www.oste.de - die Websites für das Osteland
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www.schwebefaehre.org

Seit 2003 berichtet Jochen Bölsche auf www.schwebefaehre.org (alte Version hier) über die Welt der Schwebefähren. Der 2006 gegründete Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren pflegte internationale Kontakte sowie die von der AG Osteland angeregte Partnerschaft der deutschen Schwebefähren-Orte Osten und Osterrönfeld, wo 2013 das Hundertjährige der Fähre am Nord-Ostsee-Kanal gefeiert wurde. Der Arbeitskreis strebte die Anerkennung aller noch erhaltenen Schwebefähren als Weltkulturerbe an - nach dem Vorbild der "Mutter aller Schwebefähren" im spanischen Bilbao, der bereits 2006 der begehrte Unesco-Titel zuerkannt worden ist. 

Gondel-Rohbau schwebt über dem Wasser

18. 2. 2021. Gut fünf Jahre nach der Schwebefähren-Havarie über dem Nord-Ostsee-Kanal nimmt der Nachbau der Gondel endlich Form an. Wie die bayerische Maschinenbaufirma Hermann, die Ende 2018 den Auftrag erhielt, jetzt mitteilt, hat der Rohbau des Fährkörpers mittlerweile die Fertigungshalle im niedersächsischen Brake verlassen. 

 

Nach der „Premiere an der Weser“ („Neue Schwebefähre im Rohbau erstmals über Wasser“) 

soll die Gondel laut heutiger SHZ in Kürze mit einem Farbanstrich versehen werden. 

 

Zu dem „Projekt nicht von der Stange“ (Auftragswert: und 11 Millionen Euro) teilt die Hermann GmbH mit: „Die Gondel, die aus dem Jahr 1913 stammt, wird ihr filigranes Erscheinungsbild behalten und gleichzeitig mit modernster Technik ausgestattet.“ Mehr...

 

Unsere Abbildungen zeigen den Entwurf des Neubaus (Grafik: WSA) sowie den Rohbau im Dezember in der Werkshalle und im Februar im Freigelände (Fotos: Hermann GmbH). 

 

Die Schwebefähren-Hochbrücke zwischen Rendsburg und Osterrönfeld zählt neben der ältesten deutschen Schwebefähre in der Osterrönfelder Partnergemeinde Osten zu den überragenden Wahrzeichen der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel.

 

Die Firma Hermann ist unter anderem auch mit dem Neubau der Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf beauftragt worden. 

Newport: 10 Millionen Pfund bewilligt

5. 2. 2021. Im März beginnt die 10-Millionen-£-Runderneuerung der Schwebefähre in Newport - detaillierter Bericht hier. Auch ein neues Besucherzentrum ist geplant. Aus der Verlautbarung der Stadt: „The new centre, which will be linked to the bridge via a walkway, will allow us to bring the history of the bridge to life through showcasing the personal stories of those who designed, built and use the bridge.

 

Facilities at the centre will include a café, toilets and changing facilities, shop, exhibition gallery and community space. There will also be more car parking spaces for visitors and an exciting activities programme including theatrical performances, art classes and mindfulness sessions.

 

The Transporter Bridge is an icon of Newport, and a significant part of the story of Wales’ industrial past, one that we need to preserve for future generations so that we can tell the stories of our shared history.“

Middlesbrough will Schwebefähren-Pub retten

18. 2. 2021. Nahe der Ferry Road im Schatten der Schwebefähre von Middlesbrough gammelt seit Jahren der berühmte denkmalgeschützte Pub „Captain Cook“ vor sich hin, einer der ältesten weit und breit. Während sich bei unserem Besuch 2008 der Verfall des Gebäudes noch in Grenzen hielt (Foto oben: Bölsche), ist es inzwischen wegen akuter Einsturzgefahr abgeriegelt: „Dangerous building / Keep out“. In letzter Minute hat sich die Stadt jetzt entschlossen, das Bauwerk zu sanieren, wie die Lokalpresse berichtet

 

Zum Thema:

 

Middlesbrough im Web-Archiv von oste.de

Schwebefähren: Drei gebaut, vier ungebaut

Nicht realisierte Projekte für Hamburg, Cuxhaven, Kiel-Mitte und Brunsbüttel

 

Jan. 2021. Der Cuxhavener Hartmut Mester - bekannt durch sein grandioses, schon 2700 mal abgerufenes Video über die Deutsche Fährstraße - ist ein unerwarteter Archivfund gelungen: Aufgetaucht sind nie verwirklichte Pläne für den Bau einer Schwebefähre über den Alten Fischereihafen in Cuxhaven, unweit der heutigen Fährstraße - eine kleine Sensation.

 

Über den Fund berichtet Mester ausführlich in seiner vorzüglichen Regional-Enzyklopädie Cuxpedia unter dieser Adresse

 

Demnach sollte eine Schwebefähre die durch den Bau des Alten Fischereihafens unterbrochene Hafenstraße ersetzen: „Die geplante Schwebefähre ist der Grund für die Einengung der Hafenzufahrt. Aus Kostengründen wurde sie nie gebaut.“

 

Bislang bekannt gewesen waren - neben den drei realisierten deutschen Schwebefähren in Osten, Rendsburg und auf der Kaiserlichen Werft in Kiel-Gaarden (abgerissen 1923) - lediglich drei geplante, aber ungebaute Schwebefähren: 

 

> Am bekanntesten sind die Pläne für den Bau einer Schwebefähre in Hamburg, über die Jochen Bölsche ausführlich in dem Schwebefähren-Buch „Über die Oste“ berichtet; siehe Auszug unten.

 

> im Jahre 2009 entdeckte der wohl beste deutsche Fährenexperte Wilhelm Langes, Webmaster von www.fjordfaehren.de, im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin Pläne aus dem Jahr 1903 für den Bau einer Schwebefähre, die  den Südabschnitt des damaligen Kaiser-Wilhelm-Kanals überbrücken sollte. Als Standort hatte der Wasserbauingenieur Otto Franzius, Marinehafenbaumeister in Kiel, Brunsbüttel vorgesehen. Die von Franzius erarbeiteten Pläne, die im Rahmen des "Schinkelwettbewerbs" 1903 vorgelegt wurden, sind auf der Website der TU als PDF online verfügbar; weitere Informationen finden sich in der Dithmarschen-Enzyklopädie

 

> Ebenfalls 2009 wurde der (2020 verstorbene) Osteland-Mitstreiter, Ex-Offizier und Rendsburger Regionalforscher Klaus Schmidt in Kiel fündig: Im Archiv des dortigen Tiefbauamts entdeckte der Philatelie-Experte für Fähr- und Brückenmotive detaillierte Pläne aus dem Jahr 1902 zum Bau einer Schwebefähre über die Kieler Förde - unweit des heutigen Hauptbahnhofs.

 

Auch darüber berichtete damals unsere seit 2002 unterhaltene internationale Schwebefähren-Website www.schwebefaehre.org - Beitrag siehe hier.

 

Hamburgs ungebaute Schwebefähre:

Ostener mutiger als die Hanseaten

 

In dem Buch „Über die Oste“ berichtete Jochen Bölsche, 2009, seinerzeit Vizepräsident des Schwebefähren-Weltverbandes, über norddeutsche Schwebefähren-Planungen: „Das kleine Dorf Osten wagt sich an ein Projekt, das Hamburg zuvor verworfen hat.“ Auszug

 

„... Der Handels- und Gerichtsort Osten ist oft tagelang abgeschnitten von der jenseits des Flusses verlaufenden neuen Lebensader des Elbe-Weser-Dreiecks, der 1881 eröffneten Eisenbahnlinie Harburg-Cuxhaven. Für Deutschlands größte Hafenstadt wiederum ist eine zuverlässige Verbindung zu den neu entstandenen Kaianlagen, Werften und Fabriken am Südufer der Elbe überlebenswichtig.

 

Wegen des starken Schiffsverkehrs aber verbietet sich eine konventionelle starre Brücke, die im Hamburger Tide-Hafen eine lichte Durchfahrtshöhe von rund 50 Metern (und entsprechend gewaltige Rampen) erfordern würde, weil sie nicht die ozeangängigen Segelschiffe mit ihren hohen Masten behindern darf. Auch Dreh-, Hub- und Klappbrücken scheiden teils aus Kostengründen, teils wegen ihrer Langsamkeit aus.

 

Eine mögliche Lösung bietet 1894 der Kölner Industrielle Eugen Langen dem Hamburger Senat an. Der Erfinder der später in Wuppertal verwirklichten Schwebebahn bietet der Hansestadt nicht nur den Bau einer Hängebahn zur Behebung der innerstädtischen Verkehrsnöte an, sondern auch die Überbrückung der Elbe per Schwebefähre.

 

Aufgehängt an einer 45 Meter hohen Brückenbahn sollen zwei Gondeln gleichzeitig zwischen den Landungsbrücken und dem Südufer pendeln und in Stoßzeiten 6000 Personen pro Stunde übersetzen. Zusätzlich sieht Langen in den Brückenpfeilern Aufzüge für Fußgänger vor. Sein Vorschlag, in vielen Gremien heftig diskutiert, wird indes abge- lehnt; er wirkt auf die Stadtpolitiker wenig ausgereift.

 

In Hamburg gescheitert, überträgt Langen seine Patente 1895 einer in Nürnberg gegründeten „Continentalen Gesellschaft für electrische Unternehmungen“, die seine Pläne überarbeitet und bald erneut an Hamburg herantritt. Doch der Senat verwirft 1904 nach leidenschaftlichen Debatten die Idee einer Schwebebahn à la Langen und entscheidet sich – im selben Jahr wie NewYork – für eine Hoch- und Untergrundbahn, wie sie zuvor schon London (1890), Budapest (1896), Paris (1900), Boston (1901) und Berlin (1902) in Angriff genommen haben.

 

Auch das drängende Problem der Elbquerung will der Senat nun ganz anders lösen als 1894 von Langen vorgeschlagen: nicht mit einer Schwebefähre, sondern mit einem Tunnel samt zwei Aufzügen, von dem sich die Experten eine größere Transportkapazität erhoffen und für den die Stadt 1906 knapp elf Millionen Mark bewilligt.

 

Am Elbnebenfluss Oste, wo lange auch über eine Drehbrücke diskutiert wurde, ist unterdessen die Entscheidung für eine Schwebefähre gefallen. Osten verwirklicht, was Langen entworfen und Hamburg verworfen hat. Offiziell heißt die projektierte Ostener Fährbrücke fortan „Schwebebahn“ – so wie die im Tal der Wupper verwirklichte Erfindung Eugen Langens.

 

Dass die hannöverschen Regierungsvertreter 1905 – anders als der Hamburger Senat elf Jahre zuvor – den Bau einer Schwebefähre akzeptieren, hat einen nachvollziehbaren Grund: Was den Hanseaten noch wenig ausgereift erschien, hat sich binnen zehn Jahren zu einem international bewährten Verkehrsmittel entwickelt." Quelle

Schnell und umfassend: Schwebefähren-News auf Facebook

 Ergänzt wird diese  2003 freigeschaltete Schwebefähren-Website seit einigen Jahren durch eine ebenfalls von Jochen Bölsche betriebene Facebook-Gruppe, die schneller und umfassender als die Homepage über Aktuelles aus der Welt der Schwebefähren berichten kann. Aufgerufen und abonniert werden kann die fast 500 Mitglieder umfassende FB-Gruppe hier.  

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