischen Lamstedt, einer kleinen Ortschaft zwischen Stade und Cuxhaven. Noch nie hatte sie so viele Außenstände, haben so viele Bauern ihre Rechnungen nicht bezahlt...“ Bitte weiterlesen hier in der Welt am Sonntag lohnt.

Schnelleres Internet für Kehdingen-Oste

9. 5. 2016. Gute Nachrichten für die Bürgermeister der Samtgemeinden Oldendorf-Himmelpforten und Nordkehdingen sowie der Gemeinde Drochtersen, Holger Falcke, Edgar Goedecke und Mike Eckhoff: Dank frischer Fördermittel aus Berlin und Hannover kann der Ausbau des Breitband-Netzes im ländlichen Raum beschleunigt werden, wir heute das Stader Tageblatt berichtet. Mehr über die Verfügbarkeit schneller Internet-Zugänge im bundesweiten Breitbandatlas.

Dorfladen an den Ostequellen gerettet

1. 5. 2016. Überall entlang der Oste kämpfen Bürger für die Erhaltung und Rettung von Dorfläden – jetzt auch in der Gemeinde Otter, in deren Ortsteil Schillingsbostel die Hauptquelle der Oste entspringt und wo am benachbarten Bahnhof Tostedt der Osterradweg bis zur Mündung bei Balje beginnt.

 

Der Dorfladen in Otter, den die bisherige Inhaberin, Frau Alice Martens, am 18. April geschlossen hat, wird von dem soeben gegründeten  Kulturverein Bürgerplus der Samtgemeinde Tostedt und Umgebung e. V. übernommen und am 1. Mai wiedereröffnet.

 

Der Vereinsinitiator und 1. Vorsitzende, der Unternehmer Arno Westerwick, ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Osteland.

 

Der Dorfladen soll laut Westerwick "nicht nur ein Treffpunkt der Otteraner werden, sondern auch als Anlaufpunkt für Fahhradfreunde, die den Wümme-Radweg benutzen oder für Wanderfreunde nach ihren Touren rund um den Otterberg oder nach Wandertouren im Quellgebiet der Oste." 

 

Ein Pressebericht über den neuen Verein steht hier

Schriftstellerin: Lage auf dem Land verheerend

14. 3. 2016. Schulschliessungen, kaum noch Kindergärten, Ärztemangel, Abwanderung. Die Lage auf dem Lande ist verheerend. Die Politik schaut weg: kein Geld, "Haushaltsdisziplin" und die Mantren des Wir-können-uns-das-nicht-mehr-leisten oder: Der-Steuerzahler-ist-nicht-mehr-bereit-das-zu-finanzieren. Die Quittung für eine über Jahrzehnte völlig verkorkste Arbeitsmarktpolitik, bei der die Abwanderung gefördert und gefordert wird, bekommen wir nun zu spüren. Antworten gibt es keine, analysiert die Schriftstellerin Juli Zeh. Mehr...

Einstimmig für HVV-Vollmitgliedschaft

Zwei Osteland-Mitstreiter: Uwe Dubbert (r.) mit Bürgermeister Jan Tiedemann

15. 1. 2016. Hochzufrieden sein kann Uwe Dubbert, Staatsanwalt aus Hechthausen, Cux-Kreispolitiker und langjähriger Vorkämpfer für eine Erweiterung des HVV über Himmelpforten hinaus: Ein von ihm unterzeichneter Eilantrag wurde zur Freude des SPD-Fraktionschefs jetzt vom Hemmoorer Samtgemeinderat einstimmig verabschiedet.

 

Der Antrag der SPD/Grüne/BgH-Gruppe zielt auf eine Vollmitgliedschaft im HVV und appelliert an den Landkreis Cuxhaven, die Bemühungen um eine Einbeziehung der Bahnhöfe Hechthausen und Hemmoor zu unterstützen.

 

Unser Foto zeigt Uwe Dubbert mit dem Hechthausener Bürgermeister Jan Tiedemann, der auch dem SPD-Ortsverein Hemmoor vorsteht. Beide sind Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Osteland, die seit ihrer Gründung vor zwölf Jahren für eine Erweiterung des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) über die Oste hinaus kämpft, wie diese Archiv-Seite zeigt. 

 

Presseschau: Land soll Hemmoor helfen!

 

16. 1. 2016. In der Niederelbe-Zeitung (Wochenend-Ausgabe) plädiert Redakteur Egbert Schröder an das Land Niedersachsen, der Samtgemeinde Hemmoor zu helfen, Vollmitglied im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) zu werden. So wie das Land den Großraumverbund Hannover unterstütze, müsse auch "ein Weg gefunden werden, um einer Kommune wie Hemmoor unter die Arme zu greifen, damit sie nicht von der Entwicklung im Nachbarkreis (Stade) abgehängt wird".

Hemmoor: Vortrag über Land-Zukunft

24. 11. 2015. Aus Anlass des 70-jährigen Bestehens des Hemmoorer Gymnasiums Warstade findet eine Vortragsreihe statt, während der ehemalige Schüler Einblick in ihre berufliche Tätigkeit geben werden. Den Anfang dieser Reihe macht am Donnerstag, 3. Dezember, 19.30 Uhr, Benjamin Möller (Abitur 2003, ehemals Mittelstenahe). Er referiert über "Die Zukunft des ländlichen Raumes – Dorferneuerungsprogramme in Hadeln und Kehdingen".

 

Benjamin Möller ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Projektleiter am Institut für Partizipatives Gestalten (IPG) in Oldenburg. Das IPG ist ein Planungsbüro, das u. a. die Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzeptes Kehdingen/Oste sowie die Dorfentwicklungsprogramme in Oederquart, Westersode/Althemmoor/Warstade, Oberndorf und Dornsode/Langenmoor/Alfstedt (noch in Arbeit) begleitet hat.

 

Aktuelle Daten und Informationen aus der Region zum demographischen Wandel und zu den damit verbundenen Problemen sowie Lösungsansätze für die Dörfer in unserer Region versprechen einen spannenden Vortragsabend.

 

Bereits ab 18.30 Uhr wird zum "Klönschnack" bei Getränken und Häppchen/Fingerfood in den Glasgang eingeladen. Wir hoffen, dass dort Referent, ehemalige Mitschüler, Lehrer, Eltern, Schüler und Freunde des Gymnasiums ins Gespräch über "damals und heute" kommen.

 

Die Veranstaltung wird von zwei Oberstufenkursen aus dem Fach Erdkunde organisiert. Das "Klassentreffen" dient auch dazu, den Schülern einen Ausblick auf Studium und Beruf zu vermitteln.

 

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Über Spenden zugunsten des Vereins Forikolo e.V. – Schulen in Sierra Leone würde sich das Gymnasium, das seit zwölf Jahren Partnerschule dieses Vereins ist, allerdings sehr freuen; derzeit wird gesammelt für einen Schulbau in Conacrydee, einem kleinen Ort an der Atlantikküste im Norden des Landes.

Filialen-Aus: Wespa verhöhnt die Bürger

20.11. 2015. Massive Kritik an der Vorgehensweise der Weser-Elbe-Sparkasse (Wespa), die, wie weiter unten auf dieser Seite berichtet, 14 Kassenfilialen schließt, wird überall im Cux- und Osteland laut. Nach Resolutionen unter anderem der Gemeinderäte in Wingst, Oberndorf und Osten wurde jetzt auch im Kreistag Kritik geäußert an der "Basta-Politik" (SPD-Abgeordneter Uwe Dubbert) der Sparkasse. - Vor der Arbeitsgemeinschaft 60+ der SPD kritisierte am Donnerstag der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Osteland, Jochen Bölsche, die Ausdünnung des Filialnetzes gehe vor allem zulasten der älteren und weniger mobilen Bevölkerungsteile auf dem flachen Land.

 

Bedauerlich sei, dass der Wespa-Vorstand sich dem Dialog mit betroffenen Gemeinden und Kunden entziehe. Wenn die Sparkasse wenige Tage vor der Filialschließung zum Beispiel in Osten auf großformatigen Fahnen mit dem Slogan "Gut für mich" werbe (Foto), könne das nur als Verhöhnung der Menschen im ländlichen Raum empfunden werden.

Kaufkraft: Osteland als Rentnerparadies

17. 11. 2015. In Regionen wie dem Osteland ist es nicht nur besonders schön, dort haben Senioren auch mehr Kaufkraft für ihre Rente als anderswo zu erwarten. Das besagt eine Studie des Beratungsunternehmens Prognos AG über die Lebensumstände Jahr 2040: Im Cuxland und im Osteland werde die durchschnittliche Rente dann deutlich mehr Kaufkraft haben als etwa in Hamburg (siehe Karten). 

 

"Die Rentnerparadiese werden mit Sicherheit nicht in den teuren Metropolen Deutschlands liegen," zitiert die Süddeutsche Zeitung den Prognos-Chefvolkswirt Michael Böhmer. Mehr...

SPD: "Jetzt ist der Norden dran"

16. 11. 2015. Lob erfuhr der hannoversche Wirtschafts- und Arbeitsminister Olaf Lies (Foto), Hauptredner beim SPD-Cuxland-Parteitag am Wochenende in Loxstedt, schon vor Beginn seines Vortrags über den "ländlichen Raum als Wirtschaftsmotor" für Niedersachsen.

 

Anerkennende Worte fanden Kommunalpolitiker bereits in ihren Grußworten für die vielfältige Hilfe, die das rot-grün regierte Niedersachsen in jüngster Zeit dem Cuxland gewährt hat: von den Millionen-Investitionen für die Siemens-Ansiedlung über den Einsatz für die Elblink-Fähre bis hin zur Teilentschuldung für den Landkreis und die Börde Lamstedt.

 

Lies hob in seiner Rede die Chancen hervor, die Offshore-Energie und Küstenlage für das Cuxland bedeuteten, betonte aber auch die Notwendigkeit weiterer Infrastruktur-Investitionen in den ländlichen Raum. 

 

Lange Zeit seien Bundesgelder vorwiegend in den Süden und den Osten der Bundesrepublik geflossen. Lies: "Jetzt ist der Norden dran."

 

Wahlkreis-Abgeordneter Uwe Santjer würdigte den "richtungweisenden" Beitrag von Minister Lies für die Region ebenso sowie den "sensationellen" Einsatz von dessen Staatssekretärin Daniela Behrens für das Cuxland.

 

Kreis-Fraktionschef Claus Johannßen präsentierte eine Arbeitsbilanz der SPD-geführten "Gestaltungsmehrheit" im Cuxland. Stichworte: Kassenkredite auf Null zurückgeführt, politische Handlungsfähigkeit zurückgewonnen, Kreisumlage auf niedrigsten Stand gesunken. Anerkennung zollte Johannßen der guten Arbeit der Kreisverwaltung - speziell des Dezernenten Friedhelm Ottens - in der Flüchtlingskrise.

 

Mit einer Gedenkminute für Helmut Schmidt und die Opfer der Attentate in Paris hatte die Unterbezirksvorsitzende Daniela Behrens den Parteitag eröffnet.

Kehdingen: Bürger begehren auf

10. 11. 2015. Nordkehdingen - wichtiges Element der Osteland-Projekte Krimiland und Deutsche Fährstraße - ist politisch in Bewegung. An diesem Dienstag hat die Initiative "Ja für Balje“ über 200 Unterschriften für die Abhaltung eines Bürgerentscheids gegen die geplante Abschaffung der traditionsreichen Gemeinden Freiburg, Wischhafen, Balje, Krummendeich und Oederquart eingereicht.

 

Bereits am Donnerstag hatte der Wischhafener Ehrenbürgermeister Heinrich von Borstel (SPD) dem Nordkehdinger Samtgemeindebürgermeister Edgar Goedecke 600 Unterschriften für ein entsprechendes Bürgerbegehren aus Wischhafen übergeben.

 

Damit ist gesichert, dass die Bevölkerung am Sonntag, 29. November, über einen Antrag abstimmen kann, der zum Ziel hat, den umstrittenen politischen Beschluss zur Bildung einer Einheitsgemeinde Nordkehdingen zu kippen. 

 

Über die Stimmung zwischen Elbe und Oste schreibt Redakteurin Jutta Eidtmann im Stader Tageblatt: "Es sieht nicht gut aus für die Bildung einer Einheitsgemeinde Nordkehdingen, die derzeit beschlossene Sache ist und zum 1. November 2016 rechtswirksam werden soll… Die hohe Zahl der Unterzeichner für das Bürgerbegehren, das den Bürgerentscheid einfordert, setzt ein Zeichen."

 

Die Baljer hätten "begeistert" den Antrag unterzeichnet, berichtet Ostefreund und Leuchtturmretter Gerhard Gebhardt, der gemeinsam mit dem Versicherungsexperten Christian Otten die dortige Initiative vertritt; sie hat sich das Willy-Brandt-Wort "Mehr Demokratie wagen" als Motto gewählt.

 

Zu den Unterstützern der Initiative in Wischhafen zählen unter anderem der Kehdinger Touristikvereinsvorsitzende Jörg Gabriel, die Sozialpolitikerin und Kreistagsabgeordnete Martina Pfaffenberger und der Nordkehdinger SPD-Vorsitzende Jonny Röndigs

 

Nun hoffen die Initiatoren, dass die Bevölkerung den Einsatz für die Erhaltung der kommunalen Demokratie in der Fläche bei der bevorstehenden freien und geheimen Abstimmung unterstützt. Gerhard Gebhardt ist optimistisch: "Für die Unterschriftensammler war es sehr erfreulich, wie begeistert die Angesprochenen bereit waren, ihre Unterschrift für diesen demokratischen Akt zu geben. Die erforderlichen 90 Unterschriften waren in wenigen Stunden erreicht. Jetzt hoffen wir, dass die Bürger am 29. November mehrheitlich mit Ja stimmen." 

 

11. 11. 2015. Heute erläutert das Stader Tageblatt: "Jetzt schaut ganz Nordkehdingen auf den 29. November. Für diesen Tag sind alle Wahlberechtigten in Balje und Wischhafen aufgerufen, zur Urne zu gehen, um sich für oder gegen die Einheitsgemeinde auszusprechen. Wer mit Ja stimmt, ist dafür, dass der Ratsbeschluss der eigenen Gemeinde für eine Einheitsgemeinde aufgehoben wird. Der Bürgerentscheid ist verbindlich, wenn die Mehrheit der gültigen Stimmen auf Ja lautet und diese Mehrheit mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten beträgt. In Balje wären hierfür etwa 225 und in Wischhafen etwa 625 Stimmen erforderlich. Ausschlaggebend für das Ergebnis wird die Wahlbeteiligung sein: Bei niedriger Beteiligung wäre die Voraussetzung ja jetzt schon nahezu erfüllt. Je höher sie ist, desto größer sind die Chancen für die Einheitsgemeinde. Befürworter und Gegner müssen also die Bürger mobilisieren, zur Urne zu gehen."

Vorstandsherren scheuen Filial-Debatte

30. 10. 2015. Banken- und Kassenvorstände lassen die Dörfer im Cuxland im Stich, schließen Filialen - und scheuen die öffentliche Diskussion darüber (siehe Berichte weiter unten). Nordwestradio hat eine aufschlußreiche Debatte zum Thema ausgestrahlt (hier online).

Ostefreunde im neuen Heimatkalender

Bert und Marlene Frisch im neuen Heimatkalender

26. 10. 2015. Jahr für Jahr freuen sich Heimatfreunde an Oste und Elbe auf den "Allgemeinen Haushaltungskalender", besser bekannt als "Grüner Kalender", früher auch als "Trächtigkeitskalender"  (130 Seiten, 7,90 Euro, Zeitungsverlag Krause, Stade). Zu Wort kommen in dem bereits im 168. Jahr (!) erscheinenden, zurzeit von Grit Klempow redigierten Druckwerk diesmal unter anderem AG-Osteland-Mitstreiter wie die Regionalhistoriker Gisela Tiedemann (Wingst), Dietrich Alsdorf (Stade) und Jörg Petersen (Freiburg). Unter der Überschrift "Zugereist! Na und?" porträtiert der diesjährige Osteland-Kulturpreisträger Petersen in der 2016er Ausgabe das Oberndorfer Ehepaar Marlene und Bert Frisch auf fünf Seiten in Wort und Bild als "ein Beispiel für gelungene Integration in eine Dorfgemeinschaft".

 

Neben Hinweisen auf das ehrenamtliche Engagement der Frischs u.a. für den Oberndorfer Jugendkutter "Onkel Ernst", die Kinderbetreuung "Kiwitte”, das ehemalige Dorfgemeinschaftshaus "Kombüse 53 Grad Nord" und die Ostewert AG heißt es weiter:

 

"Marlene ist Beisitzerin im Vorstand der weit über die Oste hinaus bekannten AG #Osteland. Die AG Osteland bemüht sich um alle Belange, die für die Menschen beiderseits der Oste von Interesse sind: Natur, Tourismus, Wirtschaft, Kultur, Freizeit, Traditions- und Heimatpflege... Zuletzt haben Marlene und Bert Frisch die Broschüre 'Ostelotse' erstellt. Der Ostelotse gibt Wassersportlern nützliche Tipps für die Befahrung der Oste."

 

Abschließend schreibt Jörg Petersen: "Marlene und Bert Frisch haben sich Oberndorf an der Oste als ihren Lebensmittelpunkt gewählt. Mit ihrem ungewöhnlich hohen Engagement für das Gemeinwohl tragen sie nicht nur für das eigene Wohlbefinden bei. Menschen wie sie geben unseren Dörfern wieder eine gehörige Portion der in den vergangenen Jahrzehnten verloren gegangenen Lebensqualität zurück. 

Zugereist sind sie – na und? Wenn es denn solche sind wie Leni und Bert Frisch, können nicht nur die Dörfer entlang der Oste mehr von dieser Sorte Zuwanderer gebrauchen!"

Filialen-Aus "schmerzlich und unglaublich"

29. Oktober: Die Lokalpresse greift die Proteste auf

26. 10. 2015. Ebenso wie die Gemeinden Wingst und Oberndorf (s. unten) hat auch Osten gegen die Schließung von Wespa-Filialen im ländlichen Raum protestiert, wie Bürgermeister Carsten Hubert (CDU) mitteilt.

24. 10. 2015. Im Osteland verschärft sich die Kritik an der angekündigten Schließung von dörflichen Wespa-Bankfilialen. Auf Anregung von Bürgermeister Michael Schlobohm (SPD, Foto) hat der Rat der Tourismusgemeinde Wingst protestiert und an die soziale Verantwortung der Sparkasse als Körperschaft des öffentlichen Rechts hingewiesen. Im Hinblick auf ältere Bürger, das unzureichend ausgebaute Breitbandnetz und viele Urlauber und Tagesbesucher sei eine funktionstüchtige Sparkasse ein wichtiger Baustein der Grundversorgung innerhalb der dörflichen Struktur. - Die Resolution im Wortlaut:

 

"Der Rat der Gemeinde Wingst appelliert an die Weser-Elbe Sparkasse, die zum 30. November 2015 beabsichtigte Schließung der Filiale in Wingst-Dobrock nicht zu vollziehen.

 

Gerade in Anbetracht des demografischen Wandels muss festgestellt werden, dass es eine Vielzahl von Kunden gibt, die ihre Bankgeschäfte nicht online abwickeln können und auf den Service der Sparkassenfiliale in der Wingst angewiesen sind.

 

Die Wingster Sparkassenfiliale fügt sich in ein gut ausgebautes dörfliches Strukturnetz mit Kindergarten, Grundschule, Turnhalle, Geschäften und Wohnsiedlungen ein und bildet einen wichtigen Baustein in der Grundversorgung unserer dörflichen Struktur. Ein Verlust dieser Infrastruktureinrichtung wird sich zukünftig nachteilig auf die weitere Entwicklung der Gemeinde Wingst auswirken.

 

Ein Verlust unserer Filiale ist insbesondere auch im Sinne eines neu wachsenden Tourismus nicht hinnehmbar. Mehr als 66.000 Übernachtungsgäste und rund 80.000 Tagestouristen sind auf einen nah gelegenen Stützpunkt angewiesen. Die Zahl der Wander- und Radtouristen nimmt dabei ständig zu. 

 

Auch aufgrund der fehlenden Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die besondere räumliche Lage der Wingst, die Anreihung sämtlicher Ortsteile rund um das Waldgebiet, sind dabei augenscheinlich in den Untersuchungen der Weser-Elbe Sparkasse nicht berücksichtigt worden.  

 

Auch steht zur Internetnutzung bislang kein vollständig ausgebautes Breitbandnetz zur Verfügung.

 

Wir appellieren an den Vorstand der Weser-Elbe Sparkasse und die politischen Gremien, für den Erhalt unserer Wingster Filiale im Rahmen einer flächendeckenden Versorgung zu sorgen. Gerade im ländlichen Raum hat die Weser-Elbe Sparkasse als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut in 100%-iger kommunaler Trägerschaft eine besondere Verantwortung. Das Handeln einer Sparkasse darf nicht nur Wirtschaftlichkeitsinteressen mit dem Ziel der Gewinnmaximierung im Auge haben, sondern muss auch unter sozialen Gesichtspunkten die Interessen ihrer Kundschaft, vor allem wenn es sich um ältere Menschen handelt, im Rahmen der Daseinsvorsorge bedienen. 

 

Zumindest die Beibehaltung eines Selbstbedienungsstandorts ist daher unabdingbar.

 

Weiterhin wünscht der Rat der Gemeinde Wingst, umfassende Transparenz zur Auswahlentscheidung und zum Ranking (z.B. im Vergleich mit kleineren Gemeinden wie Neuhaus, Ihlienworth und Wanna)."

Im benachbarten Oberndorf hat Hans-Heinrich Katt in einem Leserbrief zur Schließung von insgesamt 14 Wespa-Filialen  genommen: "Aus der NEZ erfuhren die Kunden der Wespa kürzlich von der unmittelbar bevorstehenden Schließung von 14 Filialen des Institutes, u. a. der Filialen in Oberndorf und Wingst. Der Träger der Weser-Elbe-Sparkasse ist der Sparkassenzweckverband Weser-Elbe-Sparkasse, der wiederum zu 50 % im Besitz des Landkreises Cuxhaven ist. In der Satzung der Weser-Elbe-Sparkasse in der Fassung vom 1. Juli 2015 heißt es u. a. bei den definierten Aufgaben: „…die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise und insbesondere des Mittelstandes mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen in der Fläche sicherzustellen.“ Zitat Ende.

 

Wie sind nun diese Fakten mit den angekündigten Filialschließungen verträglich? Ich meine, das verträgt sich in keiner Weise!

 

Die Wespa zieht sich entgegen Ihres Auftrages aus der Satzung sichtbar, und schmerzlich bemerkbar insbesondere auch durch den älteren Teil unserer regionalen Bevölkerung, aus der Fläche zurück. Dass dies der Kunde aus der Zeitung erfährt, spricht sicherlich für sich selbst im Blick auf das Verständnis von Kundenservice, soll daher hier nur am Rande erwähnt bleiben. 

 

Das auch die betroffenen Bürgermeister nur einen Tag vorher telefonisch informiert wurden, ist ebenfalls bemerkenswert.

 

Der Verwaltungsrat, das Aufsichtsgremium der Wespa, setzt sich lt. Satzung aus 18 Mitgliedern zusammen. U. a. ist unser Landrat, Herr K.-U. Bielefeld dabei, Herr Claus Johannßen aus unserem neuen SG-Standort Otterndorf und auch Astrid Vockert MdL, also Vertreter aus Samtgemeinde, Landkreis und Landtag.

 

Wie kann es sein, dass diese Verwaltungsräte einen derartigen Kahlschlag zulassen, sollen die genannten Personen doch unsere Interessen, die der hier lebenden Bevölkerung,  in ihren jeweiligen Gremien und Ämtern vertreten. 

 

Kommen diese Herrschaften Ihren übernommenen Verpflichtungen nach? Ich meine: In diesem Fall nicht. Für mich ist der begonnene Ausstieg der Wespa aus der Fläche nicht nur unglaublich, er wird für das Institut auch schädlich sein. Was sollte einen Kunden in Oberndorf oder Wingst noch motivieren, der ehemaligen KSK treu zu bleiben, wird doch nur noch der gleiche, minimale Service wie bei einer Direktbank geboten (die teilweise eine erheblich bessere telefonische Erreichbarkeit bietet). 

 

Der vorgesehene „Bank-Laster“ ist sicherlich kein Ersatz, einschlägige Erfahrungen aus anderen Gebieten bestätigen das, und ich bin mir sicher, dass soll auch eher eine „Alibifunktion“ darstellen.

 

Bei allem Unverständnis rege ich dringend an, über andere Alternativen nachzudenken. Ein Geldausgabeautomat in unserem beliebten Dorfladen in Oberndorf wäre zum Beispiel für diesen Ort ein guter Anfang, und eine kleine Investition.

 

Liebe Verantwortliche bei der Wespa, überdenken Sie bitte Ihre Strategie und suchen Sie kreativ nach akzeptablen Alternativen. Ansonsten werden Sie große Teile Ihrer Kundschaft verlieren. Bei den Überlegungen will ich Ihnen gern behilflich sein."

Wortlaut der Oberndorfer Resolution

29. 10. 2015. Der Rat der Gemeinde Oberndorf hat folgende Resolution zur geplanten Schließung der Sparkassenfiliale in Oberndorf beschlossen:

 

Die Gemeinde Oberndorf appelliert an die Weser-Elbe Sparkasse, die zum 30. November 2015 beabsichtigte Schließung der Filiale in Oberndorf nicht zu vollziehen.

 

Gerade in Anbetracht des demografischen Wandels muss festgestellt werden, dass es eine Vielzahl von Kunden gibt, die ihre Bankgeschäfte nicht online abwickeln können und auf den Service der Sparkassenfiliale in Oberndorf angewiesen sind.

 

Die Oberndorfer Sparkassenfiliale fügt sich in ein gut ausgebautes dörfliches Strukturnetz mit Kindergarten, Turnhalle, Geschäften und Wohnsiedlungen ein und bildet einen wichtigen Baustein in der Grundversorgung unserer dörflichen Struktur. Ein Verlust dieser Infrastruktureinrichtung wird sich zukünftig nachteilig auf die weitere Entwicklung der Gemeinde Oberndorf auswirken.

 

Ein Verlust unserer Filiale ist insbesondere auch im Sinne eines wachsenden Tourismus nicht hinnehmbar. Zahlreiche Übernachtungsgäste und Tagestouristen sind auf einen nahe gelegenen Stützpunkt angewiesen.

 

Die fehlende Anbindung Oberndorfs an den öffentlichen Nahverkehr ist augenscheinlich in den Untersuchungen der Weser-Elbe Sparkasse nicht berücksichtigt worden.

 

Auch steht zur Internetnutzung bislang kein vollständig ausgebautes Breitbandnetz zur Verfügung.

 

Wir appellieren an den Vorstand der Weser-Elbe Sparkasse und die politischen Gremien, für den Erhalt unserer Oberndorfer Filiale im Rahmen einer flächendeckenden Versorgung zu sorgen. Gerade im ländlichen Raum hat die Weser-Elbe Sparkasse als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut in 100%-iger kommunaler Trägerschaft eine besondere Verantwortung. Das Handeln einer Sparkasse darf nicht nur Wirtschaftlichkeitsinteressen mit dem Ziel der Gewinnmaximierung im Auge haben, sondern muss auch unter sozialen Gesichtspunkten die Interessen ihrer Kundschaft, vor allem wenn es sich um ältere Menschen handelt, im Rahmen der Daseinsvorsorge bedienen.

 

Zumindest die Beibehaltung eines Selbstbedienungsstandortes ist daher unabdingbar.

 

Weiterhin wünscht die Gemeinde Oberndorf, umfassende Transparenz zur Auswahlentscheidung und zum Ranking der Filialschließungen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Detlef Horeis (Bürgermeister)

Protest gegen Sparkassen-Filialensterben

Wespa-Vertreter mit Sparkassenbus-Foto

2. 10. 2015. Der Vernichtungsfeldzug gegen den ländlichen Raum setzt sich unvermindert fort. Mit Empörung und Unverständnis reagieren Kommunalpolitiker heute auf die Entscheidung der Wespa, 14 ihrer Geschäftsstellen im Cuxland - unter anderem in den Ostegemeinden Oberndorf, Osten und Wingst - zu schließen und durch einen Sparkassenbus zu ersetzen (einmal wöchentlich anderthalb Stunden, siehe Foto). In Basbeck wird nur noch Selbstbedienung möglich sein (mehr).

 
"Und wieder stirbt ein Stück Dorf," bedauert der Ostener SPD-Ratsherr Frank Heinsohn auf Facebook: "Wenigstens einen Geldautomaten und ein Überweisungsterminal hätte man uns dauerhaft lassen sollen. Einmal die Woche einen Sparkassenbus für 1,5 Stunden finde ich für fast 2000 Einwohner etwas zu wenig."
 
Dass es auch in der Tourismusregion Wingst keinen Geldautomaten mehr geben soll, veranlasst Bürgermeister Michael Schlobohm heute in der NEZ zum Protest. 
 
"Nicht in Ordnung", wendet sich auch sein Oberndorfer Kollege Detlef Horeis  (ebenfalls SPD) gegen die weitere "bittere Pille" für die Gemeinde, der unlängst erst die Schule genommen worden war.
 
*
oste.de-Leser Johann Kowalczik kommentiert: "Es wäre sinnvoller, 'kulturelle Engagements' zu kappen. Schon toll, wenn gegenstandsfreie Kunst durch eine gegenstandsfreie Sparkasse gesponsert wird und unter Laufkundschaft Marathonläufer verstanden werden."

HVV: "So weit waren wir noch nie!“

16. 9. 2015. Nach vielen skeptischen Äußerungen in der jüngsten Vergangenheit eröffnete sich den Mitgliedern des Regionalausschusses des Cuxland-Kreistages am Dienstag eine unerwartet positive Perspektive. In der Sitzung wurde das Gutachen zur Einführung des HVV für den Landkreis bekanntgegeben. Danach kämen bei Einführung der Vollmitgliedschaft auf den Kreis und die Gemeinden jährliche Kosten von 2,1 bis 2,5 Millionen Euro zu. Allerdings werde alternativ die Einführung nur für die Samtgemeinde Hemmoor geprüft. Die Ergebnisse hierzu werden für Oktober erwartet. Daneben gebe es Überlegungen zu weiteren Tarifvarianten mit unterschiedlichen Kostenfolgen. Der Hechthausener SPD-Kreistagsabgeordnete und Ostefreund Uwe Dubbert (Foto) wertete die vorgestellten gutachterlichen Äußerungen als äußerst positiv für die Bemühungen um die Einführung des HVV-Tarifs. 
 
Mit Gutachenauftrag und Bereitschaft zur finanziellen Anschubfinanzierung habe das Land sich erstmals in die finanzielle Verantwortung nehmen lassen. Insbesondere der Staatssekretärin Daniela Behrens gebühre großer Dank dafür. 
 
Im übrigen dürfe der Fokus nicht nur auf die  Summe  der Ausgeben gerichtet sein. Der Blick müsse auch auf die zu erwartenden positiven strukturpolitischen Auswirkungen gerichtet sein, die den Ausgaben  gegenzurechnen seien. Die finanzpolitisch bange Frage „Können wir uns den HVV leisten?“ müsse vielmehr abgelöst werden durch die Frage“Können wir es uns für unsere Bevölkerung leisten, auf den HVV zu verzichten?“  
 
Immerhin würden 80  Prozent der Bahnkunden finanzielle Vorteile vom HVV haben. Im Interesse der Bervölkerung müsse man die politische Frage endlich beantworten, was uns der HVV wert ist.
 
Die weiteren gutachterlichen Ergebnisse werden vermutlich im November im Ausschuß vorgestellt. Die aktuellen Informationen wurden allgemein begrüßt und  von Ausschußmitglied Dubbert  mit  den Worten "So weit waren wir noch nie“ zusammengefaßt.
 
Auf seinen Antrag beschloß der Ausschuß, bereits jetzt die Kommunen in die weiteren Überlegungen einzubeziehen. Ergänzend dazu  wurde auf Antrag von Lasse Weritz (CDU), beschlossen, die Beratungen mit den anderen betroffenen Landkreisen fortzusetzen.       
 
Zum Thema im Archiv:
 

Wischhafen: Bürgerbegehren zulässig 

1. 9. 2015. Die Bürger dürfen mitbestimmen! Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Wischhafen hat in nichtöffentlicher Sitzung das von Heinrich von Borstel (SPD) angeführte Bürgerbegehren gegen die Umwandlung der Samtgemeinde Nordkehdingen in eine Einheitsgemeinde für zulässig erklärt. Einen ähnlichen Beschluss hatte zuvor die Gemeinde Balje gefasst.

Hechthausen: Paten für die Ortschaften?

25. 8. 2015. Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung mit dem ehemaligen Bremer Bürgermeister Henning Scherf (l.) geht das Hechthausener Projekt zur Nachbarschaftshilfe in die nächste Runde: Die "Nachbarschaftsengel" sind erneut Thema am morgigen Mittwoch, 26. August, 19 Uhr, im Rathaus

 
Bürgermeister Jan Tiedemann (r.) freut sich über die "große Resonanz", die das Vorhaben schon jetzt bei den Bürgern gefunden habe. Geplant ist unter anderem die Einsetzung von Ortsteil-Paten in allen Teilen der Gemeinde Hechthausen.

Fraktionschefin Modder im Püttenland

Oste-Fähre Püttenhüpper in Hechthausen

25. 8. 2015. Bei einer Sommerreise wird die SPD-Fraktionschefin im niedersächsischen Landtag, Johanne Modder, am Mittwoch, 2. September, auch das Osteland besuchen. Bei einer Fahrt mit dem "Püttenhüpper" in Hechthausen-Klint werden unter anderem Bürgermeister Jan Tiedemann und der AG-Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche über Probleme und Perspektiven des abgelegenen ländlichen Raums und über den Tourismus an der Oste informieren.

Osteland-Bürgerbus kommt nach Hemmoor

25. 8. 2015. Das Bürgerforum Hemmoor um Ostefreund Johannes Schmidt (Foto) plant eine Informationsveranstaltung über den kürzlich  in Oldendorf-Himmelpforten gestarteten Osteland-Bürgerbus. Zu der Veranstaltung am Mittwoch, 7. Oktober, 19.30 Uhr, im Hemmoorer Bahnhof wird auch der Bürgerbus vorfahren. Der von einer Initiative um Ostepreisträger Peter Wortmann ehrenamtlich betriebene Bus soll – ebenso wie die hiesigen Anrufsammeltaxen - die Mobilität der Menschen im ländlichen Raum erhöhen.

Riesen-Jux: "Hansedorf" gründet Hafenverein

19. 8. 2015. Nartum, bekannt als Heimatort des verstorbenen Schriftstellers Walter Kempowski, liegt so ziemlich auf dem Trockenen: Die Wasserscheide zwischen Oste und Wümme (und damit zwischen Elbe und Weser) verläuft mitten durch das Gemeindegebiet, in dem es nur einen Dorfteich und ein paar Gräben gibt.
 
Dennoch hat sich in dem Dorf bei Zeven – ein Riesen-Jux! – ein Hafenverein gegründet, mit eigener Yacht, mit einem mobilen Leuchtturm, einem Hafenfest und mit dem Plan, ein Gezeitenkraftwerk zu bauen, wenn, ja wenn infolge des Klimawandels eines Tages das große Wasser auch nach Nartum kommt, sei es über die Oste, sei es über die Wümme...
 
Soeben hat das Fernsehen über das selbsternannte "Hansedorf" berichtet – umbedingt ansehen hier in der NDR-Mediathek.
 
Mehr über den Nartumer Hafenverein steht auf dessen Website www.nartumer-hafen.de und im Regionalmagazin Land & Leben.
 
Ein Teil des Nartumer Gemeindegebiets gehört zum Unterhaltungsverband Obere Oste, der wiederum Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Osteland ist - siehe Ausschnitt aus der Karte des Verbandsgebietes.

Bürgerbus auch für Gnarrenburg

11. 8. 2015. Nach dem Bürgerbus Osteland in Oldendorf-Himmelpforten (wir berichteten) nimmt jetzt auch in Gnarrenburg ein Bürgerbus seinen Betrieb auf. Der Linienverkehr startet am Donnerstag, 3. September. Präsentiert wird der Bus bereits am Freitag, 28. August. Das teilt der Verein Bürgerbus mit, der soeben sein 100. Mitglied aufgenommen hat. 

Spritkanister mit Schleife für den Osteland-Bus

2. 8. 2015. Mit einem Reservekanister Sprit, geschmückt mit roter Schleife, gratulierte am Sonntag Samtgemeinde-Bürgermeister Holger Falcke (Oldendorf-Himmelpforten) zur Einweihung des neuen "Osteland"-Bürgerbusses (www.buergerbus-osteland.de).

 
Rund 20 ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer werden ab Montag im Stundentakt, angepasst an den Metronom-Fahrplan, die Osteland-Gemeinden Himmelpforten, Oldendorf, Estorf, Kranenburg und Burweg auf täglich acht Rundtouren miteinander verbinden.
 
Die Gratulanten begrüßten die "Attraktivitätssteigerung für die Region" (Falcke) und dankten insbesondere dem achtköpfigen Initiatorenkreis – darunter Vereinsvorsitzender Viktor Pusswald und AG-Osteland-Kulturpreisträger Peter Wortmann – für sein seit dreieinhalb Jahren entfaltetes Engagement.
 
Pusswald wies auf die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den ländlichen Raum hin - von Schulschließungen über Leerstände bis hin zur Abwanderung – und betonte, dass die Qualität des öffentlichen Personennahverkehr ein ausschlaggebender Grund dafür sei, "ob die Menschen bleiben oder wegziehen". 
 
"Unsere Gemeinden müssen daher attraktiv werden für Jung und Alt," sagte Pusswald. Der vorgesehene Stundentakt ermögliche es, in angemessener Zeit etwa zum nächsten Bahnhof oder zum Arzt und wieder zurück zu kommen.
 
Peter Wortmann dankte dem Land Niedersachsen für die Übernahme von 70 Prozent der Kaufsumme, den 13 Werbepartnern für die Finanzierung eines Großteils der Betriebskosten und insbesondere der Gemeinde Estorf, die sich "als erste zum Bürgerbuskonzept bekannt" habe, bevor dann im vorigen Jahr der Samtgemeinderat die Restfinanzierung gesichert habe.
 
Mit dem Start der Osteland-Linie wird – nach Harsefeld und Fredenbeck - der dritte Bürgerbus im Landkreis Stade in Betrieb genommen. 
 
Konzessionsträger ist die KVG. Weitere Bürgerbus-Initiativen existieren in Drochtersen und im Alten Land.
 
An den Festakt in Oldendorf schloss sich eine Demonstrationsfahrt der drei Busse zur Fähre nach Gräpel an.

 

Elm: Wieder ein Dorf seiner Schule beraubt

Rede von Bert Frisch (AG Osteland) gegen die Schließung der Elmer Schule (2013)

21. 7. 2015. Nach 60 Jahren wird am morgigen Mittwoch - trotz massiver Proteste der Bürger um Anke Rauschenberger und Erich Gajdzik - die Grundschule in Bremervörde-Elm geschlossen. Über die "bewegende Abschiedsfeier" berichtet heute die Bremervörder Zeitung:

Gratis-Nachmittage für alle Kinder

17. 7. 2015. Großartig! In der Oste-Gemeinde Oberndorf ist gelungen, was nur wenige Orte schaffen: Vom 6. September bis zum 1. Februar gibt es dort ein spendenfinanziertes Nachmittagsprogramm für alle Kinder aus Oberndorf und Umgebung vom Vorschulalter bis zur siebten Klasse oder älter mit Kursen und Hausaufgabenbetreuung. 

 

Die Oberndorfer sind stolz, dass sie es dank vieler Spenden und tatkräftigem Einsatz geschafft haben: Das Nachmittagsprogramm und die Hausaufgabenbetreuung für Kinder aus Oberndorf und Umgebung ist erstmals kostenlos
 
Nach den Sommerferien beginnen am 6. September die neuen Kurse, die erstmals auch den Freitag mit abdecken. Nicht nur für Grundschüler, sondern auch für Kinder im Vorschulalter und bis zur 7. Klasse oder älter ist im neuen Programm, das bis zum 1. 2. 16 gültig ist, garantiert Spannendes dabei.
 
Neu im Programm ist unter anderem ein Kurs mit dem Namen "Ahoi! Leichtmatrosen". Hier wird mit dem Jugendkutter "Onkel Ernst" auf der Oste gesegelt, und es werden Kenntnisse rund ums Segeln vermittelt (u.a. Knoten knoten, Buddelschiffe bauen, Seemannsgarn spinnen). Deswegen trägt der Kiebitz in diesem Jahr auch einen Matrosenanzug. Weiterhin im Programm:
 
+ Schwarze-weiße-bunte Schafe - spinnen, filzen und weben.
+ Umwelttheater - der Kiwitte-Flur wird ein Gewächshaus.
+ Erfinderwerkstatt - tüfteln, schrauben, wie funktioniert ein Kühlschrank.
+ Bildhauern, Holzboote und Kinderstein - arbeiten mit Holz und Sandstein. + Mut tut gut - selbstbewusst und mutig, entspannt und kreativ.
+ Töpfern und Kunst - phantasievoll mit Ton, Farbe und vielen Materialien. + Musik, Musik - singen, musizieren, auch mit selbstgebauten Instrumenten. 
+ Tanzen - bewegen, kreativ sein, körperliche Ausdruckskraft.
 
Das Mittagessen, täglich frisch für die Kiwitte-Kinder gekocht, ist weiterhin kostenpflichtig.
 
Die Kiwitte+ hat bereits viele Anmeldungen bekommen, so dass es ab September rund um die ehemalige Kiebitzschule wieder turbulent zugeht. Um rechtzeitige Anmeldungen wird gebeten, da einige Kurse nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zulassen.
 
Eine genaue Beschreibungen der Kurse findet sich im neuen Kiwitte+Flyer oder im Internet unter www.kiwitte.de. Anmeldungen ab sofort bei Christiane Möller, Telefon 0170-1621962, kiwitte.kids@web.de

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