Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.
Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.

www.blaues-netz-oste.de

Unter dem Namen "Blaues Netz Oste" ist 2010 der Osteland-Fachbereich Schifffahrt und Gewässer gegründet worden, dem Wassersportler und Wassertouristiker, Sportfischer und Naturschützer angehören. Das Blaue Netz hat einen Hafenführer veröffentlicht und eine Imagekampagne "Lust auf Osteland" gestartet. Über die Arbeit informierte bis Mai 2014 die nicht mehr aktualisierte alte Website. Zur Verfügung steht weiterhin eine Facebook-Gruppe.

Wischhafen: Saisonstart mit drei Attraktionen

16. 4. 2017. Zum Saisonstart des großartigen, deutschlandweit einzigartigen Küstenschifffahrtsmuseums in Wischhafen - einem Mitglied der AG Osteland - wurde am Ostersonntag eine Sonderausstellung zum 300. Jahrestag der katastrophalen Weihnachtsflut von 1717 eröffnet, die für die ganze Region, aber besonders für den Ort Wischhafen verheerende Auswirkungen hatte. Ein Grundbruch des Deiches konnte fast 30 Jahre nicht wieder geschlossen werden. Erst ab 1742 fing man an, die Fleete und den Hafen auszugraben und mit dem Aushub den neuen Deich zu bauen. Seltene historische Karten, zusammengestellt von Anna von Bargen und Lars Lichtenberg, dokumentieren die Folgen der katastrophalsten jemals dokumentierten Sturmflut in Norddeutschland - siehe unsere große SONDERSEITE zum 1717-Jubiläum

 

Wir dokumentieren einen Auszug aus der Eröffnungsrede des Museumsleiters Volker von Bargen zum Thema 1717 hier im Video

 

Ein weiteres von Osteland-Kulturpreisträger von Bargen vorgestelltes Highlight ist in diesem Jahr eine Ausstellung mit dem Titel "Wie sagen es die Seeleute?" von Johann Hinrich Röding. Er stammt aus Buxtehude und war Teehändler in Hamburg, wo er Ende des 18. Jahrhunderts das "Allgemeine Wörterbuch der Marine in vier Bänden" verfasste. Seemännische Fachbegriffe werden darin in acht europäischen Sprachen erklärt. Die Ausführungen zu Bau, Takelung und Fahrt von Segelschiffen haben bis heute Gültigkeit.

 

Zu einer weiteren Sonderausstellung - der dritten diesjährigen Attraktion - wurden in Wischhafen der Hamburger Künstler Reiner Will (Kapitänsbilder) und seine Kollegin Kathi Petras (Skizzen) begrüsst, die im Dachgeschoss ausstellen.

 

Eine wichtige Neuerung ist die in diesem Jahr vorverlegte Hauptsaison. Bereits ab 1. Juni hat das Museum täglich außer montags geöffnet.

 

Neben den Sonderausstellungen verfügt das Küstenschiffahrts-Museum im alten Speicherhaus am Deich über zahlreiche Exponate, die auf anschauliche Art die Seefahrtsgeschichte wieder lebendig machen. Und die maritime Zeitreise endet nicht innerhalb der Museumsmauern: Im Hafen liegt das Küstenmotorschiff Iris-Jörg (Baujahr 1956), das von den ehrenamtlichen Mitglieder des Museumsvereins mit viel Liebe und Engagement restauriert wird.

 

Museum geöffnet: Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10.00 bis 12.00 und von 13.00 bis 18.00 Uhr. Special in der Hauptsaison Juni bis September: Geöffnet täglich außer Montag!

Flusskreuzfahrt auf der Deutschen Fährstraße

8. 4. 2017. Die sogenannte Blaue Route der Deutschen Fährstraße - auf Oste, Elbe, Nord-Ostsee-Kanal und Förde von Bremervörde nach Kiel - ist gewöhnlich Wassersportlern vorbehalten. In diesem Jahr jedoch bietet ein Reiseveranstalter erstmals auch eine Flusskreuzfahrt auf dem Nordabschnitt der Route an: in sieben Tagen mit der MS Princess von Kiel über Brunsbüttel, Cuxhaven und Krautsand nach Stade. Details und Buchungsmöglichkeiten hier

Ansegeln und Anmotoren an der Oste

4. 4. 2017. Die Gastanleger zum Beispiel am Hotel Seefahrer in Osten-Achthöfen (Foto: Bölsche) warten auf den Saisonbeginn an der Oste, der unmittelbar bevorsteht. Die Oberndorfer Steganlage etwa schwimmt wieder, und die meisten Boote werden jetzt auch bald ins Wasser kommen. Die Seglergemeinschaft Oberndorf (SGO) lädt wieder zum gemeinsamen Ansegeln und Anmotoren ein. Am Samstag, 22. April, wollen die Mitglieder nach Neuhaus schippern und dort im Yachthafen anlegen.

 

Ostefreund Lothar Beisenherz teilt dazu mit: "Ab 17 Uhr treffen wir uns dann am Hafenschuppen im alten Hafen, wo ab ca. 18:30 Uhr das gemeinsame Abendessen mit Spanferkel und Salatbuffet beginnt. Beitrag fürs Essen 15 Euro, Getränke gehen extra. Bitte meldet Euch an bis zum 8. April bei Christel Dede, Tel. 04772-445 oder 0176-55629683 oder per mail an:  dieter.dede@ewetel.net. Auch wenn's noch nicht mit dem eigenen Boot klappt, könnt Ihr als Passagier mitfahren oder auch per Auto, E-Bike oder per Pedes anreisen - Hauptsache Ihr seid dabei."

Kleiner Leuchtturm soll für Kehdingen werben

7. 4. 2017. Für den Förderverein Alter Baljer Leuchtturm - Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Osteland - könnte in diesem Jahr die Saison etwas früher beginnen. Wie der Vorsitzende Eckhard Klitzing (Foto) mitteilt, ist im Verein die Idee entstanden, mit dem kleinen mobilen Leuchtturm am Hamburger Hafengeburtstag teilzunehmen, das Modell im Museumshafen in Övelgönne zu präsentieren, wo auch der alte Leuchtturm Pagensand steht. Dieser wird für die Öffentlichkeit von Freitag, 5. Mai, bis Sonntag, 7. Mai, geöffnet sein und zwar von 13 Uhr bis 19 Uhr, am Samstag, 6. Mai, sogar bis 22 Uhr.   Mitglieder, die Lust und Zeit haben, an dieser Aktion teilzunehmen und in Hamburg für Kehdingen zu werben, mögen sich bei Eckhard Klitzing melden, am Wochenende unter Telefon 04753/841148 und in der Woche unter Telefon 040/897247-19.

Einbaum erinnert an Schüler-Kunstprojekt 

29. 3. 2017. Ein Einbaum namens "Kiebitz 2" erinnert zur Zeit in Oberndorf, zwischen der Kulturkneipe "Kombüse" und der Traditionsgaststätte "Störtebeker", inmitten blühender Osterglocken an ein einzigartiges Kunstprojekt: Kinder der einstigen Kiebitzschule haben vor acht Jahren begonnen, im so genannten "Blauen Klassenzimmer" am Ostedeich drei Einbäume zu bauen, von denen einer schließlich ans andere Ende der Welt nach Neuseeland gereist ist – siehe diesen wunderbaren Film des Oberndorfer Kunstpädagogen Michael Bungard vom "Kunstwerk Grün".

 

Mehr zum Thema: 

 

Bericht "Einbaum von der Oste für Schule in Neuseeland" von Jochen Bölsche

"Oste-Lotse" lockt Skipper zu Feiertags-Törns

28. 3. 2017.  Viele Skipper aus Hamburg, Wedel, Cuxhaven und anderswo möchten in der kommenden Saison gern die Oste kennenlernen. Die besten Tide-Fenster für einen Oste-Törn an den Feiertags-Wochenenden im Frühjahr und Frühsommer 2017 haben das Oberndorfer AG-Osteland-Vorstandsmitglied Marlene Frisch und Ehemann Bert Frisch vom "Blauen Netz" in einem "Oste-Lotsen" zusammengestellt - siehe unsere vier Abbildungen (weiter unten) zum Ausdrucken. Der "Oste-Lotse" liegt wie bereits in den Vorjahren auch in gedruckter Form vor. Er wird vom Blauen Netz Oste um Bernd Jürgens (Foto) an der Küste gemeinsam mit dem kostenlosen 20-seitigen "Oste-Hafenführer" verbreitet, dessen jüngste Auflage Jochen und Renate Bölsche für die Arbeitsgemeinschaft Ostenland aktualisiert haben und der ebenfalls online zur Verfügung steht.

 

Der kostenlos erhältliche Oste-Hafenführer und der Oste-Lotse 2017 können online über die Wingst-Website bestellt werden.

Ostern Saisonstart im Schiffahrtsmuseum

28. 3. 2017. Das Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum in Wischhafen - Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Osteland und eine der Attraktionen an der Deutschen Fährstraße – öffnet nach der Winterpause wieder seine Pforten. Ab 10 Uhr ist am Ostersonntag, 16. April, „Open House“ im Museum. 

 

Hunderte von Besuchern werden erwartet – und selbstverständlich auch liebevoll bewirtet: Das Catering Team “MuseCats” hat Speisen und Getränke für die Gäste vorbereitet.

 

Highlight ist in diesem Jahr die Ausstellung mit dem Titel "Wie sagen es die Seeleute?" von Johann Hinrich Röding. Er stammt aus Buxtehude und war Teehändler in Hamburg, wo er Ende des 18. Jahrhunderts das "Allgemeine Wörterbuch der Marine in vier Bänden" verfasste. Seemännische Fachbegriffe werden in acht europäischen Sprachen erklärt. Die Ausführungen zum Bau, Takelung und Fahrt von Segelschiffen haben bis heute Gültigkeit.

 

Sonderausstellung zur Sturmflut 1717

 

Die zweite Sonderausstellung befasst sich zum 300. Jahrestag mit der katastrophalen Weihnachtsflut von 1717, die für die ganze Region, aber besonders für den Ort Wischhafen verheerende Auswirkungen hatte. Nach einem Grundbruch des Deiches konnte dieser fast 30 Jahre nicht wieder geschlossen werden. Erst ab 1742 fing man an, die Fleete und den Hafen auszugraben und mit dem Aushub den neuen Deich zu bauen.

 

Als maritime Besonderheit wird der ab Ostern ausstellende Künstler Reiner Will aus Hamburg seine Bilder mit dem Lüheewer "Elfriede" auf dem Seeweg nach Wischhafen bringen und bei der Eröffnung Ostern dabei sein.

 

Eine wichtige Neuerung ist die in diesem Jahr vorverlegte Hauptsaison. Bereits ab dem 1. Juni hat das Museum dann täglich, außer montags, geöffnet.

 

Neben den Sonderausstellungen verfügt das Küstenschiffahrts-Museum im alten Speicherhaus am Deich über zahlreiche Exponate, die auf anschauliche Art die Seefahrtsgeschichte wieder lebendig machen. Und die maritime Zeitreise endet nicht innerhalb der Museumsmauern: Im Hafen liegt das Küstenmotorschiff Iris-Jörg (Baujahr 1956), das von den ehrenamtlichen Mitglieder des Museumsvereins mit viel Liebe und Engagement restauriert wird.

 

Museum geöffnet: Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10.00 bis 12.00 und von 13.00 bis 18.00 Uhr. Special in der Hauptsaison Juni bis September: Geöffnet täglich außer Montag!

Vortrag in Osten: Rassist und Deichforscher

26. 3. 2017. Am Dienstag, 28. März, 20 Uhr, wird Klaus H. Küther im Osteland-Festhaus über das Altendorfer Deichrecht informieren. Es handelt sich dabei um eine der ältesten schriftlichen Überlieferungen zum Deichrecht im deutschsprachigen Raum; die ist damit von großem wissenschaftlichem Wert. Der aus Osten stammende Dr. Diederich Hahn (Foto) war nicht nur ein berüchtigter Rechtsausleger und Antisemit (Wikipedia), sondern in jungen Jahren auch mit der Deichforschung befasst: Er konnte im Jahr 1882 die in mittelniederdeutsch verfaßte Textvorlage des Altendorfer Deichrechts - Thema seiner Dissertation - vor dem Vergessen bewahren. - Klaus H. Küther hat sich intensiv mit dieser Thematik befaßt und sie zu einem spannenden historischen Vortrag verarbeitet. Der Eintritt ist frei, für die Getränke sorgt das Team von Jan Nachtigall. Dank für die Veranstaltungsempfehlung an OrtheimatpflegernFrank Auf dem Felde.

Neues Buch über Oste-Schipper in Arbeit

8. 3. 2017. Im Sommer 2015 hatte der Hemmoorer Geschichtsarbeitskreis um Ortsheimatpfleger und Ostefreund Heino Grantz eine faszinierende Ausstellung zum Thema "Die Oste - Lebensader Hemmoorer Schiffer" zusammengestellt. Ausgewählte Exponate, darunter Bildtafeln von Heinrich Brandt, sollen Inhalt eines Buches sein, das dank eines Zuschusses der Stadt Hemmoor der Höhe von knapp 4000 Euro im Oktober erhältlich sein soll, wie der Hadler Kurier meldet. Unsere Abbildungen (Fotos: Bölsche) zeigen Eindrücke von der Ausstellung im Sommer 2015.

Vertrauen für Eddy Uhtenwoldt

23. 2. 2017. Die Seglergemeinschaft Oberndorf (SGO) hielt jetzt ihre Jahresversammlung im Gasthaus Henning am Ostedeich in Niederstrich ab. Wiedergewählt wurden Eddy Uhtenwoldt als 1. Vorsitzender und Lothar Beisenherz als Schatzmeister. Als 2. Vorsitzender und Nachfolger von Markus Meyer, der nicht wieder kandidierte, wurde Tim Esemann gewählt. Mehr...

Elbe: Viel Wasser unterm Kiel

17. 2. 2017. Erstaunliche Reserven für Tiefgang und Ladung sind den Bürgerinitiativen ‚Regionales Bündnis gegen Elbvertiefung‘ und ‚Hamburg für die Elbe‘ bei der Auswertung der Schiffsstatistik des vergangenen Jahres aufgefallen. 

 

Von den großen Schiffen über 8.000 TEU liefen in Hamburg 65 % tideunabhängig ein und 73 % tideunabhängig aus. Dabei hatten sie noch reichlich Wasser unterm Kiel. Einlaufend betrug die Tiefgangsreserve durchschnittlich 2,84 m und auslaufend 1,54 m. Das entspricht etwa einer Ladungsreserve von 3.700 TEU einlaufend bzw. 2.000 TEU auslaufend. 

 

„Es ist anhand der realen Tiefgänge unverständlich, dass die Elbvertiefung ständig zur höchst dringlichen Existenzfrage für Hamburg oder gar für den amtierenden Exportweltmeister Deutschland stilisiert wird“, meint der Sprecher des Regionalen Bündnis, Walter Rademacher, „denn die Schiffe sind in den letzten 10 Jahren zwar länger und breiter geworden, aber eben nicht tiefer.“ 

 

Die Anzahl großer Schiffe, die die Elbe befahren, hat von 2011 bis 2016 von 846 auf 996 zugenommen, wovon 2016 bereits 133 Schiffe zur 400-m-Klasse der weltgrößten Containerschiffe zählten. Fast ständig ist ein Schiff der Königsklasse derzeit in Hamburg, mithin normaler Alltag im Hafen. 

 

Problematisch ist dagegen die zunehmende Breite der Schiffe auf der Elbe, denn auf weiten Strecken dürfen begegnende Schiffe zusammen nur 90 m breit sein. Die größten Schiffe haben jedoch Breiten zwischen 55 und 60 m, sie können sich also nicht mehr überall begegnen, und hier liegt der eigentliche Engpass. 

 

Die geplante Vertiefung löst das Problem des Begegnungsverkehrs nicht, sondern erhöht die durchschnittliche Tiefgangsreserve um 1 m auf 3,84 m – doch mit welchem praktischen Nutzen? 

 

Im vergangenen Jahr wurde der derzeit mögliche Tiefgang nur bei 4 von 1.992 Passagen ausgenutzt, also lediglich bei 2 Promille. 

 

Der jährliche Containerumschlag pendelt seit Jahren um 9 Mio. TEU auf dem Niveau von 2006. Prognostiziert waren für 2016 19 Mio. TEU. Die überholte Prognose von 2007 hatte den Bau neuer Häfen bewusst ausgeblendet, doch sind im Hamburger Einzugsgebiet in den letzten 10 Jahren neben dem Jade-Weser-Port viele neue Tiefwasserhäfen an der Ostsee und am Mittelmeer entstanden. 

 

Die Warenströme passen sich nun der veränderten Infrastruktur an. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen - und auch durch eine weitere Elbvertiefung nicht zu beeinflussen. 

 

Die zunehmende Anzahl von Schiffsanläufen und die gestiegenen Schiffsgrößen bei stagnierendem Ladungsaufkommen haben zu spürbar abnehmenden Tiefgängen auf der Elbe geführt, und steigende Containerumschläge sind nicht in Sicht. 

 

„Der Bau von Begegnungsboxen anstelle einer unnötigen weiteren Vertiefung wäre bedarfsgerecht und würde nicht nur Kosten und Folgekosten deutlich senken, sondern die Hafenzufahrt wirksam erleichtern und die Umwelt schonen“, resümiert Axel Godenrath von ‚Hamburg für die Elbe‘, „also eine echte Win-Win-Situation für alle darstellen.“

 

Elbvertiefung als Rettung der Wirtschaft?

 

16. 2. 2017. Aus dem  heutigen Newsletter der Hamburger "Zeit":

 

"Olaf Scholz beharrt auf der Argumentation, die Elbvertiefung sei ein Heilsbringer: »Die Wirtschaftsnation Deutschland braucht einen Seehafen, der im weltweiten Wettbewerb mit Rotterdam und Antwerpen oder den expandierenden Häfen am Mittelmeer bestehen kann«. Die Stadt macht also den Riesenfrachtern weiter den Hof, gräbt ihnen bald vielleicht sogar den Weg frei. Und das,obwohl selbst Ökonomen vor dem Vorhaben warnen. Im NDR-Magazin »Panorama« äußerte sich die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gerade erst kritisch zur Fahrbahnanpassung.Olaf Merk, Forscher am International Transport Forum der OECD in Paris, sagte, es könne nicht sein, dass einige wenige Firmen Dinge ins Rollen brächten, deren Kosten die Steuerzahler begleichen müssten. Und dass jeder Hafen nur sein eigenes Süppchen koche, helfe den Reederei-Allianzen: Die nämlich spielten die Häfen gegeneinander aus. Richtig dick im Containergeschäft ist der Hamburger Hafen längst nicht mehr, seit zehn Jahren stagnieren die Zahlen mehr oder weniger. Beim Containerumschlag gab es zwar leichten Aufwind, wie die Marketinggesellschaft des Hafens gestern mitteilte. Im Vergleich zu Rotterdam und Antwerpen aber verliere Hamburg weiter an Boden. Ob diese Entwicklung von der »Fahrrinnenanpassung« aufgehalten werden könnte? Auch Henning Vöpel vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut ist da skeptisch. Gegenüber dem NDR sagte er: »Die Prognosen von vor zehn Jahren sind und werden nicht eintreffen. Es gibt zu große Veränderungen in der Weltwirtschaft.« Kurz: Es wäre doch zu dumm, wenn wir bauen und kein großes Schiff mehr kommt."

"Ein guter Tag für die Elbe"

9. 2. 2017. Die von der Stadt Hamburg geplante Form der Elbvertiefung kommt nicht. Das hat das Bundesverwaltungsgericht am heutigen Donnerstag in Leipzig verkündet. Die Pläne seien teilweise rechtswidrig, aber nachbesserbar. Als Verlierer trägt Hamburg die Kosten des Verfahren. Wichtig: Die Umweltverbände können auch gegen eine nachgebesserte Planung klagen.

 

Unmittelbar vor der Entscheidung hatte die Niederelbe-Zeitung kommentiert: "Wird die weitere Elbvertiefung gestoppt, knallen hier bei uns an der Niederelbe und in Cuxhaven sicher die Sektkorken." Jetzt ist das Vertiefungsprojekt zwar gebremst, aber nicht gestoppt.  

 

Die Hamburger "Welt" beklagt einen "herben Rückschlag" für die Hansestadt, das "Hamburger Abendblatt" prognostiziert unter Berufung auf Experten eine zweijährige Verzögerung; Wirtschaftssenator Frank Horch hat dennoch "erleichtert" reagiert.

 

Erste Reaktionen im Video

 

> ARD-Expertin erläutert die Entscheidung

 

 

> Manfred Braasch (BUND): Ein guter Tag für die Elbe

 

 

> Das meint Hamburgs Wirtschaftssenator Horch

 

Der 7. Senat begründet seine Entscheidung vor allem mit Mängeln beim zwingend erforderlichen Artenschutz, wie aus der heute veröffentlichten Pressemitteilung des Gerichts hervorgeht. Wortlaut:

 

Elbvertiefung: Habitatschutzrechtliche Verträglichkeitsprüfung und Ausgleichsmaßnahmen teilweise nachbesserungsbedürftig

 

Die Planfeststellungsbeschlüsse für den Fahrrinnenausbau von Unter- und Außenelbe sind wegen Verstößen gegen das Habitatschutzrecht rechtswidrig und nicht vollziehbar. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden. Die weitergehenden Klageanträge auf Aufhebung der Planfeststellungsbeschlüsse hat das Gericht abgewiesen. 

 

Die habitatschutzrechtliche Verträglichkeitsprüfung für die nach der FFH-Richtlinie besonders geschützte und nur an der Elbe vorkommende Pflanzenart Schierlings-Wasserfenchel wird den strengen Schutzanforderungen nicht in jeder Hinsicht gerecht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Beeinträchtigungen des Schierlings-Wasserfenchels durch einen vorhabenbedingten Anstieg des Salzgehalts unterschätzt worden sind, weil den Prüfungen ein nicht ausreichend vorsorglicher Oberwasserabfluss zugrunde gelegt wurde. 

 

Teilweise zu beanstanden sind auch die Regelungen der Planfeststellungsbeschlüsse zur Kohärenzsicherung. Für die auf niedersächsischem Gebiet vorgesehenen Kohärenzmaßnahmen lässt sich nicht feststellen, dass sie über die Maßnahmen des Gebietsmanagements hinausgehen, die unabhängig von dem Ausbauvorhaben ohnehin ergriffen werden müssen. Die durch gesonderten Planfeststellungsbeschluss zugelassene Maßnahme „Spadenlander Busch/Kreetsand“ scheidet als Kohärenzmaßnahme aus, weil sie ausdrücklich als Maßnahme des Gebietsmanagements qualifiziert und genehmigt worden ist. Eine Doppelverwertung als Standard- und Kohärenzmaßnahme ist habitatschutzrechtlich unzulässig. 

 

Diese Mängel können aber geheilt werden und führen daher nicht zur Aufhebung der Planfeststellungsbeschlüsse.

 

Die sonstigen Rügen der Kläger greifen nicht durch. Die Planfeststellungsbeschlüsse leiden weder an beachtlichen Verfahrensmängeln noch an weiteren materiell-rechtlichen Fehlern. Eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung war im ergänzenden Verfahren nicht erforderlich. Die Prognosen der Bundesanstalt für Wasserbau zu den hydro- und morphodynamischen Auswirkungen des Vorhabens sind nicht zu beanstanden. Das Vorhaben ist planerisch gerechtfertigt, die Planfeststellungsbehörden durften angesichts der Entwicklung der Schiffsgrößen von einem entsprechenden Verkehrsbedarf ausgehen. 

 

Erhebliche Beeinträchtigungen weiterer geschützter Arten, etwa der Finte oder von Brutvögeln, haben die Planfeststellungsbehörden zu Recht verneint. Die habitatschutzrechtliche Alternativenprüfung begegnet ebenfalls keinen Bedenken, namentlich mussten sich die Vorhabenträger nicht auf eine Hafenkooperation verweisen lassen. 

 

Das Vorhaben verstößt auch weder gegen das wasserrechtliche Verschlechterungsverbot noch läuft es dem Verbesserungsgebot zuwider. Mögliche Beeinträchtigungen der in erster Linie maßgeblichen biologischen Qualitätskomponenten sind nicht so gravierend, dass sie zu einer Verschlechterung im Sinne der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union führen. (BVerwG 7 A 2.15 - Urteil vom 09. Februar 2017)

 

Zum Thema:
 
 
Dazu schreibt...
 
... AG-Osteland-Mitglied Reinhard Lindenberg: "Das Urteil ist ein Trostpreis für den Umweltschutz."
 
... Ostefreund Burkhard Ziemens: "Nicht mal eine Gefährdung der Seeschwalbenkolonie mit den letzten europäischen Trauerseeschwalben durch die Verfüllung der Medemrinne nimmt das Gericht an. (...) Gut, dass es Menschen gibt, die nicht nur das endlose Wachstum im Blick haben, sondern die Gefahren für die Menschen hinter den Deichen und die irreparablen Schäden am Fluss und seiner einzigartigen Natur! Das ist Heimatschutz im besten Sinne. Die Elberegion muss ausbaden, dass in Norddeutschland bis heute Kleinstaaterei herrscht - sonst hätte man keine Probleme damit, die größten Pötte an Bremerhaven und Wilhelmshaven abzugeben - und die Elbe könnte auf diesem bereits hohen Niveau der Fahrrinnentiefe verbleiben."
 
... ein Ignatz Wrobel auf Facebook: "Die haben sich auch keine Gedanken um die Menschen, die auf beiden Seiten des großen Stroms leben, gemacht. Wenn bei der nächsten großen Sturmflut die Wassermassen hoch auflaufen, Deiche brechen und Menschen und Tiere absaufen, dann spätestens werden die Damen und Herren Richter wissen, dass sie etwas falsch entschieden haben.. IIrgendwann kommt diese Flut mit Sicherheit!"
 
... der BUND Hamburg namens der Kläger: "Es gibt weiterhin kein grünes Licht für die geplante Elbvertiefung. ...Den Behörden ist es erneut nicht gelungen, eine rechtskonforme Planung für die geplante Elbvertiefung vorzulegen – und dies nach 10 Jahren Verfahrensdauer. Die Planungsbehörden wären gut beraten, das Umweltrecht endlich ernst zu nehmen“. Weiterlesen bitte hier.
 
... Jurist Manfred Rieken (Zeven): "Entscheidend ist, dass der Planfeststellungsbeschluss nicht aufgehoben worden ist (was auch möglich gewesen wäre), sondern seine teilweise Rechtswidrigkeit durch Nachbesserungen beseitigt werden kann."

Hemmoorer Oste-Segler feiern Skipperball

23. 1. 2017. Die Mitglieder der Seglervereinigung Hemmoor (SVOH) laden am Sonnabend, 4. Februar, ab 19.30 Uhr zu ihrem traditionellen Skipperball in Ohl's Gasthof ein. Mit einem Essen, Musik vom Plattenteller und einer Tombola wollen die Segler einen gemütlichen Abend verbringen, zu dem Gäste herzlich willkommen sind, wie SVOH- und AG-Osteland- Vorstandsmitglied Bernd Jürgens vom Blauen Netz Oste mitteilt. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen bis 29. Januar unter Telefon (01 70) 8 02 14 21 oder per Mail an b.juergens.hemmoor@t-online.de

Elbe und mehr: Die Irrtümer der Wasserbauer

19. 1. 2017. TV-Tipp von AG-Osteland-Vize und Wasserbau-Ingenieur Walter Rademacher (Neuhaus): "Leschs Kosmos - Wettlauf gegen die Flut" (ZDF) ist eine sehr gute Sendung, nicht nur über die Fluten an den Küsten, sondern auch über die irrige Fortschrittsgläubigkeit, insbesondere die der Wasserbauer. Es wird immer klarer: Es ist keine dauerhafte Lösung, sich gegen die Natur und die Kraft des Wassers zu wenden."

 

Die am Dienstag ausgestrahlte Sendung, die auch die Situation an der Elbe behandelt, ist noch in der Mediathek verfügbar.

Presse: Havarie-Gefahren heruntergespielt

19. 1. 2017. Das Stader Tageblatt (Mittwoch) kommentiert die jüngste Schiffshavarie auf der Elbe (Video). Unter anderem heisst es:

 

"Das Regionale Bündnis gegen Elbvertiefung beklagt seit Jahren, dass Bund und Hamburg die Havarie-Gefahren herunterspielen. Die 2016 von Anrainern und zum Teil von der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung geforderten Schwimmkräne, Feuerlöschboote und Hochseeschlepper fehlen weiter. Und der Fall der „Cape Leonidas“ zeigt wieder einmal, dass die Fahrrinne für die Riesen zu schmal ist, Begegnungsverkehr ist auf der Strecke kaum möglich, die Breite entspricht nicht internationalen Vorgaben. Deshalb musste die Elbe am Dienstag vom Wasser- und Schifffahrtsamt für Seeschiffe tagsüber gesperrt werden, die länger als 120 Meter waren."

OSTELAND-WEBCAM

Aktualisieren: Bild anklicken. Nutzername: guest. Kein Passwort.

Ferienhaus im Osteland (Klick aufs Bild)

Aufgrund von Kundenbewertungen ist das Ferienhaus am Rönndeich vom Vermittlungsexperten Atraveo im April mit dem Prädikat "Sehr empfehlenswert" versehen worden.

Veranstaltungen diesen Monat > TERMINE

Das "Osteland-Magazin" ist online

AG Osteland e. V. 

Aktuelles auf Facebook:

facebook.com/groups/osteland

Alte Website (2004 - 2014):

niederelbe.de/osteland

Alte Osteland-Website
Alte Oste-Website im Archiv

oste.de / ostemarsch.de

Private Website (2001 - 2014), noch im Archiv verfügbar:

niederelbe.de/oste2011

Osteland-Fachgruppe

Natur und Umwelt

gruenes-netz-oste.de

Archiv bis Mai 2014

facebook.com/ostenetz

Trinkwasserschutz-Demo an der Oste

Osteland-Fachgruppe

Arge Wanderfische

(Silbernes Netz Oste)

oste-stoer.de 
niederelbe.de/ostemarsch/stoer-archiv.htm

Osteland-Fachgruppe Schifffahrt & Gewässer

blaues-netz-oste.de

Archiv bis Mai 2014

facebook.com/BlauesNetzOste

Osteland-Fachgruppe Krimiland Kehdingen-Oste 

krimiland.de 
facebook.com/groups/krimiland

Osteland-Fachgruppe Deutsche Schwebefähren 

www.niederelbe.de/FAEHRE/
facebook.com/groups/schwebefaehren

Osteland-Projekt

Landmut - Landwut

facebook.com/landwut

Tag der Oste/

Goldener Hecht

tag.der.oste.de

Osteland-Projekt

"Wilde Oste" (2012) 

wilde.oste.de

Osteland-Projekt

200 Jahre 1813

1813.oste.de

Osteland-Projekt

Oste-Radweg (2011) 

oste-radweg.de 
facebook.com/osteradweg

Deutsche Fährstraße

Bremervörde - Kiel (2003) 

deutsche-faehrstrasse.de

Impressum

 

AG Osteland

c/o Jochen Bölsche

Fährstraße 3

21756 Osten/Oste

Tel. 04771-887225

osten@oste.de

Druckversion Druckversion | Sitemap
{{custom_footer}}