www.oste.de - die Websites für das Osteland
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Aktiv von der Quelle bis zur Mündung

Als größte ehrenamtlich geführte Gewässergebietskooperation Deutschlands setzt sich der 600 Mitglieder starke überparteiliche Verein für das idyllische, strukturschwache mittlere Drittel des Elbe-Weser-Dreiecks ein.

 

Die "AG Osteland", so das allgemein verwendete Kürzel, hat seit der Gründung diverse touristische Initiativen - so die Deutsche Fährstraße, den Oste-Radweg und die Niedersächsische Milchstraße Nord - auf den Weg gebracht, den alljährlichen Tag der Oste mit Verleihung des Kulturpreises Goldener Hecht ausgerichtet, das Literatur- und Tourismusprojekt Krimiland Kehdingen-Oste initiiert und mit ihrer Arge Wanderfische Oste die Wiederansiedlung von Lachs und Stör begleitet. 

 

Weitere Schwerpunktprojekte waren 2012 der 50. Jahrestag der Sturmflut von 1962, 2013 die 200. Wiederkehr des Endes der Napoleonzeit an der Oste, 2014 das 10-jährige Bestehen der Deutschen Fährstraße und 2017 der 300. Jahrestag der Weihnachtsflut 1717.

Vor 15 Jahren: Es begann im Königspalast

Am 13. Januar 2019 bestand die AG Osteland 15 Jahre. Zum Jubiläum blickt der Gründer und Ehrenvorsitzende Jochen Bölsche im Osteland-Magazin 2019 zurück auf die Entstehung der "Lobby für die Oste":

 

Die Idee keimte im spanischen Königspalast, am Rande einer Audienz, die Juan Carlos I. im Herbst 2003 den Gründungsmitgliedern des Weltverbandes der Schwebefähren gewährte. 

 

Im Zarzuela-Palast in Madrid gedieh im Gespräch mit den Bürgermeistern von Osten sowie Rendsburg und Osterrönfeld der Plan, die beiden letzten deutschen Schwebefähren an der Oste und am Nord-Ostsee-Kanal (NOK) durch eine Ferienstraße zu verbinden, die dem Thema Gewässerquerungen gewidmet sein sollte: Furten, Fähren, Brücken, Tunnel...

 

Als Endpunkte dieser „Deutschen Fährstraße“ vorgesehen waren Kiel, bis 1923 Standort einer Schwebefähre auf der Kaiserlichen Werft, und Bremervörde, das seinen Namen und seine Bedeutung der dortigen Oste-Furt („vörde“) verdankt. 

 

Noch am selben Wochenende berichtete die Deutsche Presseagentur (dpa) aus Madrid über das Fährstraßen-Konzept, das ich als frischgebackener Vize-Präsident des Weltverbandes vorgelegt hatte: „Auf den gut 200 Kilometern wären zahlreiche historische und moderne Fähren zu besichtigen.“

 

Als Träger des schleswig-holsteinischen Nordabschnittes der Route hatte der Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner in Spanien die in seiner Stadt ansässige Tourist-Info Nord-Ostsee-Kanal (Tinok) ins Gespräch gebracht. Für den niedersächsischen Südabschnitt sagte ich die Gründung eines regionalen Trägervereins zu.

 

Die Idee einer länderübergreifenden „Fährienstraße“ zur touristischen Stärkung mehr oder weniger abgelegener Regionen, für die ich daraufhin bei 120 Adressaten mit einer achtseitigen Denkschrift warb, fand rasch breite Zustimmung -  in den Staatskanzleien in Kiel und Hannover ebenso wie in vielen Kommunen zwischen Oste und Ostsee und bei Vereinen, die auf eine touristische Stärkung ihrer  Region hofften, darunter auch die  besonders rührige Unternehmergemeinschaft Hemmoor.

 

Als meine Frau Renate und ich - Redakteur, werdender Rentner und Ostener Neubürger - am 13. Januar 2004 mit neun Einheimischen im Hotel Fährkrug unter der Oste-Schwebefähre zwecks Vereinsgründung zusammentrafen, stellte sich der Touristiker Gerald Tielebörger von der örtlichen Unternehmergemeinschaft als Gründungsvorsitzender zur Verfügung. Und damit startete eine Initiative, die in den folgenden anderthalb Jahrzehnten sehr viel mehr zu Stande brachte als nur eine Ferienroute. Heute gilt der Verein als „Lobby für die Oste“ und als die einzige ehrenamtlich geführte Gewässergebietskooperation Deutschlands.

 

Die 2004 verabschiedete Satzung verlieh dem gemeinnützigen Verein in Paragraf 1 den Namen „Arbeitsgemeinschaft Osteland“ - und schuf damit zugleich die heutige gängige Bezeichnung für das zuvor namenlose mittlere Drittel des Elbe-Weser-Dreiecks, eben den Einzugsbereich der Oste.

 

Im Zentrum der Arbeit stand in den ersten Jahren einer der Vereinszwecke, der in Paragraf 2 hervorgehoben wurde: die „Erschließung der Natur- und Kulturgüter der Region durch einen umweltverträglichen Tourismus, insbesondere durch Förderung von Wander-, Rad- und Wasserwanderwegen im Zuge einer Ferienstraße (Deutsche Fährstraße)“.

 

In der Rekordzeit von weniger als vier Monaten gelang es dem winzigen Verein damals, praktisch ohne Startkapital drei verschiedene Routen für Rad-, Auto- und Bootstouristen festzulegen, Routenschilder und Werbematerialien zu fertigen und mit dem Mut des Autodidakten eine Website zu erstellen, die sich in den folgenden Jahren neben Pressemitteilungen und Prospekten als wichtigstes Werbemittel bewähren sollte.

 

In den anderthalb Jahrzehnten seit der feierlichen Eröffnung der Fährstraße im Mai 2004 durch Politiker und Touristiker von Oste und  NOK ist viel geschehen. War unsere Route beim Start noch die 150. deutsche Ferienstraße, werden mittlerweile bundesweit über 300 derartige Angebote beworben; fast alle sind heute finanziell und personell exzellent ausgestattet.

 

Trotz stetig wachsender Konkurrenz (unter anderem auch am NOK) findet die Fährstraße dank klarer Streckenführung und eingängiger Thematik immer wieder viel positive Resonanz, nicht zuletzt in den Medien.

 

Fachmagazine für Motorradfahrer, Wohnmobilisten und Oldtimer-Fans weisen Frühjahr für Frühjahr auf die Route hin, die „frohe ‚Fährien‘ im frischen Norden“ verspricht. Die Deutsche Zentrale für Tourismus bewarb sie zeitweise in zehn Weltsprachen und reihte sie unter die „Top 10“ der deutschen Ferienstraßen ein, die Frankfurter Rundschau sogar unter die "Top 5". 

 

Bei einer Publikumsabstimmung des MDR rangierte die Strecke, ebenso wie bei Focus online, sogar auf dem 2. Platz der "Traumstraßen in Deutschland". Die Süddeutsche Zeitung stellte die Route 2017 neben Kö und Kudamm in ihrer Serie "Deutsche Straßen" vor. Als einzige deutsche Ferienroute war sie frühzeitig von der japanischen Regierung ausgewählt worden, um Europa bei einem Themenstraßen-Workshop in Tokio zu vertreten. 

 

Inzwischen ist die Route auf attraktive Weise vielfach ergänzt worden:  Im Süden hat sie durch den Abschnitt Tostedt-Bremervörde des Oste-Radweges eine Verlängerung erfahren. Im Norden wurde sie 2018 durch eine Trassenvariante ergänzt, die zur Störfähre nach Beidenfleth führt. Und in Brunsbüttel soll - nicht zuletzt dank des Einsatzes unserer Mitglieder Uwe Santjer und Stefan Moordieck - wieder eine Elbe-Fähre die Fährstraße bereichern.

 

Osteland-Mitglieder waren es auch, die ehrenamtlich eine Nordstrecke für die Niedersächsische Milchstraße rund um Hasenfleet sowie eine Historische Ostedeich-Route am Unterlauf und den Historischen Fährweg Osten - Basbeck samt der Internationalen Schwebefähren-Infomeile entworfen haben, die  2018 von der Stadt Hemmoor aufs Neue straßenbaulich aufgewertet wurde.

 

Neben der Werbung für die Fährroute hat es die Arbeitsgemeinschaft von ihrer Gründung an immer wieder als eine zentrale Aufgabe angesehen, für die Erhaltung und Aufwertung der beiden Symbolbauten der Route zu kämpfen.

 

Mit Hilfe aktiver Öffentlichkeitsarbeit des Weltverbandes gelang es, anfängliche politische Widerstände gegen eine Sanierung der vom TÜV stillgelegten Oste-Fähre zu überwinden. „Bild“ titelte: „Spanischer König rettet deutsche Schwebefähre.“

 

Die von uns schon 2003 formulierte Forderung nach Anerkennung als Weltkulturerbe (wie sie 2006 im Fall der „Mutter aller Schwebefähren“ in Bilbao erzielt wurde) gehört unverändert zu den Zielen auch der Aktiven an Oste und NOK. Die mittlerweile auch von den Landesregierungen in Hannover und Kiel geteilte Position half, den technikgeschichtlichen Wert der Bauwerke hervorzuheben und die Akzeptanz für Ihre Erhaltung und Rettung zu schaffen – so als die NOK-Schwebefähre 2016 bei einer Havarie irreparabel beschädigt worden war und es galt, einen Neubau politisch durchzusetzen.

 

Parallel dazu hat der Verein, der binnen anderthalb Jahrzehnten von 11 auf über 650 Mitstreiter gewachsen ist (rund ein Zehntel davon korporative Mitglieder wie Kommunen, Firmen und Vereine), sich mehr und mehr auch als Interessenvertretung für den „vergessenen Fluss“ bewährt.

 

Wieso vergessen? Die Oste ist mit 140 Kilometern zwar der längste Nebenfluss der Niederelbe und ihr Einzugsgebiet mit 1800 Quadratkilometern größer als die Bundesländer Hamburg und Berlin zusammen. Und sie ist für uns der schönste Fluss weit und breit - von den Eisvogeltälern und Kranichmooren am Oberlauf über die von Neptun regierte salzige Tideoste nördlich von Bremervörde bis hin zu den Seehundbänken in der Mündung bei Balje - ein "Fluss, der alles hat". 

 

Aber die Osteregion war in den zuständigen vier ostefernen Kreisstädten lange Zeit vernachlässigt worden. Den Winsenern lag die Luhe näher, den Rotenburgern die Wümme. In Stade bewarb man lieber das Alte Land am Elbstrom, in Cuxhaven lieber die Nordseebäder. Wenn man kurz nach der Jahrtausendwende das Wort "Oste" in die Suchmaschinen eingab, erfuhr man erstmal was über Osteoporose. 

 

Um das zu ändern, galt es zunächst, den Zusammenhalt  der Aktiven zwischen Quelle und Mündung zu stärken - über politische Präferenzen und über die Grenzen der Landkreise WL, ROW, STD und CUX hinweg. 

 

Dazu dient nunmehr seit 15 Jahren in jedem Frühling der „Tag der Oste" mit der Verleihung des sogenannten "Oste-Oscars". Der bisher dank Sponsoren mit insgesamt rund 60.000 Euro dotierten und an fast 100 Frauen und Männer verliehenen Osteland-Kulturpreis "Goldener Hecht" war durch das sagenhafte Hechthäuser Wappentier mit der goldenen Krone über dem Brunnen vor der "Ostekrone" inspiriert worden.

 

Den Zusammenhalt der Aktiven dienten auch diverse Arbeitskreise zu Themen wie Kultur, Wanderfische, Ökologie und Wassersport. Sie werden mittlerweile als virtuelle Gruppen in den sozialen Netzwerken fortgeführt (siehe Goldenes, Silbernes, Grünes und Blaues Netz auf Facebook und osteland.de).

 

Vernetzung durch Informationsaustausch und gegenseitigen Beistand - das hat seit den Gründungsjahren des Vereins immer wieder die vielen Ehrenamtlichen gestärkt, die vor Ort zum Teil Enormes bewirkt haben. 

 

Osteland-Mitglieder haben beispielsweise die Ostefähre in Brobergen samt Fährkrug gerettet, ebenso den Freiburger Hafenspeicher, die Ostener Kulturmühle, den alten Baljer Leuchtturm, das Bremervörder Ostewehr und einiges Erhaltenswerte mehr. 

 

Andere Ostefreunde pflegen die Heimatgeschichte, etwa mit Beiträgen zu den insgesamt sieben von der AG Osteland herausgegebenen Büchern sowie durch Mithilfe bei Ausstellungen, etwa aus Anlass der Jahrestage des Endes der Franzosenzeit oder der verheerenden Sturmfluten. 

 

Osteland-Mitglieder organisierten auch schon Veranstaltungen zur Schifffahrtsgeschichte oder eine Serie von Kunstausstellungen, um zu zeigen, dass die Region in dieser Hinsicht so fruchtbar ist wie das Worpsweder Malerland.

 

Viel Beachtung fanden Aktivitäten zur Erinnerung an Peter Rühmkorf und Walter Kempowski, die großen Literaten von der Oste. Und Dutzende von Lesungen im Rahmen des Projekts "Krimiland Kehdingen-Oste" nutzen seit 2006 die mittlerweile über 60 hier handelnden Thriller, um überregional auf die literarischen Reize der Region neugierig zu machen. 

 

Osteland-Mitglieder wie etwa Albertus Lemke organisieren seit vielen Jahren Wanderungen in der Region oder bieten vogelkundliche Ausflüge an die Ostemündung oder in die Ostemoore an. 

 

Andere wiederum leisteten lange Zeit Pionierarbeit auf dem Gebiet des Artenschutzes mit Stör-Austellungen, Stör-Festen, Stör-Infoabenden und der beharrlichen Pflege des Stör-Denkmals in Oberndorf, das der Wiederansiedlung des einst  hier ausgerotteten Urzeitfischs gewidmet ist. 

 

Gekrönt wurden die Bemühungen der Osteland-Sportfischer um den unvergessenen Wolfgang Schütz aus Osten durch die Anerkennung der Stör-Wiederansiedlung als UNO-Projekt und durch die Benennung des Störs zum "Fisch des Jahres".

 

Immer wieder hat der Verein Jubiläen genutzt, um auf die einstmals vergessene Region aufmerksam zu machen.  So haben wir 2009 aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Schwebefähre Osten - Hemmoor ein „Jahr der Oste“ ausgerufen und entlang des Flusses rund 300 Veranstaltungen koordiniert. 

 

Zum zehnjährigen Bestehen der AG Osteland wurde 2014 eine  Fest-Dekade mit hunderten von Teilnehmern veranstaltet, unter anderem mit einer „Fährrad-Stafette“ von Bremervörde bis Kiel und weiter mit Shantychor-Begleitung auf einer der dortigen Ostseefähren bis nach Oslo.

 

Die Heimatgeschichte des Ostelandes war Thema von Veranstaltungsreihen zu den Jahrestagen der großen Sturmfluten oder des Endes der Franzosenzeit. Mit Schwerpunktaktionen und Pressekampagnen wehrten wir uns gegen eine finanzielle Vernachlässigung des Natureums („Tor zur Oste“), gegen eine Kürzung der Durchfahrtszeiten der Ostebrücken und gegen einen Abriss des historischen Wehrs in Bremervörde - in all diesen Fällen erfolgreich.

 

Vergebens gewesen scheinen dagegen unser Kampf gegen eine weitere Elbvertiefung und gegen die Schließung ländlicher Schulen im Raum Bremervörde und in Oberndorf. Immerhin: im Kampf erprobten Oberndorf, der Gemeinde mit dem höchsten Anteil an AG-Osteland-Mitgliedern, gelang es stattdessen, eine Nachmittagsbetreuung („Kiwitte“) und eine private Schule („LernArt“) zu initiieren.

 

Solche Erfolge in einzelnen Leuchtturmdörfern dürfen nicht über anhaltende Fehlentwicklungen zu Lasten von „remote rural regions“ wie dem Osteland hinwegtäuschen. Denn die „Entschulung“ kleiner Orte geht nach wie vor einher mit der Aufgabe von Sparkassenfilialen, Jugendzentren, Dorfläden, Gaststätten, Arztpraxen, Krankenhäusern, Post- und Verwaltungsaußenstellen.

 

Auch unsere Hinweise auf massive Defizite in der Verkehrsinfrastruktur sind in Berlin leider unbeachtet geblieben. Seit dem Gründungsjahr der AG Osteland weisen wir darauf hin, dass die Bahnbrücke in Hechthausen aufgrund einer kriegsbedingten Sprengung nur eingleisig befahrbar ist - seit nunmehr fast einem Dreivierteljahrhundert.

 

Dass sich Beharrlichkeit allerdings auch auszahlen kann, zeigt ein anderes Beispiel: Unsere seit über zehn Jahren vorgetragenen Klagen darüber, dass das Osteland zu den letzten verkehrsverbundfreien Zonen Deutschlands zählt, sind auch dank des Einsatzes kommunalpolitisch tätiger Ostefreunde gehört worden: Ab Dezember wird der HVV bis Cuxhaven reichen und der Tarifwucher ein Ende haben.

 

Guter Hoffnung können wir, 15 Jahre nach der Gründung, auch für die Deutsche Fährstraße sein: Der Rendsburger Bürgermeister, unser AG-Osteland-Mitstreiter Pierre Gilgenast, geht davon aus, dass der mit gut 10 Millionen Euro veranschlagte Neubau der havarierten zweiten deutschen Schwebefähre 2020 abgeschlossen sein wird, rechtzeitig zum 125-jährigen Bestehen des Nord-Ostsee-Kanals, des Nordabschnitts unserer Ferienstraße.

Seit 15 Jahren verbindet eine Ferienstraße die beiden letzten deutschen Schwebefähren / Von Jochen Bölsche

 

Die Idee keimte im spanischen Königspalast, am Rande einer Audienz, die Juan Carlos I. im Herbst 2003 den Gründungsmitgliedern des Weltverbandes der Schwebefähren gewährte. 

 

Im Zarzuela-Palast in Madrid gedieh im Gespräch mit den Bürgermeistern von Osten sowie Rendsburg und Osterrönfeld der Plan, die beiden letzten deutschen Schwebefähren an der Oste und am Nord-Ostsee-Kanal (NOK) durch eine Ferienstraße zu verbinden, die dem Thema Gewässerquerungen gewidmet sein sollte: Furten, Fähren, Brücken, Tunnel...

 

Als Endpunkte dieser „Deutschen Fährstraße“ vorgesehen waren Kiel, bis 1923 Standort einer Schwebefähre auf der Kaiserlichen Werft, und Bremervörde, das seinen Namen und seine Bedeutung der dortigen Oste-Furt („vörde“) verdankt. 

 

Noch am selben Wochenende berichtete die Deutsche Presseagentur (dpa) aus Madrid über das Fährstraßen-Konzept, das ich als frischgebackener Vize-Präsident des Weltverbandes vorgelegt hatte: „Auf den gut 200 Kilometern wären zahlreiche historische und moderne Fähren zu besichtigen.“

 

Als Träger des schleswig-holsteinischen Nordabschnittes der Route hatte der Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner in Spanien die in seiner Stadt ansässige Tourist-Info Nord-Ostsee-Kanal (Tinok) ins Gespräch gebracht. Für den niedersächsischen Südabschnitt sagte ich die Gründung eines regionalen Trägervereins zu.

 

Die Idee einer länderübergreifenden „Fährienstraße“ zur touristischen Stärkung mehr oder weniger abgelegener Regionen, für die ich daraufhin bei 120 Adressaten mit einer achtseitigen Denkschrift warb, fand rasch breite Zustimmung -  in den Staatskanzleien in Kiel und Hannover ebenso wie in vielen Kommunen zwischen Oste und Ostsee und bei Vereinen, die auf eine touristische Stärkung ihrer  Region hofften, darunter auch die  besonders rührige Unternehmergemeinschaft Hemmoor.

 

Als meine Frau Renate und ich - Redakteur, werdender Rentner und Ostener Neubürger - am 13. Januar 2004 mit neun Einheimischen im Hotel Fährkrug unter der Oste-Schwebefähre zwecks Vereinsgründung zusammentrafen, stellte sich der Touristiker Gerald Tielebörger von der örtlichen Unternehmergemeinschaft als Gründungsvorsitzender zur Verfügung. Und damit startete eine Initiative, die in den folgenden anderthalb Jahrzehnten sehr viel mehr zu Stande brachte als nur eine Ferienroute. Heute gilt der Verein als „Lobby für die Oste“ und als die einzige ehrenamtlich geführte Gewässergebietskooperation Deutschlands.

 

Die 2004 verabschiedete Satzung verlieh dem gemeinnützigen Verein in Paragraf 1 den Namen „Arbeitsgemeinschaft Osteland“ - und schuf damit zugleich die heutige gängige Bezeichnung für das zuvor namenlose mittlere Drittel des Elbe-Weser-Dreiecks, eben den Einzugsbereich der Oste.

 

Im Zentrum der Arbeit stand in den ersten Jahren einer der Vereinszwecke, der in Paragraf 2 hervorgehoben wurde: die „Erschließung der Natur- und Kulturgüter der Region durch einen umweltverträglichen Tourismus, insbesondere durch Förderung von Wander-, Rad- und Wasserwanderwegen im Zuge einer Ferienstraße (Deutsche Fährstraße)“.

 

In der Rekordzeit von weniger als vier Monaten gelang es dem winzigen Verein damals, praktisch ohne Startkapital drei verschiedene Routen für Rad-, Auto- und Bootstouristen festzulegen, Routenschilder und Werbematerialien zu fertigen und mit dem Mut des Autodidakten eine Website zu erstellen, die sich in den folgenden Jahren neben Pressemitteilungen und Prospekten als wichtigstes Werbemittel bewähren sollte.

 

In den anderthalb Jahrzehnten seit der feierlichen Eröffnung der Fährstraße im Mai 2004 durch Politiker und Touristiker von Oste und  NOK ist viel geschehen. War unsere Route beim Start noch die 150. deutsche Ferienstraße, werden mittlerweile bundesweit über 300 derartige Angebote beworben; fast alle sind heute finanziell und personell exzellent ausgestattet.

 

Trotz stetig wachsender Konkurrenz (unter anderem auch am NOK) findet die Fährstraße dank klarer Streckenführung und eingängiger Thematik immer wieder viel positive Resonanz, nicht zuletzt in den Medien.

 

Fachmagazine für Motorradfahrer, Wohnmobilisten und Oldtimer-Fans weisen Frühjahr für Frühjahr auf die Route hin, die „frohe ‚Fährien‘ im frischen Norden“ verspricht. Die Deutsche Zentrale für Tourismus bewarb sie zeitweise in zehn Weltsprachen und reihte sie unter die „Top 10“ der deutschen Ferienstraßen ein, die Frankfurter Rundschau sogar unter die "Top 5". 

 

Bei einer Publikumsabstimmung des MDR rangierte die Strecke, ebenso wie bei Focus online, sogar auf dem 2. Platz der "Traumstraßen in Deutschland". Die Süddeutsche Zeitung stellte die Route 2017 neben Kö und Kudamm in ihrer Serie "Deutsche Straßen" vor. Als einzige deutsche Ferienroute war sie frühzeitig von der japanischen Regierung ausgewählt worden, um Europa bei einem Themenstraßen-Workshop in Tokio zu vertreten. 

 

Inzwischen ist die Route auf attraktive Weise vielfach ergänzt worden:  Im Süden hat sie durch den Abschnitt Tostedt-Bremervörde des Oste-Radweges eine Verlängerung erfahren. Im Norden wurde sie 2018 durch eine Trassenvariante ergänzt, die zur Störfähre nach Beidenfleth führt. Und in Brunsbüttel soll - nicht zuletzt dank des Einsatzes unserer Mitglieder Uwe Santjer und Stefan Moordieck - wieder eine Elbe-Fähre die Fährstraße bereichern.

 

Osteland-Mitglieder waren es auch, die ehrenamtlich eine Nordstrecke für die Niedersächsische Milchstraße rund um Hasenfleet sowie eine Historische Ostedeich-Route am Unterlauf und den Historischen Fährweg Osten - Basbeck samt der Internationalen Schwebefähren-Infomeile entworfen haben, die  2018 von der Stadt Hemmoor aufs Neue straßenbaulich aufgewertet wurde.

 

Neben der Werbung für die Fährroute hat es die Arbeitsgemeinschaft von ihrer Gründung an immer wieder als eine zentrale Aufgabe angesehen, für die Erhaltung und Aufwertung der beiden Symbolbauten der Route zu kämpfen.

 

Mit Hilfe aktiver Öffentlichkeitsarbeit des Weltverbandes gelang es, anfängliche politische Widerstände gegen eine Sanierung der vom TÜV stillgelegten Oste-Fähre zu überwinden. „Bild“ titelte: „Spanischer König rettet deutsche Schwebefähre.“

 

Die von uns schon 2003 formulierte Forderung nach Anerkennung als Weltkulturerbe (wie sie 2006 im Fall der „Mutter aller Schwebefähren“ in Bilbao erzielt wurde) gehört unverändert zu den Zielen auch der Aktiven an Oste und NOK. Die mittlerweile auch von den Landesregierungen in Hannover und Kiel geteilte Position half, den technikgeschichtlichen Wert der Bauwerke hervorzuheben und die Akzeptanz für Ihre Erhaltung und Rettung zu schaffen – so als die NOK-Schwebefähre 2016 bei einer Havarie irreparabel beschädigt worden war und es galt, einen Neubau politisch durchzusetzen.

 

Parallel dazu hat der Verein, der binnen anderthalb Jahrzehnten von 11 auf über 650 Mitstreiter gewachsen ist (rund ein Zehntel davon korporative Mitglieder wie Kommunen, Firmen und Vereine), sich mehr und mehr auch als Interessenvertretung für den „vergessenen Fluss“ bewährt.

 

Wieso vergessen? Die Oste ist mit 140 Kilometern zwar der längste Nebenfluss der Niederelbe und ihr Einzugsgebiet mit 1800 Quadratkilometern größer als die Bundesländer Hamburg und Berlin zusammen. Und sie ist für uns der schönste Fluss weit und breit - von den Eisvogeltälern und Kranichmooren am Oberlauf über die von Neptun regierte salzige Tideoste nördlich von Bremervörde bis hin zu den Seehundbänken in der Mündung bei Balje - ein "Fluss, der alles hat". 

 

Aber die Osteregion war in den zuständigen vier ostefernen Kreisstädten lange Zeit vernachlässigt worden. Den Winsenern lag die Luhe näher, den Rotenburgern die Wümme. In Stade bewarb man lieber das Alte Land am Elbstrom, in Cuxhaven lieber die Nordseebäder. Wenn man kurz nach der Jahrtausendwende das Wort "Oste" in die Suchmaschinen eingab, erfuhr man erstmal was über Osteoporose. 

 

Um das zu ändern, galt es zunächst, den Zusammenhalt  der Aktiven zwischen Quelle und Mündung zu stärken - über politische Präferenzen und über die Grenzen der Landkreise WL, ROW, STD und CUX hinweg. 

 

Dazu dient nunmehr seit 15 Jahren in jedem Frühling der „Tag der Oste" mit der Verleihung des sogenannten "Oste-Oscars". Der bisher dank Sponsoren mit insgesamt rund 60.000 Euro dotierten und an fast 100 Frauen und Männer verliehenen Osteland-Kulturpreis "Goldener Hecht" war durch das sagenhafte Hechthäuser Wappentier mit der goldenen Krone über dem Brunnen vor der "Ostekrone" inspiriert worden.

 

Den Zusammenhalt der Aktiven dienten auch diverse Arbeitskreise zu Themen wie Kultur, Wanderfische, Ökologie und Wassersport. Sie werden mittlerweile als virtuelle Gruppen in den sozialen Netzwerken fortgeführt (siehe Goldenes, Silbernes, Grünes und Blaues Netz auf Facebook und osteland.de).

 

Vernetzung durch Informationsaustausch und gegenseitigen Beistand - das hat seit den Gründungsjahren des Vereins immer wieder die vielen Ehrenamtlichen gestärkt, die vor Ort zum Teil Enormes bewirkt haben. 

 

Osteland-Mitglieder haben beispielsweise die Ostefähre in Brobergen samt Fährkrug gerettet, ebenso den Freiburger Hafenspeicher, die Ostener Kulturmühle, den alten Baljer Leuchtturm, das Bremervörder Ostewehr und einiges Erhaltenswerte mehr. 

 

Andere Ostefreunde pflegen die Heimatgeschichte, etwa mit Beiträgen zu den insgesamt sieben von der AG Osteland herausgegebenen Büchern sowie durch Mithilfe bei Ausstellungen, etwa aus Anlass der Jahrestage des Endes der Franzosenzeit oder der verheerenden Sturmfluten. 

 

Osteland-Mitglieder organisierten auch schon Veranstaltungen zur Schifffahrtsgeschichte oder eine Serie von Kunstausstellungen, um zu zeigen, dass die Region in dieser Hinsicht so fruchtbar ist wie das Worpsweder Malerland.

 

Viel Beachtung fanden Aktivitäten zur Erinnerung an Peter Rühmkorf und Walter Kempowski, die großen Literaten von der Oste. Und Dutzende von Lesungen im Rahmen des Projekts "Krimiland Kehdingen-Oste" nutzen seit 2006 die mittlerweile über 60 hier handelnden Thriller, um überregional auf die literarischen Reize der Region neugierig zu machen. 

 

Osteland-Mitglieder wie etwa Albertus Lemke organisieren seit vielen Jahren Wanderungen in der Region oder bieten vogelkundliche Ausflüge an die Ostemündung oder in die Ostemoore an. 

 

Andere wiederum leisteten lange Zeit Pionierarbeit auf dem Gebiet des Artenschutzes mit Stör-Austellungen, Stör-Festen, Stör-Infoabenden und der beharrlichen Pflege des Stör-Denkmals in Oberndorf, das der Wiederansiedlung des einst  hier ausgerotteten Urzeitfischs gewidmet ist. 

 

Gekrönt wurden die Bemühungen der Osteland-Sportfischer um den unvergessenen Wolfgang Schütz aus Osten durch die Anerkennung der Stör-Wiederansiedlung als UNO-Projekt und durch die Benennung des Störs zum "Fisch des Jahres".

 

Immer wieder hat der Verein Jubiläen genutzt, um auf die einstmals vergessene Region aufmerksam zu machen.  So haben wir 2009 aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Schwebefähre Osten - Hemmoor ein „Jahr der Oste“ ausgerufen und entlang des Flusses rund 300 Veranstaltungen koordiniert. 

 

Zum zehnjährigen Bestehen der AG Osteland wurde 2014 eine  Fest-Dekade mit hunderten von Teilnehmern veranstaltet, unter anderem mit einer „Fährrad-Stafette“ von Bremervörde bis Kiel und weiter mit Shantychor-Begleitung auf einer der dortigen Ostseefähren bis nach Oslo.

 

Die Heimatgeschichte des Ostelandes war Thema von Veranstaltungsreihen zu den Jahrestagen der großen Sturmfluten oder des Endes der Franzosenzeit. Mit Schwerpunktaktionen und Pressekampagnen wehrten wir uns gegen eine finanzielle Vernachlässigung des Natureums („Tor zur Oste“), gegen eine Kürzung der Durchfahrtszeiten der Ostebrücken und gegen einen Abriss des historischen Wehrs in Bremervörde - in all diesen Fällen erfolgreich.

 

Vergebens gewesen scheinen dagegen unser Kampf gegen eine weitere Elbvertiefung und gegen die Schließung ländlicher Schulen im Raum Bremervörde und in Oberndorf. Immerhin: im Kampf erprobten Oberndorf, der Gemeinde mit dem höchsten Anteil an AG-Osteland-Mitgliedern, gelang es stattdessen, eine Nachmittagsbetreuung („Kiwitte“) und eine private Schule („LernArt“) zu initiieren.

 

Solche Erfolge in einzelnen Leuchtturmdörfern dürfen nicht über anhaltende Fehlentwicklungen zu Lasten von „remote rural regions“ wie dem Osteland hinwegtäuschen. Denn die „Entschulung“ kleiner Orte geht nach wie vor einher mit der Aufgabe von Sparkassenfilialen, Jugendzentren, Dorfläden, Gaststätten, Arztpraxen, Krankenhäusern, Post- und Verwaltungsaußenstellen.

 

Auch unsere Hinweise auf massive Defizite in der Verkehrsinfrastruktur sind in Berlin leider unbeachtet geblieben. Seit dem Gründungsjahr der AG Osteland weisen wir darauf hin, dass die Bahnbrücke in Hechthausen aufgrund einer kriegsbedingten Sprengung nur eingleisig befahrbar ist - seit nunmehr fast einem Dreivierteljahrhundert.

 

Dass sich Beharrlichkeit allerdings auch auszahlen kann, zeigt ein anderes Beispiel: Unsere seit über zehn Jahren vorgetragenen Klagen darüber, dass das Osteland zu den letzten verkehrsverbundfreien Zonen Deutschlands zählt, sind auch dank des Einsatzes kommunalpolitisch tätiger Ostefreunde gehört worden: Ab Dezember wird der HVV bis Cuxhaven reichen und der Tarifwucher ein Ende haben.

 

Guter Hoffnung können wir, 15 Jahre nach der Gründung, auch für die Deutsche Fährstraße sein: Der Rendsburger Bürgermeister, unser AG-Osteland-Mitstreiter Pierre Gilgenast, geht davon aus, dass der mit gut 10 Millionen Euro veranschlagte Neubau der havarierten zweiten deutschen Schwebefähre 2020 abgeschlossen sein wird, rechtzeitig zum 125-jährigen Bestehen des Nord-Ostsee-Kanals, des Nordabschnitts unserer Ferienstraße.

Die AG Osteland verfügt seit Ende 2019 über eine offizielle Vereinsseite mit der Adresse 

Herbstwanderung im südlichen Osteland

4. 11. 2018. Leseempfehlung: Im Hadler Kurier vom heutigen Sonntag berichtet Harald Kleinmann in Wort und Bild über die jüngste Wanderung der Arbeitsgemeinschaft Osteland an die obere Oste im Raum Sittensen. Der Beitrag steht hier online zur Verfügung. 

Cadenberge: OP am offenen Herzen

25. 9. 2018. In Cadenberge nähert sich der Abriss des am 7. April geschlossenen Marktkauf-Komplexes jetzt der Endphase. Laut Edeka-Nord entsteht dort auf insgesamt 4300 Quadratmetern ein „frischeorientierter Markt“ mit einem 25 000 Artikel umfassenden Sortiment (Foto: Bölsche).

Kreatives Handwerk im Kornspeicher

25. 9. 2018. Über 40 Aussteller aus Kunst und Handwerk bieten beim Kornspeichermarkt in Freiburg am Wochenende 6./7. Oktober jeweils von 11 bis 17 Uhr ihre Produkte zum Kauf an. Auf den drei Etagen des Historischen Kornspeichers - einem Mitglied der AG Osteland - und dem Außengelände erwarten die Besucher neben Seifen, Kerzen, Schmuck, Besticktem und Genähtem, auch vielfältige Dekorationsartikel aus Holz, Ton und Eisen sowie landwirtschaftliche Produkte von regionalen Erzeugern. Eine üppige Auswahl an herzhaften und süßen Speisen lädt zum Verweilen ein. Der Eintritt ist frei.

 

„Die Vorbereitungen für die diesjährige Ausgabe des Kornspeichermarktes laufen schon seit Anfang des Jahres, um allen Besuchern bereits zum fünften Mal ein breites Angebot in einem gemütlichen Ambiente präsentieren zu können!“, so die Geschäftsleitung und Organisatorin Lotta Klein. Die Aussteller präsentieren individuelle Produkte aus eigener Produktion, denn der traditionelle Herbstmarkt im Kornspeicher soll keinen Massenkonsum abbilden. 

 

Interessierte können einen Besuch beim Kornspeichermarkt mit weiteren Nordkehdinger Highlights verbinden: zur selben Zeit findet der traditionelle "Bockmarkt" in Freiburg statt, in der Freiburger Kirche kann der prunkvoll geschmückte Erntedank-Altar besichtigt werden und im Nachbarort Oederquart wird am Sonntag der "Apfeltag" veranstaltet.Ausreichend Parkmöglichkeiten finden sich am Freiburger Sportplatz (Am Bassin), nur drei Gehminuten vom Kornspeicher entfernt. Unmittelbar am Kornspeicher stehen keine Parkplätze zur Verfügung. 

Nahe der Fährstraße: ein Fährhaus ohne Fähre

19. 9. 2018. An der Fassade des „Alten Fährhauses“ in Lexfähre/Eider entdecken wir einen alten Bekannten: einen Fährmann, wie ihn auch die Mitgliedsnadel der Arbeitsgemeinschaft Osteland sowie das Symbol ihrer Deutschen Fährstraße zeigen. All diese Darstellungen wiederum lehnen sich an den Kahnfährmann an, der als Kunst am Bau seit über 50 Jahren das Südportal des Rendsburger Kanaltunnels ziert (Foto) - wenn die Bronzeplastik des Möllner Bildhauers Karlheinz Goedtke (1915-1995) nicht gerade mal wegen Bauarbeiten eingelagert ist.

Am Alten Fährhaus in Lexfähre (Fotos: Bölsche) gibt es übrigens keine Fähre mehr: Der gesperrte Fährkopf gehört Wildgänsen und -enten. Der Verkehr über die Eider fliesst heute  über eine Klappbrücke an der benachbarten Eider-Schleuse.

Osteland-Kalender 2019 ausgeliefert

5. 9. 2018. Auch im Dorfladen in Neuhaus (Foto: Bölsche) gibt‘s ab sofort den neuen Osteland-Kalender. Dazu schreibt AG-Osteland-Vorsitzender Claus List: „Der Kalender der Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V. für 2019 liegt nun druckfrisch vor. Im bewährten A3-Format, aber in neuem Layout, kann der beliebte Begleiter durch das nächste Jahr ab der kommenden Woche in den bekannten Verkaufsstellen entlang der Oste für den Eigengebrauch oder als Geschenk zum bisherigen Preis von 9,90 € erworben werden. Ein großer Dank für die hervorragende Druckqualität und hochwertige Ausstattung gilt dem Druckpartner in Hemmoor.“

 

Verkaufsstellen 2018: 

Wiebkes Klönstuv, Neuhaus
Walter Rademacher, Neuhaus
Fa. Ulex, Neuhaus
Fa. Hunger, Cadenberge
Kiebitzmarkt, Cadenberge
Fa. EP Holl, Cadenberge
Heimatmuseeum Geversdorf
Dorfladen Lemke, Oberndorf
Kombüse 53 Grad Nord, Oberndorf
Druckpartner Hemmoor
Tourist Info Wingst
Hunger Hemmoor
Renate Bölsche, Osten
Tourist-Info Hemmoor
Schlachterei Guthahn/Brandt, Osten
Fährstuv Osten
Ewald Romund, Großenwörden
Frischemarkt Koppelmann, Drochersen
Buchhandlung Peschel Himmelpforten
Contor-Buchhandlung Stade
EDEKA Eggert Freiburg
Börde-Apotheke Lamstedt
Hans-Herrman Tiedemann, Elm
Buchhandlung Morgenstern Bremervörde
Tourist-Info Bremervörde
Dorfladen Otter
Claus List, Bremervörde
Maritime Landschaft Unterelbe, Grünendeich
EDEKA-Markt Tiedemann, Estorf
EDEKA-Markt Tiedemann, Lamstedt
Oste-Café Eitzmühlen (Landgasthaus Martin)
Spielparadies Wülpern, Selsingen
Buchhandlung Lesezeichen, Zeven
Tourist Info Sittensen

Osten: Trauer um Erika Borchers

18. 6. 2018. Osten trauert um Erika Borchers. Die Rechtsanwältin und Notarin hat sich jahrzehntelang als Vorstandsmitglied der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre und als Vorsitzende des Heimatvereins "An Moor un Diek" für das historische Erbe des Dorfes eingesetzt, insbesondere das Heimat- und Buddelmuseum und die mehrfach in ihrer Existenz bedrohte Schwebefähre. Erika Borchers war im vorigen Jahr von der AG Osteland die höchste Mitgliederauszeichnung, der Goldene Fährmann, verliehen worden.

AG Osteland plant wieder Benefizkalender

20. 4. 2018. Auch für 2019 möchte die Arbeitsgemeinschaft Osteland wieder einen Benefizkalender „Lieblingsbilder aus dem Osteland“ herausgeben. Der Kalender im DIN A3-Querformat soll im Frühsommer erscheinen und wird wieder an vielen Stellen entlang der Oste erhältlich sein. Im jüngsten Rundbrief des Vereins schreibt Vorsitzender Claus List:

 

Wir rufen unsere Mitglieder und alle Hobby- und Profi-Fotografen dazu auf, für dieses Projekt ein oder mehrere Lieblingsbilder von der Oste an die AG Osteland zu schicken (Email: ing@walter-rademacher.de). Es dürfen nicht nur reine Landschaftsbilder sein, sondern auch Menschen und Tiere darauf zu sehen sein. Die Qualität sollte über 10 Megapixel Auflösung liegen. 

 

Mit der Einsendung der Bilder erklären sich die Fotografen einverstanden, dass Fotos auch in späteren Kalendern veröffentlicht werden oder auch auf der Webseite der AG Osteland gezeigt werden können.

 

Fotografen, deren Bilder im Kalender berücksichtigt werden, bekommen zwei Exemplare des „Osteland-Kalenders 2019“ gratis von uns.

 

Von besonderem Interesse sind Bilder aus März-April (jetzt blüht der Frühling!) und Oktober-November sowie vom Oste-Hochwasser am 5. Januar 2018. Auch Bilder oberhalb von Bremervörde sind der Redaktion besonders willkommen.

 

Schicken Sie uns Ihre Lieblingsbilder bitte bis zum 31. Mai 2017, wir sind schon gespannt!“ Der Kalender-Redaktion gehören an: Karl-Heinz Brinkmann, Osten/Oste, 

Claus List, Freiburg/Elbe, Walter Rademacher, Neuhaus/Oste.

 

Unserer Abbildung zeigt das Titelbild des aktuellen Kalenders. Alle Kalenderblätter 2018 können hier betrachtet werden.

Erzähl-Salon zu Dorfläden an der Oste

Werbung für modernen multifunktionalen Dorfladen in Osterbruch (Foto: Bölsche)

3. 4. 2018. Die AG Osteland lädt zum sechstenmal zu einem „Osteland-Salon“ ein. Das Thema „Die Dorfladen-Betreiber erzählen“ wird am Donnerstag, 26. April, 20 Uhr, im Gasthaus zur Linde, Lamstedter Str. 12, 21789 Wingst, behandelt. Teilnehmer sind Wiebke tum Suden („Wiebkes Klönstuv“, Neuhaus), Birgit Lemke („Lemke’s Dorfladen“, Oberndorf), Thomas Czekalla („Dorfladen Rhade“, Rhade), Beate Adler („Nudelschmiede“, Hechthausen) und Arno Westerwick („DinO – Dorfladen in Otter“, Otter).

 

Wer zuhören möchte, kann sich per Mail anmelden bei Claus List, Vorsitzender AG Osteland: list@ag-osteland.de. Der Eintritt ist frei, die Platzkapazität begrenzt.

 

Sebastian Bertram (38), Organisator und Salonnier des Abends, erklärt zur Thematik: "Die Nahversorgung in den ländlichen Räumen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv verschlechtert. Eine Vielzahl kleiner Märkte und Geschäfte verschwand. Gab es 1990 bundesweit noch über 66.000 von ihnen, waren es im Jahr 2010 nur noch 11.000. Ein Schwund, der auch im Osteland spürbar ist. 

 

Gründe dafür sind vor allem die erhöhte PKW-Mobilität, das Preisbewusstsein der Konsumenten sowie die Tendenz zur Kopplung von Erledigungen. Supermarktketten eroberten mit ihren Filialen das platte Land. Sie gestalten ihre Angebote konzentriert und zugleich vielfältig – auf großen Verkaufsflächen an verkehrsgünstig gelegenen Orten. Die kleinen Dorfläden blieben nach und nach auf der Strecke.

 

Eine generelle Trendumkehr zurück zum lokalen Einkauf scheint eher unwahrscheinlich. Allerdings gibt es Entwicklungen, die der Nahversorgung zugutekommen: Der Wunsch nach „sicheren“, regionalen und authentischen Nahrungsmitteln steigt. Biolieferdienste und die Produktion direkt im Laden sind erfolgsversprechende Lösungen. Auch steigende Benzinpreise könnten die nähere Versorgung begünstigen. Und nicht zuletzt soziale Faktoren: So fördert die Nahversorgung maßgeblich das Zusammenleben und die Kommunikation im Ort. 

 

Dorfläden sind vor allem für nicht-motorisierte Senioren und Kinder von großer Bedeutung. Sie tragen zu einem verstärkten Wir-Gefühl bei. Emotionalität ist für viele Menschen inzwischen wichtiger als Effizienzoptimierung.

 

Supermarktketten scheuen das Risiko trotz dieser „neuen“ Potenziale. Vielmehr sind es mutige Landbewohner, die wieder kleine Lebensmittelgeschäfte auf dem Land eröffnen – als Einzelkämpfer oder zusammengeschlossen als Initiative. So auch links und rechts der Oste. 

 

Was treibt Menschen an, diesen Schritt zu wagen? Was sind ihre Herausforderungen? Welche Vorbilder haben sie? Wie sehen sie die Zukunft? Antworten auf Fragen wie diese versprechen die Geschichten des 6. Osteland-Salons."

 

Der Osteland-Salon dauert zwei Stunden. Die Erzähler können sich gedanklich auf die Runde einstimmen, brauchen sich jedoch nicht aufwendig vorzubereiten. Niemand wird in seinem Erzählfluss unterbrochen, Zwischenfragen bleiben die Ausnahme, ein Austausch erfolgt im geselligen Anschluss. Die wenigen Regeln, die es braucht, hat Sebastian Bertram im Blick. Der studierte Historiker und Germanist, der als freier PR-Referent in Hamburg arbeitet, hat beim Berliner Unternehmen Rohnstock Biografien die Ausbildung zum Salonnier durchlaufen. Seit 2011 organisiert und moderiert er Erzählsalons in unterschiedlichsten thematischen Zusammenhängen an verschiedenen Orten.

 

Der Einladung zu einem solchen Erfahrungsaustausch im Osteland folgten bisher Fährleute, Krimiautoren, Oberndorfer „Kinder“ aus sieben Generationen, Naturschützer und Heimatforscher.  30 bis 60 Zuhörer lauschten ihren Geschichten. Veranstaltungsorte waren der Ostener Fährkrug, die Oberndorfer Kombüse 53° Nord, der Kleinwördener Berthof, Plate’s Osteblick in Gräpel sowie der Kornspeicher in Nieder Ochtenhausen. Ziel ist es, in möglichst vielen Dörfern und Gemeinden an Ober- und Unterlauf der Oste einmal einen Osteland-Salon zu initiieren.

 

Sie sind an einem Osteland-Salon in Ihrem Ort interessiert und haben ein interessantes Thema, dann wenden Sie sich gern an Sebastian Bertram: bertram@elbspree.de., 0176-61036587.

Gastro-Neustart am Historischen Fährweg

21. 3. 2018. Lange Zeit war das leerstehende ehemalige Empfangsgebäude des Hemmoorer Bahnhofs mit seinen zertrümmerten Fensterscheiben ein „zentraler Schandfleck“, wie oste.de 2005 kritisierte (Text im Archiv).

Ebenfalls 2005 präsentierte die AG Osteland eine von Jochen Bölsche verfasste Denkschrift mit dem Titel „Großer Bahnhof für Hemmoor“ mit Ideen zur Zukunft des Gebäudes. Die Stadt Hemmoor mit Hans Wilhelm Saul und Johannes Schmidt, die IG Bahnhofstraße um Birte Zöllner und Curt Schuster und der Investor Rainer Badenhoop engagierten sich. Im Mai 2011 konnte die Tourist Info in das sanierte Gebäude einziehen (siehe Archiv-Foto oben und Bericht). 

 

Der Bahnhof liegt direkt an dem von der AG Osteland konzipierten und betreuten Historischen Fährweg Osten - Hemmoor - Osten. Mittlerweile ist das historische Gebäude samt Bistro aus der Ostestadt nicht mehr wegzudenken.

Umso wichtiger ist, dass die zuletzt von der Ostener Familie Heise liebevoll geführte Gastronomie nun unter dem Namen „Gleis 3“ einen Neustart ankündigt, zu dem die Bürgermeister von Samtgemeinde und Stadt, Dirk Brauer und Lasse Weritz, soeben gratulierten - siehe Foto von  der Facebook-Seite der Firma, die auch einen Lieferservice anbietet.

Hauptversammlung 2018 der AG Osteland:

Der Rechenschaftsbericht von Claus List

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Ostefreundinnen und Ostefreunde, ich stelle jetzt den Bericht über die Arbeitsgemeinschaft und ihre Aktivitäten im vergangenen Berichtsjahr April 2017 bis März 2018 vor und gehe dabei aber nur am Rande auf die Themen ein, die schon Bestandteil meines Vortrags vorhin über „Das Jahr an der Oste“ gewesen sind… Seit der letzten Jahreshauptversammlung im April 2017 weist die Arbeitsgemeinschaft ein weiterhin erfreuliches Anwachsen der Mitgliederzahlen auf. So haben wir nunmehr die 650er Marke überschritten – zahlreiche Anmeldungen von Einzelmitgliedern werden ergänzt durch den Beitritt des Bremervörder Heimat- und Kulturvereins, herzlich Willkommen, Herr Bordiehn, und – was uns besonders freut, der Beitritt der Ostequellen-Samtgemeinde Tostedt. Auch Ihnen, Herr Allwardt, und der Samtgemeinde ein herzliches Willkommen.

 

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft hat 10 Mal getagt von Mai 2017 bis März 2018 und in engagierten und angeregten Sitzungen Planungen, Veranstaltungen und Beschlüsse auf den Weg gebracht – die im Netz vorhandenen Protokolle unter „Verein“ geben detailliert Aufschluss. Die Vorstandsmitglieder nahmen an zahlreichen Veranstaltungen auf Einladung befreundeter Institutionen und Vereine teil, beim Nachzählen kam bei mir die Zahl 72 zustande.

 

In den Sitzungen haben wir mehrfach Gäste des Monats begrüßen können – Ostefreunde und Mitglieder, die nicht zum Vorstand gehören, aber interessiert sind an der Mitarbeit in der Gemeinschaft – so Christel Mix, Reinhard Lindenberg, Bert Frisch, Harald Kleinmann und Paul Scharten.

 

Die Öffentlichkeitsarbeit in einem großen Verein wie dem unsrigen mit regional großflächiger Ausdehnung erfordert die Zuhilfenahme der heutigen sozialen Medien und so meldete unser Ehrenvorsitzender Jochen Bölsche, Administrator und Beschicker von nahezu einem halben Hundert Facebook- und Internetseiten, eine eindrucksvolle Zahl von 250 bis 350 Klicks pro Tag auf unseren Seiten. Auch an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an dich, Jochen. Du hast in Aussicht gestellt, dass in diesem Frühjahr auch die Website zur Deutschen Fährstraße unter deiner Federführung neu gestaltet werden wird.

 

Zu effektiver Öffentlichkeitsarbeit gehören von unserer Seite die erneute Herausgabe des Oste-Hafenführers in diesem Frühjahr, der neue Wohnmobil-Flyer, ein neu gestalteter 8-seitiger Flyer über die Arbeitsgemeinschaft, natürlich das heute bereitgestellte OstelandMagazin sowie Veröffentlichungen im Land-Hadeln-Magazin und im Hemmoor-Magazin und Beiträge in der regionalen Presse.

 

Nachdem die großformatigen Plakate „Komm, mach mit“ - wie am idyllischan Anleger in Oberndorf, viel positive Resonanz gefunden haben, wird nun auch überlegt, ein ähnliches Schild in Hechthausen aufzustellen. Schön, wenn auch die Gemeinden im südlichen Osteland Gefallen daran finden könnten. Auskünfte erteilt gern Vorstandsmitglied Karl-Heinz Brinkmann.

 

Wiederum ein schönes Beispiel für die Dokumentation des Zusammengehörigkeisgefühls an der Oste ist die Kalenderaktion für die 2018-Ausgabe, die erneut an mehr als 30 Verkaufsstellen entlang der Oste für eine erfreuliche Nachfrage sorgte. Auch für 2019 soll wieder ein Kalender erstellt werden. Wir freuen uns auf die Einsendung von Fotos aus dem gesamten Osteland. ... Die Publikationen der Arbeitsgemeinschaft sind wieder auf verschiedenen Veranstaltungen zur Verteilung gekommen – so beim Vörder Seefest in Bremervörde, beim Thementag „Sturmfluten“ in Freiburg und natürlich auch beim Weihnachtsmarkt in Oberndorf.

 

Um die Schriftzüge und das auffällige und erfolgreiche Logo der Arbeitsgemeinschaft urheberrechtlich weiter nutzen zu können und geschützt zu haben, war im Herbst eine erneute Lizenz für weitere 10 Jahre erforderlich. Die nicht geringen Kosten sehen wir aber als gerechtfertigt an. 

 

 Eine neue und ausschließlich positive Erfahrung haben wir mit einer Großveranstaltung machen können, die wir in sehr harmonischer Kooperation mit dem Förderverein Historischer Kornspeicher in Freiburg/Elbe durchgeführt haben: Den Thementag zur Weihnachtsflut 1717 mit namhaften Referenten, informativen Präsentationen und einer überdurchschnittlichen Resonanz in der örtlichen und überörtlichen Presse. Dank der Zuwendungen von Sponsoren, Institutionen und Gemeinden entlang der Unteren Elbe konnten sämtliche Kosten ausgeglichen werden. Möglich scheinen weitere gemeinsame Projekte zu Themen im Osteland und in der Elbmarsch.

 

Die Bestrebungen des Hamburger Senats für eine weitere Elbvertiefung stehen auch nach dem letzten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig im Visier der Gegner an Elbe und Oste, und die berechtigten Aktionen der engagierten Verfechter um Walter Rademacher sind nicht hoch genug zu würdigen. Lieber Walter, dafür sei dir gedankt und wir wünschen euch Erfolg auf dem beschwerlichen Weg.

 

Zum Abschluss meiner Ausführungen über das vergangene Jahr möchte ich noch eine erfreuliche Information an Sie weitergeben: Am 1. Mai wird wieder die traditionsreiche Maiwanderung unter der kompetenten Leitung von Vorstandsmitglied Albertus Lemke und seiner Frau Renate stattfinden – wie immer, ohne schon jetzt die Ziele im Einzelnen zu verraten. Wir freuen uns darauf, Albertus.

 

Bleibt mir noch, zum Einen euch, liebe Vorstandsmitglieder, einen herzlichen Dank auszusprechen für eure stete Unterstützung in der Vorstandsarbeit, für eure Ideen, die unsere Projekte ermöglichten und bereicherten, und die wieder ein wunderbares Jahr im Osteland erleben ließen.

 

Zum Anderen gilt unser Dank Ihnen, liebe Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft. Vor einem Jahr hatte ich den Dank so formuliert – und da bedarf es keinerlei Änderungen: „Sie unterstützen durch Ihre Mitgliedschaft nicht nur die Ziele und Aktivitäten des Vereins, Sie gestalten sie mit in den zahllosen scheinbar kleinen wie auch in den spektakulären größeren Projekten und Veranstaltungen. Sie bringen Ideen ein, die Sie bewegen, und Sie wirken tatkräftig mit, wenn Sie der Überzeugung sind, ein Vorhaben zum Wohle der Osteland-Region lohnt sich verwirklicht zu werden.“ Herzlichen Dank.

14. „Tag der Oste“ wieder in Bremervörde-Elm

15. 3. 2018. Über 150 Gäste erwartet die Arbeitsgemeinschaft Osteland an diesem Sonntag zu ihrem 14. Tag der Oste. Bereits zum zweiten mal findet das große  Flussfest in Schomakers Landgasthof im gastlichen Bremervörde-Elm statt; wie bereits 2013 (Rückblick) erwartet die Gäste zwischen Sektempfang und Edelfischplatte (Archivbild) ein dreistündiges Programm.

 
Höhepunkte sind die Verleihung des Oste-Kulturpreises „Goldener Hecht“ in sieben Kategorien sowie die Festvorträge des Osteland-Vorsitzenden Claus List  und des Sandbosteler Gedenkstätten-Geschäftsführers Andreas Ehresmann.
 
Vorgestellt werden am Sonntag die diesjährige Ausgabe des „Osteland-Magazins“ der Heimatzeitungen und der neue Image-Flyer der „Lobby für die Oste“. Um 14 Uhr folgt in Elm die Jahreshauptversammlung der AG Osteland mit Berichten und Neuwahlen.

Das Geheimnis des Goldenen Hechts

Eine Sage vom Oberlauf inspiriert Bildhauer, Zeichner, Autoren und Theatermacher 

15. 3. 2018. Auch in diesem Jahr verpasste der Hemmoorer Künstler Mike Behrens einer Figur den letzten Schliff, die von der Arbeitsgemeinschaft Osteland alljährlich in sieben Exemplaren als Kulturpreis "Goldener Hecht" verliehen wird: die Bronzestatue eines Fischs mit Flügeln und goldener Krone.

Zu der Trophäe inspiriert wurde die gemeinnützige AG Osteland, so der Gründer und Ehrenvorsitzende Jochen Bölsche, durch eine Sagenfigur vom Oberlauf des Flusses im Landkreis Rotenburg/Wümme: die Königstochter "Marie-Marei", deren goldene Krone in den Fluten der Oste versank. 

Eine plattdeutsche Version des Märchens, überliefert von Hans Wohltmann in dem 1959 erschienenen Buch "Sagen aus dem Lande zwischen Niederelbe und Niederweser", hatte die Schriftstellerin Elke Loewe und die Grafikerin Jo du Bosque zu ihrem Kinderbuch "Jonni Hecht" angeregt, zu deren Hauptfiguren ein gleichnamiger Oste-Hecht mit goldener Krone und eine Fährfrau aus Elm im Kreis Rotenburg zählen.

Nicht zuletzt dieses Bilderbuch, erschienen im Jahr 2000 im Fischerhuder Verlag Atelier im Bauernhaus, hat dazu beigetragen, dass der sagenhafte Hecht auch an der Unteren Oste zunehmend populär geworden ist - vor allem, naheliegenderweise, in Hechthausen im Kreis Cuxhaven. 

Die Oste-Gemeinde führt nicht nur den geflügelten Hecht in ihrem Wappen, die gekrönte Sagengestalt schmückt auch den Brunnen am Restaurant "Ostekrone" im Ortskern. 

Und eine Hechthausenerin, die Marionettenspielerin Franziska Ochsler, war es, die zum "Jahr der Oste" 2009 das Puppentheaterstück "Der Hecht mit der goldenen Krone" verfasst hat, das die Sagenfigur auch den Jüngsten nahebringt. 

Den ersten "Goldenen Hecht" in der Kategorie Literatur hatte die AG Osteland im Frühjahr 2005 - übrigens in Hechthausen - der Hechtbuch-Autorin Elke Loewe verliehen.

Knapp zwei Wochen bis zum 14. Tag der Oste

5. 3. 2018. Im soeben versandten März-Mitgliederbrief der AG Osteland schreibt Vorsitzender Claus List (Foto) unter anderem:

 

„... In 14 Tagen begeht die Arbeitsgemeinschaft Osteland den 14. Tag der Oste. Er findet statt in Schomaker’s Landgasthof in Elm. Sie haben die Einladung erhalten mit dem Hinweis, dass eine Anmeldung bis Montag, 5. März 2018, möglich ist. 

 

Ein abwechslungsreiches Programm wird der Ostelandfamilie einen Überblick geben über Neues und Interessantes aus dem Osteland, verbunden mit der mit Spannung erwarteten Preisverleihung des "Oste-Oskars" an Menschen, die sich um das Osteland verdient gemacht haben.

 

Ein gemeinsames Essen mit einem regionalen Gericht (Rezept wird noch nicht verraten) beschließt den diesjährigen "Tag der Oste". Im Anschluss daran findet ab 14 Uhr die Jahreshauptversammlung am gleichen Ort statt. ...

 

Rechtzeitig zum Tag der Oste ist der neue Flyer der Arbeitsgemeinschaft fertiggestellt worden. Als informatives Faltblatt über die vielfältigen Arbeitsbereiche und Angebote der AG lädt er ein zum Mitmachen und zum Eintritt in den Verein als Mitglied.

 

Ein dreiköpfiges Team sah sich der nicht einfachen Aufgabe gegenüber, aus der Fülle der vorhandenen Fotos aussagekräftige und stimmungsvolle Beispiele für die Beschreibung der Netze und Arbeitsbereiche auszuwählen. Ein herzlicher Dank für die Gestaltung des Flyers geht an Christel Mix und Karl-Heinz Brinkmann. Der Flyer wird seine Premiere am Tag der Oste haben und danach in den Touristik-Büros, Rathäusern und anderen bekannten Verteilerstellen erhältlich sein. ...“

Die Geschäftsstelle (Foto) der Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V. (Tel. 04761-9264865) befindet sich seit einiger Zeit in Bremervörde. Postsendungen bitten wir an diese Adresse zu senden:


Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V.
Geschäftsstelle
Amtsallee 2b
27432 Bremervörde

Tostedt jetzt Mitglied der AG Osteland

15. 2. 2018. Auch die Samtgemeinde Tostedt (Landkreis Harburg), in der die Oste entspringt, ist jetzt Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Osteland, die den Aufnahmeantrag in ihrer jüngsten Vorstandssitzung bewilligte. Damit gehören der „Lobby für die Oste“ - neben über 600 weiteren Mitgliedern – nunmehr insgesamt 25 Gebietskörperschaften an (Landkreise, Städte, Samtgemeinden, Gemeinden).

 
Darüber hinaus nahm der gemeinnützige Verein im Februar 14 Einzelmitglieder auf; die meisten waren diesmal von Vorstandsmitglied Albertus Lemke aus Oberndorf geworben worden. Beitrittsformular hier.

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Tel. 04771-887225

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