Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.
Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.

Schwebefähren - Archiv 2012/14

Osten-Hemmoor

 

Bekenntnis 
zur Fähre

 
Hubert und Bauer, Vorsitzender Brinkmann (r.)
 

24. 1. 2014. Noch vor zehn Jahren mussten die Freunde der Schwebefähre um die Zukunft des überragenden Osteland-Wahrzeichens bangen. Ein Jahrzehnt danach hat sich die Situation grundlegend verbessert: Sowohl der Eigentümer, der Landkreis Cuxhaven, vertreten durch den SPD-Kreisfraktionschef und Otterndorfer Bürgermeister Claus Johannßen (kl. Foto), als auch Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Brauer (parteilos) und Ostens Bürgermeister Carsten Hubert (CDU) legten am Freitag in der gut besuchten Hauptversammlung der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre klare Bekenntnisse zu dem maritimen Baudenkmal ab. 

 
Delegation des Broberger Fährvereins
 

Die Bürgermeister verwiesen auf die im März anlaufende, "planerisch aus einem Guß" (Brauer) gestaltete Verschönerung des Ostener Fährplatzes und des Basbecker Fährkopfes (oste.de berichtete mehrfach). Die Samtgemeinde führt mittlerweile die Schwebefähre - die früher gleichsam als Ostener Privatsache angesehen wurde - als neues Logo nunmehr im offiziellen Briefkopf und auf ihrer Website.

 

Für die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. wies deren Vorsitzender Jochen Bölsche darauf hin, dass die beiden deutschen Schwebefähren an der Oste und am NOK im Mai im Mittelpunkt einer Festdekade zum zehnjährigen Bestehen der Deutschen Fährstraße stehen werden. Daran werden sich die Oste-Fähren in Osten, Gräpel und Brobergen - letztere war vertreten durch eine Delegation um die Vorsitzenden und OstepreisträgerAntje Rieckmann und Günter Schimkatis - mit einem gemeinsamen Oste-Fähren-Tag beteiligen.

 
Am Kranenburger Ufer entsteht der neue Anleger
 

Voran geht es auch mit der vierten Ostefähre, den "Püttenhüpper" vom Geesthof in Hechthausen-Klint, der durchClemens von Marschalck vertreten war, der zugleich Vorsitzender des Samtgemeinde-Tourismusvereins An der Oste ist. Wie das Wochenblatt am selben Tag unter Berufung auf die Kranenburger Gemeindedirektorin Ute Kück (Foto) meldete, sollen die Arbeiten am neuen Fähranleger am Ende der Kranenburger Straße "Am Damm" - gegenüber von Hechthausen-Klint -  möglichst im Mai abgeschlossen sein werden, also zur Fährstraßen-Festdekade. Das Vorhaben, zur Hälfte finanziert aus dem Leader-Programm, wird mit 52.000 Euro veranschlagt.

 
Künftiger Verlauf des Mönchswegs (größer)
 

Mit einer guten Touristik-Nachricht konnte in der Ostener Veranstaltung auch Pastor Dieter Ducksch aufwarten: Die seit Jahren geplante Verlängerung des Mönchswegs von der Elbfähre Glückstadt - Wischhafen über Großenwörden nach Bremen soll am Pfingstmontag eröffnet werden. Die Oste überqueren soll die neue Radroute in Heeslingen bei Zeven. Vom Rönndeich wird einAbstecher zur St.-Petri-Kirche in Osten führen.

 

Der Vorsitzende des Fährvereins, Karl-Heinz Brinkmann, und Stellvertreter Lothar Klüser bedauerten in ihrem Rechenschaftsbericht die weiterhin bestehende Vakanz in der Fährstuuv, die auch 2014 zu reduzierten Öffnungszeiten führen werde. Angesichts rückläufigen Fahrgastaufkommens sollen die Fahrzeiten der Fähre dem Bedarf besser angepasst und die Tarife angehoben werden. Die Finanzlage - größter Ausgabenposten sind mit rund 9.000 Euro die Aufwandsentschädigungen für die Fährleute - habe sich u. a. wegen einer Halbierung des Spendenaufkommens verschlechtert, berichtete Schatzmeister Michael Faltin. Namens der Fährleute hoffte Gerd-Michael Wilwert (kl. Foto M.), "mehr Fährmänner und Fährfrauen" für den schönen Job gewinnen zu können. Die vom Fähren-Techniker Stefan Buck (r.) im Vorjahr bemerkten Roststellen betreffen, wie der Vorstand erfuhr, laut TÜV "keine relevanten Teile".

 

Als "Höhepunkt" des Fährjahres bezeichnete der 2. Vorsitzende Klüser die dreitägige Tour an den NOK; die Fahrt war von Renate Bölsche vom Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren innerhalb der AG Osteland zum Hundertjährigen der Kanalfähre für fast 50 Teilnehmer organisiert worden. "Richtig Spaß" mache immer wieder auch die Gemeindepartnerschaft mit Osterrönfeld (sieheSONDERSEITE), wo die Ostener stets "wie alte Freunde" begrüßt würden. 

 

Klüser berichtete auch über die vom Weltverband der Schwebefähren verabschiedete "Osterrönfeld Declaration", die vorsieht, im Anschluss an die 5. Weltkonferenz Ende 2014 in Buenos Aires den Weltkulturerbeantrag notfalls auch ohne Beteiligung der britischen Nachzügler einzubringen. - Über den aktuellen Stand des Verfahrens wird der Darmstädter Industriearchäologe Dipl.-Ing. Rolf Höhmann als Ehrengast der diesjährigen Hauptversammlung der AG Osteland am Montag, 24. März, 19.30 Uhr, im Oste-Hotel in Bremervörde berichten. 

 

Die Schwebefähre ist 105 Jahre alt, der Fährverein wurde vor 38 Jahren gegründet und umfasst zurzeit knapp 250 Mitglieder.

 


 

Partnerschaft

Von Mensch 
zu Mensch

 
Susanne Ahrens und Renate Bölsche mit Pin
 

11. 1. 2014. Passend zum gerade angebrochenen Jubiläumsjahr der zehn Jahre alten Deutschen Fährstraße Bremervörde- Kiel hat der Schwebefähren-Ort Osterrönfeld am Sonnabend eine neu geschaffene Anstecknadel mit seiner 100-jährigen Hochbrücke samt Fährgondel präsentiert. Beim traditionellen "O'felder" Neujahrsempfang überreichte Bürgermeister Bernd Sienknecht die ersten vier Exemplare des von Susanne Ahrens gestalteten Emaille-Ansteckers.

 

Empfänger waren Stadtpräsidentin Karin Wiemer-Hinz als Repräsentantin der benachbarten Stadt Rendsburg (kl. Bild M.) sowie Vertreter von drei Stützen derGemeindepartnerschaft Osterrönfeld - Osten, des OstenerSchwebefährenvereins, der AG Osteland und der SPD Osten in Person ihrer 1. Vorsitzenden Karl-Heinz-Brinkmann, Jochen Bölsche und Stephan Haak, der zugleich für den Gemeinderat angereist war und Grüße von Bürgermeister Carsten Hubert überbrachte.

 
Bernd Sienknecht ehrt Heidemarie Kubert
 

In seiner mit viel Beifall bedachten Neujahrsrede konnte der der ehrenamtliche Bürgermeister Bernd Sienknecht auf die Schaffung 200 neuer Arbeitsplätze der Windkraftbranche im interkommunalen Gewerbegebiet am Kanalhafen und über erfreuliche Aktivitäten vieler Ehrenamtlicher berichten, die auch in diesem Jahr geehrt wurden, darunter die im Sozialbereich tätige Heidemarie Kubert und etliche erfolgreiche junge Rettungsschwimmer und Fussballerinnen. 

 

Erfreut zeigte sich Sienknecht in seiner Rede über die Partnerschaft mit Osten, nach der mittlerweile auch ein "Ostener Ring" im Neubaugebiet benannt worden ist und die nicht nur von den politisch Verantwortlichen, sondern auch von vielen anderen Bürgern "intensiv gelebt" werde; das gelte es von Mensch zu Mensch weiter auszubauen. 

Der Bürgermeister erinnerte zugleich an die "Osterrönfeld Declaration", mit der die 4. Schwebefähren-Weltkonferenz voriges Jahr ihren Einsatz für den Unesco-Welterbetitel bekräftigt hat. Sienknecht zeigte sich gespannt, "ob es bis 2017 gelingen wird", den begehrten Titel zu erwerben.

 
Radstaffel-Organisatoren Pascheberg und Ströh
 

In die Jubiläumsdekade vom 9. bis 18. Mai zum Zehnjährigen der "Fährenstraße" (Website) wird auch Osterrönfeld als Etappenziel wasser- und radsportlicher Veranstaltungen einbezogen sein. Der Osterönfelder Kommunalpolitiker und AG-Osteland-Mitstreiter Klaus Ströh sowie Axel Pascheberg, seit 50 Jahren aktiv im Osterrönfelder Sportverein OTSV, werden am Sonntag, 18. Mai, die Abschlussetappe der zehntägigen Fahrrad-Staffelfahrt von der Vörde zur Förde bis zur Kieler Hörnbrücke organisieren (siehe auch unten).

 

Über die vor zehn Jahren angeregte Partnerschaft Osten - Osterrönfeld berichtet seither eine eigene Website des Osteland-Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren:

www.partnerschaft.schwebefaehre.org

 


 

Osten / Hemmoor

Fährplatz als 
Zentralthema

 
Fährplatz Osten (Foto: Rademacher/Wikipedia)
 

24. 12. 2013.  Die bevorstehende Neugestaltung des Fährplatzes stellt der Hemmoorer Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Brauer(parteilos) in den Mittelpunkt der Osten-Passage seines heute veröffentlichten Grußwortes zum Jahreswechsel. Darin schreibt Brauer über das ablaufende Jahr und die Perspektiven für das  Schwebefährendorf:

 

"Zentrales Thema der Kommunalpolitik in Osten war die Neugestaltung des Fährplatzes. Als wichtigstes, aber auch abschließendes öffentliches Projekt der Dorferneuerung soll der Fährplatz entsprechend den Zielen der Dorferneuerung baulich saniert und barrierefrei sowie optisch ansprechend umgestaltet werden. Dafür ist die Dorferneuerung eigens um ein Jahr bis Ende 2014 verlängert worden.

 
Fährkopf Basbeck (Foto: Rademacher, Wikipedia)
 

Mit der Umgestaltung des Fährplatzes werden zugleich auch die Bemühungen der Gemeinde Osten und der Stadt Hemmoor umAnerkennung der Schwebefähre als Weltkulturerbe unterstützt. In Verfolgung dieses Zieles hat in diesem Jahr in Rendsburg anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Schwebefähre Rendsburg-Osterrönfeld zum vierten Mal eine Konferenz des Weltverbandes der Schwebefähren (International Transporter Bridges Association) stattgefunden, an der Delegierte aus Argentinien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland, unter anderem auch aus Osten und Hemmoor, teilnahmen."

 

In Brauers Grusswort heisst es weiter: "In einer 'Osterrönfeld Declaration', deren Inhalt maßgeblich durch den deutschen Weltverbandssprecher Jochen Bölsche formuliert und vorgeschlagen worden ist, wurde einstimmig die weitere Vorgehensweise festgelegt, sodass die Schwebefähren Rendsburg-Osterrönfeld und Osten-Hemmoor im Erfolgsfall von 2015 an mit dem begehrten Unesco- Weltkulturerbe-Titel rechnenkönnen. 

 
Verleihung der Ostener Ehrennadel
 

Für dieses Engagement und seine vielfältigen anderen Verdienste um die Gemeinde Osten wurde Jochen Bölsche in der diesjährigen letzten Ratssitzung der Gemeinde Osten neben dem Ortsheimatpfleger Frank Auf dem Felde mit der Ehrennadel der Gemeinde Osten ausgezeichnet."

 

Der komplette Wortlaut des Brauer-Textes ist hier online verfügbar.

 

Zum Thema:

Schwebefähren setzen auf Argentinien 
(Kieler Nachrichten)

Briten streben Unesco-Status an 
(southwalesargus.co.uk)

 


 

Rendsburg / Osterrönfeld

 

Buenos Aires 
soll führen

 
Weltkonferenz im Rendsburger Alten Rathaus
 

Welterbe-Antrag unter Führung Argentiniens angestrebt / Festakt an der 100-jährigen Fähre am Nord-Ostsee-Kanal / "Goldener Fährmann" für sechs Osteland-Mitglieder aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein

 

15. 9. 2013. In Großbritannien ist es bei der Erarbeitung eines gemeinsamen internationalen Weltkulturerbe-Antrags für die letzten noch existierenden Schwebefähren zu bürokratischen Verzögerungen gekommen ist. DEnnoch sollen die Vorbereitungen nunmehr bis zum November 2014 abgeschlossen sein. 

 
Vier-Quadratmeter-Torte zum 100. Geburtstag
 

Das bekräftigten Delegierte aus Argentinien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland am Wochenende auf der 4. Konferenz des Weltverbandes der Schwebefähren (International Transporter Bridges Association) in Rendsburg, wo mit einem dreitägigen Volks- und Ruderfest mit rund 100.000 Teilnehmern zugleich das 100-jährige Bestehen der Eisenbahnhochbrücke und der Schwebefähre gefeiert wurde, die Rendsburg und die Gemeinde Osterrönfeld am Nord-Ostsee-Kanal verbinden.

In einer "Osterrönfeld Declaration" bekräftigten die Delegierten ihre Absicht, nach der 2014 bevorstehenden Hundertjahrfeier der Schwebefähre in Buenos Aires den Unesco-Antrag unter der Führung Argentiniens auch dann einzubringen, wenn die Unterlagen für die drei britischen Schwebefähren in Newport, Warrington und Middlesbrough noch nicht vorliegen sollten. In diesem Eventualfall sollen die Briten ermutigt werden, später einen Erweiterungsantrag einzubringen.

Bei dieser Vorgehensweise, die auf Antrag des deutschen Weltverbandssprechers Jochen Bölsche im historischen Rathaussaal der Stadt Rendsburg einstimmig beschlossen wurde, könnten auch die Schwebefähren Rendsburg - Osterrönfeld und Osten - Hemmoor im Erfolgsfall von 2015 an mit dem begehrten Unesco-Titel rechnen. 

 
Darmstädter Schwebefähren-Experte Höhmann
 

Nachdem die älteste Schwebefähre der Welt im spanischen Bilbao bereits 2006 zum Welterbe erklärt worden ist, seien die Aussichten eines von Argentinien angeführten Sammelantrags der übrigen Fährbrücken positiv zu bewerten, zumal sowohl Ingenieurbauwerke als auch Lateinamerika bislang auf der Welterbeliste stark unterrepräsentiert seien, sagte der Darmstädter Industriearchäologe Dipl.-Ing. Rolf Höhmann vor 150 geladenen Gästen bei einem Empfang aus Anlass des Hundertjährigen der Hochbrücke, an deren Schwebefähre am selben Abend das über 200 000 Euro teure Lichtkunstwerk "Passagen" eröffnet wurde.

 
Bürgermeister Gilgenast überreicht den "Quader" 

Der Schöpfer des interaktiven Kunstwerks, der Hamburger Till Nowak, Vertreten durch Claus Friede, wurde in der Feierstunde ebenso wie Schwebefährenexperte Höhmann und Weltverbandssprecher Bölsche von Bürgermeister Pierre Gilgenast für den Einsatz zugunsten der historischen Ingenieurbauwerke mit dem "Rendsburger Quader" ausgezeichnet.

 

Sechsmal Gold zu Ehren von 
Freunden der Schwebefähren

 
Eintragung in Rendsburgs Goldenes Buch
 

Nach der Weltkonferenz, deren Teilnehmer sich zum Abschluss in das Goldene Buch der Stadt Rendsburg eintrugen, tagte im benachbarten Osterrönfeld, der Partnergemeinde von Osten/Oste, der Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren innerhalb der AG Osteland, um neben dem Fährjubiläum auch das zehnjährige Bestehen des Weltverbandes zu feiern. 

 

Bei dessen Gründung 2003 war auch der Grundstein gelegt worden für die Deutsche Fährstrasse Bremervörde - Kiel, die jetzt 525 Mitglieder starke Arbeitsgemeinschaft Osteland und die Fährgemeinden-Partnerschaft zwischen Osten und Osterrönfeld

 

 
Minister Breitner freut sich über die Festschrift
 

Erster Empfänger der aus diesem Anlass verfassten Osteland-Festschrift "Zehn Jahre Freundschaft im Zeichen der Schwebefähren" war der frühere Rendsburger Bürgermeister und heutige Kieler Innenminister Andreas Breitner, der zu den engagiertesten Förderern der Schwebefähren und des Kulturerbe-Antrags zählt.

Vom Osteland-Vorsitzenden Bölsche und dessen Stellvertreter Walter Rademacher wurden im Osterrönfelder Kanal-Café jeweils drei Vereinsmitglieder aus Schleswig-Holstein und aus Niedersachsen mit dem "Goldenen Fährmann" geehrt, der höchsten internen Auszeichnung der Arbeitsgemeinschaft.

 
Geehrt für Fähr-Infomeile: Bürgermeister Saul
 

Klaus Schmidt (Philatelisten Rendsburg) für die Initiierung von Ausstellungen, Sonderstempeln und Sonderumschlägen mit Schwebefährenmotiven, der Osterrönfelder Bürgermeister Bernd Sienknecht und der langjährige Bürgervorsteher Klaus Dieter Ströh für die Förderung der Gemeindepartnerschaft, der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert für seinen Einsatz für Fähre, Fährmarkt und Fährplatz sowie der Hemmoorer Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer und - in Abwesenheit - der Hemmoorer Stadtbürgermeister Hans Wilhelm Saul für die Förderung der Internationalen Schwebefähren-Infomeile und die bevorstehende Neugestaltung des Fährkopfes im Ortsteil Basbeck.

 
Verleihung des Goldenen Fährmanns in O'feld
 

Begrüßen konnte Vorsitzender Bölsche bei der Festveranstaltung in Osterrönfeld rund 50 Repräsentanten von Wassersport-, Radfahr-, Heimat-, Schützen- und Fährvereinen, die am Wochenende auch das Hansecup-Rennen der Ruder-Weltelite in Rendsburg und das Osterrönfelder Schützenfest nutzten, um die guten Kontakte zwischen Osteland und Kanalregion zu vertiefen. 

 
Gäste Hendon und Reese (Foto: W. Rademacher)
 

Ehrengäste das AG Osteland waren zwei Fährfreunde aus Wales, die 2011 mit einer zehntägigen Benefiz-Motorradtour zugunsten Nierenkranker zu allen sieben europäischen Schwebefähren unternommen hatten: Maureen Hendon und Robert Reese vom Verein Friends of Newport Transporter Bridge, dem britischen Gegenstück zur Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor, die u. a. durch ihre Vorstandsmitglieder Karl-Heinz Brinkmann, Peter Burmester und Lothar Klüser vertreten war.

 
Susanne Mau und Karl-Heinz Brinkmann
 

Die Organisation des Weltkonferenz lag in den Händen von Susanne Mau (Stadt Rendsburg), der Karl-Heinz Brinkmann mit einem Foto der Ostener Fähre dankte.

 
Brücken-Darstellung im Museum
 

Viel Anklang fand auch bei den Gästen aus dem Osteland eine jüngst eröffnete Ausstellung über die 100-jährige Hochbrücke samt Schwebefähre und ihren den Erbauer Friedrich Voss. Die faszinierenden Exponate werden in den Museen im Kulturzentrum Rendsburg bis zum 13. Oktober gezeigt.

 


 

Neu im Netz

 

Rendsburger Weltkongress der  
Schwebefähren setzt auf Argentinien

(Kieler Nachrichten)

 

 

Fährstraße 
in Flammen

 
Premiere des Schwebefähren-Lichtkunstwerks 
 

16. 9. 2013. Nie zuvor war die Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel so attraktiv: Seit dem 13. September ist die 100 Jahre alte Hochbrücke samt Schwebefähre in Rendsburg Teil eines Lichtkunstwerks. Bei der Premiere wurde die illuminierte Fähre mit den Schiffshörnern der vorbeiziehenden Traumschiffe begrüßt, deren Lichterschmuck den der Brücke eindrucksvoll ergänzte. - Mehr Fotos in der Bildergalerie der Regionalpresse.

Wie das interaktive Lichtkunstwerk "Passagen" des Hamburgers Till Nowak funktioniert, beschreibt dieser Bericht aus der Rendsburger Lokalpresse.

 


Gratis zum 
Jubiläum

 
Online-Broschüre zur Schwebefähre
 

25. 7. 2013. Zum Hundertjährigen der Hochbrücke Rendsburg - Osterrönfeld und ihrer Schwebefähre hat die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes eine lesenswerte Broschüre aufgelegt, die hier online im PDF-Format gratis bezogen werden kann.

 

Wiederwahl 
in O'feld

 
Osteland-Mitglieder Sienknecht und Ströh
 

25. 7. 2013. In der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung von Osterrönfeld, der Ostener Partnergemeinde, wurdeBernd Sienknecht von der starken Osterrönfelder Wählergemeinschaft (OWG) im Amt bestätigt und als Bürgermeister für die nächsten fünf Jahre wiedergewählt.

 

Die mit der OWG konkurrierenden Freien Wähler in der Schwebefährengemeinde haben eine neue Führung. Vorsitzender der erst im März gegründeten Wählergruppe, die bei der Kommunalwahl im Mai 15 Prozent errungen hat, ist jetzt Klaus-Jürgen Ströh.

Sienknecht und Ströh sind Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Osteland.

 

Radeln von 
Fähre zu Fähre

 
Radwanderer am Nord-Ostsee-Kanal
 

Über einen der attraktivsten Abschnitte der Deutschen Fährstrasse, die Oste und Ostsee verbindet, hat jetzt das MDR-Fernsehenan zwei Nachmittagen berichtet. Die Tour zu den Kanalfähren und zur Schwebefähre Rendsburg-Osterrönfeld folgt der NOK-Route, die zum Teil identisch ist mit der "Fährienstrasse". Die Radreise ist ausführlich im Web dokumentiert: Teil 1Teil 2.

 


 

Rendsburg / Osterrönfeld

 

Fahrt zum 
Jubiläum

 
Klappkarte mit Schwebefähren-Fotos
 

17. 7. 2013. Ein transparenter Umschlag mit einer Klappkarte voller Fotos aus den letzten hundert Jahren - so macht die Stadt Rendsburg auf die bevorstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten an der Schwebefähre aufmerksam. Der Arbeitskreis deutsche Schwebefähren in der AG Osteland, die vor fast zehn Jahren die Partnerschaft im Zeichen der Schwebefähren zwischen den Fährdörfern Osten und Osterrönfeld angeregt hat, veranstaltet am Wochenende 14./15. September eine zweitägige Fahrt für 38 Teilnehmer zur hundertjährigen Hochbrücke.

 
Osteland-Mitglieder in O'feld (2007)
 

Drei frühere Osteland-Fahrten nach Rendsburg und Osterrönfeld haben sich großer Beliebtheit erfreut (siehe Website). Übernachtet wird auch dieses Mal in der Agrarfachschule Deula (ÜmF pro Person 30 Euro) - und noch sind Plätze frei.

 

An diesem außerordentlich ereignisreichen Wochenende sind Besuche beim Eon-Hansecup, dem härtesten Ruderrennen der Welt, ebenso möglich wie bei diversen Hochbrücken-Events und beim O'felder Schützenfest

 

Anmeldungen nimmt ab sofort Renate Bölsche per E-Mail entgegen: renate.boelsche@gmx.de.

 
Schwebefähre auf historischem Foto
 

Bereits am Vorabend veranstaltet der Rendsburger Bürgermeister Pierre Gilgenast einen Empfang für geladene Gäste, auf dem unter anderem der Darmstädter Industriearchäologe Rolf Höhmann spricht - Thema: "Schwebefähren auf der Welterbe-Liste - der lange Weg zu einem gemeinsamen Antrag." Anschließend wird das Schwebefähren-Lichtkunstwerk von Till Nowak eingeweiht.

 


Politik-Promi an 
der Oste-Fähre

 
 Kieler SPD-Landeschef Stegner
 

18. 7. 2013. Einer der prominentesten norddeutschen Politiker ist demnächst zu Gast an der Oste: Ralf Stegner, früherer Innen- und Finanzminister in Kiel und jetzt SPD-Landesvorsitzender und Fraktionschef, besucht am Montag, 12. August, unter anderem Osten. An der Schwebefähre informiert er sich mittags beim Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren innerhalb der AG Osteland und beim Fährverein über die seit fast zehn Jahren bestehende Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel, die Internationale Schwebefähren-Infomeile, die Fährstuv, den Welterbe-Antrag und die Partnerschaft zwischen Osten und Osterrönfeld (siehe SONDERSEITE). 

 

Die Hemmoorer SPD-AG 60 plus veranstaltet am Donnerstag, 15. August, eine Eintages-Busfahrt zur 100-jährigen "Schwesterfähre" in Rendsburg und in die Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld (siehe Einladung oben). Die Hochbrücke soll per Eisenbahn passiert werden, auch eine Besteigung des Baudenkmals ist möglich.

 
Poststempel zum Schwebefähren-Jubiläum
 

Information und Anmeldung bei Gerd-Michael Wilwert unter Tel. 04771-888989.

 


Start ins 
Jubeljahr

 
Bölsche beim Vortrag in Rendsburg
 

30. 4. 2013. Mit einem einstündigen Vortrag zum Thema "Die Welt der Schwebefähren", illustriert mit 140 Fotos und gehalten vom AG-Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche (Osten), Gründungs-Vizepräsident desWeltverbandes der Schwebefähren, hat die 1911 gegründete Gesellschaft für Rendsburger Stadt- und Kreisgeschichte am Wochenende ihren Betrag zu den Feierlichkeiten zum Hundertjährigen der Hochbrücke geleistet.

 
 Flyer vom Jubiläum - Download
 

Auf Einladung des Vorsitzenden der Gesellschaft, Schulrat i. R. Hans Kaack, sprach Bölsche über die 20 weltweit gebauten Schwebefähren, deren Vorgänger und die möglichen Nachfolger, etwa im französischenNantes: Dort plant eine Initiative den Neubau einer Schwebefähre (Foto oben). 

 

Der Vortrag soll in der neuen Ausgabe des Rendsburger Jahrbuchs der Geschichtsgesellschaft abgeruckt werden.

 
Redner Bölsche mit Historiker Kaack
 

16. 3. 2013. Am Donnerstag, 12. September, 17 Uhr, soll nunmehr - entgegen früheren Planungen - der offizielle Festakt zum Hundertjährigen der Rendsburger Hochbrücke samt Schwebefähre mit der Premiere eines Lichtkunstwerks stattfinden. Selbst die Schwebefähren-Freunde aus Argentinien, federführend für den aktuellen Sammelantrag auf Anerkennung als Weltkulturerbe, wollen anreisen.

 

Der Festakt ist Höhepunkt eines Festjahres mit Gedenkmünzen, Briefmarken und Vorträgen, das am Donnerstag, 21. März, 19 Uhr, im Hotel Pellihof mit einer Veranstaltung der Gesellschaft für Rendsburger Stadt- und Kreisgeschichte e. V. beginnt: Dipl.-Ing. Dieter Schnell, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau, spricht über "Die Rendsburger Hochbrücke und die Schwebefähre".

Dieselbe Gesellschaft lädt am Sonnabend, 27. April, 15 Uhr, ins Rendsburger Hotel Hansen, Bismarckstraße 29, zu einem Vortrag von des AG-Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche (Osten), Gründungs- Vizepräsident des Weltverbandes der Schwebefähren, zum Thema "Die Rendsburger Schwebefähre im Reigen noch bestehender Schwebefähren".

 
Neue Rendsburger Gedenkmünzen
 

Bereits angelaufen ist eine Werbekampagne mit zunächst 30.000 Flyern, die überall in Rendsburg zu haben sind und hier zum Download bereitstehen, sowie mit der neuen Internetseite rendsburger-hochbruecke.de, der alle Termine entnommen werden können.

Ein weiterer Höhepunkt des Jahres in Rendsburg und der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld sind das Weltklasse-Ruderrennen um den eon-Hansecup und das Schützenfest in O'feld, beides findet statt amSonnabend, 14. September, und am Sonntag, 15. September, und ist Ziel einer Wochenend-Gemeinschaftstour der AG Osteland, zu der unter renate.boelsche@gmx.de bereits Buchungen entgegengenommen werden.

 

An dem Wochenende besteht unter anderem Gelegenheit zur Besichtigung der Schwebefähren-Lichtkunst und zum Besuch der Ausstellung "Friedrich Voss, Erbauer der Rendsburger Hochbrücke" im Rendsburger Kulturzentrum, Arsenalstraße 2-10.

 


Schwebefähren dem Weg  
zum Weltkulturerbe

Auf der hervorragenden Jubiläums-Websiteerendsburger-hochbruecke.deheisst es über den derzeit laufenden UNESCO-Antrag

 

Mittlerweile zählt die „Eiserne Lady“, wie die Schwebefähre in Rendsburg gern genannt wird, zu den letzten acht Hänge-Trajekten, die weltweit noch als reguläres Verkehrsmittel im Einsatz sind. Mit dem Ziel, für diese ungewöhnlichen und selten gewordenen Baudenkmäler bei der internationalen Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturorganisation UNESCO die Anerkennung als Weltkulturerbe zu erlangen, haben die Träger und Eigentümer dieser Fähren im Herbst 2003 einen Weltverband der Schwebefähren gegründet. 

Durch gemeinsames Vorgehen hofft der Verband, die Chancen für eine Anerkennung als historisches Bauwerk beim Weltkulturerbe-Komitee der UNESCO wesentlich zu verbessern. 2005 einigten sich Schwebefähren-Vertreter von Deutschland, Spanien (Portugalete bei Bilbao), Frankreich (Rochefort), Großbritannien (Newport, Middlesbrough, Warrington) und Argentinien (Buenos Aires) auf eine enge Kooperation. 

Ermutigt durch die bereits 2006 erfolgte Anerkennung des UNESCO-Status für die älteste unter den Schwebefähren, die nahe dem spanischen Bilbao seit 1893 ihren Dienst versieht, gründeten die beiden deutschen Schwebefähren-Standorte Rendsburg-Osterrönfeld und Osten-Hemmoor im selben Jahr einen nationalen Dachverband, den „Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren“. Die Erwartung: Beide Schwebefähren sollen künftig nicht nur als Verkehrsweg, sondern mit Hilfe verstärkter Aufklärung auch als „bewundernswertes Denkmal und technikhistorische Attraktion von internationalem Rang“ wahrgenommen werden. 

Um den verfahrensmäßig schwierigen Weg zum UNESCO-Status zu ebnen, beschloss der Weltverband im Oktober 2009 in Rendsburg, bei der UNESCO einen gemeinsamen Antrag auf Anerkennung als Weltkulturerbe zu stellen. Die schleswig-holsteinische Landesregierung – bei den Bundesländern liegt das Vorschlagsrecht – entschied im August 2012, die Schwebefähre für eine Aufnahme in die UNESCO-Liste offiziell vormerken zu lassen und als Teil einer transnationalen Bewerbung an die Kultusministerkonferenz zu melden. 

Hinter den gemeinsamen Bemühungen um die Erhaltung der Schwebefähren und um mehr öffentliches Interesse sowie vor allem um ihre Anerkennung als Weltkulturerbe verbirgt sich zugleich das Ziel, den Tourismus am Nord-Ostsee-Kanal und an der Oste beleben und ihn mit finanziellen Mitteln der EU fördern zu können. Die beiden deutschen Schwebefähren sind in diesem Sinne spektakuläre Wahrzeichen der im Frühjahr 2004 eröffneten „Deutschen Fährstraße“, einer rund 250 km langen touristischen Ferienstrecke von Kiel bis Bremervörde, die den Reisenden auf diesem Weg „Erlebnis-Fährien“ zwischen Oste und Ostsee bieten soll. 
 .  


 

Bilbao

 

Unfall ist 
EU-Thema

 
Fähre bei Bilbao: Sturz von der Gondel
 

25. 4. 2013. Der Petitionsausschuss des Europaparlaments hat sich jetzt mit einer Eingabe befasst, mit der Sicherheitsmängel auf der Gondel der weltältesten Schwebefähre bei Bilbao kritisiert werden. Die Petition wurde von Angehörigen eines 22-Jährigen verfasst, der 2010 mit seinem Auto von der Fähre ins Wasser gestürzt und tödlich verunglückt war, wie die baskische Regionalpresse berichtet. 

 


 

Osten / Rendsburg

 

Fährstraße geht 
in ihr 10. Jahr

 
Dank an Peter und Monika Prüss
 

8. 2. 2013. Die Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel, in Osten 2003 konzipiert und von der AG Osteland 2004 feierlich eröffnet, geht demnächst in ihr zehntes Jahr. Gefeiert wurde schon mal mit einem gemütlichen Rückblick-Abend im Ferienparadies Berthof in Kleinwörden - direkt an der Route - mit Beamer-Show und Matjes-Imbiss.

 
Schwebefähre am Kanal (Foto: Gruschka).
 

Die Vorbereitungen lagen in den Händen der Betreiber des idyllischen Berthofs, der Hechthausener KreativenGisela und Gerd Bertholdt, sowie der Osteland-Preisträger und langjährigen -Tourenführer Monika und Peter Prüss aus Osten, denen Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche mit einem von Walter Rademachergestalteten Fotokunstkalender mit Motiven von der Deutschen Fährstraße dankte.

 
Fährstraßen-Werbung auf Chinesisch
 

Anwesend waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vom Ehepaar Prüss organisierten mehrtägigen Touren auf der "Fährienstraße" sowie auf deren Verlängerung über Bremervörde hinaus bis Tostedt, dem von Oste-Preisträger Klaus Feldmann initiierten Oste-Radweg (Fotos von der Premiere hier). 

 
 Oste-Radweg-Premiere (Facebook-Seite)
 

Ebenso wie Feldmann war auch der Vorstand des neuen Vereins Radsport Hemmoor, für den Dieter Tiedemann im Sommer eine - bereits ausgebuchte -Tour auf der Fährstrasse organisiert.

 
Japan-Delegation in Osterrönfeld (2011)
 

Die rein ehrenamtlich betriebene Deutsche Fährstraße stellt sich heute als Erfolgsgeschichte dar. Die Route wird von der Deutschen Zentrale für Tourismus mittlerweile in allen Weltsprachen beworben. Sie diente sogar zweimal eigens nach Deutschland angereisten japanischen Touristikern als Vorbild. 

 
Reiseführer zur "Fährienstraße"
 

Ein Spiralo-Führer und 35.000 von der AG Osteland herausgegebene und auf Reisemessen verteilte Faltkarten informieren über die Streckenführung.

 
Idee 2003, Würdigung 2013
 

Vom mdr-Publikum wurde die maritime Route auf Platz zwei der "Traumstraßen Deutschlands"gewählt. Das britische Tourismus-Portal mygermancity.com präsentiert die German Ferries Route als "one of Germany’s Top 3 Scenic Routes". Bei seinem jüngsten Neujahrsempfang würdigte Bundespräsident Gauck die Ostener Initiative zur Gründung der Deutschen Fährstraße.

 
Fährstraßen-Gruppentour 2005
 

Seit der Eröffnung wurde der Charakter der Ferienstraße durch weitere Attraktionen verstärkt, darunter die historische Ausstellung im Broberger Fährkrug, die neue Hechthausener Ostefähre "Püttenhüpper", die Oberndorfer Modell-Prahmfähre, die Hemmoorer Welt-Schwebefähren-Infomeile, die Ostener Fährstuvund die maritime Ausstellung im restaurierten Baljer Leuchtturm

 
Eröffnung der Fährstraße (in Gräpel)
 

Im neuen Jahr soll die 250 Kilometer lange Route zusätzlich aufgewertet werden, unter anderem durch die Neugestaltung des Ostener Fährplatzes und des Hemmoorer Fährkopfes sowie durch neue Fahrradstationen im Eingangsbereich des Natureums Niederelbe und neben dem Freiburger Kornspeicher. 

 
250 kmr von der Oste bis zur Ostsee
 

Aus allerersten Gesprächen zur Fährstrassen-Gründung 2003 in Madrid mit den Bürgermeistern von Rendsburg, Osterrönfeld und Osten entstand nicht nur die neue Ferienroute (Aufruf zur Gründung).  
  

Hervorgegangen sind aus den Kontakten auch der Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren der AG Osteland und dessen Weltkulturerbe-Initiative (federführend: der bisherige Rendsburger Bürgermeister und heutige Kieler Innenminister Andreas Breitner) sowie die lebendige Gemeindepartnerschaft zwischen den Schwebefähren-Orten Osten und Osterrönfeld, der diese Website gewidmet ist. 

 
Schwebefähren-Wandbild in Osterrönfeld
 

In dem mit den Kommunalpolitikern aller Schwebefähren-Kommunen gebildeten "Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren" innerhalb der AG Osteland ist die Weltkulturerbe-Initiative entwickelt worden, die insbesondere der bisherige Rendsburger Bürgermeister und neue Kieler Innenminister Andreas Breitnervorangetrieben hat.

Vertieft wurden die von Schützen- und anderen Vereinen gepflegten guten Kontakte zwischen den Gemeinden an der Deutschen Fährstraße durch die jüngst beschlossene Benennung einer Osterrönfelder Straße in "Ostener Ring" und durch die Einweihung eines großformatigen Wandbildes am Nord-Ostsee-Kanal, das die beiden deutschen Schwebefähren zeigt. 

 
Radler 2005 auf der Fähre in Osterrönfeld 
 

Für das Wochenende 14./15. September organisiert die AG Osteland erneut - bereits zum fünften mal - eine Gruppenreise für Vertreter von Kommunen und Vereinen an der Oste an den Nord-Ostsee-Kanal. Anlass sind die Feierlichkeiten in Rendsburg und Osterrönfeld zum 100-jährige Bestehen der gigantischen Kanalbrücke mit der zweitältesten deutschen Schwebefähre. 

 

An einem eigenen Info-Stand wollen die Fahrradfreunde von der Oste auf dem Fest auch für die "Fährienstraße" und für ihren neuen Oste-Radweg werben.

 


 

Deutschland

 

Wieder strahlt 
eine Fähre

 
Entwurf für Rendsburger Lichtkunst
 

8. 2. 2013. Wenn im Herbst die zweitälteste deutsche Schwebefähre zwischen Rendsburg und Osterrönfeld100 Jahre alt wird, soll das Bauwerk mit einem Lichtkunstprojekt illuminiert werden, das soeben mit Hilfe von sechs ausgeliehenen LED-Leuchten am Südufer des Nord-Ostsee-Kanals getestet wurde - siehe Bericht, Fotos und Video in der Lokalpresse.

 
Ostener Probebeleuchtung 2004
 

Knapp zehn Jahre vor der geplanten herbstlichen Premiere am Kanal war, am 22. Februar 2004, auf Anregung von Jochen Bölsche, des damals frisch gewählten Vize des Schwebefähren-Weltverbandes und der AG Osteland, die Ostener Schwebefähre probeweise beleuchtet worden. Mit Hilfe eines Notstromaggregats und zweier Einsatzscheinwerfer setzte die von Stefan Buck mobilisierte Freiwillige Feuerwehr Osten unter Ortsbrandmeister Karsten Heilemann das Bauwerk so eindrucksvoll ins Licht, dass daraufhin die dauerhafte Installation von Scheinwerfern beschlossen wurde. Fotos von der Probebeleuchtung im Februar 2004 in Osten stehen auf dieser Archiv-Sonderseite von oste.de.

 
Entwurf der Fa. Uhtenwoldt (2005)
 

Finanziert wurde die seither allabendlich vorgenommene, von der Oberndorfer Firma Uhtenwoldtentworfene und nun aus dem Ortsbild nicht mehr wegzudenkende Beleuchtung mit Spenden aus der Bevölkerung und mit den Einnahmen einer Sonderbriefmarkenaktion der AG Osteland. 

 
Ostener Illuminierung (in "Über die Oste")
 

Für die Rendsburger Illuminierung, entworfen von dem Hamburger Künstler Till Nowak, müssen 200.000 Euro aufgebracht werden. Die Beleuchtung der Oste-Fähre hat den Steuerzahler bislang keinen Euro gekostet.

 


 

Osten - Hemmoor

 

"Heute wird nicht 
mehr gelächelt"

 
Brauer (r.), Hubert (2. v. r.) 
 

26. 1. 2013. Die positive touristische Entwicklung an der Oste und speziell rund um die Schwebefähre hätte noch vor zehn Jahren "keiner für möglich gehalten", hob der Hemmoorer Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer am Freitag in der Hauptversammlung des Fährvereins in Osten hervor. Anregungen, für die Schwebefähre den Weltkulturerbe-Status zu beantragen, seien "anfangs von vielen belächelt worden", sagte Brauer: "Heute wird nicht mehr gelächelt."

 

"Guten Mutes" in Sachen Welterbe zeigte sich auch der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert. Die entsprechenden Anträge seien fristgerecht auf den Weg gebracht worden. Nun stehe in Osten und Hemmoor die Neugestaltung des Fährplatzes bzw. des Fährkopfes an.

 
Gondel on the rocks (Foto: Barbara Gehring)
 

Über die positive Entwicklung der Deutschen Fährstraße, die in Kürze in ihr zehntes Jahr geht, berichtete in seinem Grußwort der AG-Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche. Gut entwickelt habe sich auch die daraus hervorgegangene Partnerschaft zwischen Osten und Osterrönfeld, wo im September dasHundertjährige der dortigen Schwebefähre gefeiert wird. Aus diesem Anlass plant die AG Osteland ihrefünfte Gruppenfahrt an den Nord-Ostsee-Kanal (mit ca. 40 Teilnehmern).

Über 54.000 Schwebefähren-Fahrgäste im vorigen Jahr freute sich der langjährige Vorsitzende Horst Ahlf, während Nachfolger Karl-Heinz Brinkmann und sein Vorstand über eine gute Kassenlage berichteten. Aber auch über einige Probleme kamen zur Sprache: neue Rostnester im Gestänge des 104 Jahre alten Bauwerks, beklagenswerte Öffnungszeiten im Ostener Heimat- und Buddelmuseum, ein unzureichendes Toilettenangebot am Fährplatz und eine zurzeit unbesetzte BuFDi-Stelle für die Betreuung der Fährstuv.

Mehr über den Fährvereinsteht auf www.schwebefaehre-osten.de, mehr aus der Welt der Schwebefähren auf www.schwebefaehre.org.

 

Dazu schreibt oste.de-Leser Nico Bär auf Facebook:

 

"Ich freue mich sehr für diese Entwicklung. Die Osteregion ist bespielhaft für viele andere peripher gelegene Regionen und zeigt, dass bürgerschaftliches Engagement massgeblich dazu beiträgt, etwas an der prekären Situation vieler strukturschwacher Räume zu ändern.Leider ist es vielerorts allerdings immer noch so, dass man auf den 'Großen Investor', also den ganz großen Zauberer wartet, der die Probleme über Nacht löst. Deshalb: MeinGlückwunsch an alle Aktiven in der Osteregion für den zählbaren, nachhaltigen Erfolg!"

 

Traumjob in der Fährstuv

 
Dieser Fährmann weist den Weg
 

28. 1. 2013. Der Ostener Fährverein hat einen Traumjob zu vergeben: In der musealen "FährStuv" an der Schwebefähre Osten - Hemmoor soll für die Saison 2013 im Rahmen desBundesfreiwilligendienstes (BuFDi) wieder eine Stelle in der "Kultur- und Denkmalpflege" wieder besetzt werden. Interessierte können sich noch bei der Fördergesellschaft unterinfo@schwebefaehre-osten.de oder beim Vorsitzenden Karl-Heinz Brinkmann unter 0 47 71 – 64 34 92 bewerben.

 


 

Rendsburg - Osterrönfeld

 

O'feld plant 
Ostener Ring

 
Osterrönfelder Bürgermeister Sienknecht
 

12. 1. 2013. "Prächtig" entwickele sich die Partnerschaft zwischen den SchwebefährengemeindenOsten und Osterrönfeld ("O'feld"); demnächst werde die Gemeinde am Nord-Ostsee-Kanal eine ihrer Straßen auf den Namen "Ostener Ring" taufen, kündigte Bürgermeister Bernd Sienknecht am Sonnabend beim traditionellen O'felder Neujahrsempfang vor über 150 Gästen an. Dazu zählten auch Vertreter der Gemeinde Osten und der AG Osteland, die vor achteinhalb Jahren die Partnerschaft im Zeichen der Schwebefährenangeregt hatte (siehe unsere SONDERSEITE Osten / Osterrönfeld).

 

Am Rande des Empfangs kam es zu freundschaftlichen Gesprächen zwischen denBürgermeistern von drei der vier deutschen Schwebefährengemeinden, die auf die Anerkennung ihres gemeinsamen Weltkulturerbe-Antrags hoffen, nämlich dem neu gewählten  Pierre Gilgenast (Rendsburg), Bernd Sienknecht (Osterrönfeld) undCarsten Hubert (Osten), sowie dem Vorsitzenden der AG Osteland, Jochen Bölsche (v. l. n. r.).

 
Neues Schwebefähren-Wandbild in O'feld
 

Die Gäste von der Oste brachten ihre Freude über die Straßenbenennung "Ostener Ring" ebenso wie über ein neues Wandbild zum Ausdruck, das auf einer O'felder Trafostation die beiden verschwisterten deutschen Schwebefähren zeigt (mehr auf schwebefaehre.org).

 

Ein weiteres Gesprächsthema war das diesjährige 100-jährige Bestehen der zweitältesten deutschen Schwebefähre, das auch von Freunden der "Schwesterfähre" an der Oste mitgefeiert werden soll. So hält der AG-Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche am Sonnabend, 27. April, auf Einladung der "Gesellschaft für Rendsburger Stadt- und Kreisgeschichte von 1910" einen Festvortrag mit dem Titel "Die Welt der Schwebefähren". Im Herbst wird die AG Osteland eine Gruppenreise für 30 bis 50 Teilnehmer aus dem Osteland organisieren.

 
Rendsburger AG-Osteland-Mitglied Schmidt
 

Am Tag der wichtigsten Rendsburger Jubiläumsveranstaltung am zweiten September-Wochenendefinden, so Vorstandsmitglied Renate Bölsche, zugleich das Osterrönfelder Schützenfest und der Eon-Hansecup statt, das härteste Ruderrennen der Welt.

Der Arbeitskreis deutscher Schwebefähren innerhalb der AG Osteland rechnet daher mit reger Beteiligung auch von Schützenschwestern und -brüdern sowie von Wassersport- und Schwebefährenfreuden von der Oste an der geplanten Busfahrt zum Rendsburger und Osterrönfelder Fährjubiläum.

 
Jubiläumsstempel der Ostener "Schwesterfähre"
 

Am Kanal laufen unterdessen die Vorbereitungen für das Jubiläum auf vollen Touren. AG-Osteland-Mitglied Klaus Schmidt (Rendsburg), exzellenter Fährenkenner, aktiver Philatelist und Mitglied des Festkomitees, hat bereits die Vorarbeiten für die Herausgabe von Sonderstempeln und -umschlägenzum Hundertjährigen der Hochbrücke und ihrer Schwebefähre abgeschlossen.

 
Schwebefähren-Bericht der NEZ
 

Erfreut nahmen die Fährfreunde vom Nord-Ostsee-Kanal am Wochenende auch frische ExemplarederNiederelbe-Zeitung und des Stader Tageblatts mit Berichten über die Aktivitäten des Ostener Fährvereins um Karl-Heinz Brinkmann sowie der AG Osteland entgegen.

 


 

Osten - Hemmoor

 

Auf dem Weg 
zum Welterbe

 
Samtgemeinde-Bürgermeister Brauer
 

28. 12. 2012. An der Schwebefähre Osten - Hemmoor tut sich was. Das geht aus der Jahresbilanz des Hemmoorer Samtgemeinde-Bürgermeisters Dirk Brauer (parteilos) in der NEZ hervor. Darin heisst es: "In der Gemeinde Osten konnten auch im Jahr 2012 über das Dorferneuerungsprogramm wieder einige Investitionen getätigt werden. Mit dem Umbau des Fährplatzes, dessen Finanzierung weitgehend gesichert ist, steht noch ein großes öffentliches Projekt bevor...

Mit einer Modernisierung des Fährkopfes auf der Basbecker Seite der Schwebefähre soll voraussichtlich im kommenden Jahr eine Maßnahme zur Belebung der Basbecker Seite der Schwebefähre begonnen werden, womit die touristische Anziehungskraft der Schwebefähre weiter gesteigert wird, um die Chancen auf die Einstufung als Weltkulturerbe, der gemeinsam mit den anderen Schwebefährenorten in Europa und Südamerika angestrebt wird, zu unterstützen."

 


 

Rendsburg - Osterrönfeld

 

Start in das 
Jubiläumsjahr

 
Geplante Illuminierung der Fähre

27. 12. 2012. Rendsburg und Osterrönfeld feiern 2013 bekanntlich das Hundertjährige ihrer Hochbrücke mit der zweitältesten deutschen Schwebefähre. Die Gemeinde Osterrönfeld startet ins Jubiläumsjahr mit ihrem traditionellen Neujahrsempfang, zu dem auch Gäste von der "Schwesterfähre" an der Oste erwartet werden, unter anderem der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert (Archivfoto u. l.) und Vertreter der AG Osteland und des Fährvereins.

 
Empfang in Osterrönfeld (Oste-Archiv)
 

Unterdessen berichtet die Regionalpresse über Pläne für das Jubiläumsjahr: "Im kommenden Jahr besteht die Hochbrücke seit genau 100 Jahren - ein Jubiläum, das mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen gefeiert werden soll. Einbezogen werden auch diehistorische Schwebefähre und der Stadtteil Schleife, deren Existenz unmittelbar mit dem Brückenbau zusammenhängt und die ebenfalls im Jahr 1913 ihren Ursprung haben." Weiterlesen bitte hier

 


 

Technikgeschichte

 

König Ludwigs 
Schwebefähre

 
Ludwig II.: Mehr Genie als Wahnsinn?
 

22. 12. 2012. Kein Wahnsinniger, sondern eher verkanntes Genie - so sehen Wissenschaftler heute denbayrischen Märchenkönig Ludwig II. Darauf weist der CSU-Politiker Peter Gauweiler im neuen SPIEGEL (Weihnachtsausgabe) hin. So plante der König schon 1870 den Bau einer Art  Schwebefähre - genau 20 Jahre, bevor in Spanien der Ingenieur Alberto Palacio die Baugenehmigung für die welterste Schwebefähre erhielt (mehr), die heute zum Unesco-Weltkulturerbe zählt.

 

Anders als in Bilbao realisiert, wollte Ludwig seine (pfauenförmige) Gondel an einem Seil führen, das nicht von Pfeilern gestützt, sondern von einem Fesselballon getragen wird. Während der Plan damals als Beweis für die geistige Umnachtung des Monarchen hingestellt und als Vorwand für dessen Ausschaltung genutzt wurde - laut Gauweiler ein Staatsstreich seiner Widersacher -, urteilen Wissenschaftler heute, dass das Projekt durchaus realisierbar gewesen wäre.

 

So schreibt etwa das "Sonntagsblatt", das "Klischee vom weltfernen Romantiker Ludwig" lasse sich heute nicht aufrechterhalten: "Der König war ein Technikfreak, der für seine Grotte in Linderhof elektrische Beleuchtung wünschte, seinen Prunkschlitten mit batteriebetriebenen Glühbirnen ausstatten und in Neuschwanstein ein Telefon installieren ließ, bevor beides überhaupt erfunden war."

 

"Technikfantasien wie aus einem Jules-Verne-Roman" hätten jedoch das Klischee vom "Irrsinn" des Monarchen beflügelt. Das gelte insbesondere für die schon 1869/70 geplante Fesselballon-Seilbahn über den Alpsee bei Hohenschwangau.

 

Das Sonntagsblatt schreibt: "Für den ihn begutachtenden Psychiater Bernhard von Gudden war dies später ein weiteres Indiz für die 'Verrücktheit' des Königs." Eine 3-D-Rekonstruktion zeige aber, dass sein Bau schon mit den damals zur Verfügung stehenden technischen Mitteln möglich gewesen wäre. 

 

"Ludwig II. war weder wahnsinnig noch geistesschwach. Er verfügte über außergewöhnliche geistige Fähigkeiten bis in die letzten Tage seines Lebens", meint auch der Mannheimer Hirnforscher Heinz Häfner. Der König, der die Bayerische Musikakademie und die Technische Universität München gründete, sei seinem Herrscheramt ohne Mängel nachgekommen - lediglich seine Repräsentationspflichten habe Ludwig vernachlässigt. Mehr...

 
1895  zerschmettert: "Daddy Longleg"
 

Ludwigs Schwanen-Seilbahn war nicht das einzige bizarr anmutende Vehikel, mit dem um die vorletzte Jahrhundertwende das Problem gelöst werden sollte, ein Gewässer zu queren. Das wohl seltsamste Gefährt war der "Pioneer", eine Art Straßenbahn auf Stelzen, die der britische Erfinder Magnus Volk  1895 im englischen Seebad Brighton in Betrieb nahm und die im Volksmund "Daddy Longleg" (Papa Langbein) hieß. Das Fahrzeug, das auf Unterwasser-Schienen lief und die britische Handelsflagge führte, wurde nach knapp einer Woche von einem Sturm zerschmettert.

 
1923 untergegangen: "Pont roulant"
 

Ein ähnliches Verkehrsmittel, die "pont roulant" zwischen St. Malo und St. Servan an der französischen Atlantikküste, versank 1923 nach einer Kollision mit einem norwegischen Frachter. Durchgesetzt hat sich dagegen - allerdings nur für wenige Jahrzehnte - das Prinzip Schwebefähre

 

Mehr im oste.de-Archiv: 

 

Väter und Vettern der Schwebefähre (2004)

 


 

Gemeindepartnerschaft

 

Die Oste fließt 
bis O'feld...

 
Neues Wandbild in Osterrönfeld
 

17. 11. 2012. Die Oste fließt in den Landkreisen Harburg, Rotenburg, Stade und Cuxhaven - aber auch durch Schleswig-Holstein, wenn man einem prächtigen Wandbild glaubt, das jetzt in Osterrönfeld am Nord-Ostsee-Kanal vorgestellt worden ist: Das Kunstwerk zeigt, dicht hintereinander, scheinbar über demselben Gewässer, die beiden letzten deutschen Schwebefähren, die den Nord-Ostsee-Kanal und die Oste überspannen.

 
Auch das Ostener Wappen ist verewigt
 

Über das Wandbild an der Trafostation in einem kleinen Park im Ortskern, das von der Schleswig-Holstein Netz AG finanziert worden ist, freut sich insbesondere der Osterrönfelder Bürgermeister Bernd Sienknecht. Als Mitglied der in Osten ansässigen gemeinnützigen AG Osteland e. V. setzt sich Sienknecht auf vielfältige Weise über die Landesgrenzen hinweg für eine Kooperation der beiden Schwebefährengemeinden ein.

 
Bürgermeister Hubert und Sienknecht
 

So wurde vor sieben Jahren eine von der AG Osteland angeregte kommunale  Partnerschaft zwischen Osten und "O'feld" besiegelt, die seither mit vielen Besuchen und Gegenbesuchen gepflegt wird. Über die bereits 2003 bei der Gründung des Schwebefähren-Weltverbands angebahnten herzlichen Beziehungen informiert seit Jahren eine spezielle Websitewww.partnerschaft.schwebefaehre.org

Eng verbunden sind die Partnergemeinden durch die Deutsche Fährstraße: Die 2003 in Osten konzipierte "Fährienstraße" führt von Bremervörde über Osten/Hemmoor und Osterrönfeld/Rendsburg bis nach Kiel, wo bis 1923 eine dritte deutsche Schwebefähre in Betrieb war.

 
Die Künstler in O'feld bei der Arbeit
 

Im Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren der AG Osteland hat Bürgermeister Sienknecht gemeinsam mit seinen Kollegen Andreas Breitner (Rendsburg), Carsten Hubert (Osten) sowie Dirk Brauer und Hans Wilhelm Saul (Hemmoor) auch den supranationalen Antrag auf eine Einbeziehung der beiden deutschen Schwebefähren in das Unesco-Weltkulturerbe mit auf den Weg gebracht.

 

Und so wie starke Delegationen aus Osterrönfeld nicht nur bei allen Ostener Schützenfesten vertreten waren, sondern natürlich auch bei der Hundertjahrfeier der Schwebefähre an der Oste im Herbst 2009, so sind in der AG Osteland jetzt die Vorbereitungen für die Mitwirkung an dem entsprechenden Jubiläum am Kanal angelaufen: Die gigantische Eisenbahnhochbrücke mit angehängter Schwebefähre, die Osterrönfeld und Rendsburg verbindet, feiert 2013 ebenfalls ihr Hundertjähriges.

 
Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren
 

Der bisherige Rendsburger Bürgermeister und neue Kieler Innenminister Andreas Breitner, Mitbegründer des Schwebefähren-Weltverbandes und ebenfalls Mitglied der AG Osteland, hat noch gegen Ende seiner Amtszeit im Rendsburger Rathaus erste Gespräche über die Gestaltung des Jubiläumsjahrs geführt. Wenn sich genügend Sponsoren finden, sollen Hochbrücke und Schwebefähre von dem Hamburger Künstler Till Nowak in ein einzigartiges Lichtkunstwerk und "Mitmachobjekt" verwandelt werden, dessen Illuminierung das Publikum per Steuerpult regeln kam.

 

An den Jubiläumsfeiern am Kanal, bei denen die Stadt Rendsburg durch ihren neu gewählten BürgermeisterPierre Gilgenast repräsentiert werden wird, sind auch die Freunde der "Schwesterfähre" an der Oste und die AG Osteland präsent.

 

Deren Vorsitzender Jochen Bölsche (Osten) wird am 27. April auf Einladung der Gesellschaft für Rendsburger Stadt- und Kreisgeschichte von 1910 den Festvortrag zum Thema "Die Welt der Schwebefähren" halten. 

 


 

Osten - Hemmoor

 

Ausflug an 
die Charente

 
Hemmoorer Delegation in Rochefort
 

1. 11. 2012. Einen fünftägigen Besuch der Gewerbeaustellung in Hemmoors französischer Partnerstadt Couhé nutzte eine Delegation der Unternehmergemeinschaft der Ostestadt zu einer Stippvisite der letzten Schwebefähre Frankreichs, die in der Hafenstadt Rochefort über die Charente führt.

 
Besuch im Fährmuseum Rochefort
 

Die Delegation unter Leitung des Vereinsvorsitzenden Wolfgang Fels, der auch Osteland-Vorstandsmitglied Bernd Jürgens und -Mitbegründer Bernd Brauer angehörten, besuchte natürlich auch das Fährmuseum("maison du transbordeur"), dessen Exponate Gästeführerin Julie Chobelet mit Charme und Sachkunde erläuterte.

 
Julie Chobelet informiert die Gäste
 

Am gegenüberliegenden Ufer der Charente steht den Besuchern ein Café zur Verfügung. 

 

 
Auch auf Osten wird hingewiesen
 

Ins Auge sticht ein vorzügliches Informationssystem, das auch Tafeln in Blindenschrift und einSmartphone-App mit Daten zur Schwebefähre umfasst. Den Sommer über brachtenTheateraufführungenden Besuchern die Geschichte der Fähre nahe.

 
Vorbildlich: das Informationssystem
 

Rochefort ist der Ostefähre seit Jahren eng verbunden. Die Stadt war bereits Gastgeber einer Weltkonferenz der Schwebefähren und unterstützt den gemeinsamen Antrag auf Einbeziehung in das Unesco-Weltkulturerbe.

 


 

Rendsburg - Osterrönfeld

 

Lichtkunst zum 
100-Jährigen

 
Nowak-Entwurf für die Illuminierung
 

3. 10. 2012. Im Jahr der Oste 2009 feierte das nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoorbekanntlich sein 100-jähriges Bestehen. Im September kommenden Jahres folgt das gleiche Jubiläum am Nord-Ostsee-Kanal: Ein Jahrhundert alt ist dann die jüngere "Schwesterfähre" an der Eisenbahnhochbrückezwischen Rendsburg und der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld

 

Das imposante Bauwerk, Symbol der Kanalregion und außerdem eines der überragenden Wahrzeichen derDeutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, soll aus Anlass des Jubelfestes von einem Künstler illuminiert werden, sofern Sponsoren für die Finanzierung sorgen.

 
Nowak-Entwurf für die Illuminierung
 

Über das Lichtkunst-Projekt schreibt die Lokalpresse: "Der Hamburger Künstler Till Nowak (Foto), der schon den Neumünsteraner Wasserturm in Licht tauchte, hat ein einzigartiges Konzept vorgelegt. Teil eins: Die Schwebefähre wird mit einem LED-Strahler ausgestattet. Fährt sie von einer Kanalseite auf die andere, trägt sie das Licht, das auf die Unterseite der Brücke gerichtet ist, mit sich. Auf beiden Seiten des Kanals wird eine robuste Stele mit einem Rad aufgestellt - Nutzer der Fähre können dort die gewünschte Farbe für 'ihre' Fahrt einstellen, das jeweils die Hälfte der Brücke anstrahlt. Das Lichtkunstwerk wird so zumMitmachobjekt für die Menschen am Kanal. Nicht computergesteuert, sondern per Hand. Die Farbwahl funktioniert übrigens auch während der Stehzeiten der Fähre. Dann werden die Hauptpfeiler von Land aus beleuchtet - und auf beiden Seiten besteht die Möglichkeit, Farben nach Wahl einzustellen. So entsteht immer ein lebendiger Farbdialog zwischen den beiden Ufern." 

 
Geplante Lichterführung an der Brücke
 

Susanne Mau, die das Projekt im Rendsburger Rathaus koordiniert, beziffert die Installationskosten auf bis zu 200.000 Euro, überwiegend aus Fördermitteln. Die laufenden Kosten von rund 6000 Euro pro Jahr sollen von Spendern aufgebracht werden.

 


 

Wischhafen

 

Schwebefähre 
zu den Akten

 
Schwebefähren-Planung für Wischhafen
 

3. 10. 2012. Zu den Akten gelegt haben die zuständigen Kommunalpolitiker den schönen Plan, eine Lücke im 840 Kilometer lange Elberadweg Bad Schandau - Cuxhaven bei Wischhafen durch den Bau einerkleinen Schwebefähre für Radfahrer und Fussgänger zu lösen - nach dem Vorbild einer ähnlichen Mini-Fähre bei Mönchengladbach. 

 
Mini-Schwebefähre bei Mönchengladbach
 

Denn eine Querung der Süderelbe zwischen der Insel Krautsand und Wischhafen ist für Touristen zurzeit nur möglich, wenn die Klappbrücke am dortigen Sperrwerk ausnahmsweise für die Schifffahrt geschlossen ist, die auf der Bundeswasserstraße strikt bevorrechtigt ist. Temporäre Schließungen aus touristischen Gründen werden von den benachbarten Kommunen mit jährlich knapp 13.000 Euro von der Wasserstraßenverwaltung "erkauft", jedoch aus Kostengründen nur an Sommerwochenenden vorgenommen.

 
Sperrwerk Wischhafen: Lücke im Radweg
 

Darüber hinaus lehnt der zuständige Landesbetrieb eine Nutzung durch Radler ab. Begründet wird diese Haltung laut Stader Tageblatt so: "Der 66 Tonnen schwere und 20 Meter lange Brückenarm belaste die Lager und die Antriebe der Anlage enorm. 1000 Mal bewegt der Brückenwärter das Bauwerk im Jahr. 600 Mal für Wanderer und Radfahrer, 400 Mal für interne Zwecke... Bei dieser Anzahl halte das Bauwerk etwa 30 Jahre. Alle weiteren Bewegungen führten zu Mehrkosten bei der Unterhaltung und dem Personal."

 

Wegen der häufigen Sperrung der Süderelbequerung für Radler soll die bisherige Route über das Sperrwerk nun zur Nebenstrecke degradiert und der Elberadweg über eine neue Trasse (Kosten: 750.000 Euro) über Dornbusch geführt werden. Auf Eis gelegt worden sind damit die Planungen für die Mini-Schwebefähre, die zweifellos zugleich eine Bereicherung der Deutschen Fährtstraße Bremervörde - Kiel dargestellt hätte, die bei Wischhafen die Elbe quert. 

 


 

Osten - Hemmoor

 

Fährkopf bald fit 
für Unesco-Titel

 
Basbecker Fährkopf der Schwebefähre
 

18. 9. 2012. Der 2006 vom Osteland-Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren initiierte Antrag, dieSchwebefähre Osten - Hemmoor und weitere sechs "Schwesterfähren" zum Unesco-Weltkulturerbe zu erheben, ist mittlerweile erarbeitet worden (wir berichteten mehrfach) - jetzt geht es darum, das Umfeld das nationalen Baudenkmals zu attraktivieren.

 

Wie Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Brauer am Dienstag mitteilte, plant die Stadt Hemmoor, denFährkopf auf der Basbecker Seite der Schwebefähre einschließlich Deichlücke - einen der wichtigsten Anlaufpunkte direkt am neuen Oste-Radweg Tostedt - Neuhaus (Natureum) und an der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel - durch Granitpflaster und Bau eines Radler-Schutzpavillons mit Tischen und Bänken umzugestalten und aufzuwerten. Der Hemmoorer Fachausschuss hat dem Projekt am Donnerstag letzter Woche bereits zugestimmt. Die Maßnahme könnte nächstes Jahr umgesetzt werden.

 
So ein Rasthaus ist geplant
 

In einer von Brauer (Foto) präsentierten Vorlage heißt es: "Bekanntlich wird für die Schwebefähre Osten-Hemmoor der Status 'Unesco-Weltkulturerbe' angestrebt. Die Vorbereitungen dazu sind mittlerweile weiter fortgeschritten. Im Rahmen einer geplantenseriellen transnationalen Bewerbung unter Einschluss der Fähren Rendsburg-Osterrönfeld und in Großbritannien, Spanien, Frankreich und Argentinien hat das Land Schleswig-Holstein das Büro für Industriearchäologie Rolf Höhmann, Darmstadt, für die Ausarbeitung und Begleitung des Antrages beauftragt. In die Bewertung des Vorschlages wird auch das unmittelbare Umfeld einbezogen. Auf der Ostener Seite wird die kurzfristige Umgestaltung des Fährplatzes angestrebt. Dazu liegen ausgearbeitete Pläne bereits vor. Gespräche zur Finanzierung werden zur Zeit mit dem AfL, dem Landkreis Cuxhaven und der Metropolregion Hamburg (Förderfond Hamburg/Niedersachsen) geführt.

Notwendig ist vor dem Hintergrund der Bewerbung auch die maßvolle denkmalgerechte Umgestaltung des Fährkopfes auf der Hemmoorer Seite... Vorgesehen ist eine Neupflasterung mit Granitpflaster. Selbst wenn die Attraktivierung des Umfeldes letztlich nicht entscheidungserheblich sein sollte, ist spätestens bei Erhalt des begehrten Titels eine vorzeigbare Gestaltung geboten.

 
Seit 2009: die Schwebefähren-Infomeile
 

Weiter heisst es in der Ratsvorlage: "Auch die schon heute hohe touristische Bedeutung der Schwebefähre mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern erfordert eine der Bedeutung des regionalen Wahrzeichens angemessene Gestaltung des Umfeldes. Ebenso bedingt die Einrichtung der Infomeile der Weltschwebefähren in der Fährstraße eine attraktive Anbindung zur Schwebefähre.

 

Dazu ist eine erste Grobplanung mit Kostenschätzung durch das Bauamt der Samtgemeinde Hemmoor erstellt worden. Die Kosten können voraussichtlich aus LEADER-Mitteln mit 75 % der Nettokosten gefördert werden (Förderbetrag ca. 39.000 Euro). Für einen Anteil von 25 % der Bruttokosten können Mittel aus dem Förderfond Hamburg-Niedersachsen in Höhe von 50% Förderung (Förderbetrag ca. 9.550 Euro) beantragt werden. Ob die letztgenannte Förderung zu erzielen ist, ist jedoch ungewiss, insbesondere wenn lediglich ein Austausch des Oberflächenbeleges erfolgt. Für die Neupflasterung des Fährkopfes einschließlich Deichlücke sind Bruttokosten von etwa 62.000 Euro zu veranschlagen.

Wünschenswert wäre außerdem die Aufstellung eines Wetterschutzpavillons sowie von Bänken und Tischen im Umfeld des Fährkopfes, da die Fähre eine beliebte Anlaufstelle für Radfahrer darstellt. Hierfür wären etwa 14.300 Euro in Ansatz zu bringen. Auch hierfür können entsprechende Fördermittel beantragt werden. Die Maßnahme könnte bei Bereitstellung der notwendigen Mittel im Haushaltsjahr 2013 umgesetzt werden.

Die entsprechenden Anträge würden wegen der durch das Amt für Landentwicklung, Bremerhaven, vorgegebenen 75%igen Mittelbindung des der LEADER-Region zur Verfügung stehenden Mittelkontingents bis zum Jahresende 2012 umgehend gestellt werden."

 


 

Weltkulturerbe

 

Kiel nominiert 
Schwebefähre

 
Breitner (3.v.l.) im Fähren-Arbeitskreis
 

8. 8. 2012. Die rot-grüne Kieler Landesregierung, der als Innenminister der bisherige Rendsburger Bürgermeister und AG-Osteland-Mitstreiter Andreas Breitner angehört, macht Ernst: Das Kabinett hat am Dienstag beschlossen, neben der Schlosskapelle Gottorf die Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld ins Rennen um einen Platz auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO zu schicken.

 

Die Landesregierung werde den Vorschlag als Teil einer "seriellen transnationalen Bewerbung" an die Kultusministerkonferenz melden. Der Antrag zur Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld wird unter der Federführung von Argentinien die noch existierenden Schwebefähren Rendsburg - Osterrönfeld und Osten - Hemmoor sowie die "Schwesterfähren" in Großbritannien, Spanien, Frankreich und Argentinien umfassen. 

 

Damit folgt die Kieler Regierung einen Konzept, das 2008 für den Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren der AG Osteland und für den Weltverband der Schwebefähren entwickelt worden war. 

 


 

Osten - Hemmoor

 

Ehrung für 
Fährfreund

 
Bölsche (2.v.l.) mit Bielefeld (r.) 
 

28. 7. 2012. Durch seine ehrenamtliche Arbeit für unter anderem für die Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor und die Konzipierung der Deutschen Fährstraße habe Jochen Bölsche die "Attraktivität der Region gesteigert" und "das Osteland im Landkreis Cuxhaven bekannt gemacht". Mit dieser Begründung haben Landrat Kai-Uwe Bielefeld und Kreistagspräsident Claus Götjen dem Gründer und Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. das Ehrenzeichen des Kreises verliehen. 

 

In seiner Laudatio wies Bielefeld darauf hin, dass Bölsche - "genannt Oste-Jochen" - sich seit 2004 mit derAG Osteland für die Bewahrung von Natur und Kultur sowie die Förderung der Heimatpflege einsetze und sich als Vizepräsident des Weltverbandes der Schwebefähren und 2. Vorsitzender derFördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor für die Ernennung der noch erhaltenen Schwebefähren der Welt zum Unesco-Weltkulturerbe engagiert habe.

 


 

Warrington

 

Kunterbunt 
übern Mersey

 
Farbkonzept für die Warrington-Fähre
 

31. 3. 2012. Als zwei Schwebefährenfreunde aus dem Osteland vor einigen Jahren die "transporter bridge" über den Mersey im britischen Warrington besuchten, war das Bauwerk - eines von weltweit nur noch acht dieser Art - nicht leicht zu entdecken. Inmitten eines weitläufigen, eingezäunten Industrie-Areals des einstigen Chemiegiganten Crosfields (später Lever, heute Unilever) war die Schwebefähre kaum auffindbar.

 
Schwebefähre am Mersey: "hidden from view"
 

Das heruntergekommene Baudenkmal, das häßliche Entlein unter den acht "Schwesterfähren", soll künftig nicht länger "hidden from view" sein, wenn es nach dem britischen Schwebefährenfreund George Olivergeht. Kein Aprilscherz: Oliver schlug kürzlich im Warrington Guardian vor, wie Schwebefähre in Warrington abzubauen und als Touristenattraktion ins benachbarten Widnes zu verpflanzen; in Widnes überbrückte einstmals ebenfalls eine Schwebefähre den Mersey (mehr).

 
Schwebefährenorte Widnes und Warrington
 

Um Aufmerksamkeit für das Bauwerk zu wecken, sollte es, so Olivers Idee, in den Farben der populären Rugby-Mannschaften Warrington Wolves ("half primrose and blue") und Widnes Vikings ("half in black and white") angestrichen werden.

 

Am richtigen Standort könne die Schwebefähre ein ähnlicher Touristenmagnet werden wie der "Engel des Nordens" (Angel of the North) in Gateshead, eine Stahlskulptur, die an die industrielle Vergangenheit Nordenglands erinnern soll (Foto). Weil die Schwebefähre einst ähnlich wie ein Bauwerk aus Teilen der Stabilbaukasten-Firma Meccano zusammengesetzt sei, könne sie leicht demontiert und wieder zusammengesetzt werden. 

Die erste Reaktion eines Online-Lesers der Lokalzeitung nach der Veröffentlichung des Oliver-Vorschlags am 11. März verriet massive Zweifel an der Realisierbarkeit des Vorschlags: "April fools comes around so quickly these days." 
.

Problemfähre auf 
Unilever-Areal

 

Die Fährbrücke "Crosfields Number Two" (Wikipedia-Artikel) wurde 1912 auf dem Crosfields-Gelände am "Bank Quay" des Tideflusses Mersey bei Warrington (Cheshire) gebaut. Die Schwebefähre ersetzte die benachbarte 1902 erbaute Brücke "Crosfields Number One". Die transporter bridge ist seit 1964 außer Betrieb uns stark renovierungsbedürftig. Nachdem sie unter Denkmalschutz gestellt worden war, wurde sie von Unilever für symbolische £10 an das Warrington Town Council vermietet; der für die Unterhaltung zuständigen Stadt fehlt jedoch das Geld für eine Generalüberholung (mehr). Dennoch wurde die Problemfähre - ebenso wie die beiden anderen britischen Schwebefähren in Newport und Middlesbrough - einbezogen in den supranationalen Kulturerbe-Sammelantrag an die Unesco.


 

Rio de Janeiro

 

Schwebefähre 
aus Hannover

 
Die Schwebefähre von Rio de Janeiro
 

29. 3. 2012. Auch in der Stadt mit dem Zuckerhut pendelte einst eine Schwebefähre - made in Germany! Unterlagen über die 1935 demontierte und später nahezu in Vergessenheit geratene Schwebefähre zur Kobra-Insel vor Rio de Janeiro fanden sich jetzt im Archiv der einstigen hannoverschen Stahlbaufirma Louis Eilers

 
Geplantes Mobilitätsmuseum
 

Der Ururenkel des Gründers will mit der Einrichtung eines Mobilitätsmuseums auf dem verwaisten Werksgelände an die große Tradition des Stahlbaus in Hannover erinnern. In der Fabrik von Weltruf wurden außer der Fähre für Rio weitere gigantische Eisenkonstruktionen für den Export in alle Welt entworfen und gebaut.

 

Für unsere Website hat Louis Eilers jun. fast 100 Jahre alte Dokumente über die Rio-Schwebefähre zur Verfügung gestellt. 

Großer Bericht und viele Fotos unter RIO DE JANEIRO.

 


 

Kiel

 

Pfeiler saust  
in die Tiefe

 
Fast vergessen: Schwebefähre in Kiel
 

16. 2. 2012. Auch in Kiel ist sie fast vergessen: die Schwebefähre im Kieler Hafen, die von 1910 bis 1923 ein größeres Hafenbecken der Kaiserlichen Werft überspannte und dem Transport von Personen und Material diente. Nur noch der Verlauf der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, die alle drei einstigen deutschen Schwebefähren in Osten, Rendsburg und Kiel verbindet, und diese Website erinnern an das imposante Ingenieurbauwerk, das 2010 hundert Jahre alt geworden wäre.

 
Zufällig entdeckt: alter Zeitungsbericht
 

Nähere Kenntnisse über die letzten Tage der Kieler Fähre verdankt der Webmaster dem Preetzer Eisenbahn-Historiker Alberto Brosowsky, der bei Recherchearbeiten in einer 1923-er Ausgabe seiner Lokalzeitung zufällig eine kurze Meldung über den Abriss des Kieler Bauwerks entdeckte, bei dem ein Pfeiler in die Tiefe sauste und 125 000 Kilo Stahl "krachend und zischend" im Wasser landeten.

 


 

Newport

 

Schwebefähre 
statt Komasuff

 
Schwebefähre Newport (Foto: John Briggs)
 

15. 2. 2012. Auch die britische Stadt Newport erkennt mehr und mehr, was sie an ihrer - früher vernachlässigten - über 100-jährigen Schwebefähre hat. Nach dem Stadtporträt eines privaten TV-Senders, in dem rauhe Türsteher und jugendliche Komatrinker gezeigt wurden, berät die Stadt über die Aufbesserung ihre lädierten Images. Verstärkt sollten nun die positiven Seiten der Stadt herausgestellt werden, unter anderem die Schwebefähre, heisst es in einem ausführlichen Bericht des South Wales Argus(hier online).; als erfreuliches Beispiel wird ein Schwebefähren-Bild des US-Fotokünstlers John Briggs abgebildet.

 

Ein Sarg 
schwebt

 
Trauerzug auf der Schwebefähre
 

9. 2. 2012. Im südwalisischen Newport ist der Heimatforscher und Schwebefähren-Fan Sidney Robinson im Alter von 97 Jahren gestorben, wie die britische Presse berichtet. Freunde erwiesen dem Mitbegründer des Vereins "Friends of Newport Transporter Bridge" die letzte Ehre, indem sie den Trauerzug per Schwebefähre über den River Usk zur Bestattung leiteten. 

 

Abseilen für 
guten Zweck

 
Louise und Nicola an der Transporter Bridge
 

3. 2. 2012. Die britischen Schwebefähren sind immer wieder Schauplatz mutiger Aktionen zugunsten wohltätiger Zwecke. Aus Anlass ihres 50. Geburtstags wollen zwei Freundinnen, Louise Hoppe und Nicola Titmus, am 17. März "a brave step for charity" (South Wales Argus) wagen und sich von der "transporter bridge" im südwalisischen Newport abseilen. Der Erlös der Benefiz-Aktion soll der Krebshilfe zugute kommen. Zuschauen kostet £ 10, Sponsoren zahlen mindestens £ 75 an die St. David's Foundation. 

 


Neujahrsgrüße aus Nantes, wo sich Schwebefährenfreunde für den Bau einer neuen pont transbordeureinsetzen - siehe unten.

 


 

Osten-Hemmoor

 

Gold zum 
Abschied

 
AG-Osteland-Ehrung für Horst Ahlf
 

27. 1. 2012. Generationswechsel im Ostener Schwebefährenverein: Nach fast 37 Jahren übergab der Gründungsvorsitzende Horst Ahlf, 70, am heutigen Freitag den Vorsitz an seinen bisherigen Stellvertreter Karl-Heinz Brinkmann, 47. Unterstützt wird Brinkmann von den beiden Vize-Vorsitzenden Peter Burmester (Foto; Wiederwahl nach 30 Vorstandsjahren) und Lothar Klüser; der Ostener SPD-Spitzenmann hat zugunsten des Fährvereins drei seiner politischen Ämter niedergelegt.

 
Der neue Vorstand des Schwebefähren-Vereins
 

Neuer Schatzmeister ist der Ostener Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Michael Faltin, Stellvertreter der Hemmoorer Versicherungsexperte  Jens Frerichs. Schriftführerin bleibt die bewährte Ostener Rechtsanwältin und Notarin Erika Bochers, Stellvertreterin Bärbel Zander. Zu Beisitzern gewählt wurden Klaus Liedtke, Stefan Buck, Gerd-Michael Wilwert und Ortsheimatpfleger Frank Auf dem Felde.

 
Ehrenvorsitz für Horst Ahlf - VIDEO.ansehen
 

Namens des Fährvereins ernannte Karl-Heinz Brinkmann seinen Vorgänger zum Ehrenvorsitzenden der Fördergesellschaft - siehe unser VIDEO. Unter Hinweis auf die Verdienste Ahlfs sagte der neue 1. Vorsitzende Brinkmann: "Ich werde immer der 2. Vorsitzende sein."

 

Auch Ehrung durch 
die AG Osteland

 
Fährenfreund Ahlf in seinem Fährkrug
 

Die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. verlieh ihrem Gründungsmitglied Ahlf zum Abschied aus dem Amt den "Goldenen Fährmann", ihre höchste Mitgliederauszeichnung. In der vom Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche verlesenen Urkunde heißt es: "Ohne den seit mehr als 36 Jahren geleisteten ehrenamtlichen Einsatz von Horst Ahlf gäbe es auf der Welt nicht mehr acht, sondern nur noch sieben Schwebefähren. Als Gründer und Motor der Fördergesellschaft hat der langjährige Vorsitzender wie kein anderer dazu beigetragen, dem Osteland sein herausragendes Wahrzeichen zu erhalten.

 

"Viele der Aktivitäten auch der Arbeitsgemeinschaft Osteland und ihrer Mitstreiter basieren auf der Arbeit von Horst Ahlf. Ohne die Schwebefähre gäbe es keine Deutsche Fährstraße, gäbe es kein Fährmuseum, gäbe es keine Internationale Schwebefähren- Infomeile, gäbe es keine Arbeitsgemeinschaft deutsche Schwebefähren, gäbe es keine Gemeindepartnerschaft zwischen Osten und Osterrönfeld, gäbe keine Mitgliedschaft im Weltschwebefährenverband, gäbe es keine Aussicht auf einenWeltkulturerbe-Titel für unsere Region."

 


 

Bilbao

 

Erster Preis für 
"Blitzlicht-Foto"

 
Siegerfoto von Gilles Bourdoiseau
 

5. 1. 2012Gilles Bourdoiseau (Foto) heißt der Sieger eines Fotowettbewerbs, bei dem jetzt die eindrucksvollsten Bilder von der ältesten Schwebefähre der Welt in Portugaletebei Bilbao im spanischen Baskenland prämiert wurden. Die Jury lobte "die Kraft und Originalität des Bildes", das die 2006 zum Weltkulturerbe erhobene "Mutter aller Schwebefähren" im Gewitter zeigt. 

Hervorgehoben wurde ferner, wie gut die Aufnahme das neue Weinrot zur Geltung bringt, mit dem die puente transbordador im vorigen Jahr neu gestrichen worden ist. An dem Wettbewerb, der am 23. November gestartet worden war, haben sich 122 Einsender mit 215 Fotografien beteiligt. Sieger Bourdoiseau wurde mit 300 Euro und einer Brückenführung für zwei Personen belohnt. 

 



 

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