Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.
Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.

www.blaues-netz-oste.de

Unter dem Namen "Blaues Netz Oste" ist 2010 der Osteland-Fachbereich Schifffahrt und Gewässer gegründet worden, dem Wassersportler und Wassertouristiker, Sportfischer und Naturschützer angehören. Das Blaue Netz hat einen Hafenführer veröffentlicht und eine Imagekampagne "Lust auf Osteland" gestartet. Über die Arbeit informierte bis Mai 2014 die nicht mehr aktualisierte alte Website. Zur Verfügung steht weiterhin eine Facebook-Gruppe.

Neuer Skipper-Guide für die Elbregion

23. 9. 2015. Soeben erschienen ist ein neuer "Skipper-Guide" der Maritimen Landschaft Unterelbe. Leider fehlen einige Angaben über Anlegestellen in der Oste, zum Beispiel in Gräpel. Der Hafenführer steht auch zum Download zur Verfügung.

Ein Jahr Torfhafen am Oste-Hamme-Kanal 

Ostepreisträgerin Frauke Klemme bei der Torfkahntaufe im April

22. 9. 2015. Sein einjähriges Bestehen hat am Wochenende der neue Torfschiffhafen am Rande von Gnarrenburg gefeiert, bei Kilometer Null des Oste-Hamme-Kanals, gleich neben der Gaststätte "Zur Kreuzkuhle" von Heino Lütjen.

 
Zum "Geburtstag" erhielt der junge Heimatverein "Findorffs Erben" um Ekkehard Gieschen ein neues Segel für seinen Torfkahn "Irrlicht". 
 
Glückwünsche überbrachte auch der Gnarrenburger Vizebürgermeister und AG-Osteland-Mitstreiter Volker Kullik.
 
Zum Thema: Reportage von Claus List über die "Irrlicht"-Taufe im April 2015 im Torfkahnhafen auf www.tv.oste.de

Regatta-Erinnerungen: Start mit "Peng! Peng!"

20. 9. 2015. 25 Jahre Oberndorfer Regatta "Rund Medemgrund"! Das Jubiläumsfest endete in der Nacht zum Sonntag mit Samba-Klängen, Siegerehrung, Tombola und Döntjes des langjährigen 1. Vorsitzenden der Segler-Gemeinschaft Oberndorf (SGO), Uwe Mählmann, vom Beginn der Oste-Regatten, die stets unter dem Motto gestanden hätten: "In erster Linie Spaß."
 
Launig erinnerte Mählmann an den legendären Startschuss zur ersten Regatta - mit alter Munition, die prompt versagte: "Da haben wir 'Peng, Peng!' ins Mikro gerufen."

Uwe Mählmann würdigte weiter die Aufbauarbeit seines Vorgängers Hans-Hermann Stüven, die tollen Regattaposter von Kerstin Mählmann und überhaupt das starke ehrenamtliche Engagement der Oberndorfer Wassersportler.
 
Auch in diesem Jahr wäre die Veranstaltung nicht denkbar gewesen ohne engagierte Mitglieder - etwa Eybe Schönteich und Dieter Dede (Bar), Christel Dede und Gertrude Blasum (Tombola), Henning Kuhne (seit 10 Jahren Regattafotograf) und Lothar Beisenherz (Regatta-Werbung und Website); alle gehören übrigens auch der AG Osteland an.
 
Die Liste sämtlicher vom 1. Vorsitzenden Eddy Uhtenwoldt geehrten Regattasieger folgt auf www.sgo-oberndorf-oste.de.
 
Über den Hauptgewinn der Tombola, eine Hängematte, freute sich SGO-Urgestein Uwe Mählmann, dessen Erinnerungen an die Gründungszeit hier stehen.

Oberndorf: Segel-Event des Jahres

17. 9. 2015. Das passt gut: Zur 25. Oberndorfer Herbstregatta an diesem Wochenende sind genau 25 Boote gemeldet. Die Regatta "Rund Medemgrund" gilt seit nunmehr einem Vierteljahrhundert als das Segel-Event des Jahres im Osteland. 

 

Vorsitzender Eddy Uhtenwoldt merkt an: "Die Organisatoren der ersten Oberndorfer Herbstregatta haben vielleicht nicht daran gedacht, welche Ausmaße das größte Wassersportereignis an der Oste einmal annehmen wird. Wir, ihre Nachfolger, sind stolz darauf, jedes Jahr im September Gastgeber dieser Traditionsregatta zu sein. Neben dem Segelsport ist auch die familiäre und gemütliche Atmosphäre unserer Veranstaltung für viele Teilnehmer ein Grund, Oberndorf und die SGO zu besuchen."

 

In seinem Grußwort zur 25. Regatta schreibt Bürgermeister Detlef Horeis: "Viele ehrenamtlich tätige Frauen und Männer haben in den vergangenen Jahren die Geschichte des Vereins geprägt. Diesen Mitgliedern gebührt Dank und Anerkennung, weil sie sich in vorbildlicher Art und Weise für das Vereinswesen eingesetzt haben. Die SGO ist auch durch ihre vielen Aktivitäten ein fester Bestandteil der örtlichen Gemeinschaft. Möge die Seglergemeinschaft weiterhin so aktiv bleiben."

 

Die SGO ist Mitglied der AG Osteland und ihres Blauen Netzes Oste. 

 

Mehr auf der von Lothar Beisenherz gestalteten Website der Seglergemeinschaft Oberndorf (SGO).

„Todesstoß für den Wassersport“

16. 9. 2015. Nach den Deichverbänden, dem Landvolk und der AG Osteland hat jetzt auch der Wassersport Stellung genommen zu den Naturschutzplänen an der Unteren Oste. Für die Seglervereinigung Oste Hemmoor e.V. schreibt Jürgen Hinck an den Landkreis Cuxhaven:

 

Betr.: Naturschutzgebiete »Hadelner und Belumer Außendeich« und »Untere Oste«; Einwendungen:

 

Die Sportbootanleger betreibenden Vereine im Bereich der Verordnung über das NSG "Untere Oste" in der Samtgemeinde Am Dobrock werden von dieser Verordnung in ihrer Existenz bedroht. Die Formulierung im §2 Abs.(3), 4. " Die Verordnung bezweckt den Erhalt und die Wiederherstellung möglichst naturnaher hydrologischer und morphologischer Verhältnisse innerhalb des Flusssystems (...Strömungsverhältnisse, Sedimenthaushalt- und Transportprozesse,...)"  graben den Sportbootanlegern das Wasser ab. Die 8. Elbvertiefung hat mehr Sedimentumlagerungen mit sich gebracht, wie alle Experten prognostiziert haben. Wo sind da noch natürliche Strömungs- und Transportprozesse. Die Elbvertiefer dürfen die Sedimente in die  Oste eintragen oder in ihr umlagern, die Wassersportler dürfen diese, wenn überhaupt, mühselig und mit hohem finanziellen Aufwand aus den Häfen wieder auslagern. So wird Politikverdrossenheit erzeugt.  Die Formulierung im  §2 Abs.(5), 1.a " Der besondere Schutzzweck für das NSG sind der Schutz und die Entwicklung von natürlichen dynamischen Prozessen im Flusssystem der Oste mit naturnahen Tide-, Strömungs- und Transportprozessen", klingt zynisch im Hinblick auf die kommende Elbvertiefung und wird dem Wassersport an der unteren Oste den Todesstoß versetzen. 

 

Nach §3 ist es verboten

Abs. 3 Pflanzen zu beschädigen.  

Abs. 8. Bodenbestandteile abzubauen, Aufschüttungen, Auf- oder Abspülungen oder Abgrabungenvorzunehmen.

Abs. 11 Maßnahmen  durchzuführen, die  ..., Strömungs- und Transportprozesse nicht nur unerheblich verändern.

 

Abs.14 die Gewässer mit Booten und sonstigen Wasserfahrzeugen zu befahren, Boote am Ufer festzumachen oder sich mit Booten auf Wattflächen trockenfallen zu lassen.

Den Trägern öffentlicher Belange werden in jeder Hinsicht Freistellungen gewährt - wogegen nichts einzuwenden ist - der Schifffahrt wird lediglich der Hinweis auf die Maßgaben für das Befahren des Fahrwassers der Oste nach der "Verordnung über das Befahren der Oste" zugestanden. In dieser Verordnung wird weder Ankern noch Trockenfallen geregelt, ist also in der Oste seit 2011 verboten. Mit der Verordnung findet die SeeSchStrO als anzuwendende Bestimmung (Rechtsordnung), in ihrer jeweils geltenden Fassung, entsprechende Anwendung . In der Fassung vom 22.10.1998, zuletzt geändert durch Verordnung vom 18.3.2009 ist folgendes niedergelegt: Unter Reeden, auf denen das Ankern innerhalb des Fahrwassers erlaubt ist, war die gesamte Oste, bis zur Nordostkante des Mühlenwehres in Bremervörde, aufgeführt. Gültig ist aber heute die SeeSchStrO, zuletzt geändert durch Verordnung vom 20.12.2012. In dieser ist die Oste von 210m oberhalb des Sperrwerks bis nach Bremervörde ausgeklammert, weil die Oste seit 2011 keine Seeschifffahrtsstraße mehr ist. Im Zuständigkeitsbereich der WSD, der Ostemündung, bleibt das Ankern im Fahrwasser  ufernah und hintereinander weiterhin erlaubt. Regeländerungen werden bei Bedarf in den Bekanntmachungen zur SeeSchStrO publiziert. Dieser Weg der Veröffentlichung, über die Bekanntmachungen für Seefahrer, steht dem Landkreis Cuxhaven nicht zur Verfügung. Hat der Landkreis diese Regeländerung beabsichtigt, dann wurden die Betroffenen bei der Aufstellung der Befahrensregeln hinters Licht geführt, oder sind bei der Übertragung der Oste vom Bund auf das Land und im "laufenden Betrieb" nur Unzulänglichkeiten zu beklagen. Im Nachhinein könnte man feststellen, das auf der Oste, solange die WSD zuständig war, diese als Schutzwall gegen allzu freie Zugriffe anderer Behörden gewirkt hat. Die Schifffahrt wird heute nur noch ganz am Rande vertreten.

 

Das Ankern gehört zur den normalen Betriebsarten in der Schifffahrt. Geankert wird nicht nur in Notlagen, sondern auch um Wetterlagen, Tidenumschwünge oder Liegeplatzverfüg-barkeiten abzuwarten. Warum ist diese Betriebsart im §4 nicht aufgeführt. Soll also in der Oste vom Sperrwerk bis nach Bremervörde nicht mehr geankert werden??  Besonders zwischen Ostesperrwerk und Geversdorf wird sehr viel geankert. Trockenfallen lassen ist auch eine geübte Praxis, um Kontrollen und Arbeiten am Unterwasserschiff auszuführen.

 

Die Anlegerelemente müssen ein- und ausgewassert werden. Dabei werden schon einige Reethalme in einem begrenzten Bereich in Mitleidenschaft gezogen, was nach §3 (1),3. verboten ist. Die Arbeiten müssen  auch zukünftig - ohne Genehmigungsverfahren - zwei mal im Jahr durchgeführt werden können.

 

Von natürlichen dynamischen Prozessen im Flusssystem der Oste kann nach acht Elbvertiefungen wohl niemand mehr sprechen. 

 

Seit 1818 wurde die Fahrrinne acht Mal vertieft. Die Vertiefungen

beziehen sich auf  HYPERLINK "https://de.wikipedia.org/wiki/Seekartennull" \o "Seekartennull" Seekartennull SKN und  HYPERLINK "https://de.wikipedia.org/wiki/Normalnull" \o "Normalnull" Normalnull NN: 

 

1. 1818 bis 1825 auf SKN   −3,5 m entspricht NN −5,4 m

2. 1850 bis 1862 auf SKN   −4,8 m entspricht NN −6,7 m

3. 1909 bis 1910 auf SKN   −7,5 m entspricht NN −9,4 m

4. 1922 bis 1937 auf SKN   −9,5 m entspricht NN −11,4 m

5. 1957 bis 1964 auf SKN −10,5 m entspricht NN −12,4 m

6. 1964 bis 1969 auf SKN −11,5 m entspricht NN −13,4 m

7. 1974 bis 1978 auf SKN −13,0 m entspricht NN −14,9 m

8. 1991 bis 1999 auf SKN −14,9 m entspricht NN −16,8 m

 

Die geplante neunte Elbvertiefung wird noch mehr Sediment in die Häfen und in den Nebenflüssen umlagern. Offensichtlich handelt es sich bei diesem Vorgang, im Sinne des §3 Abs. 1, um eine verbotene Handlung außerhalb des NSG, die sich auf das NSG entsprechend negativ auswirkt. Ganzheitliche, über Kreisgrenzen hinausgehende Betrachtungen legen diese Überlegung nahe. Die Strömung der Elbe wirkt in die Hydrologie der Oste ein- negativ. Die Fahrrinnen Vertiefungen erzeugen höhere Strömungsgeschwindigkeiten. Der schnelle Flutstrom lagert mehr Sediment um, die der langsamere Ebbstrom nicht wieder zurücknimmt. Die im Bereich von NSG vorhandenen Sportbootanleger werden dauerhaft nicht erhalten werden können, wenn Sedimentum-lagerungen in den Häfen nicht einfacher möglich  bzw. wirtschaftlich tragbar durchgeführt werden können. Die Anleger werden rapide weiter verschlicken (siehe anl. Artikel: Yacht 13-2015) Die sich abzeichnende Entwicklung im NSG "Untere Oste" kommt einem Verbot des Wassersports und des Wassertourismus gleich. Alle Regelungen, die die Entsedimen-tierung nicht vereinfachen, bedrohen die Existenz der Wassersport treibenden Vereine. Alle vorausgehenden NSG-Verordnungen an der unteren Oste haben die Wasserstraße Oste ausgeklammert, das muss auch so bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

 

Jürgen Hinck (1.Vors. SVOH)

Hartmut Rawski (Schriftführer)

 

Zum Thema Ankern bestehen nach unserer Meinung Regelungsdefizite. Im Bereich des NSG Hadelner und Belumer Aussendeich bestehen mehrere abweichende Regelungen.

Nach SeeSchStrO ist das Ankern in der Ostemündung im Fahrwasser ufernah, einreihig erlaubt. Außerhalb des Fahrwassers ist das Ankern grundsätzlich erlaubt. Das Gebot ist an engen Stellen, unübersichtlichen Krümmungen, vor und innerhalb von Schleusen ...  eingeschränkt.

 

Im Naturschutzgebiet Hullen (1970) ist, nach der Broschüre "Wassersport und Naturschutz an der Unterelbe", trockenfallen ausschließlich auf der rechten Seite der Oste, kurz vor dem grünen Osteturm erlaubt. Auf der trocken fallenden Fläche im Ostebogen, in der Broschüre als "Trittstein" bezeichnet, ist ein Ankersymbol eingezeichnet. Südlich von diesem Bereich,  zwischen Ostetonne 11 und 13, außerhalb des Fahrwassers, wird vornehmlich und in großer Anzahl, auch über Nacht, geankert.

 

Im neuen NSG Hadelner und Belumer Aussendeich ist nach Planzeichnung Trockenfallen am rechten Ufer der Oste, kurz vor dem Osteturm und auf dem Trittstein, erlaubt. Geankert werden darf hiernach außerhalb des Fahrwassers offenbar nicht, auch nicht auf der weit über die Grenzen des Landkreises Cuxhaven heraus bekannten Ankerfläche im Ostebogen.

 

Wenn in jedem Plan etwas anderes "draufgesattelt" wird, dann muss irgend jemand mal alle Regelungen, zur anwenderfreundlichen Gestaltung, auf einem Plan zusammenführen. Am Besten in der Seekarte, die hat jeder Schipper an Bord, die NSG-Verordnungen wohl eher nicht. Der vorhandene Hinweis zu Naturschutzgebieten in der Seekarte: „In diesen Gebieten sind die Verbote zu beachten" oder „Within the areas, the prihibitions are to be observed" ist, besonders für unsere ausländischen Gäste, überhaupt nicht zielführend.

Funkkurse für Skipper in Elm und Osten

Bremervörde - die "maritime" Ostestadt

13. 9. 2015. Die Ostestadt Bremervörde ist als 23. Gebietskörperschaft der Arbeitsgemeinschaft Maritime Landschaft Unterelbe (MLU) beigetreten. 

 
Maritim ist Bremervörde zweifellos: Bis zum Ostewehr (Flusskilometer 0) wird der längste Nebenfluss der Niederelbe von Ebbe und Flut beeinflusst. 
 
Auf der MLU-Website www.maritime-elbe.de ist Bremervörde allerdings kartografisch noch nicht erfasst (siehe Abbildung).

Skipper-Nachwuchs für die Oste

11. 9. 2015. Kürzlich nahmen 18 Kinder der Ferienbetreuung des CJD-Kinderhorts Bremervörde Kurs auf 53° 30‘ 50‘‘N;009° 11‘01’E, besser bekannt als Bootsclub Elm. Dort wurden wie in den Jahren zuvor in Zusammenarbeit mit dem Bootsclub Ausfahrten auf die Oste organisiert. 

 

Nach einer Sicherheitsunterweisung ging es in Kleingruppen von sechs Kindern an Bord. Die Wartenden widmeten sich unter pädagogischer Anleitung der Hortmitarbeiter dem Buddelschiffbau und der Knotenkunde.

 

Der Bootsclub-Vorsitzende Reinhold Grasbeunder sowie Kassenwart Reinhard Mayer übernahmen hierbei die Schiffsführerfunktion. Nach gekonntem Ablegemanöver ging es dann die Oste auf und ab. Im Takt des Dieselmotors löcherten die Kinder die fachkundigen Schiffsführer mit ihren Fragen: „Was bedeuten diese Besen an den Ufern?“ -  „Wo ist denn das Gaspedal?“ - "Wie hält man mit einem Boot an?“ - „Was passiert, wenn jemand über Bord fällt?“ -„Warum heißen diese Gummibälle Fender?“

Vom Wasser aus konnten die Mitfahrenden die Schönheit des Flusses bestaunen. „Ein Tag auf dem Wasser ist für Kinder immer ein tolles Freizeiterlebnis, bei dem es neben Abenteuer und Spaß viele nützliche Erfahrungen zu sammeln gibt“, weiß die Leiterin des CJD Kinderhorts, Wiebke Mayer, die ebenfalls Mitglied des Bootsclubs ist. 

 

So werden bei der gemeinsamen Ausfahrt den Kindern nicht nur die Grundlagen dieses Wassersports vermittelt, sondern auch Sicherheitsverständnis, Orientierung in neuen Situationen, Umweltbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl.

 

Nach den Exkursionen auf dem Wasser überreichten die Kinder einen selbst gestalteten Stuhl zum Thema Oste als Dankeschön. Dieser Stuhl wurde Wochen zuvor im Rahmen des Projektes „Unser Bremervörde“ hergerichtet und findet nun im Bootsclub Elm/ Oste e.V. ein neues Zuhause.

 

Dank an Hella Neugebauer.

Zwischenerfolg für Elbfreunde

Walter Rademacher (M.) und Mitstreiter

10. 9. 2015. Zwischenerfolg für Elbfreunde: Die Entscheidung über die geplante Elbvertiefung wird sich nochmals deutlich verzögern. Grund hierfür sind umfangreiche Zusatzarbeiten zum Planfeststellungsbeschluss, die ein erneutes Beteiligungsverfahren der Gegner des Projekts notwendig machen. Mehr im Abendblatt.

 

Walter Rademacher (AG Osteland / Regionales Bündnis) kommentiert: "Das habe ich nach der Zwischenentscheidung vom Oktober 2014 in Leipzig genau so erwartet. Die seinerzeit auferlegten Nachbesserungen sind eine sehr hohe Hürde und daher ist eine erneute Beteiligung der Umweltverbände die logische Konsequenz. 

Dabei ist die Tragweite der EuGH-Entscheidung zur Wasserrahmenrichtlinie offensichtlich noch gar nicht richtig erfasst worden. Da lauert wohl ein noch größerer Sprengsatz, selbst wenn man das Gericht frühzeitig mit einbindet.

Ich frage mich allerdings, ob Verwaltungsverfahren wie das der Elbvertiefung (Exekutive) jetzt schon gleich mit dem Gericht (Judikative) abgestimmt werden sollen, also die verfassungsgemäße Unabhängigkeit der Gerichte so ausgehebelt werden soll. Das wäre fatal und würde den Ansatz für eine Verfassungsklage bilden."

Unterwegs mit dem Tidenkieker

1. 9. 2015. Über 40 Elbfreunde erkundeten am Montagmit dem Flachbodenschiff Tidenkieker ihren Fluss, speziell die Nebenelben. Hochkompetente Erläuterungen lieferte unterwegs die Geologin Ingrid Albrecht-Marxen (Foto). Mit an Bord: Elbschützer Walter Rademacher aus Neuhaus und weitere Vorstandsmitglieder der AG Osteland. Veranstalter des Törns war der Verein zum Schutz von Hamburgs Elbregion um Ernst-Otto Schuldt.

Der unbekannteste Zufluss der Oste

31. 8. 2015. Der Balbeck (bis vor rund 100 Jahren Wallbeck, heute meist Balbecksbach genannt) mündete bis zur Ausbaggerung des Vörder Sees (1972 - 1983) in die Oste. Heute fließt der Balbeck neben dem Tretbootanleger in den See, der wiederum über ein Siel mit Stauwehr mit der Oste verbunden ist.
 
Durch die Anlage des Baggersees ist der Balbeck zum wahrscheinlich unbekanntesten (indirekten) Zufluss der Oste geworden. Erst beim 2. Vörder Seefest am Wochenende rückte der Bach als Austragungsort eines Entenrennens ins Zentrum des Interesses.
 
Für die Niedersächsische Landesausstellung Natur im Städtebau (1991) war ein rund 500 Meter langes Teilstück des einstigen Grabens - zwischen Seekiosk und dem Spielplatz Balbeckring, hinter der Nabu-Umweltpyramide - renaturiert worden.
 
Dieser Abschnitt, dem 1991 in der Ausstellungsbroschüre ein eigenes Kapitel gewidmet worden ist, weist heute mit Eisvögeln und vielfältiger Flora die Schönheit eines naturnahen Bachlaufs auf, während das folgende Teilstück, an der Neuen Straße, schon vor Jahrzehnten verrohrt worden ist.
 
Dort hatte den Bach einst die "Weiße Brücke" überquert, an die heute nur noch die gleichnamige Bushaltestelle erinnert. Die benachbarte traditionsreiche Gaststätte von Schlachtermeister Willi Stolte, Treffpunkt von Schützen und Vogelfreunden, heißt nach dem - dort unsichtbaren Bach - "Restaurant Am Balbeck".
 
Unsere Repros und Fotos (J. Bölsche) zeigen Bürgermeister Detlev Fischer und die "Seefee" an der Mündung; renaturierten Passage der Balbeck; das Entenrennen und seine Organisatoren; das Balbeck-Kapitel aus der Broschüre von 1991; den Balbeckring; das Gasthaus "Am Balbeck" 1910 und heute; die frühere Weiße Brücke.

Osten: Neue Kurstermine für Wasserfreunde

28. 8. 2015. Ostefreund Reinhold Grasbeunder bietet in Zusammenarbeit mit dem Blauen Netz Oste neue Kurstermine beim Wassersportclub Osten (WSCO) an: 

 

> UKW-Funkkurs SRC & UBI:  Ab 12.10.15 jeweils montags von 18.30 Uhr bis 21.30; Prüfungstermin in Bremen am 31. Januar 2016

 

> Sportbootführerscheine See & Binnen: Ab 27. 10. 2015 jeweils dienstags von 18.30 Uhr bis 21.30 Uhr

 

> Motorbootfahrstunden (Einzelunterricht) ab April 2016; die Prüfungen sind für Mai 2016 geplant.

 

> Erstmalig beginnt ein Theorie-Kurs zum Sportküstenschifferschein(SKS) in Elm am 28.10.15. Unterricht ist  jeweils mittwochs von 19 Uhr bis 22 Uhr (Kursdauer: 12 Abende, Voraussetzung: SBF See, Mindestteilnehmerzahl: 5, Theoretische Prüfung ab 05.02. möglich. Die praktische Ausbildung erfolgt ab Frühjahr 2016 in Zusammenarbeit mit der Yachtschule Eichler in Finkenwerder.

 

Weitere Informationen unter www.bc-elm.com/Schulung/Kurse/kurse.html und bei Reinhold Grasbeunder, Tel: 04140-88003, E-Mail: schulung@bc-elm.com

"Geschenk zum Kanal-Geburtstag"

Kanalbaustelle an der Brücke Grünenthal ein halbes Jahr vor der Eröffnung des heutigen Nord-Ostsee-Kanals

18. 8. 2015. Als "Gewinn für die gesamte Region und auch als Bereicherung der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel" hat die Arbeitsgemeinschaft Osteland am Montag in ihrer August-Vorstandssitzung in Gräpel die neue ElbLink-Verbindung bezeichnet. 

 
Das "denkbar schönste Geschenk zum 120. Geburtstag des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Brunsbüttel und Kiel" sei die neue Fährverbindung Brunsbüttel - Cuxhaven, die am Mittwoch (Open Ship) in Cuxhaven vorgestellt wird und am Donnerstag ihren Betrieb aufnimmt.
 
Die AG Osteland ist Trägerin der 2004 eröffneten "Fährienstraße" von der Oste zur Ostsee, die rund 50 Fähren, Brücken und maritime Museen zwischen dem Vörder See in Bremervörde und der Kieler Förde verbindet.
 
Ein Bericht vom Start der neuen Fährverbindung erscheint auch auf OstelandTV.

Ostebrücken: Klappe auf, Klappe zu

17. 8. 2015. Die Klappbrücke Geversdorf, eine der Stationen der Deutschen Fährstraße, ist nach rund dreiwöchiger Sperrung seit diesem Montag, 7.30 Uhr, wieder nutzbar. Bei der Öffnung war die AG Osteland durch Thomas Schult (Vorstand) und  Gerhard Reibe (Blaues Netz) vertreten. Die "Lobby für die Oste" hatte, wie berichtet, in Presse, Funk und Fernsehen vergebens dagegen protestiert, die Reparaturarbeiten ausgerechnet in der Hauptsaison durchzuführen - siehe auch diesen Pressebericht.
 
Ab Montag, 24. August, folgt die mehrfach angekündigte fünftägige Sperrung der Oberndorfer Klappbrücke für den Straßenverkehr; der Schiffsverkehr ist davon nicht betroffen - siehe Foto unten und diese Mitteilung des Landkreises.

Petition gegen Deichwanderverbot

15. 8. 2015. Der Protest gegen die geplante Sperrung von Deichen am Unterlauf (siehe unten) hält an. Auf Initiative des Geversdorfer Ortsheimatpflegers, Heimatvereinsvorsitzenden und Ostepreisträgers Günter Lunden ist jetzt auf openpetition.de eine Petition an den Landrat des Landkreises Cuxhaven, Kai-Uwe Bielefeld, veröffentlicht worden.

 

Unter dem Titel "Keine unnötige Beschränkung durch Naturschutzgebiete in der Osteregion!" heißt es unter anderem: "Mit der geplanten Verordnung über das Naturschutzgebiet 'Untere Oste' sind erhebliche Einschränkungen für die Menschen in dieser Region verbunden. Selbstverständlich befürworten die Einwohner und Besucher der Osteregion Schutz und Erhalt unserer einzigartigen Natur und Landschaft. Einschränkungen und Verbote aus dem Schutz der Natur dürfen sich aber nicht gegen die Menschen richten. 

 

Mit der geplanten Verordnung werden zusammen mit dem Naturschutzgebiet Schnook (265 ha Größe) insgesamt 583 ha Fläche entlang der Oste unter Naturschutz gestellt...  Allein über 22 km Deich beidseits der Oste sind in dem Naturschutzgebiet - der Deich dürfte dann im Regelfall nicht mehr betreten werden. Ein Spaziergang auf dem Deich oder nur ein Blick auf die Oste wäre für die Einwohner, Gäste und Touristen nicht mehr möglich. 

 

Für eine auch touristisch geprägte Gegend sind das Einschränkungen der Lebensqualität vor Ort. Es kann nicht der Sinn eines Naturschutzgebietes sein, dass den Menschen auch eine durchaus verträgliche und naturnahe Nutzung der Schutzgebiete und Möglichkeiten der Erholung entlang der Deiche untersagt wird."

 

Voller Wortlaut und Möglichkeit zum Unterzeichnen hier.

 

Wieder Skipper-Kurse in Osten

Pappboote warten auf ihren Einsatz

13. 8. 2015. Rund 20 fantasievoll gestaltete Pappboote - überwiegend Schülerarbeiten - warten in der Aula der Neuhäuser Schule auf ihren Einsatz beim diesjährigen Pappbootrennen am Sonnabend im alten Hafen des idyllischen Ostefleckens. Betreut wurden die jungen Bootsbauer von Osteland-Preisträger Gerald Bruns, dem Erfinder des Events und Bauherren vieler eigener Pappschöpfungen. Weiterer Bericht siehe unten.

"Oderik" auf der Sail Bremerhaven

12. 8. 2015. Der Pfahlewer „Oderik“ aus Oederquart nimmt an der „Sail Bremerhaven“ teil, die am heutigen Mittwoch, 12. August, beginnt und bis zum Sonntag dauert. Die Oederquarter sollen Kehdingen und den Landkreis Stade bei dem Festival der Windjammer zu vertreten.

Maritime Gottesdienste an der Oste

12. 8. 2014. Zwei Gottesdienste zum Thema Seefahrt finden am Sonntag, 16. August, an der Oste statt. Um 9.30 Uhr in der Christuskirche Warstade und um 18 Uhr in der St.-Georgs-Kirche in Oberndorf gestalten die einstigen Seemannsmissionare Rosemarie und Jürgen Heimer - lange tätig gewesen in der englischen Schwebefährenstadt Middlesbrough - einen maritimen Gottesdienst unter anderem unter Mitwirkung von Fred Dobrinkat vom Oberndorfer Shantychor.

Wieder Pappboot-Jux und Kuhschiß-Wette

12. 8. 2015. Einer der Höhepunkte im Ostejahr  ist das Neuhäuser Hafenfest mit Pappbootrennen, das diesen Sonnabend zum 22. Mal stattfindet, diesmal wieder mit der legendären "Kuhschiß"-Wette. 
 
Initiator und Seele des Fests ist der Dipl.-Ingenieur, Designer und Ostefreund Gerald Bruns, der dafür mit dem Ostekulturpreis ausgezeichnet worden ist - Begründung hier

Mit neuem Feuerturm auf Helgoland-Törn

"Elbe 1" in Helgoland (Foto: J. Bölsche)

11. 8. 2015. Ohne den Einsatz Ehrenamtlicher wären die Rettung und Erhaltung maritimer Denkmäler wie der Schwebefähre Osten-Hemmoor, der Broberger Fähre, des Freiburger Hafenspeiches oder des Baljer Leuchtturms nicht denkbar gewesen. Das gilt erst recht für das in Cuxhaven liegende einstige Feuerschiff "Elbe 1" und dessen Förderverein um den Vorsitzenden Hermann Lohse (Foto). Dem Verein ist jüngst die Instandsetzung des sechs Tonnen schweren Oberteils des roten Feuerturms gelungen. Für einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro dankte Hermann Lohse jetzt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, bevor sich das Schiff am Wochenende auf eine eintägige Reise nach Helgoland zur Jubiläumsfeier "125 Jahre deutsch" begab.

NDR-TV: Osteland-Skipper kommen zu Wort

5. 8. 2015. "Sauer sind sie an der Oste." Mit diesen Worten berichtete die N3-Sendung "Hallo Niedersachsen" am Dienstag über den Protest der Wassersportler und Touristiker aus dem Osteland gegen die reparaturbedingte Sperrung der Ostebrücke in Geversdorf ausgerechnet in der Hauptsaison. 

 
Zu Wort kamen in der Sendung neben WSA-Vertreter Bernhard Meyer unter anderem Bernd Jürgens und Caspar Bingemer, aktiv im Blauen Netz der AG Osteland, die über die Folgen für den Tourismus sowie für Vereine und Unternehmen sprachen.
 
Gezeigt wurden leere Anleger ("ziemlich trauriges Bild") und das Ostesperrwerk, das abends ebenfalls für den Schiffsverkehr geschlossen ist: "Große Schiffe kommen hier weder rein noch raus."
 
Der komplette NDR-Beitrag steht in der Mediathek. - Alle bisherigen Beiträge zu diesem Thema unter Blaues Netz  2015.2 und 2015.3.

Die Kritik an den Riesen wächst

2. 8. 2015. Die Kritik an den Container-Riesen wächst. Zur Taufe der "MSC Zoe" schreibt das Hamburger Abendblatt:

 

"Für die Reeder rechnet sich der Betrieb immer größerer Schiffe vor allem aus ökonomischen Gründen... Häfen und Städte setzt die Rekordjagd auf hoher See allerdings immer stärker unter Druck, weil sie beim Ausbau der Infrastruktur nicht mehr hinterherkommen und dafür enorme finanzielle und ökologische Kosten auf sich nehmen müssen… In Sachen Elbvertiefung muss nach der Klage der Umweltverbände BUND, Nabu und WWF nun das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig letztinstanzlich entscheiden, wem es die höhere Priorität einräumt: den ökonomischen Interessen der Stadt Hamburg und der Hafenwirtschaft oder der Flora und Fauna entlang der Elbe. Die juristische Position der Stadt ist dabei in den vergangenen Monaten nicht gerade besser geworden."

 

Die Frankfurter Allgemeine kommentiert: „Kritik an dieser Entwicklung gab es schon länger, aber sie wird zunehmend lauter und vielstimmiger. „Das Risiko wächst mit den Schiffen mit“, heißt es vom „Aktionsbündnis lebendige Tideelbe“, in dem mehrere Umweltverbände zusammengeschlossen sind. Sie verweisen auf die Gefahr einer Havarie, wenn die riesigen Schiffe auf der engen Elbe manövrieren. Die Schiffe sind länger als die Fahrrinne breit ist und könnten sie komplett blockieren. Die Linken in der Hamburger Bürgerschaft gehen noch einen Schritt weiter: „Immer größere Schiffe erfordern immer tiefere Häfen und Flüsse, größere Terminals und Brücken“, sagt ihr Hafenpolitiker Norbert Hackbusch. „Gegen diese Spirale des Wahnsinns sollte Hamburg eine Initiative der Hafenstädte in Europa setzen.“ Für ein paar Euro eigener Ersparnis verursachten die Reeder riesige Kosten für die Häfen und damit die öffentlichen Kassen.“

 

Weitere Stimmen: 

 

ZEIT Hamburg, 31. Juli 2015
Gigantischer Unsinn
Kommentar von Marc Widmann am 31. Juli 2015
Das größte Containerschiff der Welt wird am Sonntag im Hafen getauft –- für die Stadt ist das kein Grund zu feiern.
 
 
FAZ, 01.08.2015
Skepsis gegen Riesenschiffe
Erst im Januar begrüßte Hamburg die „CSCL Globe“ als größtes Containerschiff. ... Die Kritik an den Mega-Carriern wird zunehmend lauter.
 
Abendblatt, 01.08.2015
Hamburger Hafen Wettlauf der Containerfrachter – "MSC Zoe" angekommen
Mit der "MSC Zoe" ist am Sonnabend der weltweit aktuelle Rekordhalter nach Hamburg gekommen. Nächstgrößere Modelle längst im Bau.
 
 
 
WELT Hamburg, 02.08.2015

Größtes Containerschiff der Welt in Hamburg getauft
Die "MSC Zoe" ist im Hamburger Hafen getauft worden. Doch der Titel "weltgrößtes Containerschiff" wird 

schnell wieder verloren gehen. Bremen schlägt Hamburg ein gemeinsames Handeln im Wettbewerb vor.

Elbvertiefung: "Gigantischer Unsinn"

Foto: Rademacher

1. 8. 2015. Vor Glückstadt ist der Containerriese "Yang Ming" auf Grund gelaufen. Überraschend? Die "Welt" schreibt: "In der Hamburger Hafenwirtschaft wird seit längerer Zeit über das wachsende Risiko einer Havarie diskutiert.“ Mehr...

 
In Hamburg mehren sich die Anzeichen für einen Stimmungswechsel. Unter der Überschrift "Gigantischer Unsinn“ veröffentlicht die Hamburger „Zeit“ in ihrem Blog einen bemerkenswerten Artikel.
 
Wieder einmal wird an diesem Wochenende das aktuell weltgrößte Containerschiff – die „MSC Zoe“ – den Hamburger Hafen anlaufen und publikumswirksam getauft werden. Beim Aktionsbündnis Lebendige Tideelbe, einem Zusammenschluss der Umweltverbände BUND, NABU und WWF, stößt die PR-Aktion auf Kritik:
 

„Man versucht mit der Brechstange zu demonstrieren, dass der Hamburger Hafen trotz unüberwindbarer Beschränkungen auch zukünftig mit Mega-Containerschiffen angefahren werden kann. Restriktionen wie enge Zeitfenster für Wendemanöver werden dabei genauso ausgeblendet wie nachweislich steigende Havarie-Risiken“, kritisiert Manfred Braasch vom BUND Hamburg. 

 

Bei der letzten Havarie Anfang Juli (Video) war das 336 Meter lange Containerschiff NYK Olympus wegen eines technischen Schadens komplett aus dem Ruder gelaufen, hatte sich im Elbstrom um 180 Grad gedreht und drohte mit dem Heck gegen das Ufer zu schlagen. 

 

„Die Gefahr einer Havarie zu ignorieren und der Öffentlichkeit zu verschweigen, ist aus Sicht der Verbände fahrlässig. Das Risiko wächst mit den Schiffen mit. Die geplante Elbvertiefung soll Containerriesen nach Hamburg bringen und verringert das Risiko nicht. Die Anfälligkeit der Megaschiffe für Wind und Tideströmung ist genauso unabhängig von Fahrrinnentiefe wie technische Ausfälle und mögliche nautische Fehler“, so Beatrice Claus vom WWF. 

 

Selbst die im Zuge der Elbvertiefung geplante „Begegnungsbox“ - d.h. eine stellenweise Verbreiterung der Fahrrinne auf 385 Meter - löst das Problem nicht. 

 

Nach internationalen Standards (PIANC) müsste die Fahrrinne für heutige Schiffsgrößen mindestens 450 Meter breit sein, dies ist aber räumlich gar nicht realisierbar. Im mündungsnahen Bereich bis Glückstadt ist die Elbfahrrinne 400 Meter breit, weiter elbaufwärts bis zur Lühemündung 300 Meter und bis zum Hamburger Hafen beträgt die Breite nur noch 250 Meter.Die MSC Zoe misst 396,40 Meter und ist fast so lang wie dieFahrrinne im breitesten Abschnitt.

 

Das erkennbare Havarie-Risiko sei ein weiteres Argument für eine Hafenkooperation, da die Megafrachter im Tiefwasserhafen JadeWeserPort ohne Probleme abgefertigt werden können, betont das Aktionsbündnis. 

 

Auch Schiffsversicherer warnen gerade in Häfen mit engen Zufahrten angesichts der Schiffsgrößenentwicklung vor erheblichen zusätzlichen Havarie-und Bergungsrisiken. Zudem betont ein aktueller Report der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) neben den Gefahren besonders die steigenden Kosten für die Häfen durch immer größere Schiffe. Europäische Häfen müssten ständig Containerbrücken, Kaikanten oder auch Verkehrsinfrastruktur anpassen. Die Kosten dafür übernimmt in der Regel die öffentliche Hand.  

 

„Häfen wie Hamburg mit ihren Restriktionen werden von den Reedereien förmlich erpresst“, sagt Malte Siegert vom NABU Hamburg. „So finanziert vor allem der Steuerzahler die Folgen der durch wachsende Schiffsgrößen erzielten Gewinne der Reedereien. Und je größer die Schiffe werden, desto größer wird auch das Risiko für Natur und Umwelt.“

 

 

Zum "Zeit"-Artikel merkt oste.de-Leser Bernhard Ziemens an: "Der Autor hat völlig Recht! Der gewünschte Ausstieg Hamburgs aus der Gigantomanie wird allerdings von den zahlreichen Konkurrenten Hamburgs gnadenlos ausgenutzt werden... Denn an einen Tisch werden sich die großen Häfen nicht setzen…"

 

Auf Facebook notiert Wolfgang Wolf: "Heute liefen das Mehrzweckschiff NEUWERK und eine handvoll Schlepper aus, um dem vor Glückstadt bei der Rhinplate notgeankerten Containerschiff YM WHIS zur Hilfe zu eilen. Die Gefahr durch einen Blackout der Maschinen dieser Riesen wird in vielen Medien und von der Lotsenschaft gerne heruntergespielt. Passt ja nicht zum Problem mit der Elbvertiefung, denn es wird schon länger über die Havarie-Gefahr auf der Elbe diskutiert ;-) 
Ich war um 10:30 Uhr auf der Fähre und konnte Fotos machen. 

Ostefreunde gegen Deichwander-Verbot

1. 8. 2015. Eine Fristverlängerung für Einsprüche gegen die Verordnungsentwürfe für neue Naturschutzgebiete an der Unteren Oste fordert die Arbeitsgemeinschaft Osteland. 

Das bisher vorgesehene Zeitfenster - bis zum 21. August - falle komplett in die Hauptferienzeit. Eine derart restriktiv bemessene Einspruchsfrist wirke wenig bürgerfreundlich und sei nicht dazu angetan, den in diesem Fall besonders schwierigen Interessenausgleich zwischen Naturschutz, Hochwasserschutz, Landwirtschaft und Tourismus zu befördern, urteilt der Verein.

Der neue Verordnungsentwurf "Untere Oste" geht über die bisher anerkannten FFH-Gebiete hinaus und bezieht auch den Deichkörper mit ein. 

Dagegen haben sich gegenüber der Niederelbe-Zeitung (Freitagausgabe) nicht nur das Kreislandvolk und der Ostedeichverband ausgesprochen, sondern auch der Geversdorfer Ortsheimatpfleger und Ostepreisträger Günter Lunden, der von einem Deichbetretungsverbot Einschnitte in die Lebensqualität der Bevölkerung sowie eine Beeinträchtigung des Tourismus an der Oste befürchtet.

Lunden sowie der Ostedeichverband und das Landvolk gehören der Arbeitsgemeinschaft Osteland an.

Die geplanten Verordnungen über Naturschutzgebiete an der Unteren Oste zwischen Sperrwerk und Mannhausen (siehe Karte) und bei Belum stehen, wie berichtet, auch online zur Verfügung: auf der Homepage der Samtgemeinde am Dobrock (www.am-dobrock.de).

AG-Osteland-Vize Walter Rademacher kommentiert:

 
Die einmonatige Auslegungszeit und Einspruchsfrist komplett in die Sommerferien zu legen ist schon allein für als unfreundlicher Akt anzusehen. Bei allem grundsätzlichen Verständnis für die Notwendigkeit von Umwelt- und Naturschutz verschlägt einem das die Sprache. So wird Umweltschutz nicht praktiziert, sondern diskreditiert. 

Da wundert es auch nicht, dass die inhaltliche Betrachtung der Pläne im Detail solche Blüten treibt, wie die Unterschutzstellung von künstlich aufgebauten Deichen, auf denen dann nicht einmal mehr gewandert werden darf, von Landwirtschaft und Hochwasserschutz ganz zu schweigen. 
Und ein paar Kilometer weiter darf die Elbe auf das Fünffache ihrer natürlichen Tiefe gebaggert werden? Über 20 Mio. Kubikmeter jährliche Unterhaltungsbaggerung - aber hier darf man nicht auf dem Deich spazieren gehen? Merken "die" noch was?

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