www.oste.de - die Websites für das Osteland
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Initiativen für den Ländlichen Raum

Landlust, Landliebe, Landleben - es mangelt nicht an Magazinen mit verkitschten Darstellungen des Lebens im ländlichen Raum. In der Rubrik "Landwut - Landmut" beschreiben wir die Realität: den Kampf für die Erhaltung von Dorfladen, Dorfschule, Dorfleben und und und... Tagesaktuelle Informationen zum Thema bietet seit 2013 die Osteland-Gruppe www.facebook.com/landwut. - Texte zum Schulkampf an der Oste (seit 2011) sind hier auffindbar, Beiträge in der Rubrik Landwut der Vorläufer-Website hier: Mai 2014, April 2014, März 2014, Februar 2014, Januar 2014, Dezember 2013, November 2013.

Hemmoor: Linienbus Osteliner stellt sich vor

20. 6. 2020. Der neue Bürgerbus Osteliner, der künftig Lamstedt, Hechthausen und Hemmoor im Rahmen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bedient, hat sich nicht nur am gestrigen Freitag den künftigen Fahrgästen vor dem EngelStüvchen in Hechthausen vorgestellt. Der schicke Achtsitzer präsentiert sich auch auf einer Website der BürgerBus-Initiative, die hier abrufbar ist: www.buergerbus-osteliner.de/

Porträt-Projekt verbindet Rotenburger

6. 5. 2020. Ein beispielhaftes Projekt in den Zeiten von Corona erregt über die Grenzen von Rotenburg/Wümme hinaus Aufsehen: „Das gesellschaftliche Leben ruht, die Menschen gehen auf gebotene Distanz – und stehen doch mehr und mehr zusammen. Es geht um die Region. Das Projekt ‚ROWgional’ will Gemeinsamkeiten bündeln,“ heißt es über eine neue Initiative, die - gefördert von Stadt und Stadtwerken – Zusammenhalt fördern soll. Mehr dazu auf der Projektseite www.rowgional.de und in der Kreiszeitung.

Hadeln: Neue „Bücherzelle“ im Osteland

1. 5. 2020.  Über 250 „öffentliche Bücherschränke“ bereichern allein in Niedersachsen das kulturelle Angebot nicht zuletzt im ländlichen Raum. Soeben ist in Kehdingbruch im Osteland die bisherige „Bücherkiste“ des DRK durch eine „Bücherzelle“ ersetzt worden, Eine von Günther von Twistern liebevoll betreute ausgediente Telefonzelle (Foto: Bölsche).

 

Über die Bücherschrank-Initiativen heißt es im Online-Lexikon Wikipedia: „Ein öffentlicher Bücherschrank ist ein Schrank oder schrankähnlicher Aufbewahrungsort mit Büchern, der dazu dient, Bücher kostenlos, anonym und ohne jegliche Formalitäten zum Tausch oder zur Mitnahme anzubieten. In der Regel sind die öffentlichen Bücherschränke an allen Tagen im Jahr frei zugänglich.“

 

Die Liste aller öffentlichen Bücherschränke in Niedersachsen steht hier.

Dorfpapst legt neues Landleben-Buch vor

Vortrag: Landleben stärken - aber wie?

13. 2. 2020. Der Stader Geschichts- und Heimatverein lädt am Dienstag, 18. Februar, 19.30 Uhr, wieder zu einem interessanten Abendvortrag in das Museum Schwedenspeicher, Wasser West 39 in Stade, ein. Der Geograph Prof. Dr. Karl Martin Born von der Universität Vechta, der zur Geographie ländlicher Räume forscht, wird zum Thema „Leben auf dem Dorf – Über den Umgang mit aktuellen Herausforderungen“ sprechen. Der Eintritt ist frei.
 
Nach dem Strukturwandel der letzten Jahrzehnte hat das Leben auf dem Dorf gegenwärtig einen schweren Stand: Manche Wirtschaftsforscher und Demographen wenden sich in ihren Empfehlungen zur Zukunftsgestaltung ländlicher Räume erkennbar von den Dörfern ab. Eine Grundüberzeugung scheint darin zu liegen, dass wir in Zukunft auch mit verschwundenen Dörfern („Wüstungen“) rechnen müssen, insbesondere in Ostdeutschland. Dagegen werden weiterhin staatliche Fördermittel in ländliche Räume investiert, und lokale Initiativen engagieren sich für eine Stärkung dörflichen Lebens und dörflicher Identität.
 
Zwischen Utopien und Dystopien liegen Perspektiven, die nur durch die Weiterentwicklung bestehender bzw. die Anwendung neuer Instrumente erreicht werden können. Wesentliche Ansätze für die Bewältigung gegenwärtiger Herausforderungen sollen in dem Vortrag erläutert werden.
 
Die Reihe der Abendvorträge wird vom Stader Geschichts- und Heimatverein in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesarchiv, den Museen Stade und dem Stadtarchiv Stade veranstaltet. - Dank für den Hinweis an Robert Gahde.

„Welt“-Autorin über die Arroganz der Städter 

27. 1. 2020. Leseempfehlung: „Da ist sie wieder, diese selbstgerechte Verachtung für die Provinz, dieses alte Überlegenheitsgefühl der Metropolen, als gäbe es auf dem Land nur Beschränktheit und in größeren Städten keine Dumpfbacken“. Zum Text...

Oberndorf: Film ohne Titel Landmut erzeugen

2. 1. 2020. Die ehrenamtlich betriebenen Lichtspiele Oberndorf veranstalten seit Jahren nichtkommerzielle Filmvorführungen in Zusammenarbeit mit dem Mobilen Kino Niedersachsen

Da diese Vorführungen nicht gewerblich sind, gibt es Werbeeinschränkungen: Der Filmtitel darf in der Presse nicht genannt werden.

 

Wie Claudia Möller-Lemke mitteilt, startet der erste Film ohne Titel im neuen Jahr am Mittwoch, 22. Januar, um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus der St.-Georg-Kirche, Erster Pfarrgang 1 in Oberndorf. Einlass ist wie immer um 19.30 Uhr. 

 

Das vergangene Jahrzehnt und vielleicht besonders das letzte Jahr hat mit immer drängenderen Fragen nach einem "Wie weiter?" in Sachen Konsum und Klima hoffentlich auch viele zum Nachdenken und Umdenken ermutigt. Dass Veränderungen nicht - wie oft suggeriert wird - nur mit Verzicht gleichzusetzen sind, soll in diesem ermutigenden Film auf kreative Weise widerlegt werden. 

 

"Morgen in der Zukunft“ (der richtige Filmtitel darf, wie gesagt, aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden) ist ein kurzweiliger Dokumentarfilm, der teils wenig bekannte Projekte und Initiativen porträtiert. Dabei kritisiert er gängige Wirtschafts- und Denkmodelle, ohne eine Weltuntergangsstimmung zu vermitteln – im Gegenteil: 

 

Er zeigt, wie man mit Ideen und Gemeinschaftssinn viel erreichen kann. Und dabei wird klar: Utopien sind kein Zeitvertreib einer kleinen Elite. Utopisches Denken wird dringend gebraucht für unser aller Überleben. Der Film ist eine ins Positive gewendete Gesellschaftskritik mit starken Bildern und hoher Erkenntniskraft, eine inspirierende filmische Entdeckungsreise zu den Einsteigern in eine neue Gesellschaft.

 

Helfende Hände beim Auf- und Abbau sind herzlich willkommen. Für Getränke und Snacks gegen Spende ist wie immer gesorgt. 

Ist die Zeit reif für einen „Aufbau Oste“?

Thees Uhlmann in seinem jüngsten Interview über seine Heimatstadt (Quelle):

 

„Die letzten Länder, durch die ich gefahren bin, waren Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Jedes verdammte Dorf da sieht besser aus als Wilhelmshaven und Hemmoor“ 

Die Presse entdeckt das Kneipensterben 

7. 9. 2019. Auch die Regionalpresse im Elbe-Weser-Dreieck (hier: NEZ) berichtet heute über das deutschlandweit auf dem flachen Land grassierende Kneipensterben. Zahlen, die der „Bundesverband der Regionalbewegungen“ ermittelt hat, seien alarmierend: 1998 gab es noch über 53000 Schankwirtschaften, 2017 waren es nur noch rund 30100 (Foto: Bölsche). Mehr zum Thema hier.

 

Ostefreund und Kreispolitiker Reinhard Lindenberg kommentiert auf Facebook: "Jede Kneipe muss Glasfaseranschluss bekommen. Das ist eine Förderung, die können die Kommunen leisten."

Gesundheit: Kein Rückzug aus der Fläche!

16. 7. 2019. Der Deutsche Landkreistag kritisiert die Empfehlungen der gestern veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung, der zufolge mehr als jedes zweite Krankenhaus in Deutschland überflüssig sein soll. 

 

Präsident Landrat Reinhard Sager sagte: „Die Bundesregierung hat gerade in der vergangenen Woche erste Schlussfolgerungen aus der Arbeit der Kommission ‚Gleichwertige Lebensverhältnisse‘ beschlossen. Durch die gesamte Kommissionsarbeit hat sich das Erfordernis gezogen, gerade auch infrastrukturell gleichwertige Lebensbedingungen anzustreben. Dies bedeutet auch, die Krankenhauslandschaft in ländlichen Räumen zu erhalten und zu Verbesserungen zu gelangen. Gerade dort geht es um die Sicherstellung einer wohnortnahen Versorgung. Diesem Ziel laufen die Empfehlungen der Bertelsmann Stiftung eklatant zuwider. Ein Rückzug aus der Fläche ist nicht Teil der Lösung, sondern würde ganze Landstriche von einer Versorgung praktisch abkoppeln. Das kann niemand ernsthaft politisch in Betracht ziehen.“

 

Die Untersuchung der Stiftung schlägt die Schließung von 800 der bestehenden 1.400 Kliniken vor und spricht sich so für eine deutliche Konzentration der Krankenhausstandorte aus. Sager dazu: „Würden diese Pläne tatsächlich verwirklicht, so wären die verbleibenden 600 Krankenhäuser in größeren Städten angesiedelt und gerade nicht in der Fläche. Über die Hälfte der Deutschen lebt aber in ländlichen Landkreisen und Gemeinden und nicht in Großstädten. Vor diesem Hintergrund erscheint die vorliegende Studie absurd.“ Das Ziel einer wohnortnahen Versorgung überall in Deutschland würde praktisch aufgegeben.

 

Die Herausforderungen lägen stattdessen auf der Hand: „In strukturschwächeren ländlichen Räumen sieht man, dass die ambulante medizinische Versorgung von den Kassenärztlichen Vereinigungen nicht mehr vollständig gewährleistet werden kann. In manchen Landkreisen findet kassenärztlicher Notdienst nur noch zeitlich wie personell in geringem Umfang statt. Der durch die Kreise verantwortete Rettungsdienst ist dort längst Ausfallbürge für eine nicht sichergestellte Notfallversorgung durch die Kassenärztlichen Vereinigungen. Wie dieses System einen nicht unwesentlichen Teil der derzeit noch stationär behandelten Patienten übernehmen soll, bleibt schleierhaft“, sagte er.

 

Ostefreund Manfred Rieken schreibt:  In einem Kommentar der Zevener Zeitung mit der Überschrift „Gefährliches Spiel mit den Bedürfnissen auf dem flachen Land“ heißt es: „Eine Zahl in die Welt zu setzen, die einem Kahlschlag der Krankenhauslandschaft gleichkommt, ist jedenfalls unsinnig und widerspricht auch dem Verfassungsanspruch gleichwertiger Lebensverhältnisse, den die Bundesregierung erst jüngst mit ihrem Konzept zur Stärkung ländlicher Regionen beschworen hat.“

 

Mehr zum Thema:

 

Fachleute warnen vor weiteren Krankenhaus-Schließungen auf dem Land

Hilfspaket des Bundes für ländliche Regionen

10. 7. 2019. Aus Sorge vor einem Auseinanderbrechen der Gesellschaft plant die Bundesregierung nach Informationen der Süddeutschen Zeitung das größte Hilfspaket für schwache Regionen seit Jahrzehnten. Mobilfunk und schnelles Internet sollen zum Mindeststandard, überschuldete Kommunen mit Finanzhilfen gerettet, die Ansiedlung von Jobs gefördert und der Nahverkehr auf dem Land ausgebaut werden. Der Staat habe lange zu wenig investiert, heißt es. Ganze Regionen seien abgehängt worden (Fotos: Bölsche).  Mehr...

 

Mehr zum Thema:

 

Der regierungsamtliche „Deutschland-Atlas“ zu den Ländlichen Räumen zum Download 

 

spiegel.de: Wie der Bund regionale Ungleichheit bekämpfen will

 

 

Gleichwertige Lebensverhältnisse? Fehlanzeige

Verfassungsrang für Provinz-Förderung!

9. 7. 2019. Die deutschen Landkreise drängen auf eine Grundgesetzänderung zur Förderung des ländlichen Raumes (Foto: Bölsche). Der Präsident des Niedersächsischen Landkreistages (NLT), Landrat Bernhard Reuter, erklärte jetzt nach einem Gespräch im Bundeskanzleramt: „Die Bundeskanzlerin hat mit Recht davor gewarnt, abgehängte ländliche Räume zu vernachlässigen. Dem entgegenzuwirken ist aus unserer Sicht der wichtigste Auftrag der Kommission gleichwertige Lebensverhältnisse.“

 
Vorrangig müsse, so Reuter, die Gemeinschaftsaufgabe "Agrarstruktur und Küstenschutz" den heutigen Erfordernissen angepasst werden: "Sie muss künftig die ländliche Entwicklung insgesamt und die Sicherstellung angemessener Versorgungsstrukturen umfassen."

 

Die Landkreise hätten kein Verständnis dafür, wenn dieses überfällige Thema jetzt nicht angepackt werde, erläuterte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistages (DLT), Prof. Dr. Hans-Günter Henneke, der an dem Gespräch teilnahm und selber der Kommission angehört. Es gehe um finanziell überschaubare Summen. Wichtiger noch sei das Signal, dass die Politik die Sorgen der Menschen in den ländlichen Räumen ernst nehme. 

 

Reuter, der auch Vizepräsident des Deutschen Landkreistages ist, verdeutlichte an Beispielen aus seinem heimatlichen Landkreis Göttingen, dass florierende Kommunen und Gemeinden mit dramatischen demografischen Problemen oftmals dicht bei einander lägen. 

 

Die Agrarstruktur sei nicht mehr das entscheidende Thema. Vielmehr gelte es in die Infrastruktur zu investieren und das gerade in ländlichen Regionen besonders ausgeprägte ehrenamtliche Engagement als Hilfe zur Selbsthilfe wirkungsvoll zu unterstützen.

„Gebt den Gemeinden ihre Würde zurück!“

1. 5. 2019. Die Zeitschrift „Kommunal“ schreibt in ihrer aktuellen Ausgabe:

"In Hunderten Kommunen wird es ab Juni keinen Bürgermeister mehr geben. Es fehlt dort zur Bürgermeisterwahl Ende Mai an Kandidaten. Traumjob Bürgermeister? Das war einmal. Zu häufig werden sie „von oben“ gegängelt. Mehr als 90 Prozent der kommunalen Aufgaben werden heute durch staatliche Gesetze und Verordnungen bestimmt. Die Bürgermeister, vor allem die Ehrenamtlichen, sind faktisch entmündigt. Die Hauptgründe, warum Kandidaten absagen? 1. Zu viel Arbeit durch immer neue Vorschriften und Verordnungen, 2. Zu wenig gestalterische Spielräume, wenn dann auch noch die Kreisumlage die letzten Gestaltungsspielräume auffrisst und 3. Zu wenig Anerkennung. 

 

 Wozu das führt? Zu Vertrauensverlust gegenüber dem Staat und der Demokratie und zu Wut und Apathie. Wer dem ein Ende setzen will, muss das Dorf endlich stärken. Gebt den kleinen Städten ihre Selbstbestimmung und ihre Würde zurück. Sonst wird das Bürgermeister-Sterben zum Brandbeschleuniger, mit dem Hass als Brennmaterial und der Demokratie als Feuerstelle." Weiterlesen hier.

Freies WLAN für elf Oste-Dörfer

Ländlicher Raum braucht 5G bis zum Acker

15. 3. 2019. Die Internetversorgung auf Basis von Glasfaser- und 5G-Mobilfunktechnologie ist unabdingbare Voraussetzung für die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Das betonen in einer gemeinsamen Erklärung die Spitzenorganisationen Deutscher Bauernverband (DBV), Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Deutscher Landkreistag (DLT) und Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Die Verbände begrüßen daher die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln, den Weg für die Auktion von Mobilfunkfrequenzen ab dem 19. März freizumachen, als wichtigen Schritt. Allerdings verpflichten die von der Bundesnetzagentur festgelegten Versteigerungsbedingungen die Mobilfunkunternehmen nur zur Versorgung bewohnter Gebiete und wichtiger Verkehrswege mit dem hochleistungsfähigem 5G-Mobilfunk. Umso mehr kommt es aus Sicht der Verbände jetzt darauf an, dass der vom Beirat der Bundesnetzagentur bis Mitte 2019 eingeforderte „Entwicklungspfad“ zum Netzausbau „gerade für den ländlichen Raum, insbesondere für die Unternehmen und landwirtschaftlichen Nutzflächen“ vorgelegt wird.

Die Verbände erwarten, dass die Mobilfunkbetreiber auch die ihnen bereits zugeteilten Frequenzbänder in niedrigeren Frequenzbereichen unter 1 GHz zum Ausbau einer 5G-Grundversorgung nutzen. Derartige Frequenzen zeichnen sich durch hohe Reichweiten aus. Ferner sollte die Erschließung von 5G-Masten in bestehende Förderprogramme zum Glasfaserausbau integriert werden.

In ganz Deutschland werden hochleistungsfähige Netze als Grundlage der wirtschaftlichen Entwicklung und moderner Dienste in Handlungsfeldern wie dem autonomen Fahren, der Landwirtschaft, dem Gewerbe, dem Handwerk, der Bildung oder der Gesundheit benötigt. Das gilt gleichermaßen für den Ausbau der Glasfasernetze. 5G ist viel mehr als einfach besserer Mobilfunk. 5G ist die zentrale Steuerungstechnologie für die digitale Zukunft. Gemeinsam erklären die Verbände: „Wir brauchen 5G vor allem an den Unternehmensstandorten und auf landwirtschaftlichen Nutzflächen.  Sonst stellen sich viele Fragen nach wirtschaftlicher Entwicklung in einer globalisierten Welt gar nicht erst. Das wahre Fundament der Wirtschaftskraft Deutschlands steht im ländlichen Raum. Wenn wir hier im buchstäblichen Sinne den Anschluss an das globale und mehr und mehr digitalisierte Wirtschaftssystem verlieren, stellen wir den ländlichen Raum als Wohn-, Lebens und Wirtschaftsstandort in Frage.“

Für die Frequenzversteigerungen, die erst in den nächsten Jahren anstehen, schlagen die Verbände eine Neuregelung der Frequenzvergabeverfahren vor, in denen in einer ersten Stufe unrentable Gebiete im Wege einer Negativauktion veräußert werden, bevor in der zweiten Stufe wirtschaftlich lukrative Gebiete zur Auktion gelangen (Foto: Bölsche).

Gegen Schüren von Stadt-Land-Gegensätzen

8. 3. 2019. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Deutsche Landkreistag (DLT), der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) haben sich als Partner des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft im Aktionsbündnis „Leben auf dem Land“ gegen die Empfehlungen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) ausgesprochen, künftig Förderimpulse auf die ostdeutschen Großstädte und Ballungszentren zu konzentrieren

 

Die Partner warnen vor dem Schüren des Gegensatzes zwischen Stadt und Land. Beides muss zusammen gedacht werden. Der politische Fokus sollte vor dem Hintergrund der Gewährleistung gleichwertiger Lebensverhältnisse in städtischen und ländlichen Gebieten dazu beitragen, dass gerade die ländlichen Räume Entwicklungsimpulse und Stärkung erfahren. Folgt man hingegen dem Vorschlag der Wirtschaftsforscher aus Halle, hieße das beispielsweise, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg nahezu vollkommen von der Wirtschaftsförderung abzukoppeln. Das ist ein abwegiger Gedanke und würde zudem das in den ostdeutschen Ländern anzutreffende Gefühl des „Abgehängtseins“ manifestieren.

 

Ländliche Räume sind wichtige Standorte für hunderttausende Unternehmen aus zahlreichen Branchen. Gerade die regional verankerten Handwerks- und Industriebetriebe, Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe, aber auch die Gastronomie prägen die ländliche Wirtschaftsstruktur. In Anbetracht demografischer Veränderungen, wirtschaftlichen Strukturwandels und wachsender infrastruktureller Bedarfe gilt es, die örtlichen Wirtschaftsstrukturen zu erhalten, weiterzuentwickeln und die Nachfolge abzusichern. Die regionalen Unternehmen etwa können zukünftig eine stärkere Rolle dabei spielen, nachhaltige Innovationen hervorzubringen und damit die ländlichen Räume weiterzuentwickeln. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, der Dezentralisierung der Energieerzeugung und der zunehmenden Möglichkeiten der Digitalisierung.

 

 Das Aktionsbündnis fordert eine wirksame Stärkung der ländlichen Räume und erhebt insbesondere die nachfolgenden politischen Forderungen:

 

 > Der Ausbau des Glasfasernetzes sowie der Aufbau der 5G-Mobilfunkversorgung sollte auch in den ländlichen Räumen vorangetrieben werden. Hierzu ist eine Flächendeckung erforderlich. In Bezug auf 5G kann auch eine Auktion mit negativem Veräußerungserlös eine Lösung darstellen, um eine weitere und andauernde digitale Spaltung des Landes zu verhindern.

 

 >  Die Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ sollte rasch zu ersten belastbaren Ergebnissen gelangen, um neben den bereits auf anderer Ebene politisch umgesetzten Maßnahmen zugunsten städtischer Ballungszentren wie etwa im Zusammenhang mit der Bezahlbarkeit von Wohnraum nun auch für die ländlichen Räume einen echten Mehrwert zu schaffen. Hier erwartet das Aktionsbündnis insbesondere Festlegungen zur Weiterentwicklung von Fördermechanismen, zur nachhaltigen Finanzierung von Infrastrukturen in der Fläche und zur Dezentralisierung von Verwaltung- und Hochschuleinrichtungen.

 

 > Die ländlichen Räume brauchen verbesserte Förderinstrumente, um fortan Impulse auch außerhalb der Landwirtschaft breiter und wirksamer unterstützen zu können und ländliche Räume als attraktive Orte für Unternehmen und Fachkräfte zu stärken. Neben der Weiterentwicklung der EU-Fördermechanismen dient dem insbesondere eine entsprechend verbreiterte Gemeinschaftsaufgabe ‚Agrarstruktur und Küstenschutz‘.

 

>  Die Standortattraktivität der ländlichen Räume sollte seitens der öffentlichen Hand durch Investitionen in flächendeckend funktionsfähige schulische und berufliche Bildungseinrichtungen, Gesundheitsinfrastruktur, gute Wohn-, Kultur-, Freizeitangebote sowie Kinderbetreuung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt werden. Von grundlegender Bedeutung ist hierbei eine entsprechende Finanzausstattung der kommunalen Ebene, die durch die Länder sicherzustellen ist.

 

> Regionale Mobilitätsangebote sollten dem Mobilitätsbedarf der Bevölkerung flexibel angepasst werden – auch mithilfe der Digitalisierung. Dazu gehört, die Anbindung an die großen Zentren und ebenso die Verbindungen innerhalb der ländlichen Räume sicherzustellen. Dementsprechend ist die Verkehrsinfrastruktur - allen voran der ÖPNV - auszubauen bzw. sind bedarfsgerechte Lösungen zu finden. In einer besseren Vernetzung der vielfach überlasteten Ballungsräume mit den sie umgebenden ländlichen Gebieten liegen für beide Seiten große Chancen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Zusage aus dem Koalitionsvertrag auf Bundesebene umgesetzt wird, für denSchienenverkehr ein umfassendes Förderprogramm aufzulegen, das sowohl die Elektrifizierung von Strecken, entsprechender Fahrzeuge und erforderlicher Nachlade-/ Tankinfrastruktur umfasst.

 

> Wichtig ist, Untersuchungen bezüglich der Frage zu befördern, was Menschen nach Ausbildung und Studium an ihre Heimat bindet bzw. welches die entscheidenden Faktoren für eine entsprechende Wohnsitzentscheidung sind. Basierend auf den Untersuchungsergebnissen sollen Initiativen zur Rückwanderung und zum Zuzug entwickelt und unterstützt werden.

 

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 Das Aktionsbündnis „Leben auf dem Land“ hat das Ziel, unter dem Motto „regional vernetzt, gemeinsam stark“ die ländlichen Räume zu stärken. Mit ihm sollen grundlegende Themen wie Digitalisierung, Nahversorgung, Fachkräftesicherung, ehrenamtliches Engagement und regionale Wertschöpfung in ländlichen Räumen vorangetrieben werden. Dazu sollen neben den gemeinsamen politischen Initiativen auch Rahmenbedingungen und Verbesserungspotenziale identifiziert werden, um konkrete Unterstützungsmaßnahmen vor Ort zum Erfolg zu führen, die im Rahmen der Regelförderung bisher noch keinen Platz haben. Ziel ist die Verstetigung erfolgreicher Instrumente und Maßnahmen.

„Osteland“-Bus beförderte 10.000 Fahrgäste

Zu Gast beim Bürgerbus-Verein: Bürgermeister Schlichtmann, Hinck, Tiedemann

1. 3. 2019. Der mit dem Osteland-Kulturpreis ausgezeichnete gleichnamige Bürgerbus in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten gilt seit langem als Erfolgsgeschichte und als Vorbild für ähnliche Initiativen zum Beispiel im Raum Lamstedt - Hechthausen.

Entsprechend viel Aufmerksamkeit fand jetzt die Hauptversammlung des Trägervereins im Estorfer Gasthof Ney. Der Vorsitzende Viktor Pusswald (u.) konnte nicht nur zahlreiche Vereinsmitglieder, Fahrer und Fahrerinnen, sondern als Gäste auch Werner Hinck (Bürgermeister Estorf), Jan Tiedemann (Bürgermeister Hechthausen) und Johann Schlichtmann (Bürgermeister Oldendorf) begrüßen.

Pusswald berichtete über das erfolgreiche vergangene Jahr und dankte allen Aktiven des Vereins. Da beim Bürgerbus größere Reparaturen anstehen, wurde ein vorzeitiger Antrag an die LNVG gestellt um eine Förderung (75% des Kaufpreises) für die geplante Neuanschaffung zu erhalten. Zusätzlich würde der Kauf vom Landkreis mit 25.000 Euro unterstützt. Im Sommer wurde die Route geändert, drei Haltestellen in Himmelpforten entfielen, zwei neue (Kuckucksweg/Seniorenheim und Klosterfeldstr./Dr.Spreckels) wurden eingerichtet.

Fahrdienstleiter Eckhard Wintersieg (u. r.) berichtete, dass diese und der reduzierte Tarif „innerorts“ gut angenommen werden. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 10.709 Fahrgäste befördert. Um die Vernetzung der einzelnen Gemeinden zu fördern stellte der Verein einen Antrag auf Monitorwerbung (Veranstaltungskalender) an die Samtgemeinde. Desweiteren wurde der Bürgerbusverein in Hechthausen/Lamstedt im letzten Jahr tatkräftig bei der Planung einer eigenen Linie unterstützt.

Zwei neue ehrenamtliche Fahrer haben ihren Dienst bereits aufgenommen, es gibt weitere Interessenten. Auch eine Wahl stand an, um den Verein jederzeit handlungsfähig zu halten wurde Ursula Männich-Polenz (u.) als drittes alleinvertretungsberechtigtes Mitglied des erweiterten Vorstands vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

Werner Hinck dankte im Namen aller Bürger für das ehrenamtliche Engagement. Der Bürgerbus sei nach schwerem Start etabliert, das Konzept ein Erfolgsfaktor in der Samtgemeinde. Die Kontinuität mache den Erfolg und sei ein Faktor für stolze Zahlen. Johann Schlichtmann erinnerte an die Anfänge des Bürgerbusses, der von vielen Bürgern sehr kritisch begleitet wurde. Mittlerweile habe sich die Skepsis ins Gegenteil gewandelt. Er dankte allen Aktiven und hofft, dass es noch lange so weiter geht.

Jan Tiedemann dankte den Aktiven vor allem für ihre Unterstützung beim Aufbau des Vereins in Hechthausen und wünschte viel Erfolg für die Zukunft. - Dank für Fotos und Hinweise an Ina Justin.

Sorgen um die Presse auf dem Lande

26. 2. 2019. Aus Spiegel online: „...Vor zwei Wochen meldete die Funke-Gruppe, dass sie für ihre Thüringer Blätter an Szenarien arbeite, "wie eine Versorgung der Leserinnen und Leser in ländlichen Gebieten mit digitalen Angeboten gewährleistet werden kann" - was nichts anderes bedeutet, als über den Abschied von der gedruckten Zeitung nachzudenken.

Das Jahr 2019 wird für den Journalismus noch viele solcher schlechten Nachrichten bereithalten. Die Anzeigenmärkte brechen weg. Die Tageszeitungen verlieren Abonnenten. Und nur wenigen Häusern gelingt es, digitale Angebote zu machen, für die die Leser bereit sind, zu bezahlen. In den kommenden Jahren werden Zeitungen verschwinden. Es werden Titel eingestellt und Redaktionen nicht mehr berichten. 

Und diese Lücke werden nicht mehr nur Journalisten zu spüren bekommen. Sondern Stadträte, über deren Arbeit niemand mehr berichtet. Bürger, die über ihre Gemeinde nichts mehr erfahren. Es wird Räume geben ohne Öffentlichkeit. Räume, die sich der Kontrolle entziehen, die Öffentlichkeit bedeutet. Räume ohne öffentliche Debatte, ohne öffentliche Politik. Eine WhatsApp-Gruppe macht noch keinen Journalismus...“ - Kompletter Text hier.

„Meuterei der Abgehängten aus der Provinz“

25. 2. 2019. Der britische Ökonom Paul Collier, 69, äußert sich im aktuellen SPIEGEL über die „Wut der Vernachlässigten“, die seit fünf Jahren auch Thema unserer Website „Landmut, Landwut“ ist.  Collier ist Autor des Buches  „So­zia­ler Ka­pi­ta­lis­mus!“ (Sied­ler; 320 Sei­ten; 20 Euro, er­scheint am 25. Fe­bru­ar). Auszüge aus dem SPIEGEL-Gespräch:
 

"In länd­li­chen Re­gio­nen füh­len sich die Men­schen zu­neh­mend ver­nach­läs­sigt, es wächst die Wut auf die Groß­stadt­re­gio­nen. Das war 200 Jah­re lang nicht der Fall... Die Men­schen mit gu­ter Bil­dung zieht es vor al­lem in die Groß­städ­te. Ih­nen geht es gut, sie den­ken: »Was jam­mern die an­de­ren ei­gent­lich rum?« Wäh­rend die we­ni­ger Ge­bil­de­ten aus der Pro­vinz das Ge­fühl ha­ben, ver­nach­läs­sigt zu wer­den... Die Tra­gö­die der letz­ten 40 Jah­re ist, dass der Ka­pi­ta­lis­mus zu vie­le Men­schen zu­rück­ge­las­sen hat. Das führ­te zu Wut, ja zu Meu­te­rei­en. Die Ent­schei­dung für den Brex­it war solch eine Meu­te­rei. Die Wahl von Trump war eine Meu­te­rei der we­ni­ger ge­bil­de­ten länd­li­chen Be­völ­ke­rung. Der Er­folg der AfD ist ver­mut­lich auch eine Meu­te­rei der Ab­ge­häng­ten aus der Pro­vinz." 

 
Ostefreund Manfred Rieken aus Zeven kommentiert auf Facebook: "Ich habe das Interview inzwischen auch gelesen und fand die Denkansätze sehr interessant. Überhaupt hat Paul Collier bedenkenswerte Ansichten. Er findet es beispielsweise nicht gut, wenn die gesamte Intelligenz Afrikas ihr Fortkommen nur noch in Europa sieht. Diese Leute fehlen da. Gibt es übrigens auch in Europa. Die Zustände in den Krankenhäusern Rumäniens sind grauenhaft, auch deshalb, weil die Ärzte großenteils in Deutschland sind.

Landräte warnen vor „digitaler Spaltung“

1. 2. 2019. Nach den Sozialdemokraten (siehe Abb.) haben jetzt auch zwei wichtige kommunale Dachorganisationen vor einer digitalen Spaltung Deutschlands gewarnt.

Nachdem von Seiten der CDU dafür plädiert worden war, auf Anschlüsse „bis zur letzten Milchkanne“ zu verzichten, melden sich jetzt der Deutsche Landkreistag (DLT) und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mit der Forderung zu Worte, die Funklöcher im 4G-Netz zu schließen und eine „digitale Spaltung zwischen Stadt und Land beim künftigen 5G-Netz zu verhindern“.

Im Interesse des ländlichen Raums fordern beide ein „Gesamtkonzept zum Mobilfunknetzausbau“. Notwendig sei des Weiteren, „einen Entwicklungspfad aufzuzeigen, wie der Netzausbau gerade für die ländlichen Räume weiter ausgestaltet und ein wirksames und permanentes Monitoring realisiert werden kann“. 

Der Anschluss an leistungsfähige digitale Infrastrukturen wie 5G sei „moderne Daseinsvorsorge“: „So wie niemand in ländlichen Räumen von der Versorgung mit Strom oder Wasser gekappt wird, darf es auch keine digitale Spaltung zwischen Stadt und Land geben.“

Neben dem gesellschaftlichen Zusammenhalt entscheide künftig der Zugang zu schnellem Internet über die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Das betreffe auch den Mittelstand, das Handwerk und die „Hidden Champions“ im ländlichen Raum.

CDU propagiert einen "Funklochmelder"

1. 2. 2019. In Mecklenburg-Vorpommern ist eine Postkarten-Aktion gegen Funklöcher im ländlichen Norden angelaufen, unterstützt von der CDU. Mehr... 

 

Ostefreund Reinhard Lindenberg kommentiert auf Facebook: "Telekommunikation ist Grundversorgung. Sie ist Bundesaufgabe. Der Bund hat die UMTS-Versteigerungsmilliarden eingenommen. Nehmt die Bundestagsabgeordneten in die Pflicht. Alles andere ist Hinhaltetaktik und Augenwischerei!

Neuer Solidarpakt soll Ost und West helfen

29. 1. 2019. Abgehängte Regionen gibt im Osten, aber auch   im Westen Deutschlands. Die SPD plädiert daher für einen heute vorgestellten neuen „Solidarpakt III“ für strukturschwache Regionen in allen Landesteilen. Ziel: „Wirtschaftskraft weiter stärken und gute Arbeit sichern.“

Der Solidarpakt II für zusätzliche Mittel an die Ost-Länder und Berlin läuft 2019 aus. Die SPD will zudem eine Infrastrukturoffensive mit einer 100-Prozent-Versorgung mit schnellem Internet und Mobilfunk auch für den Osten Deutschlands, wie es am Montag in einer Pressekonferenz hiess.

Empörung über „entgleisten“ Bahnpolitiker

28. 1. 2019. Nachdem der Bahn-Beauftragte des Bundes, der CDU-Abgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann, gefordert hat, die Ticketpreise zu erhöhen und Sondertarife einzuschränken, sieht er sich einem Sturm der Entrüstung ausgesetzt - nicht nur in sämtlichen sozialen Medien, sondern auch in der Presse, selbst in seiner Cuxhavener Heimatzeitung CN, die seine „Entgleisung“ kritisiert (siehe Ausschnitt).

Die Süddeutsche Zeitung kommentiert heute: „Die Forderung des Bahnbeauftragten Ferlemann ist falsch: Die Bahn braucht nicht höhere Ticketpreise, sondern ein besseres Angebot - und zwar auf Kosten des Bundes.“

Der Bahnkunden-Verband hat die Forderung Ferlemanns nach höheren Fahrpreisen als "Schnapsidee" kritisiert. Verbandspräsident Gerhard Curth erklärt, er habe die Aussagen Ferlemanns "mit äußerstem Befremden" zur Kenntnis genommen. 

Der Parlamentarische Staatssekretär hatte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) gesagt, es könne nicht der Normalfall sein, für 19 Euro quer durch Deutschland zu fahren.

Hunderte von Bahnkunden weisen nun darauf hin, dass solche Sparpreise die extreme Ausnahme und Bahn-Tickets häufig sogar teurer als Flugtickets im Inland seien. Der Verkehrs-Staatssekretär und das seit über einem Jahrzehnt CSU-geführte Verkehrsministerium seien verantwortlich für das Kaputtsparen der Bahn; die autofixierten Unionspolitiker konterkarierten alle Bemühungen, verstärkt Verkehr von der überlasteten Straße auf die Schiene zu verlagern.

Der Bahnkunden-Verband verweist auf das "Zukunftsbündnis Schiene" im Bundesverkehrsministerium, das sich eine Verdopplung der Fahrgastzahlen zum Ziel gesetzt habe: "Ferlemanns Forderung bewirkt jedoch eher das Gegenteil.“ 

Auch die Grünen haben den Vorstoß Ferlemanns kritisiert und gefordert, stattdessen die Bahn attraktiver zu machen. "Eine Preiserhöhung würde die Entwicklung der Bahn sabotieren." Höhere Preise und schlechtere Angebote würden dazu führen, dass Reisende auf andere Verkehrsmittel umstiegen.

Die Bahn hatte zuletzt zum Fahrplanwechsel Anfang Dezember ihre Fernverkehrspreise für 2019 um durchschnittlich 0,9 Prozent erhöht. Wegen Staus im Schienennetz, Baustellen und Mängeln bei den Fahrzeugen war 2018 im Jahresdurchschnitt jeder vierte Fernzug der Deutschen Bahn zu spät gekommen.

Kommunalfinanzen: Grobe Ungerechtigkeit

Gewürdigt als „Mutmacher“ und „Diamant“

15. 1. 2019. Glückwünsche zum 15. Vereinsgeburtstag erreichen die Gründer der AG Osteland nicht nur aus der Region, sondern auch von Gleichgesinnten jenseits der Landesgrenzen. Zu den Gratulanten im Web zählt einer der namhaftesten Wortführer der neuen deutschen Landbewegung: Walter Helbling (Foto), der im Ostharz laut Mitteldeutscher Zeitung „bekannt wie der sprichwörtlich bunte Hund“ ist. „Seit er über das Bündnis Grundschulen vor Ort die Aktion ‚Sachsen-Anhalt wird bunt’ ins Leben gerufen hat, gilt der gebürtige Schweizer für Minister, Staatssekretäre und Landespolitiker als unnachgiebiger Gesprächspartner“ und der „personifizierte Widerstand“ gegen Schulschließungspläne“.
 
Zum 15-jährigen Kampf der AG Osteland für den entlegenen ländlichen Raum schreibt Helbling auf myheimat.de:
 
"Der ländliche Raum hat es in Zeiten von Europawahlkampf und anstehenden Landtagswahlen wieder einmal auf die Agenda der Bundes- und Landespolitiker geschafft. Dies im Kontrast zur Tatsache, dass eigentlich bundesweit seit Jahren eher von einem Abbau der Infrastrukturen jeglicher Art  in den genannten Gebieten gesprochen werden muss. Was passiert, wenn Bürgerinnen und Bürger sich gegen diesen verordneten Abbau stemmen, sei hier am Beispiel der Arbeitsgemeinschaft Osteland kurz dargestellt.
 
Vor 15 Jahren sassen im kleinen Örtchen Osten bei Hemmoor interessierte Menschen zusammen und beschlossen, die Arbeitsgemeinschaft Osteland zu gründen. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches. Speziell bei dieser Gründung war jedoch, dass von Anfang an nicht der einzelne Ort, sondern die Bedeutung der Region im Vordergrund stand.
 
Ein beeindruckender Leistungsbeweis: Was in dieser Zeit, initiiert durch die Arbeitsgemeinschaft, auf den Weg gebracht wurde, dürfte einmalig sein:
  • Dank intensivster Öffentlichkeitsarbeit auf allen Kanälen rückte diese eher vergessene Region zwischen Hamburg und Cuxhaven immer mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.
  • Für jedes Projekt eine neue Gruppierung: Unter dem Dach der AG Osteland bzw. unter der Verantwortung von aktiven Osteland-Mitgliedern entstanden verschiedenste Arbeitsgruppen, Genossenschaften, teilweise sogar Firmen, welche ganz tolle Regionalprojekte nicht nur einforderten, sondern unter Einbezug der Bevölkerung auch gleich umsetzten. Alle untereinander gut vernetzt!
  • Bemerkenswert dabei ist das Spektrum: Von Jugendarbeit mit einem Segelkutter, Aufgabenhilfe und Arbeitsgruppen als Tagesangebot der örtlichen Schule, einem reichhaltigen Freizeitangebot inklusive monatlich stattfindendem öffentlichen Bürgerstammtisch  bis hin zu Lobbyarbeit mit dem Ziel, Kultur- und Landschaftsgüter zu zertifizieren und unter Schutz zu stellen. 
  • Als 2014 die öffentliche Grundschule Oberndorf gegen den Willen der Bevölkerung geschlossen wurde, entstand die nächste Initiative, welche es fertig brachte, innerhalb von 4 Jahren diese Schule durch einen freien Schulträger mit neuem Leben zu erfüllen. Leer war das Gebäude nie, denn nachmittags wurde durch den Verein weiterhin ein vielfältiges Lern- und Freizeitangebot bereit gestellt.
 
2012 war ich in Osten zu Besuch und erschlagen von so viel Engagement und Ideen. Seither habe ich das weiter verfolgt. Nun könnte ich seitenlang weiter schreiben über diese Aktivitäten, jede, einzeln betrachtet ein kleiner Diamant.  Das würde zu weit führen.
 
Als Mutmacher für alle, welche sich ehrenamtlich im ländlichen Raum für solche Ideen engagieren oder interessieren, setze ich einige Links, hier können Sie sich informieren zu dieser tollen Erfolgsgeschichte.
 
Herzliche Gratulation zum 15-jährigen Bestehen und Respekt vor so viel Engagement! Verweisende Links:
 
 
 
 
 
und ja... über eine eigene Seite (Landwut) mischt sich die Osteland AG durchaus in die politische Diskussion ein und betreibt Meinungsbildung. Wer soviel liefert, darf auch fordern." 

Gründung der AG Osteland am 13. 1. 2004 im Hotel Fährkrug in Osten

In den Dörfern sterben die Sparklubs

ZDF-Film: Landwut schafft Protestwähler

19. 12. 2018. Der am Dienstag ausgestrahlte ZDF-Film "Stadt, Land, Schluss?“ ist noch ein Jahr lang in der Mediathek abrufbar. Der Sender teilt über den höchst sehenswerten Beitrag mit: 

 
Digitalisierung, Strukturwandel, Flüchtlingspolitik, die demografische Entwicklung - viele Bürger haben das Gefühl, die Politik verspricht viel, hat aber keine Lösungen mehr parat.

Reporter des ZDF-Magazins "Frontal 21" sind quer durchs Land gefahren: an die Küste, in den Ruhrpott, den Hunsrück, die Oberpfalz und in den Osten.

Sie haben sich dort umgeschaut, wo Einwanderer manchmal den einzigen Bevölkerungszuwachs bilden, es nicht mehr genügend Fachkräfte gibt, wo Internet und Handy noch immer nicht funktionieren und dahin, wo es demnächst nicht mal mehr einen Arzt, einen Bäcker oder eine Kneipe gibt. Überall haben sie gefragt: Wie überleben diese Orte, was ist hier schiefgelaufen, und was soll sich ändern? Dabei zeigt sich: Für manche Gemeinde kommt jede Hilfe zu spät. Doch erstaunlich viele Bürger und Bürgermeister vor Ort verlassen sich nicht länger auf die Politik in Berlin, sondern packen einfach selbst an.

So wird mancherorts in Eigeninitiative wieder ein Dorfladen gestemmt, damit auch ältere, weniger mobile Bürger ihre Einkäufe selbstständig erledigen können. Oder der Bürgermeister beschafft Zuschüsse von der Landesregierung, um ein verfallenes Gemäuer im Ortskern zu einem Gesundheitszentrum umbauen zu lassen. Doch solchem Improvisationstalent stehen oftmals Bürokratie und Unverständnis auf Seiten der Behörden gegenüber.

Fast 70 Prozent der Deutschen leben in Städten mit weniger als 100 000 Einwohnern oder sogar gleich auf dem Land - und die haben ganz andere Sorgen als die großen Metropolen. Der ländliche Raum hat zwischen den Jahren 2000 und 2015 fast fünf Prozent seiner Bevölkerung verloren. Bis 2030 könnte sich die Bevölkerungszahl in einigen Regionen um bis zu 20 Prozent verringern. Sie verlieren ihre Einwohner an die Großstädte. 

Vor allem die Jungen zieht es dorthin – für den Job oder die Liebe, das Studium, die Ausbildung oder ein besseres Freizeitangebot. Zurück bleiben die Alten - dort, wo es schon lange keinen Arzt mehr und noch immer keine Pflegedienste gibt, das Handy nur an bestimmten Ecken Empfang hat, der Zug gar nicht und der Bus nur unregelmäßig fährt, eine Schule nicht mehr lohnt oder Geschäfte längst geschlossen sind. Zwar positionierte sich die Bundesregierung direkt nach der Wahl 2017 gegen die wachsende Ungleichheit zwischen Stadt und Land.
 
Bundesheimatminister Horst Seehofer (CSU) richtete sogar eigens eine Kommission für den ländlichen Raum ein. Das Ziel: gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland. Doch was folgte, waren Bemerkungen wie die von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), wonach ein 5G-Mobilfunknetz für schnelles Internet nicht an jeder Milchkanne erforderlich sei.

Dabei ist der Zusammenhang zwischen ökonomischem oder sozialem Abstieg einer Region und der individuellen Wahlentscheidung der Menschen eindeutig nachgewiesen. Verlierer der Globalisierung vor allem auf dem Land veränderten zum Beispiel in Großbritannien und in den USA die politische Landschaft. Abgehängte Bürger neigten stärker zum EU-Ausstieg und zum Nationalismus eines Präsidenten Trump. Nach der Bundestagswahl 2017 wurde deutlich: Verunsicherung und Angst vor dem sozialen Abstieg spielten für das Wahlverhalten eine entscheidende Rolle. Aus verunsicherten und frustrierten Bürgern wurden auch in Deutschland Protestwähler.

Gelbwesten: Aufstand der Peripherie

17. 12. 2018. Der Aufstand der „Gelbwesten“ ist vor allem ein Aufstand der vernachlässigten (nicht nur ländlichen) Peripherie, wie diese Analyse zeigt: „Der Demograf Hervé Le Bras kam zum Schluss, dass die Gelbwesten am stärksten aktiv sind in der «Diagonale der Leere», einem schräg von Nordosten nach Südwesten durch das Zentrum Frankreichs führenden Korridor, der kaum urbane Zentren umfasst, dünn besiedelt ist und über eine schlechte Infrastruktur verfügt. Laut Le Bras spielt der Stadt-Land-Gegensatz die Schlüsselrolle. Die Revolte sei die Reaktion der strukturschwachen Gebiete, die von den urbanen Zentren längst hoffnungslos abgehängt worden seien und wo Krankenhäuser und Schulen geschlossen würden.

Andere Kommentatoren entwickeln einen weiter gefassten Begriff der Peripherie. Schon 2014 hat der Politgeograf Christophe Guilluy unter dem Titel «La France périphérique. Comment on a sacrifié les classes populaires» (Das Frankreich der Peripherie. Wie wir die Unterschichten zerstört haben) einen Aufsehen erregenden Bestseller publiziert und die Soziologenzunft kräftig aufgemischt. Diese «Peripherie» umfasst auch die Grossagglomerationen der Städte, in denen sich schwächer verdienende Arbeitnehmer mit langen Arbeitswegen konzentrieren, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. Die geplante Ökosteuer auf Benzin und Diesel hat diese Bürger nicht weniger empfindlich getroffen als die Landbevölkerung.“

Versorgungsgrad nur „auf dem Papier“

30.11. 2018. Seit vielen Jahren warnt auch unsere "Landwut"-Website vor der Gefahr zunehmenden Landärztemangels. Mittlerweile ist das Problem hochakut und auf dem Weg, massiv ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Im Elbe-Weser-Dreieck macht es seit Tagen Schlagzeilen. Bereits gestern hatte die Lokalpresse im Cux- und Osteland darauf hingewiesen, dass die offiziellen, zum Teil noch positiven Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung zum Versorgungsgrad zum Beispiel rund um Hemmoor (siehe Abb.) teilweise nur auf dem Papier stehen, so NEZ-Redakteurin Wiebke Kramp in ihrer aktuellen Serie zu den tatsächlichen Auswirkungen des Ärztemangels im ländlichen Raum.

 

Bestürzende Beiträge zum Thema aus dem CN/NEZ-Leserforum stehen hier.

Trafokünstler helfen dem ländlichen Raum

30. 11. 2018. Nur wenige Entwicklungen haben in den letzten Jahren das Bild des ansonsten vernachlässigten ländlichen Raums so positiv verändert wie die - öffentlich noch kaum hinreichend gewürdigten - Trafokunst-Aktion der Energiewirtschaft (Fotos: Bölsche). 

 

Das Versorgungsunternehmen Avacon hat in den letzten Jahren rund 400 dörfliche Trafostationen in Norddeutschland von der Potsdamer Gruppe artefx mit lokal abgestimmten Motiven versehen lassen. Einige der schönsten zeigt ein neuer Kalender mit dem Titel „Buntes Netz 2019“. Viele der Kunstwerke sind auch auf Instagram unter dem Hashtag #trafokunst zu bewundern. 

 

Alles über die Aktion, deren Bedeutung für die Entwicklung von Selbstwertgefühl, Heimatsinn und Ortsbild in den „remote rural regions“ gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, steht hier

 

Unsere Fotos entstanden an der Deutschen Fährstraße in Osterrönfeld, Beidenfleth und Eggstedt (Schleswig-Holstein).

Tiefe deutsche Sehnsucht nach dem Landleben

30. 11. 2018. „Obwohl ... die Lebensverhältnisse in abgelegenen Gebieten Deutschlands viel schlechter sind, gibt es in der Bevölkerung eine tiefe Sehnsucht nach dem Landleben. Befragt nach ihrem Wunschort sagen 44 Prozent der Deutschen, dass sie von einem Leben in einem kleinen Dorf auf dem Land träumen. Weitere 39 Prozent möchten gern in einer kleineren Stadt wohnen. Nur 16 Prozent der Deutschen bevorzugen die Großstadt.“ Hier wird die Studie vorgestellt.

Kehdingen: Protest gegen Schneckentempo

1. 10. 2018. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich im Mai vorigen Jahres in einer Rede auf dem Tag der Deutschen Industrie zum Thema Breitbandausbau wörtlich so geäußert. "2018 soll es 50 Megabit pro Sekunde für jeden Haushalt geben. Das ist schön und gut, und das werden wir auch schaffen.“ Nachdem dieses Versprechen vielerorts im ländlichen Bereich nicht eingehalten worden ist, wächst jetzt auch in Kehdingen Protest gegen das Schneckentempo im Netz. Mit diesem Transparent an einer Hausfassade in Freiburg/Elbe macht ein Internetnutzer seinem Unmut über das gebrochene Versprechen Luft (Foto: Bölsche). 

Trafokunst schmückt den ländlichen Raum

19. 9. 2018. Rundballen- und Trafokunst: Das waren in den letzten Jahren die einzigen positiven Entwicklungen in weiten Teilen der vernachlässigten „remote rural regions“. Unsere Aufnahme aus Haale unweit des NOK und der Deutschen Fährstraße vereint beide Elemente (Foo: Bölsche).

CDU bremst Bürgerbus an der Oste aus

18. 9. 2018. Allein in Niedersachsen schließen bereits 50 ehrenamtlich betriebene „Bürgerbusse“ Versorgungslücken im ländlichen Raum, unter anderem in Oldendorf und Himmelpforten, wo der „Bürgerbus Osteland“ mit dem Kulturpreis Goldener Hecht ausgezeichnet worden ist. 

 

Der Zeitplan für eine ähnliche Initiative in Hemmoor und Lamstedt, vorangetrieben unter anderem vom Hechthausener Ostefreund und Bürgermeister Jan Tiedemann (Foto: Bölsche), muss jetzt erst einmal zu den Akten gelegt werden: Im Finanzausschuss der Samtgemeinde Hemmoor haben CDU und Bürgerforum die Beschlussfassung über einen entsprechenden Förderantrag verschoben – „aus fadenscheinigen Gründen“, wie die Niederelbe-Zeitung am Wochenende analysierte. 

 

Kommentator Egbert Schröder appelliert an CDU und Bürgerforum, im Interesse der Sache die Parteibrille abzusetzen: „Kommt mal wieder raus aus der Schmollecke. Dazu ist das Projekt zu wichtig.“ - Mehr zum Thema: www.buergerbus-osteland.de

Endlich "moderne Zeiten" für Hadeln

CN / NEZ, 6. 9. 2018

BI Haaßel: „Der Wahnsinn geht weiter“

6. 9. 2018. Wie Bernd Borchers von der Bürgerinitiative Haaßel mitteilt, wurde in der Sitzung des ROW-Kreistags-Umweltausschusses am 29. August verkündet, dass die Firma Kriete Kaltrecycling GmbH beabsichtigt, kurzfristig Unterlagen für ein Planergänzungsverfahren für den Deponiebau in Haaßel beim Gewerbeaufsichtsamt vorzulegen: „Nun geht der Wahnsinn also weiter. Und das, obwohl das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit des betroffenen Gebietes festgestellt hat und alle Kreistagsfraktionen mit ihrem einstimmigen Abstimmungsverhalten im Umweltausschuss verdeutlicht haben, dass sie sich ein bestandskräftiges Naturschutzgebiet „Haaßeler Bruch“ wünschen. 

 

Die einheitlich ablehnende Haltung zur Deponieplanung der Gemeinden Anderlingen und Selsingen und der Samtgemeinde Selsingen wurde durch ihre Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss hinlänglich dokumentiert. 

 

Nun geht der Kampf gegen eine 30 Meter hohe Deponie in einem schutzbedürftigen Naturraum also weiter. Und das lediglich, weil das Gewinnstreben Einzelner anscheinend wichtiger ist als Naturschutz und der Wille der Allgemeinheit. 

 

Die Bürgerinitiative gegen die geplante Deponie in Haaßel wird nun wieder jede fachliche, moralische und finanzielle Unterstützung benötigen. Gemeinsam haben wir eine Chance, diesen Wahnsinn zu beenden.“

 

Ostefreund Volker Kullik kommentiert auf Facebook: "Nicht nur die Schutzwürdigkeit des Areals ist festgestellt, sondern auch die fehlende Prüfung von Alternativstandorten. Es ist zu befürchten, dass jetzt lediglich Pseudoalternativen pro forma nachgeliefert werden. Das Verfahren beschädigt weiterhin massiv das Vertrauen in die Unabhängigkeit und die Glaubwürdigkeit beteiligter Behörden und Institutionen!"

Weitere Beiträge auf LANDWUT 2018.1 sowie Links in der rechten Spalte.

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