Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.
Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.

TV und Pressetexte 2014-2017

OstelandTV feiert sein Zweijähriges

4. 3. 2017. TV-Jubiläum. Seit der stark beachteten ersten Folge von OstelandTV im März 2015 (Foto) sind schon zwei Jahre vergangen! Heute Mittag ist bereits die 40. Folge des (zeitweise sogar alle 14 Tage erschienenen) Videomagazins der AG Osteland online gegangen - mit einem virtuos geschnittenen Rückblick auf die beiden ersten Jahre. - Alle bisherigen Folgen stehen unter www.osteland-tv.de.

Zum Jahresschluss: 34. Folge von OstelandTV

10. 12. 2016. Soeben online gegangen auf www.tv.oste.de: die 34. Folge von OstelandTV mit faszinierenden Luftaufnahmen vom "Flug der Schwäne" über Neuhaus und Balje sowie Berichten u. a. aus Oberndorf, Oldendorf und Gräpel von der Bananenbaum-Filmpremiere, von Strom produzierenden Schülern und dem jüngsten Osteland-Salon zum Thema Naturschutz.

Zum Jubiläum Blumen für den Moderator

8. 8. 2016. Vor anderthalb Jahren beschloss der Vorstand der 600 Mitglieder starken gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V., ein Videoportal einzurichten. Seither sind 25 Folgen (nebst etlichen Sonderausgaben) der zunächst monatlich, jetzt zweiwöchentlich produzierten Sendung OstelandTV mit weit über 100 Beiträgen aus der Flussregion zwischen Tostedt und Neuhaus erschienen. Dieses Jubiläum nahm Claus List, Vorsitzender der AG Osteland, in der heutigen Vorstandssitzung in Himmelpforten zum Anlass, herzlich Dank zu sagen - mit einem Blumenstrauß für Vorstandsmitglied Karl-Heinz Brinkmann, der die Sendung in seinem "Schwebefährenstudio" am Fährplatz in Osten seit der Startausgabe zusammenstellt und moderiert. Herzlichen Glückwunsch, Kuddel, zur Sendung #25!

 

> Link den jüngsten Sendungen (mit Inhaltsverzeichnis) 

 

3. Osteland-Salon: „Krimiautoren am Fluss“ 

Kriminell dekoriert: der Berthof
6. 6. 2016. Nach bewegenden Fähr-Geschichten von der Oste und lebendigen Kindheitserinnerungen aus Oberndorf spürt der 3. "Osteland-Salon" fiktiven Kriminalfällen am Fluss nach – und den Motiven derer, die sie auf Papier gebracht haben: Am Freitag, 17. Juni, um 19 Uhr setzt die Arbeitsgemeinschaft Osteland ihre neue Veranstaltungsreihe mit Krimiautoren aus der Region fort. Auf dem Berthof in Kleinwörden versammelt der Salonnier Sebastian Bertram die Schriftsteller Wilfried Eggers, Reinhold Friedl, Thomas B. Morgenstern und Wolfgang Röhl. Die meisten von ihnen lasen hier bereits aus ihren Büchern, wenn eigens aus diesem Anlass der urige Ferienhof von den Gastgebern schaurig-schön dekoriert wurde.
 
Erzählungen über Mord und Totschlag haben seit vielen Jahren Hochkonjunktur im Osteland. Mehr als 50 Krimis und 200 Drehbücher von gut zwei Dutzend Autoren sind bislang im Kehdinger Land zwischen Elbe und Oste entstanden. Jochen Bölsche, Ehrenvorsitzender der AG Osteland, nennt dieses Fleckchen Erde das „Zentrum des fiktiven Verbrechens“. Dafür gibt es naheliegende Gründe, wie auch der Journalist Bernd F. Meier in einer Reportage für die Deutsche Presseagentur (dpa) feststellt: „Im Herbst hängen Nebelfetzen über grünen Wiesen und dunkelbraunen Mooren. Einsame Bauerngehöfte und Katen – die richtige Region, um spannende Kriminalromane und düstere TV-Drehbücher zu schreiben.“
 
Seit November 2015 lädt die AG Osteland an wechselnden Orten in den Osteland-Salon. Zwei Stunden, in denen Menschen aus dem Landstrich hinter den Deichen mit ähnlichen biografischen Hintergründen einander ihre Geschichten erzählen. Die Idee ist, den Erinnerungen an das Leben und Wirken zwischen Elbe und Oste Raum zu geben, die durch das Erzählen von Geschichten geweckt werden. Die Erzähler können sich gedanklich auf die Runde einstimmen, brauchen sich jedoch nicht aufwendig vorzubereiten.
 
Hat einer zu Ende erzählt, knüpft der nächste an – nicht streng reihum, sondern so wie der Anfang einer neuen Geschichte an das Ende der vorangegangenen passt. Niemand wird in seinem Erzählfluss unterbrochen, Zwischenfragen bleiben die Ausnahme, ein Austausch erfolgt im geselligen Anschluss. Die wenigen Regeln, die es braucht, hat der Salonnier im Blick. Die Krimiautoren werden von der Vorgabe des reinen Erzählens ein wenig abweichen dürfen – gibt es neben ihren eigenen Erinnerungsräumen doch auch die Handlungsräume in ihren Büchern, die für die Zuhörer erfahrbar gemacht werden wollen.
 
Der Osteland-Salon wurde von AG-Osteland-Vorstandsmitglied Sebastian Bertram (36) ins Leben gerufen. Der studierte Historiker und Germanist, der als PR-Referent in Hamburg arbeitet und seine Freizeit gern am Ostedeich verbringt, hat beim Berliner Unternehmen Rohnstock Biografien die Ausbildung zum Salonnier durchlaufen. Seit 2011 organisiert und moderiert er Erzählsalons zu unterschiedlichsten thematischen Zusammenhängen an verschiedenen Orten.
 
Osteland-Salon „Krimiautoren am Fluss erzählen“, Freitag, 17. Juni 2016, 19 Uh
Berthof, Wriethstraße 28, 21755 Hechthausen-Kleinwörden.
 
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Um baldige Anmeldung per Mail wird gebeten an: renate.boelsche@gmx.de

"Frohe Fährien" auf der "Seelenbaumelroute" 

Leuchttürme wie hier in Balje flankieren die Deutsche Fährstraße

Neue Werbekampagne für Oste und Deutsche Fährstraße / Anerkennung aus dem In- und Ausland / Flussregion lockt mit maritimen Museen, Mühlen und Landfrauentorten

23. 5. 2016.. Als Tourismusmagneten ohnegleichen haben sich in den letzten Jahren Radwanderwege entlang von Flüssen erwiesen. Zwischen den meistbefahrenen deutschen Routen, dem Elbe- und dem Weserradweg, findet der zuletzt eröffnete Oste-Radweg zunehmend Aufmerksamkeit.

Die 145 Kilometer lange Strecke entlang des längsten niedersächsischen Nebenflusses der Elbe, von der Quellregion bei Tostedt (Landkreis Harburg) bis zur Mündung bei Balje (Landkreis Stade), führt durch das stille Herzland des Elbe-Weser-Dreiecks. 

Als "Seelenbaumelroute" beworben wird der Weg entlang der Oste, die lange Zeit als "vergessener Fluss" galt, jetzt mit einer vom Büro "Oostwind" (Oberndorf) neu gestalteten Faltkarte, die ab sofort kostenlos erhältlich ist in regionalen Tourist-Infos sowie über www.wingst.de (Rubrik: Service/Prospekte). 

Die Doppel-Karte informiert zugleich über die zwischen Bremervörde (Landkreis Rotenburg) und dem Küstenmuseum Natureum Niederelbe bei Balje streckengleiche Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel

Unter dem Motto "Frohe Fährien im frischen Norden" zeigt die Route zwischen Oste und Ostsee "alle Möglichkeiten, die der Mensch je ersonnen hat, um ein Gewässer zu queren" - von Furt, Steg und Hochbrücke über altertümliche Flussfähren und die bizarre Schwebefähre Osten - Hemmoor (Landkreis Cuxhaven) bis hin zu den Elbfähren, den Traumschiffen auf dem Nord-Ostsee-Kanal und den gigantischen "Kreuzfährschiffen" im Skandinavienverkehr.

Mit 35 Fotos weckt das Kartenwerk, herausgegeben von der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., auch Appetit auf die landschaftlichen Reize beispielsweise des Ostelandes mit seinen Eisvogeltälern, Kranichmooren und Seehundbänken. Charakterisiert wird der "Fluss, der alles hat", mit einem Zitat des Autors Wolfgang Röhl: "Schilfwogend, nordseefrisch und wundergrün." Der "Fluss der Fähren" wird zudem vorgestellt als Fluss der Lachse und Störe, der Museen und Mühlen sowie der Delikatessen - von Aal über Stint und Absinth bis zu den vielgerühmten Landfrauentorten. 

Neben der "grünen Route" für die Radwanderer umfasst die Fährstraße auch eine "blaue Route" für Freizeit-Skipper und Kanuten sowie eine "rote Route" für Auto-, Motorrad- und Wohnmobilfahrer. 

Spezielle Reiseführer bzw. Karten für diese Zielgruppen offeriert die AG Osteland jetzt ebenfalls kostenlos über www.wingst.de (Stichworte: "Wohnmobil-Stellplätze" und "Osteland-Hafenführer").

AG-Osteland-Vorsitzender Claus List freut sich über zunehmende Resonanz der verschiedenen Routen.  So empfiehlt das Porsche-Magazin "Christophorus" in seiner jüngsten Ausgabe auf sieben Seiten das "250 Kilometer lange Open-Air-Technik-Museum" zwischen Bremervörde und der Kieler Förde. Und mit einem "Oste-Trail" lockte am letzten Wochenende der Landesverband Motorbootsport  zwei Dutzend Yachten in die Flussregion.

Überall entlang der Route verzeichnet die AG Osteland in letzter Zeit erfreuliche Attraktivitätssteigerungen, bewirkt beispielsweise durch weitere Schiffsanleger, eine Alternativstrecke auf dem neuen Deichverteidigungsweg zwischen Nieder Ochtenhausen und Gräpel sowie eine Reihe von Fahrradstationen, unter anderem am Natureum Niederelbe und am Kornspeicher in Freiburg.

Viel Anerkennung für die "Fährienstraße"

Positiv äußert sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Klub (ADFC) in seinem soeben im Bielefelder Verlag BVA neu erschienenen Reiseführer "Radfernwege in Deutschland" über die maritime Ferienroute von der Oste zur Ostsee: "Die Deutsche Fährstraße ist ein rund 250 Kilometer langes maritimes Museum". Der Weg, "von Leuchttürmen flankiert, von Möwen umkreischt und von Traumschiffen begleitet", führe durch eine "flache bis flachwellige Landschaft", "überwiegend auf verkehrsarmen und befestigten Wegen": "Er ist somit gut für Familien mit Kindern und Ungeübte geeignet."

Auch bei Auto- und Wohnmobilfahrern erfreut sich die Fähren-Route großer Beliebtheit. Das britische Tourismus-Portal mygermancity.com erwa präsentiert die "German Ferries Route" als "one of Germany’s Top 3 Scenic Routes". Focus online setzte sie letztes Jahr auf Platz 2 seiner Liste der "fünf schönsten Straßen Deutschlands". Vom mdr-Fernsehpublikum wurde die "Fährienstraße" auf Platz zwei der "Traumstraßen Deutschlands" gewählt. 

Ein Jahr OstelandTV - ein Rückblick

7. 3. 2016. Beim 12. Tag der Oste wurde erstmals ein OstelandTV-EXTRA präsentiert. In diesem Rückblick hat Karl-Heinz Brinkmann (Foto) Höhepunkte aus zwölf Monaten OstelandTV witzig, kurz und knackig zusammengefasst. Unbedingt sehenswert! > YOUTUBE

Tag der Oste mit starkem Medienecho

Stader Tageblatt

12. 3. 2016. Auch am Wochenende danach hielt das starke Medienecho auf den Tag der Oste in Kranenburg an: Zwischen den 7. und dem 12. Februar berichteten Tageszeitungen und Wochenblätter in den Kreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg ausführlich über die Verleihung des "Oste-Oscars" und den Wechsel im Vorsitz der Ag Osteland. 

 

Das Stader Tageblatt beispielsweise schrieb u. a.: "Mit 200 Gästen feierte die Arbeitsgemeinschaft Oste e.V. den Tag der Oste. Lob und Anerkennung für ehrenamtlich geleistete Arbeit gab es von Landrat Michael Roesberg und dem Bürgermeister der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten Holger Falcke.

 

Im Mittelpunkt aber stand der Jahresbericht des Vorsitzenden Jochen Bölsche, der den Verein mitbegründete und nach zwölfjähriger Tätigkeit als Vorsitzender nicht wieder kandidierte. Der Ostener darf zu Recht stolz auf das Erreichte sein, denn er präsentierte mit seinem letzten Bericht eine einzige Erfolgsgeschichte. So hatte der Verein 2004 im Gründungsjahr gerade einmal elf Mitglieder. Heute ist die AG Osteland e.V. die größte Gewässergebietskooperation Deutschlands, mit fast 600 Mitgliedern. Dabei wurden die Ziele des Vereins, die Wahrung des maritimen Erbes im Osteland, die Erschließung der Natur-und Kulturgüter der Region, ein umweltverträglicher Tourismus und der Ausbau von Wander- und Radwegen, auch im letzten Jahr erfolgreich umgesetzt.

 

Bei der Vereinsgründung wurde die Oste von Touristik Fachleuten noch als der 'vergessene Fluß' bezeichnet. Das hat sich in den vergangenen Jahren vor allem durch die Arbeit des Vereins maßgeblich geändert. Nicht nur dass man sich aktiv an der Durchsetzung vieler maritimer Projekte beteiligte, war es vor allem eine großartige Öffentlichkeitsarbeit, die das Gebiet auch überregional bekannt machte. So gab es neben dem eigenen Auftritt im Internet in fast allen überregionalen Zeitungen und vielen Fernsehprogrammen Berichte über das Land an der Oste."

 

Zum Thema:

 

Stader Wochenblatt zum Tag der Oste

Demnächst Whisky aus dem Osteland

7. 2. 2016. Die 1. Februar-Folge von OstelandTV, dem jetzt alle 14 Tage neuen Videokanal der AG Osteland, enthält Reportagen aus Neuhaus, Oberndorf, Hechthausen und Bremervörde-Elm - hier ansehen.

 

- Kiwitte e.V. : Ein sehr engagierter Verein aus Oberndorf
- AG Osteland-Vorstand informiert sich im Brauhaus Neuhaus
- Geiht oder steiht der Elmer Ontendiek?
- Krimilesung auf dem Berthof in Hechthausen

Kommentare und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht. Zuschauervideos, Programmhinweise sowie Fragen und Anregungen bitte an redaktion@osteland-tv.de 

OstelandTV jetzt alle 14 Tage

1. 1. 2015. Aus Anlass der bevorstehenden 10. Sendung hat der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V. in seiner Dezember-Sitzung dem Team des Videokanals OstelandTV Dank gesagt. 

 

Seit April 2015 haben Karl-Heinz Brinkmann (Studio Osten), Claus List (Studio Bremervörde) und Walter Rademacher (Studio Ostemündung) allmonatlich aus der Osteregion berichtet. 

 

Aufgrund der positiven Zuschauerresonanz beschloss der Vorstand der AG Osteland, das Videoprogramm künftig zweimal monatlich erscheinen zu lassen. Erster Sendetermin im neuen Jahr ist der 9. Januar.

 

Alle bisher erschienenen Beiträge sind noch abrufbar – Inhaltsverzeichnis hier.

AG Osteland 14 mal auf Facebook

28. 10. 2015. Auch auf Facebook ist die AG Osteland seit langem stark vertreten - nämlich mit 14 Gruppen bzw. Seiten. Die meistbesuchten / meistgeliketen Facebook-Angebote der "Lobby für die Oste" waren im Oktober:

 

Wir an der Oste 559

Arbeitsgemeinschaft Osteland 502

Unser Kehdingen 500

Schwebefähren 359

Krimiland Kehdingen-Oste 349

Oste-Kultur / Goldenes Netz 256

Landwut - Landmut 247

Oste-Radweg Tostedt - Balje 227

Oste-Skipper / Blaues Netz 206

Osteland TV 190

Oste-Natur / Grünes Netz 158

Historischer Fährweg Hemmoor 109

Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel 95

Oste-Stör / Silbernes Netz 37

OstelandTV jetzt mit Website

1. 10. 2015. Seit sechs Monaten gibt es OstelandTV, das Videoprogramm der AG Osteland mit bislang schon über 3000 Besuchern. Jetzt ist die Monatsschau außer auf Youtube auch mit einer informativen Website - www.osteland-tv.de -  im Netz vertreten. Dort stehen auch ein Inhaltsverzeichnis, das zu allen bisher veröffentlichten Beiträgen führt, und Hinweise zu Kontaktmöglichkeiten mit den Studios Osten, Bremervörde und Ostemündung.

Osteland-Newsletter vom 23. 9. 2015

Betr. AG Osteland: Einladung und 10 gute Nachrichten

 
Liebe Ostefreundinnen und Ostefreunde,
 
seit dem letzten Rundbrief hat sich viel getan im Osteland. Zum 4. Quartal kann ich Euch eine attraktive Einladung auf die Elbinsel Krautsand übermitteln (bitte notieren, erfolgt nicht erneut per Post) - sowie zehn weitere gute und sehr gute Nachrichten.
 
Mit herzlichen Grüssen
aus dem Schwebefährendorf Osten
Jochen Bölsche, Vorsitzender
 
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>>> Einladung zur Osteland-Kriminacht auf Krautsand
 
Einer der bekanntesten Autoren aus unserem "Krimiland Kehdingen-Oste", der Aschhorner Biobauer und Ostepreisträger Thomas B. Morgenstern, hat im renommierten Piper-Verlag soeben einen weiteren Krimi vorgelegt, der zwischen Elbe und Oste angesiedelt ist und gerade von der Presse gefeiert wird. 
 
Ortskundige glauben die Schauplätze der fiktiven Handlung von "Elbstrandmord" identifiziert zu haben - darunter gewisse gastronomische Betriebe am Ostedeich sowie den Ort "Marschenfleth" und die Elbinsel "Kalbsand", die laut Stader Tageblatt "verdächtig viel Ähnlichkeit mit der Elbinsel Krautsand hat".
 
Auf eben diesem geheimnisumwitterten Eiland wird Thomas B. Morgenstern auf Einladung der AG Osteland aus dem grandiosen neuen Roman lesen, in dem es um "kriminelle Machenschaften", "profitgierige Investoren" und "rücksichtslose Ränkeschmiede" geht, und zwar 
 
am Freitag, 9. Oktober, 19.30 Uhr, im Art-Café  (Drochtersen, Elbinsel Krautsand 56). 
 
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
 
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>>> Gute Nachricht Nummer 1: Oste-Grosskalender 2016 an 25 Verkaufsstellen
 
Zum zweitenmal ist der AG-Osteland-Benefizkalender "Lieblingsbilder von der Oste" im Grossformat DIN A 3 erschienen. Die besten Fluss-Fotos von Sittensen bis Balje wurden von Ostefreunden gestiftet, der Reinerlös kommt unserem gemeinnützigen Verein zugute. Erhältlich ist der prächtige neue Kalender für 9,90 Euro an 25 Verkaufstellen, die unsere Mitglieder am gesamten Fluss eingerichtet haben. Die Liste der Verkaufsstellen steht auf der Website www.ag-osteland.de/ag-osteland/kalender2016 - dort ist auch eine Vorschau auf alle Kalenderfotos und ein Hinweise auf einen weitere Ostekalender im Postkartenformat zu finden.
 
>>> Gute Nachricht Nummer 2: Neues OstelandTV mit 3000 Zuschauern
 
Bereits 3000 Zuschauer haben unsere im April gestartete Video-Monatsschau OstelandTV angeklickt, die Karl-Heinz Brinkmann mit ehrenamtlichen Mitarbeitern, darunter Walter Rademacher und Ostepreisträger Claus List, virtuos gestaltet. Die aktuelle 20-minütige September-Ausgabe kann unter www.tv.oste.de abgerufen werden. Themen der Beiträge aus Osten, Neuhaus, Bremervörde und Godenstedt: Nachts auf der Oste - Oldtimer-Trecker im Wettkampf - Kuhschiss-Wette in Neuhaus - Pappboot-Seeschlacht bis zum Untergang -  Bremervördes großes Seefest. Ebenfalls unter www.tv.oste.de erreichbar sind alle früheren Ausgaben und - in Kürze - auch die Oktober-Folge.
 
>>> Gute Nachricht Nummer 3: Neues Veranstaltungsformat "Osteland-Salon"
 
Unter Federführung unseres Mitglieds Sebastian Bertram (Hamburg/Osten) starten wir neue Veranstaltungsreihe mit dem Titel "Osteland-Salon - Menschen am Fluss erzählen". Unter der Moderation des "Salonniers" Bertram (Journalist, Germanist, PR-Experte) werden in etwa vierteljährlichem Abstand an Sonnabendnachmittagen mit jeweils sechs bis acht Zeitzeugen u. a. heimatgeschichtliche Themen behandelt. Wir laden bereits jetzt ein zur "Generalprobe" am Sonnabend, 7. November 2015, 15 Uhr, im Fluss-Hotel und Restaurant Fährkrug, Osten, unter dem Titel "Osteland-Salon - Fährleute erzählen: »Eine unvergessene Überfahrt«. Am Sonnabend, 16. Januar, 2016, 15 Uhr, in der Kombüse 53° Nord, Oberndorf, folgt dann aus Anlass des Oberndorf-Jubiläums die Premiere zum Thema "Oberndorfer erzählen:
»Meine Kindheit in Oberndorf«. Weitere Informationen folgen auf www.oste.de.
 
>>> Gute Nachricht Nummer 4: Krimiland-Projekt bundesweit im Gespräch
 
Nachdem die Deutsche Presseagentur (dpa) kürzlich eine Bild/Text-Reportage von Bernd F. Meier über unser Literatur- und Tourismus-Förderprojekt Krimiland Kehdingen-Oste verbreitet hat, ist das Thema bundesweit aufgegriffen worden. Mindestens 50 Zeitungen haben in ihren Print- und Online-Ausgaben über die landschaftlichen Reize im "Zentrums des fiktiven Verbrechens" berichtet, das Schauplatz von über 50 Krimis ist. Neben dem "Elbstrandmörder" von Thomas B. Morgenstern (siehe oben) erscheinen dieser Tage auch neue Romane von Wolfgang Röhl und Dietrich Alsdorf - Einzelheiten auf unserer Website www.krimiland.de.
 
>>> Gute Nachricht Nummer 5: Cuxland verzichtet auf Deichwanderverbot
 
Nach einer Online-Petition aus Geversdorf (1266 Unterschriften) und Protesten u. a. der AG Osteland und des Ostedeichverbandes will der Landkreis Cuxhaven nun darauf verzichten, im FFH-Schutzgebiet um Geversdorf und Neuhaus ein Deichbetretungsverbot durchzusetzen. "Es war keineswegs unsere Vorstellung, dass man auf dem Deich nicht mehr wandern darf. Wir sind über die FFH-Forderung hinausgegangen und müssen nun nachbessern," zitiert die NEZ den Naturschutz-Amtsleiter Werner Rusch. Der Geversdorfer Petitions-Initiator und Ostepreisträger Günter Lunden hatte den Protest gegen ein Betretungsverbot für den Ostedeich ("führt mitten durch unseren Ort") unter anderem mit den "Bemühungen der AG Osteland im Bereich des Fremdenverkehrs" begründet.
 
>>> Gute Nachricht Nummer 6: Schwebefähren-Verein wird 40
 
Rund um die Schwebefähre Osten - Hemmoor, das überragende Wahrzeichen des Ostelandes, gibt es im Oktober allen Grund zu feiern: Die von Horst Ahlf gegründete und von Karl-Heinz Brinkmann fortgeführte Fördergesellschaft, ohne die das Bauwerk heute kein Touristenmagnet mehr wäre, wird 40 Jahre alt. Aufgezeichnet ist die bewegte Geschichte der Schwebefähre und ihres Fördervereins auf 160 Seiten in dem Buch "Über die Oste" von Gisela Tiedemann und Jochen Bölsche (MCE, 29,90 Euro), der unter anderem in der Ostener Fährstuuv erhältlich ist. Neues von der Oste-Schwebefähre auf www.schwebefaehre-osten.de, Nachrichten aus der Welt der Schwebefähren auf www.schwebefaehre.org.
 
>>> Gute Nachricht Nummer 7: Skipper-Fest und neue Skippe-Kurse
 
Einer der diesjährigen Höhepunkte im Oste-Wassersport, der in unserer Fachgruppe Blaues Netz organisiert ist, war die 25. Regatta "Rund Medemgrund" der Seglergemeinschaft Oberndorf um Edfried Uhtenwoldt, die das Jubiläum am vorigen Wochenende mit Sambaband und großer Tombola feierte - Fotos auf www.blaues-netz-oste.de. Dort stehen u. a. auch die Termine der beliebten Funk- und Sportbootführerscheinkurse, die unser Mitglied Reinhold Grasbeunder demnächst wieder in Osten und in Bremervörde-Elm abhält.
 
>>> Gute Nachricht Nummer 8: Wanderfisch-Symposium in Sittensen
 
Die Vernetzung der Wassersportler, Artenschützer und Fischbiologen in unserer Region und darüber hinaus schreitet weiter fort. Der Schutz von Lachs und anderen Wanderfische unter anderem in den Fliessgewässersystemen Oste und Wümme war Thema einer Tagung mit rund 150 Teilnehmern am vorigen Wochenende in der Samtgemeinde Börde Sittensen. Ein ausführlicher Bericht steht auf unserer Website www.ag-osteland.de/silbernes-netz/
 
>>> Gute Nachricht Nummer 9: Mitglieder-Zuwachs hält an
 
Die Zahl unserer Mitglieder ist im 3. Quartal auf 584 gestiegen. Als neue Einzelmitglieder begrüßen konnte wir Ursula Bienek aus Hemmoor, Christine Gerdts-Müller aus Lostau, Elgin Solveigh und Dr. Klaus-Gerrit Gerdts aus Cuxhaven, Jenny und Andre Seidel aus Osten, Peter Diet Wessel und Susanne Ramthun aus Oberndorf, Jürgen Fiehland aus der Wingst, Roland Kehrein aus Osten, Dieter Gloystein, Hagen und Oberndorf, Sebastian Bertram, Hamburg und Osten, Doris Krogoll aus Duisburg ("Frl. Oste") sowie Veronika und Henryk Kowoll, Neuhaus/Oste. - Neue korporative Mitglieder sind der Verein „De Bullenbargers“ in Lamstedt, der Heimatverein Hechthausen, der Oste-Ferienhof "Dat litsche Hus" (Irma Behnken-Masthoff), Ober-Ochtenhausen, Fa. Oostwind, Barbara Schubert, Oberndorf.
 
>>> Gute Nachricht Nummer 10: Die Oste bleibt TV-Thema
 
Kati und Rike van der Weerd (45), Tierheilpraktikerinnen hinterm Ostedeich in Oberndorf, kommen groß raus im TV. Die eineiigen Zwillinge haben bereits verschiedentlich - unter anderem mit Albertus Lemke im "Quizduell" - für die Oste geworben. Demnächst sind sie Stars der neuen NDR-Reihe "Doppelt heilt besser - Zwei Herzen für Tiere", erste Folge am Mittwoch, 30. September, 21 Uhr. Aus diesem Anlass sind sie bereits am Freitag dieser Woche, 22 bis 0 Uhr, Gäste der NDR-Talkshow "Bettina und Bommes".

Jetzt neu: OstelandTV im September

7. 9. 2015. Soeben online gegangen: die September-Folge von OstelandTV mit Beiträgen von Karl-Heinz Brinkmann und Walter Rademacher - diesmal unter anderem aus Osten, Neuhaus, Bremervörde und Godenstedt.

 
Die AG Osteland präsentiert: Nächtliche Lampionfahrt auf der Oste - Oldtimer-Trecker im Wettkampf - Kuhschiss-Wette in Neuhaus - Pappboot-Seeschlacht bis zum Untergang -  Bremervördes großes Seefest.
 
Hier reinschauen: www.tv.oste.de

OstelandTV beim Oldtimer-Wettpflügen

26. 8. 2015. Auf einem Getreidefeld in Godenstedt (Osteland) haben am Wochenende 25 Oldtimer-Freunde ein Wettpflügen mit alten Traktoren veranstaltet. Wegen des großen Interesses wollen die "Oldtimerfreunde Ostereistedt und Umgebung" die Veranstaltung wiederholen.
 
Mit der Kamera dokumentiert worden ist der Wettstreit von Walter Rademacher für die nächste Folge von OstelandTV - Kostprobe hier.
AG-Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche (l.) und seine Vorstandskollegen Karl-Heinz Brinkmann, Hans-Hermann Tiedemann, Ewald Romund, Walter Rademacher, Renate Bölsche, Albertus Lemke und Bernd Jürgens präsentieren den neuen Kalender

"Oste-Lobby" sieht Vereinsziele in Gefahr

Kritik an Stromtrassenvariante, Windparkstandort und drohendem Deichwanderverbot / "Wenig bürgerfreundliche Verwaltungspraxis" bemängelt

17. 8. 2015. Die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. schlägt Alarm. Die 580 Mitglieder starke "Lobby für die Oste" sieht einige ihrer zentralen Vereinsziele in Gefahr, die sie bei der Gründung 2004 in der Satzung verankert hat: Erhaltung und Förderung der Schwebefähre Osten - Hemmoor, des überragenden Wahrzeichens des mittleren Drittels des Elbe-Weser-Dreiecks; Schutz von Natur und Landschaft am längsten Nebenfluss der Niederelbe; Förderung eines sanften Tourismus in der strukturschwachen Flussregion.

In seiner August-Sitzung im Gasthaus "Zum Osteblick" in Gräpel (Landkreis Stade) begrüßte der Osteland-Vorstand die kürzlich vom Rat der Gemeinde Osten einstimmig bekräftigte Ablehnung eines Windparkstandorts in nur 2,9 Kilometern Abstand von der Schwebefähre, des einzigen Baudenkmals von nationaler Bedeutung im Landkreis Cuxhaven. 

Zumal am Rande der Gemeinde ein weniger heikler Standort zur Verfügung stehe, sei es unverantwortlich, wenn die Kreisverwaltung in ihrem Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) bis zu 200 Meter hohe Windindustrieanlagen in Sichtweite der 37 Meter hohen Schwebefähre ansiedeln wolle; damit würden die Aussichten eines supranationalen Antrags auf Einbeziehung in das UNESCO-Welterbe erkennbar gemindert.

Eine Gefahr für die einzigartige Flusslandschaft der Unteren Oste sieht die AG Osteland darüber hinaus insbesondere in einer der zurzeit diskutierten Varianten der Tennet-Stromtrasse. 

Wenngleich eine Querung der Oste nicht zu vermeiden sei, wenn Windstrom von Nord- nach Süddeutschland transportiert werden soll, müsse jedoch vermieden werden, dass die Oste gleich zweimal in Mitleidenschaft gezogen werde. Das aber wäre bei jener Untervariante der Fall, die den Fluss sowohl bei Großenwörden (Landkreis Stade) als auch bei Nieder Ochtenhausen (Landkreis Rotenburg) queren würde. 

Daher unterstützt der Verein die Position der von Osteland-Mitglied Klaus Liedtke (Großenwörden) gegründeten Bürgerinitiative gegen diese besonders beeinträchtigende Trassenführung. Begrüßt wird die Forderung der niedersächsischen Landesregierung, das SuedLink-Stromkabel zumindest in sensiblen Landschaftsteilen unterirdisch zu verlegen.

Eine dritte Negativentwicklung befürchtet die AG Osteland für den Flussabschnitt zwischen der Südgrenze von Geversdorf und der Nordgrenze von Neuhaus in der Samtgemeinde Am Dobrock. 

Zwar wird die von der EU wiederholt angemahnte Unterschutzstellung dieses Teils der Flusslandschaft von der Arbeitsgemeinschaft generell begrüßt. Abgelehnt wird jedoch - im Einvernehmen mit dem Ostedeichverband - ein befürchtetes Betretungsverbot auch für den (künstlich angelegten) Deichkörper. 

Daher unterstützt die AG Osteland, so Vorsitzender Jochen Bölsche (Osten), eine Online-Petition ihres Mitglieds Günter Lunden, des Ortsheimatpfleger von Geversdorf, gegen ein "Deichwanderverbot"; eine derartige Regelung würde den langjährigen Bemühungen um Förderung eines sanften Tourismus in der Region entgegenwirken.

Nichts abgewinnen kann die ehrenamtlich tätige Arbeitsgemeinschaft der Verwaltungspraxis, den Zeitraum für Bürgereinwendungen sowohl in Sachen RROP als auch beim Naturschutzgebiet Untere Oste in die niedersächsischen Sommerferien zu legen. Das sei, ob gewollt oder nicht, eine "im Ergebnis wenig bürgerfreundliche Verwaltungspraxis", urteilt die Arbeitsgemeinschaft.


Freude über TV-Kanal, Fotokalender und neue Mitglieder

Neben Sorgen um die Bedrohung der Flusslandschaft (siehe oben) beherrschten erfreuliche Entwicklungen die August-Vorstandssitzung der AG Osteland in Gräpel: Die Mitgliederzahl steigt, und die Bemühungen, für die Osteregion zu werben, tragen weiter Früchte.

Zu den mittlerweile 580 Mitgliedern - darunter 520 Einzelpersonen - zählt jetzt auch der Heimatverein Hechthausen, der seit Jahren mit einer erfolgreichen Theatergruppe und neuerdings auch mit einer viel beachteten Foto-Chronik auf sich aufmerksam macht. Der von Klaus Torborg geführte Verein wurde - nach vielen anderen Organisationen, Firmen, Samtgemeinden und Gemeinden - jetzt als 60. korporatives Mitglied in die AG Osteland aufgenommen. 

Dank sprach der Vorstand seinem Mitglied Karl-Heinz Brinkmann aus: Der Vorsitzende der Ostener Schwebefähren-Fördergesellschaft hat mit einigen Mitstreitern - insbesondere Claus List (Bremervörde / Freiburg) - gerade die fünfte Folge von  "OstelandTV" veröffentlicht, des neuen Video-Monatsmagazins der AG Osteland (www.tv.oste.de). 

In insgesamt rund 100 Sendeminuten, also immerhin in Spielfilmlänge, haben die Videoreporter seit April aus der gesamten Flussregion berichtet und bereits über 2500 Aufrufe erzielt.

Gespannt erwartet worden war schon die zweite Ausgabe des großformatigen Osteland-Benefizkalenders "Lieblingsbilder von der Oste", die jetzt druckfrisch vorliegt: Wieder haben Fotokünstler vom gesamten Fluss meisterhafte Aufnahmen kostenlos zur Verfügung gestellt- von Erika Jaschinski aus Sittensen, unweit der Quellregion, bis hin zu Walter Rademacher aus Neuhaus, nahe der Mündung. Weitere Fotos stifteten Karl-Heinz Brinkmann aus Osten, Barbara Gehring aus Hemmoor, Thomas Schult aus Lamstedt, Reinhard Schult aus Balje, Bert Frisch aus Oberndorf und Sandro Hartig aus Bremervörde.

Eine Vorschau aller "Lieblingsbilder" des Jahres und die Verkaufsstellen von rund 20 Ostefreunde, bei denen der Kalender für 9,90 Euro erhältlich ist, bietet die Website www.ag-osteland.de/ag-osteland/kalender2016.

Abschließend befasste sich der Osteland-Vorstand mit der Arbeit seiner Fachgruppen. Bernd Jürgens (Hemmoor) vom Blauen Netz Oste bedauerte, dass sich die Geversdorfer Ostebrücken-Sperrung während der Saison nicht hatte verhindern lassen; immerhin aber seien die Wartungsarbeiten zum Wochenbeginn plangemäß abgeschlossen worden. 

Die Freude über die Aufnahme des Fährverkehrs zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven wird auch in der AG Osteland geteilt: In den beiden neuen Fährschiffen "Grete" und "Annemarie" sieht der Verein nicht nur eine Stärkung der Region an der Niederelbe, sondern auch eine Bereicherung der Deutschen Fährstrasse Bremervörde - Wischhafen - Brunsbüttel - Kiel, die 2004 von der AG Osteland eröffnet ist und die rund 50 Fährstellen, Brücken und maritime Museen verbindet.

Seit 11 Jahren Schirmherren des Tages der Oste: die drei Landräte Roesberg, Bielefeld, Luttmann

OstelandTV-Folge August online

6. 8. 2015. Der größte Schützenverein und das schönste Landfrauencafé, der erste Bürgerbus und die älteste Regatta an der Oste - das alles ist zu sehen in der soeben online gegangenen bunten August-Folge von OstelandTV.

 
Mit der 19-Minuten-Ausgabe des neuen Videomagazins der gemeinnützigen AG Osteland haben sich die Macher wieder einmal selber übertroffen: Dank an Claus List, Björn Rath und den "Intendanten" Karl-Heinz Brinkmann für ihre ehrenamtlich erstellten Reportagen von der Oberen und Unteren Oste!
 
OstelandTV gibt's seit April. Die neue Ausgabe und auch alle früheren Monatsfolgen sind hier abrufbar: www.tv.oste.de

Das war OstelandTV im Juli

8. 7. 2015. Soeben online gegangen: die Juli-Ausgabe des ehrenamtlich produzierten OstelandTV, des neuen Videokanals für das Land zwischen Tostedt und Neuhaus auf www.tv.oste.de.
 
Rund 20 Minuten mit aktuellen Videoclips - diesmal unter anderem aus Balje, Osten, Lamstedt, Hemmoor, Gnarrenburg und Oldendorf, zusammengestellt von Karl-Heinz Brinkmann für die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland.
 
Eine Bitte an alle Ostefreunde: Wer für die Oste werben will, möge den Clip in den sozialen Netzwerken teilen und weiterempfehlen - und vielleicht an künftigen Folgen selber mitarbeiten!
 
Alle früheren Ausgaben von OstelandTV sind noch abrufbar unter www.tv.oste.de

22. 5. 2015. OstelandTV, der im März gestartete Videokanal der AG Osteland auf YouTube, ist jetzt auch über diese Facebook-Seite zugänglich.

Osteland-Newsletter vom 20. Juli 2015

 
Liebe Ostefreundinnen und Ostefreunde,
 
zum Beginn der Ferienzeit übermitteln wir Ihnen mit diesem Rundbrief noch rasch einige aktuelle Informationen. Mehr Nachrichten aus dem Osteland finden Sie, wie Sie wissen, auf der täglich aktualisierten Website www.ag-osteland.de und auf unseren diversen Facebook-Seiten.
 
Mit den besten Wünschen für die Ferienwochen und mit freundlichem Grüßen
Ihr Jochen Bölsche
für den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.
 
  1. Fast 2.000 Zugriffe auf OstelandTV: Der kürzlich von unserem Vorstandsmitglied Karl-Heinz Brinkmann eingerichtete Videokanal findet starke Resonanz. Die Zahl der Zugriffe auf OstelandTV nähert sich der 2000er-Grenze. Die Juli-Ausgabe ist bereits online gegangen (ca. 15 Minuten). Sie ist - ebenso wie alle früheren Ausgaben - unter www.tv.oste.de abrufbar. Die Mitarbeit weiterer „Videoreporter" ist willkommen.
  2. Benefiz-Kalender 2016: Auch für 2016 wird es einen großformatigen Kalender („Lieblingsbilder von der Oste“) geben, dessen Erlös wieder Osteland-Projekten zugute kommen wird. Die Redaktionskommission hat ihre Bildauswahl getroffen. Weitere Informationen über Vertriebsstellen u. ä. folgen demnächst. - Bereits erhältlich ist der „Osteland-Kalender“ im Postkartenformat vom Verlag Atelier im Bauernhaus.
  3. Jetzt 577 Mitglieder: Die AG Osteland wächst. Der Vorstand hat in seiner Juli-Sitzung weitere zehn Einzelmitglieder und ein korporatives Mitglied („De Bullenbargers“, Lamstedt) aufgenommen. Damit gehören unserem Verein jetzt 577 Mitglieder an.
  4. Brückensperrungen: Trotz vieler juristischer und publizistischer Bemühungen und des Einsatzes von Vereinen und Kommunen konnte die sanierungsbedingte Schließung der Geversdorfer Brücke für den Schiffs- und Autoverkehr vom 27. 7. bis zum 16. 8. - also während der Wassersportsaison - nicht verhindert werden. Nach Gesprächen mit unserem Mitglied G. Reibe will die Behörde, sofern technisch möglich, während des Sperrzeitraums kurzfristige Öffnungen ermöglichen, über die unsere Vereine per E-Mail informiert werden. Für das Bestreben der Behörden, während der Sperrung der Geversdorfer Brücke das Ostesperrwerk u. a. für Rettungsfahrzeuge passierbar (also für den Schiffsverkehr geschlossen) zu halten, zeigen wir Verständnis, nicht jedoch für Form und Umfang dieser Maßnahme. Weitere Informationen erfolgen auf www.blaues-netz-oste.de.
  5. Sonderführung in Hemmoor: „Die Oste - Lebensader Hemmoorer Schiffer“ heisst eine großartige neue Ausstellung in der Hemmoorer Kulturdiele. Einer der Initiatoren, unser Mitglied Heino Grantz, bietet eine Sonderführung für interessierte Ostefreunde an: Treffpunkt Sonntag, 26. Juli, 17 Uhr, am Eingang der Kulturdiele. 
  6. Bremervörder Seefest: Am 29./30. August feiert Bremervörde sein Seefest am Vörder See. Auch die AG Osteland wird - gemeinsam mit dem Fährverein Brobergen - mit einem Stand vertreten sein. Wer mithelfen möchte, kontaktiert Renate Bölsche (renate.boelsche@gmx.de).
  7. Aktuelles von der Oste - täglich neu auf www.oste.de - zuletzt: Nachruf auf Dr. Manfred Toborg - Musikvideo von den „Lumpenhunden“ - 25 Jahre Natureum Niederelbe - Thees Uhlmann im Interview - Jux-Regatta in Oberndorf - 4. „Osteland“-Radtourenfahrt - Buchpremiere in Hechthausen - Gratis-Nachmittage für Oberndorfer Schüler - Osten gegen Windpark in Sichtweite der Schwebefähre - Osteland ist Oldtimer-Land - „Osteland-Bürgerbus“ am Start u. v. a.

Blaues Netz sieht "enormes Problem"

 3. 6. 2015. Die geplanten Baumaßnahmen an der Ostebrücke in Geversdorf vom 27. Juli bis zum 16. August und die damit verbundene Vollsperrung sollen, wie berichtet, mit geänderten Öffnungszeiten des Ostesperrwerks in Balje einhergehen. Darin sieht der Fachbereich Schifffahrt und Gewässer ("Blaues Netz Oste") der AG Osteland e. V. eine weitere "erhebliche Beeinträchtigung der Schifffahrt, insbesondere der Sportschifffahrt, mitten in der Segelsaison".

 

"Außerdem wird der Kleinschifffahrt die Möglichkeit genommen, bei schlechtem Wetter, ungünstiger Tide oder nachts z. B. in Neuhaus Schutz zu suchen, um auf bessere Wetterbedingungen zu warten. Die Liegemöglichkeiten am Warteschlengel vor dem Sperrwerk (einlaufend) sind auf ein oder zwei Plätze beschränkt," heißt es in einem am Dienstag in Oberndorf verabschiedeten Appell an die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.

 

Weiter stellt das Blaue Netz fest: "Die Sperrung der Brücke in Geversdorf stellt für die Schifffahrt auf der Oste in der Mitte der touristischen Saison ein enormes Problem für die Schifffahrt und die Flussgastronomie dar."

 

"Die nun zusätzliche Einschränkung des Verkehrs durch die veränderten Öffnungszeiten des Sperrwerks verschlimmert die Lage dramatisch, da nun auch der untere Teil der Oste, der von der Brückensperrung nicht betroffen ist, erheblich behindert wird. Die Fahrgastschifffahrt auf der Oste, die Tagestouren in die Ostmündung anbietet, wird auf die Zeit bis 17 Uhr beschränkt," heißt es abschließend in dem von den Osteland-Vorstandsmitgliedern Marlene Frisch (Oberndorf) und Bernd Jürgens (Hemmoor) unterzeichneten Schreiben.

Gold für Oste-Gastronomen

Neuer Schiffsanleger stärkt den Fluss-Tourismus

 

7. 5. 2015. Mit dem Goldenen Fährmann, ihrer höchsten Mitglieder-Auszeichnung, hat die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. ein Gastronomen-Ehepaar geehrt: Robina und Oliver Bark, seit vorigem Jahr Pächter des Deichhotels Seefahrer in Osten-Achthöfen, gebühre Dank für die Förderung des Flusstourismus, sagte Vorstandsmitglied Renate Bölsche namens der AG Osteland bei der Übergabe der Auszeichnung.

 
Die Wirtsleute hatten jüngst in Privatinitiative an dem Traditionsrestaurant zwischen Osten und Oberndorf einen 73 Meter langen Schiffsanleger bauen und zu Wasser bringen lassen.
 
Damit stehe, so die AG Osteland, neben den seit 2004 - zumeist mit EU-Hilfe - neu geschaffenen sieben kommunalen Oste-Anlegern (in Balje, Oberndorf, Osten, Großenwörden, Klint, Kranenburg und Brobergen) ein weiterer Anziehungspunkt für Wassersportler zur Verfügung, aber auch für Wassertouristen, etwa für die Passagiere des beliebten Oberndorfer Oste-Oldtimers "Mocambo".
 
Bereits in den vergangenen Jahren hatte die AG Osteland wiederholt die Verdienste von Gastronomen um den Flusstourismus mit ihrer Mitgliederauszeichnung gewürdigt, so der Familien Plate ("Osteblick" an der Fähre in Gräpel), Ahlf ("Fährkrug" an der Schwebefähre in Osten) und Bünning (Fährrestaurant "Ostekieker" in Oberndorf). 
 
"Eine attraktive Gastronomie ist eine wichtige Voraussetzung für eine Belebung des Wassertourismus auf der Oste," heißt es bei der Arbeitsgemeinschaft Ostenland, deren Fachgruppe Schifffahrt und Gewässer (Blaues Netz) das Revier seit Jahren mit einem kostenlos vorbereiteten "Hafenführer" bewirbt.

Protest gegen Ostesperrung in der Hochsaison

Geversdorfer Oste-Brücke soll ausgerechnet zur Hauptferienzeit für Schifffahrt und Straßenverkehr geschlossen bleiben

 

23. 4. 2015. Die Geversdorfer Oste-Klappbrücke soll ausgerechnet zur Hauptferienzeit für Schifffahrt und Straßenverkehr geschlossen bleiben. Gegen die geplante Doppelsperrung in diesem Zeitraum hat die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. jetzt in einem Brief an den Landkreis Cuxhaven, Amt 66.3, Protest eingelegt.

 

Unterzeichnet ist das Schreiben von Bernd Jürgens (Hemmoor), Caspar Bingemer (Oberndorf) und Walter Zeeck (Geversdorf) als Vertretern des Wassersports, das Wassertourismus und der Berufsfischerei auf der Oste sowie vom 1. Vorsitzenden der 570 Mitglieder starken AG Osteland, Jochen Bölsche (Osten).

 

Nach einem Hinweis auf eine bereits Anfang April eingetretene "verwirrende Informationslage" um eine erste Schließung der Geversdorfer Klappbrücke, bei der sich viele Betroffene vor vollendete Tatsachen gestellt sahen, heißt es in dem Brief im Hinblick auf künftige Maßnahmen wörtlich:

 

"Laut der 'Bekanntmachung für Seefahrer 21/2015' ist im Zeitraum vom 27. 7. 2015 bis 16. 8. 2015 eine weitere Sperrung der Brücke Geversdorf geplant. Wie wir inzwischen erfahren konnten, soll in dieser Zeit u.a. die Fahrbahndecke erneuert werden.

 

Parallel geht aus der 'Bekanntmachung für Seefahrer' hervor, dass als Folge der Geversdorfer Brückensperrung die Brücke am Ostesperrwerk über diesen Zeitraum nur während der Leitstandbesetzung Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr und Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet werden kann.

 

Das scheint uns für die zahllosen Gäste, die in dieser Jahreszeit bis spät abends Neuhaus zur Übernachtung anlaufen und in der Regel morgens in aller Frühe ihre Weiterreise antreten, nicht tragbar. Von eventuellen Sicherheitsbedenken - der Notanleger für Sportboote im Außenbereich dürfte kaum die zu erwartende Kapazität besitzen - ganz abgesehen.

 

Für die Berufsschifffahrt, die Sportschifffahrt und alle vom Wassertourismus direkt und indirekt abhängigen Gewerbebetriebe ist die beabsichtigte Sperrung zur Haupturlaubszeit mit enormen und, wie wir meinen, nicht hinnehmbaren wirtschaftlichen Konsequenzen verbunden. Beispielhaft erwähnt seien hier:

 

> das Fahrgastschiff „Mocambo“ (in den vergangenen Jahren nachweislich ca. 20 % des gesamten Jahresumsatzes im anvisierten Zeitraum) sowie indirekt abhängig davon die vom „Natureum“ in Balje angebotenen Schiffsexkursionen ins Ostewatt;

 

> die auswärtige Fahrgastschifffahrt (Reederei Fischer, Adler-Reederei), die erfreulicherweise seit einigen Jahren vermehrt die Gemeinde Oberndorf angelaufen hat;

 

> die Gastronomiebetriebe „Ulex“ (Neuhaus), „Ostekieker“, „Kombüse 53° Nord“ (Oberndorf), „Deichhotel-Restaurant Seefahrer“ mit soeben erfolgtem Neuinvestment in einen über 70 m langen Sportbootanleger (Achthöfen), „Fährkrug“, „Altes Amtsgericht“ (Osten), etc.; die ansässigen Schiffsreparaturbetriebe; und

 

>  letztlich die mit nicht geringem Aufwand vorgehaltenen Gastliegeplätze der anliegenden Gemeinden und Vereine, die sich über Liege- und Übernachtungsgebühren finanzieren.

 

Als bedenklich erachten wir darüber hinaus die Doppelsperrung der Brücke für Schifffahrt und Straßenverkehr zur Hauptferienzeit. 

 

Dank vielfältiger Initiativen konnte der Fahrradtourismus entlang der Oste in den vergangenen Jahren erfreuliche Zuwachsraten aufweisen. Radler, insbesondere Familien mit Kindern, die unerwartet eine unpassierbare Brücke vorfinden, müssen u.U. ganz erhebliche Umwege zum Erreichen ihres Tagesziels in Kauf nehmen.

 

Insgesamt halten wir fest, dass die anvisierte Reparatur genau in dem Zeitraum stattfinden soll, in welchem

 

> die vom Tourismus abhängigen Gewerbebetriebe zwischen Bremervörde und Neuhaus einen erheblichen Teil ihres gesamten Jahresumsatzes erwirtschaften, 
 
> Anlieger mit ihren Booten in den lange geplanten Urlaub fahren möchten und
 
>  Gäste, um die wir uns seit Jahren mit erheblichem ehrenamtlichem und finanziellem Engagement bemüht haben, den Fluss erkunden möchten.

 

Wir möchten Sie daher dringend bitten, die geplanten Reparaturarbeiten auf einen für alle Beteiligten verträglicheren Zeitraum zu verschieben und schlagen dafür den Oktober, sprich die Herbstferien vor. Wir gehen davon aus, dass ein Aufschub technisch unproblematisch erfolgen kann. 

 

Sollte eine Verschiebung aus uns nicht bekannten Gründen undurchführbar sein, so bitten wir höflichst um eine belastbare Begründung, da in diesem Fall möglicheSchadensersatzansprüche zu prüfen wären.

 

Abschließend möchten wir noch auf die mit der formalen 'Umwidmung' der Oste in ein Landesgewässer entstandene generelle Informationslücke hinweisen. Seit ihrer Umwidmung ist die Oste aus den für alle Bereiche der Schifffahrt maßgeblichen 'Bekanntmachungen für Seefahrer' und 'Nachrichten für Seefahrer' der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ausgeklammert.

 

Wäre durch die ursächliche Sperrung der Geversdorfer Klappbrücke nicht in zweiter Linie auch das Sperrwerk betroffen, hätte diese Information den Weg über die amtliche Veröffentlichung nicht gefunden und die Betroffenen wären ein weiteres Mal kurzfristig vor vollendete Tatsachen gestellt worden.

 

Wir halten es für dringend erforderlich, dass die innerbehördlichen Kompetenzen hier eine Ordnung erfahren und eine Anbindung an bewährte Informationsstrukturen erfolgt.

 

Wir schlagen daher vor, 

 

1. zu prüfen, ob eine Kooperation mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes insofern erfolgen kann, als alle die Oste betreffenden schifffahrtsrelevanten Belange wieder in den Publikationen der Bundesbehörde veröffentlicht werden, 
 
2. darüber hinaus relevante Nachrichten über die zentralen Informationsstrukturen der AG Osteland zu verbreiten,
 
3. die Verantwortung für einen konstruktiven Informationsfluss in den beteiligten Behörden klar zu definieren.

 

Für klärende und konstruktive Gespräche stehen wir gern zur Verfügung."

 

Die Fachgruppe Schifffahrt und Gewässer (Blaues Netz) der Arbeitsgemeinschaft Osteland wirbt, wie berichtet, seit Jahren an der gesamten Küste für das Wassersportrevier Oste, unter anderem mit einem kostenlos abgegebenen "Hafenführer" mit Informationen über den lange Zeit "vergessenen Fluss".

Ratgeber locken Skipper und Wohnmobilisten

13. 3. 2015. Wie können zwei wichtige touristische Zielgruppen, Wassersportler und Wohnmobilfahrer, in die schöne Region rechts und links der Oste gelockt und geleitet werden? Aktuelle Reisetipps geben zwei neue Informationsblätter der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., die ab sofort kostenlos erhältlich sind.

 

Viele Wassersportler zum Beispiel aus Hamburg, Wedel, Glückstadt oder Cuxhaven möchten seit langem gern die Oste kennenlernen, den längsten Nebenfluss der Niederelbe, tun sich aber bisweilen schwer mit der Anreise.

 

Die günstigsten Zeitfenster für einen Törn auf dem Tidefluss an den diesjährigen verlängerten Feiertags-Wochenenden Ostern, 1. Mai, Himmelfahrt und Pfingsten haben die Oberndorfer Segler Bert und Marlene Frisch in einem neuen "Oste-Lotsen" zusammengestellt.


Der Ratgeber ergänzt einen ebenfalls kostenlos abgegebenen 20-seitigen Osteland-"Hafenführer". Das reich bebilderte Heft, erarbeitet von der Osteland-Fachgruppe "Blaues Netz", informiert über den rund 150 Kilometer langen idyllischen Fluss, der bei Tostedt im Landkreis Harburg entspringt und sich durch die Kreise Rotenburg, Stade und Cuxhaven der Elbe entgegen schlängelt. 

 

Der "Hafenführer" verrät nicht nur detailreich, wie die Anleger an dem maritimen, von Ebbe und Flut bewegten Unterlauf der Oste ausgestattet sind. Er gibt auch Tipps für das Paddel-Paradies am stillen Oberlauf südlich von Bremervörde. 

 

Hingewiesen wird zudem auf die Möglichkeit, Oste-Törns mit der "Mocambo" zu buchen, Deutschlands ältestem noch betriebenen Fahrgastschiff. 

 

Das Heft mit dem Titel "Die Oste - Der Fluss, der alles hat" kann online bei der Tourismuszentrale Wingst bestellt werden: www.wingst.de/prospektanforderung/

 

Über dieselbe Internetadresse erhältlich ist auch ein weiteres neu aufgelegtes Infoblatt, das die mehrfach ausgezeichnete 260 Kilometer lange Deutsche Fährstraße als "Straße der Wohnmobile" präsentiert. 

„Auf 25 Plätzen zwischen Oste und Ostsee  - darunter viele mit Bestnoten - lassen sich tolle Ferien im frischen Norden verbringen“, verspricht Walter Rademacher (Neuhaus), der zusammen mit  Fremdenverkehrsexperten in Niedersachsen und Schleswig-Holstein das Faltblatt entwickelt hat.

Neben der faszinierenden Oste und der Elbe wird den Wohnmobilisten insbesondere der 98 Kilometer lange Nord-Ostsee-Kanal empfohlen: Für die Nutzer von Plätzen an der meistbefahrenen Schifffahrtsstraße der Welt sind die Traumschiffe zum Greifen nahe. Entlang der gesamten Erlebnisroute können - wie in Kiel, Brunsbüttel und Wischhafen - maritime Museen besucht werden. Den krönenden Abschluss der "Fährienstraße" bietet Kiel mit der skurrilen Hörnbrücke und den gigantischen Fähren auf Skandinavienkurs. 

Auch nach Süden lässt sich die Route leicht verlängern. Das Faltblatt verweist auf detaillierte Web-Angaben zu diversen Stellplätzen am Oberlauf der Oste im Landkreis Rotenburg/Wümme.

Für Radfahrer ist über www.wingst.de weiterhin die Standardkarte mit den Fahrrad-Routen der Fährstrasse sowie des "Oste-Radwegs" erhältlich. Diese flussbegleitenden Route verbindet die Quellregion bei Tostedt mit der Mündung am Natureum Niederelbe bei Balje (Kreis Stade). Auch diese Karte wird kostenlos abgegeben 

AG Osteland: "Wir sind zehn Vereine"

AG Osteland mit breiter Themenpalette, neuem Vorstand und vielen Unterstützern / Freude über "Aufbau Oste" / Mehr als 500 Bürger aktiv von der Quelle bis zur Mündung 

 
10. 3. 2015. Wassersport, Deichbau, Wandern, Naturschutz, Literatur, Denkmalschutz, Regionalpolitik und und und - die Themen, mit denen sich die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.  befasst, sind vielfältig. 
 
Die 2004 gegründete "Lobby für die Oste“ könne mit Fug und Recht von sich sagen: "Wir sind zehn Vereine," sagte der einstimmig wiedergewählte 1. Vorsitzende Jochen Bölsche bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Landgasthof "Ostekrone" in Hechthausen (Kreis Cuxhaven).
 
Der gemeinnützige Verein, der als Deutschlands größte ehrenamtlich geführte Gewässergebietskooperation gilt und der sich die Stärkung der Oste-Region von den Quellen bei Tostedt (Landkreis Harburg) bis zur Mündung bei Neuhaus (Landkreis Cuxhaven) zum Ziel gesetzt hat, blickt auf ein "Jahr der kleinen Erfolge" zurück.
 
Bei anhaltender Sorge um die bedrohte Infrastruktur im abgelegenen ländlichen Raum (Poststellen, Schulen, Brücken, Krankenhäuser) habe sich  in Sachen Tourismus immerhin "ein kleiner Aufbau Oste" vollzogen, sagte Bölsche.
 
Entlang des neuen Oste-Radwegs Tostedt - Balje sowie der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Wischhafen - Kiel seien eine Reihe neuer Schutzhütten, Rundwanderwege, Radstationen, Schiffsanleger und Aussichtspunkte entstanden. 
 
Bereichert worden sei die Route auch durch das neugestaltete Umfeld der Schwebefähre Osten  - Hemmoor sowie durch das neue Eingangsgebäude im Natureum auf der Osteinsel  bei Balje sowie durch das "Haus der Sinne"unweit der Oste in Bremervörde.
 
Besonders erfreulich: Die Deutsche Fährstraße , deren zehnjähriges Bestehen die AG Osteland 2014 mit zwei Dutzend Veranstaltungen gefeiert hat, ist soeben von der Zeitschrift "Focus" und einem Automobilclub als zweitschönste deutsche Ferienroute unter den "Traumstraßen Deutschlands" benannt worden. 
 
Von dieser "Traumnote" erhofft sich die AG Osteland als Trägerverein der Route eine weitere Belebung des Tourismus im Herzen des Elbe-Weser-Dreiecks.
 
Für vielfältige Beiträge zur Attraktivierung des einstmals "vergessenen Flusses" dankte die Arbeitsgemeinschaft ihren mittlerweile über 500 Einzelmitgliedern und den mehr als 60 Mitgliedsgemeinden, -vereinen und -firmen, darunter auch Vertretungen der Jäger, der Sportfischer, der Naturschützer, der Wassersportler und der Gastronomie.
 
Im vorigen Jahr beigetreten waren unter anderem die Landfrauen An der Oste, die Gedenkstätte Sandbostel, der Oste-Yacht-Club Bremervörde, der Ostedeichverband sowie die Gemeinden Himmelpforten und Engelschoff.
 
In dem ohne Gegenstimmen gewählten elfköpfigen Vorstand arbeiten Bürger aus den Oste-Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg zusammen. 
 
Walter Rademacher (Neuhaus) ist weiterhin 2. Vorsitzender, Renate Bölsche (Osten) Schriftführerin. Auf den mit Applaus und mit einem Präsent verabschiedeten langjährigen Schatzmeister Johannes Schmidt (Hemmoor) folgt der Steuerberater Ewald Romund (Großenwörden). 
 
Karl-Heinz Brinkmann (Osten) und Thomas Schult (Lamstedt) verstärken die Reihe der im Amt bestätigten bisherigen Beisitzer: Hans-Hermann Tiedemann (Bremervörde-Elm), Michael Johnen (Cadenberge), Bernd Jürgens (Hemmoor) sowie Marlene Frisch und Albertus Lemke (beide Oberndorf).
 
Auch in diesem Jahr dankte der Vorstand einigen verdienten Mitgliedern mit der Ehrennadel "Goldener Fährmann" für ihren Einsatz für den Verein und die Region. Geehrt wurden Anette Minners (Neuhaus), Ulrich Gerdes (Hemmoor), Edfried Uhtenwoldt (Oberndorf), Thomas Schult (Lamstedt) sowie in Abwesenheit Horst Wartner (Kranenburg) und Hans-Hermann Steiger (Schneverdingen).
 
Im zweiten Teil der vom Hechthausener Bürgermeister Jan Tiedemann eröffneten Veranstaltung stellten der Geschäftsführer des Ostedeichverbandes, Ulrich Gerdes, und Vorstandsmitglied Thomas Schult die aktuellen Hochwasserschutz-Vorkehrungen in der Osteniederung dar.
 
Die neuen Deiche geben nicht nur dem Fluss mehr Raum, sondern bereichern mit acht neu entstandenen „Pütten" auch Landschaftsbild und Artenvielfalt. Überdies kommen die neuen Deichverteidigungswege etwa zwischen Gräpel und Bremervörde auch dem Fahrradtourismus auf „Fährienstraße“ zugute. 
 
Der neue Vorstand der AG Osteland besteht (v.l.n.r.) aus Bernd Jürgens (Hemmoor), Walter Rademacher (Neuhaus), Renate Bölsche (Osten), Michael Johnen (Cadenberge), Jochen Bölsche (Osten), Karl-Heinz Brinkmann, (Osten), Marlene Frisch (Oberndorf), Ewald Romund (Großenwörden), Thomas Schult (Lamstedt), Hans- Hermann Tiedemann (Bremervörde-Elm) und Albertus Lemke (Oberndorf).  Foto:  AG Osteland / Bert Frisch
 
Mit dem Goldenen Fährmann geehrt: Anette Minners, Ulrich Gerdes, Edfried Uhtenwoldt und Thomas Schult

"Konkurrenz für die Route 66"

Fährstrasse Bremervörde - Kiel als zweitschönste deutsche Ferienroute ausgezeichnet / AG Osteland freut sich über "verspätetes Geburtstagsgeschenk" 
 
3. 3. 2015. Riesenfreude bei der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland, der Trägerin der 2004 eröffneten Deutschen Fährstrasse Bremervörde - Kiel:  Die maritime Route, die Oste und Ostsee verbindet, ist diese Woche als zweitschönste deutsche Ferienstrasse ausgezeichnet worden.
 
Wie das Magazin "Focus" am Dienstag in seiner Online-Ausgabe unter der Überschrift "Das sind die fünf schönsten Straßen Deutschlands" schreibt, rangiert die an der Oste entwickelte "Fährienstrasse" laut Expertenurteil gleich nach der Deutschen Märchenstrasse unter den Top Five der deutschen Touristikrouten. Auf den Plätzen 3 bis 5 folgen die Deutsche Hopfenstrasse, die Route Industriekultur und die Sächsische-Schweiz-Route.
 
"Focus online" hat die Rangfolge in Kooperation mit der Reiseexpertin Bettina Gläser vom ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland (www.arcd.de) und dessen Clubmagazin "Auto&Reise" aufgestellt. Die ausgewählten "fünf Traumstrassen" seien, so die Begründung, "Konkurrenz für die amerikanische Route 66": "Deutschland ist das wahre Autofahrerparadies."
 
Illustriert ist der Beitrag mit einem Foto der historischen Schwebefähre, die zwischen Rendsburg und Osterrönfeld den Nord-Ostsee-Kanal überbrückt und die gemeinsam mit ihrer "Schwesterfähre" zwischen Hemmoor und Osten/Oste das Wahrzeichen der Route bildet.
 
Als "verspätetes Geburtstagsgeschenk" bezeichnet der AG-Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche (Osten) die jüngste Bewertung der Deutschen Fährstraße, deren zehnjähriges Bestehen im Mai 2014 die "Lobby für die Oste" unter anderem mit einer zehntägigen Fahrradstaffel von Bremervörde nach Kiel gefeiert hat. 
 
Auch bei einer Publikumsabstimmung des mdr-Fernsehens über die "Traumstraßen Deutschlands" war die Ferienstrasse, die alle Möglichkeiten der Gewässerquerung aufzeigt, als Zweitbeste platziert worden. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) wirbt auch im Internet in allen Weltsprachen für die Route: "Das 250 km lange maritime Museum „Deutsche Fährstraße“ verbindet Furt und Fährprahm, imposante Schwebefähren – filigrane Meisterwerke der Ingenieurskunst aus der Kaiserzeit, neuzeitliche Brücken und Tunnelbauten von Bremervörde entlang der Oste, Unterelbe, Nord-Ostsee-Kanal bis hin zur Kieler Förde."
 
Weiter schreibt die DZT über die Ferienstraße, die eine Grüne Route (Radfahrer), eine Blaue Route (Wassersportler) und eine Rote Route (Autofahrer, Wohnmobile) umfasst: "Mit 17 Fähren musst Du fahrn, über 13 Brücken musst Du gehen – so lautet der Slogan der Deutschen Fährstraße. 'Erlebnis-Fahrten' zwischen Moor, Geest und Marsch – von Deichen und Leuchttürmen flankiert, von Möwen umkreischt und von Traumschiffen begleitet – in diesem maritimen Ambiente in Deutschlands Norden lassen sich nahezu alle Möglichkeiten erfahren, die der Mensch je ersonnen hat, von der urtümlichen Ochsenfurt bis hin zu den modernsten 'Kreuzfährschiffen' der Welt.“
 
 

11. Tag der Oste: Kehdingen im Mittelpunkt

AG Osteland verleiht sechs "Goldene Hechte" / Wieder Preisträger aus drei Landkreisen / Bilderschau über Vogelparadiese an der Mündung

3. 1. 2015. Die Reize der Region am Unterlauf des Flusses stehen im Mittelpunkt des "Tages der Oste", der in diesem Jahr in der Samtgemeinde Nordkehdingen stattfindet. Vor 250 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur wird im Anschluss an einen Empfang am Sonntag, 1. Februar, 10 Uhr, im Gasthaus Sieb in Wischhafen-Wolfsbruchermoor zum elftenmal der Osteland-Kulturpreis "Goldener Hecht" verliehen. 

Die seit 2005 alljährlich vorgenommene Ehrung verdienter Bürger aus dem Herzland des Elbe-Weser-Dreiecks, die unter der Schirmherrschaft der Landräte der Kreise Stade, Cuxhaven und Rotenburg steht, ist in diesem Jahr eingebettet in ein Programm mit vielen Kehdinger Akzenten - von der Eröffnung durch den Nordkehdinger Samtgemeindebürgermeister Edgar Goedecke über eine Bilderschau des Ornithologen Gerd-Michael Heinze (Naturschutzstation Freiburg/Elbe), der die Vogelparadiese beiderseits der Ostemündung präsentiert, bis hin zum Ausklang bei "Kehdinger Hochzeitssuppe" von Gastwirt Heiko Sieb.

Wem die 560 Mitglieder starke Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. in diesem Jahr den "Goldenen Hecht" verleiht, wird bis zur Festveranstaltung traditionsgemäß streng geheim gehalten, so AG-Osteland-Schatzmeister Johannes Schmidt (Hemmoor). Vorab zu erfahren ist nur, dass die sechs Bronzestatuen und die von Sponsoren gestifteten Preisgelder in Höhe von insgesamt 3000 Euro jeweils zwei Bürgern aus den Landkreisen Rotenburg, Stade und Cuxhaven zugesprochen werden.

Wie in jedem Jahr berichten der 1. und der 2. Vorsitzende der "Lobby für die Oste", Jochen Bölsche (Osten) und Walter Rademacher (Neuhaus), unter dem Titel das "Jahr an der Oste" über die Entwicklung der Region.

Dazu zählen erfreuliche Ereignisse wie die Eröffnung bzw. Neueröffnung des Kornspeichers in Freiburg, der "Küstenwelle" im Natureum in Balje, des Fernsichtturms auf dem Deutschen Olymp in der Wingst, der "Kiwitte plus" in Oberndorf, der Schiffsanleger in Brobergen und in Kranenburg, des Bremervörder "Hauses der Sinne" sowie des Torfkahnhafens am Oste-Hamme-Kanal.

Musikalisch umrahmt wird die Gala, die Marlene Frisch (Oberndorf) moderiert, von der Hamburger Gruppe "Jazz duo and friends".

Auf den 11. Tag der Oste folgt am Montag, 9. März, 19.30 Uhr, in der "Ostekrone" in Hechthausen die diesjährige Hauptversammlung der AG Osteland. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Neuwahlen zum Vorstand.

Bauern helfen, Hysterie bekämpfen

"Grünes Netz" informierte über aktuelle Artenschutzprojekte, Elbvertiefung und Umweltbildung
 
23. 10. 2014.  In der Diskussion über die Rückkehr des Wolfs in das Cux- und Osteland gelte es, jeglicher Hysterie entgegenzutreten, zugleich aber zu verhindern, dass Artenschutz auf Kosten von Landwirten verwirklicht werde. 
 
Das war der Tenor einer Diskussion in der Herbstversammlung der Fachgruppe Natur und Umweltschutz (Grünes Netz Oste) der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. in der NABU-Umweltpyramide in Bremervörde.
 
Die verbands-, partei- und landkreisübergreifende Fachgruppe hatte ihre Mitglieder eingeladen, Experteninformationen aus erster Hand zu aktuellen Naturschutz-Themen zu beziehen. 
 
Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Rückkehr zweier einst hier ausgerotteter Tierarten: Während der Rotenburger Naturschutzamtsleiter und Wolfsberater Jürgen Cassier vor einer Dämonisierung, aber auch vor einer Verharmlosung des Wolfs warnte, informierte der Ostener Sportfischer-Vertreter Wolfgang Schütz, Sprecher der Osteland-Arbeitsgemeinschaft Wanderfische, über den Stand der Wiedereinbürgerung des einst auch in der Oste heimisch gewesenen Europäischen Störs.
 
Die Wiedereinbürgerung des urzeitlichen Kaviarfischs finde, so "Störvater" Schütz, in der Bevölkerung der Flussregion hohe Akzeptanz. Auch der ehrenamtliche Einsatz der rund 8000 Sportfischer im Osteland werde in einer neuen Studie des Bundesamtes für Naturschutz hervorgehoben, derzufolge die Oste unter allen Zuflüssen der Nordsee die meisten Eignungsmerkmale für eine Wiederansiedlung des Störs aufweise.
 
Auf Vorbehalte vor allem innerhalb der Landbevölkerung gegen das Wiederauftauchen des Wolfs - die in der Diskussion auch der Lamstedter Bürgermeister Manfred Knust bestätigte - ging Wolfsberater Cassier mit der Forderung ein, Landwirte bei Tierrissen schnell und unbürokratisch zu entschädigen und Nutztierhalter beim Errichten wolfssicherer Zäune finanziell zu unterstützen. 
 
Die Frage, warum nicht wenige Menschen die Gefährlichkeit der rund 20.000 in Europa lebenden Wölfe - im Gegensatz zu der von Wildschweinen oder streunenden Hunden - massiv überschätzen, beantwortete Cassier unter anderen mit historischen Informationen über die "Wurzeln der Ängste“ - vom Rotkäppchen-Märchen bis zum Werwolf-Mythos.
 
Gleichwohl müsse die Sicherheit des Menschen oberste Priorität haben. Beim Auftauchen von verhaltensauffälligen "Problemwölfen" seien schon jetzt behördliche Eingriffe "bis hin zur Entnahme aus der Population" gestattet, sagte Cassier. 
 
Über ein weiteres hochaktuelles Thema informierte AG-Osteland-Vize Walter Rademacher (Neuhaus), Sprecher des seit fast acht Jahren aktiven Regionalen Bündnisses gegen die Elbvertiefung.
 
Infolge des jüngsten Beschlusses des Bundesverwaltungsgerichts sei, meint der Wasserbauingenieur, zumindest mit einer zweijährigen Verzögerung, wenn nicht mit einer Aufgabe des Projekts zu rechnen. Rademacher zeigt sich zuversichtlich, dass der Europäische Gerichtshof "den Gewässerschutz ernster nimmt, als Deutschland und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung es gerne hätten". 
 
Durch den jüngsten Beschluss des Leipziger Gerichts sähen sich, so Rademacher, die Gegner einer weiteren Vertiefung in der Ansicht bestätigt, dass Hamburg die Auswirkungen des größten Vorhabens dieser Art auf den Hochwasserschutz, die Deichsicherheit und den Artenschutz vernachlässigt beziehungsweise verharmlost habe.
 
Für die Hafenwirtschaft bestehe dennoch kein Grund zur Sorge. „Es kommen bereits jetzt alle Container-Schiffe überall hin, und ohne Vertiefungen ist's am Ende volkswirtschaftlich sogar günstiger, weil man immense Unterhaltungsbaggerungen und Schäden an Bauwerken und Umwelt vermeidet."
 
Zu Beginn der Versammlung hatten der Vorsitzende des NABU-Kreisverbandes Bremervörde-Zeven, Hans-Hermann Tiedemann (Elm), und der Leiter der NABU-Umweltpyramide, Axel Roschen (Gnarrenburg), über die Naturschutz- und Umweltbildungsarbeit im Vörder Land berichtet.
 
Anerkennung fand bei den Mitgliedern des Grünen Netzes aus den Landkreisen Stade, Cuxhaven und Rotenburg die Information, dass die Umweltpyramide - an der Oste die bedeutendste Bildungsstätte dieser Art neben dem Natureum Niederelbe in Balje - alljährlich Hunderte von Schulklassen zu Gast hat. 
 
Darüber hinaus werden in der Umweltpyramide, wie Roschen berichtete, auch viele Naturschutzprojekte für die Region entwickelt und vorangetrieben, beispielsweise zum Moor-, Feuchtwiesen-, Libellen- und Eisvogelschutz.

Blaues Netz: Skipperkursus und Törnbericht

Führerscheinlehrgang in Osten / "F(r)isch and Ships" in Oberndorf-Niederstrich
 
23. 10. 2014. Die Bootssaison an der Oste endet in diesen Tagen. Der Arbeitskreis Schifffahrt und Gewässer der AG Osteland (Blaues Netz Oste) startet unterdessen sein Winterprogramm - mit Skipperkursen und mit einem Beamer-Vortrag des aus Presse und Fernsehen bekannten Oberndorfer Extremsegler-Ehepaars Bert und Marlene Frisch.
 
Nachdem die Frischs in den letzten Jahren schon mehrfach Säle gefüllt hatten mit Vorträgen über ihre abenteuerliche zweifache Atlantiküberquerung, berichten sie am Freitag, 7. November, 19 Uhr, im Gasthaus "Zur Sietwende" (Henning) in Oberndorf-Niederstrich über ihren jüngsten Törn nach Frankreich und England.
 
Neben diesem Vortrag mit dem Titel "F(r)isch and Ships" steht Aktuelles aus der Wassersport-Szene auf der Tagesordnung, darunter Berichte zum Thema Elbvertiefung und über die erfolgreiche Reaktivierung des Oberndorfer Jugendwanderkutters "Onkel Ernst".
 
Ebenfalls im November startet das Blaue Netz Oste, wie dessen Sprecher Bernd Jürgens (Hemmoor) mitteilt, erstmals einen Kursus zum Erwerb der Sportbootführerscheine See und Binnen, der am Mittwoch, 12. November, 18.30 Uhr, im Heim des Wassersportclubs Osten (WSCO) in der Deichreihe in Osten beginnt. 
 
Den Kursus leitet ein erfahrener Ausbilder, der Vorsitzende des Bootsclubs Bremervörde-Elm, Reinhold Grasbeunder, der unter Tel 04140-88003 oder über schulung@bc-elm.com noch Anmeldungen entgegennimmt.

"Goldener Herbst für die Flussregion"

LEADER-Einheit Kehdingen-Oste
AG Osteland würdigt EU-Zuwendungen und bittet um Bürgerideen / Landfrauen, Leuchtturmfreunde und Gemeinden als Neumitglieder
 
13. 9. 2014. Der Einzugsbereich der Oste, das mittlere Drittel des Elbe-Weser-Dreiecks, erlebt zurzeit einen "goldenen Herbst": Wenngleich die Folgen des demographischen Wandels weiterhin Sorge bereiteten, zeigten sich doch gerade in diesen Wochen punktuell einige Fortschritte, bilanzierte die Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V. in ihrer September-Sitzung im Wingster "Forsthaus am Dobrock".
 
Die gemeinnützige "Lobby für die Oste" freue sich, so der Vorstand, über die Eröffnung des"Hauses der Sinne" in Bremervörde, des neuen Eingangsgebäudes im Natureum Niederelbe in Balje, des Oste-Anlegers in Kranenburg, des Kornspeichers in Freiburg, des Torfkahnhafens am Oste-Hamme-Kanal sowie der Aussichtspunkte auf dem Bullenberg in Lamstedt und auf dem Deutschen Olymp in der Wingst.
 
Diese Investitionen, mit denen die touristische Infrastruktur insbesondere entlang des Oste-Radwegs und der Deutschen Fahrstraße gestärkt werde,  hätten großenteils nur mithilfe von EU-Geldern verwirklicht werden können. Umso wichtiger sei es, diese Quelle auch künftig zu nutzen, erklärt die AG Osteland.
 
Aus diesem Grunde appelliert der Vorstand des Vereins an die Bürgerinnen und Bürger der Osteregion, Ideen einzubringen in die Fortschreibung der jeweiligen Regionalen Entwicklungskonzepte für das EU-Förderprogramm LEADER.
LEADER-Einheit Hadler Region
Allein in der abgelaufenen Förderperiode 2007-2013 konnten allein in den beiden nördlichen LEADER-Einheiten "Kehdingen-Oste" und "Hadler Region" jeweils rund 2 Millionen Euro in Projekte investiert werden. Diese Geldquelle kann im neuen Förderzeitraum 2014-2020 aber nur dann fließen, wenn die Lokalen Aktionsgruppen mit Bürgerhilfe überzeugende neue Entwicklungskonzepte erarbeiten.
 
Die AG Osteland, so Vorsitzender Jochen Bölsche (Osten), ermutige daher nicht nur ihre Mitglieder, sondern alle Bürger, zum Start in die neue Förderperiode Ideen in zwei öffentlichen Auftaktveranstaltungen einzubringen: am Mittwoch, 17. September, 19 Uhr, in der Bördehalle in Lamstedt und am Freitag/Sonnabend, 19./20. September, 17 bzw. 10 Uhr, in der Elbmarschenschule Drochtersen. 
 
Einzelheiten stehen auf den Websites www.leaderregion-kehdingen-oste.de
 und www.lag-hadler-region.de
 
Erfreut zeigt sich die AG Osteland auch über den anhaltenden Mitgliederzuwachs. Als korporative Mitglieder aufgenommen werden konnten zuletzt der Landfrauenverein "An der Oste", der Förderverein Baljer Leuchtturm, die Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel sowie die Gemeinden Engelschoff und Himmelpforten. 
 
Damit gehören der Arbeitsgemeinschaft - neben genau 500 Einzelmitgliedern - nunmehr 58 Gebietskörperschaften, Firmen und Verbände zwischen Quelle und Mündung des längsten Nebenflusses der Niederelbe an.

Lieblingsbilder von der Oste

Die AG Osteland präsentiert den Kalender "Lieblingsbilder von der Oste 2015"

Zehn Fotokünstler fangen den Zauber einer Flusslandschaft ein / AG Osteland präsentiert erstmals Benefiz-Kalender

28. 8. 2014.
Das hat es noch nie gegeben: Zehn der bekanntesten Fotografinnen und Fotografen der Region waren in Sommer von der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. gebeten worden, ihre Lieblingsbilder von der Oste für ein Benefiz-Kalenderprojekt zur Verfügung zu stellen: Erstmals sollte der längste Nebenfluss der Niederelbe in großformatigen Fotos von der Quellregion bis zur Mündung dargestellt werden.

Jetzt präsentiert die 560 Mitglieder starke "Lobby für die Oste" das Ergebnis: den Kalender "Lieblingsbilder von der Oste", der den Zauber der Flusslandschaft im Herzen des Elbe-Weser-Dreiecks eingefangen hat. Die Neuerscheinung im Format DIN A 3 ist für 9,90 Euro erhältlich; der Reinerlös kommt der Arbeit des gemeinnützigen Vereins zugute.

Bilder stellten unter anderem vier Fotokünstler zur Verfügung, die für ihre Arbeit mit dem Ostekulturpreis "Goldener Hecht" ausgezeichnet worden sind: Der preisgekrönte Landschaftsfotograf Nikolaus Ruhl aus Osten-Achthöfen fing einen Sonnenaufgang über der Oste bei Sittensen sowie Morgennebel bei Hemmoor ein. Zu den Lieblingsbildern von Hermann Tödter (Zeven) zählt eine fröhliche Kanupartie bei Godenstedt (Samtgemeinde Selsingen), Gundula Ida Gäntgen (Hechthausen) hielt sommerliche Bootsfreuden bei Oberndorf fest.

Walter Rademacher, AG-Osteland-Vize aus Neuhaus, gelangen von einer gecharterten Propellermaschine aus faszinierende Luftaufnahmen von der Mündung zwischen Balje (Kreis Stade) und Belum (Kreis Cuxhaven) sowie vom Vörder See und der Oste bei Bremervörde; märchenhaft mutet ein Foto vom "White Dinner" auf dem Neuhäuser Ostedeich an.           

Profi-Fotograf Gerd Bertholdt aus Hechthausen-Kleinwörden porträtierte die Oste im Eispanzer, sein Kollege Karl-Heinz Brinkmann, Fährvereinschef in Osten, schickte eine Nachtaufnahme des Ostesperrwerks in magischem Licht. Thomas Schult aus Lamstedt, ehrenamtlicher Fährmann in Brobergen (Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten) steuerte ein Foto des Flusses bei extremem Niedrigwasser bei.

Tierfotograf und Naturschützer Hans-Hermann Tiedemann (Elm), Vorsitzender des NABU Bremervörde-Zeven, dokumentiert die Freisetzung von Jungstören in Gräpel.  Birte Köser (Lamstedt) wählte ein Bild der Schwebefähre Osten - Hemmoor bei  Sonnenuntergang aus. Das Foto von Henning Kuhne zeigt zum Jahresabschluss den Nikolaus, der in Begleitung eines Shantychors auf der Segelyacht "Heimkehr" den Oberndorfer Weihnachtsmarkt ansteuert.

Begeistert von den eingereichten Aufnahmen zeigt sich der Vorstand der AG Osteland, der den "Lieblingsbilder"-Kalender zur Dauereinrichtung machen möchte: "Jedes einzelne der großformatigen Foto ist so schön, dass man am liebsten alle rahmen und aufhängen möchte." 

Einen Blick in den Kalender ermöglicht die Website www.ag-osteland.de/ag-osteland/kalender. Dort steht auch eine Liste aller Bezugsquellen für den Großkalender "Lieblingsbilder von der Oste 2015".

Wer hingegen einen Kalender im Postkartenformat vorzieht, kann zu einem weiteren Produkt aus den Reihen der Ostefreunde greifen: Ein DIN-A-6-Kalender "Osteland 2015" mit Fotos von Gundula Ida Gäntgen ist im Verlag Atelier im Bauernhaus erschienen und im Buchhandel erhältlich.

"Radlergipfel" feiert die Deutsche Fährstrasse

16. 8. 2014. Die ländliche Ferienpension "Berthof", idyllisch gelegen zwischen Gänseweiden und Obstgärten an der Oste in Hechthausen-Kleinwörden, grenzt unmittelbar an die Deutsche Fährstrasse Bremervörde - Kiel, die in diesem Sommer ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Aus diesem Grund trafen sich am Wochenende im Berthof 35 Radsportfreunde aus den Landkreisen Rotenburg, Stade und Cuxhaven zu einem "Radler-Gipfel", um Erfahrungen auszutauschen und Fotopräsentationen über die maritime Ferienroute zu betrachten.

Im Namen der 2004 gegründeten gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland, des Trägervereins der "Fährienstraße", dankte Vorsitzender Jochen Bölsche (Osten) den Touristikern der drei Oste-Landkreise sowie den Verantwortlichen der ADFC-Kreisverbände Stade, Cuxhaven und Rendsburg, des Radsportvereins Hemmoor, des VfL Osterrönfeld und der Osteland-Radler insbesondere für die Organisation einer zehntägigen Rad-Staffel über 250 Kilometer vom Vörder See an die Kieler Förde.

Insgesamt beteiligten sich an dem von den Bremervörder Touristikern Benjamin Bünning und Barbara Norden initiierten Event rund 200 Radlerinnen und Radler. 

Flankiert wurde diese Tour von weiteren Veranstaltungen, über die auf dem Berthof in Bild und Ton berichtet wurde: eine Eröffnungsveranstaltung mit der niedersächsischen Tourismus-Staatssekretärin Daniela Behrens,eine Geschwaderfahrt der Osteskipper, eine Oldtimer-Rallye, ein Tag der Fähren, eine Shanty-Reise Oste - Ostsee - Oslo sowie diverse Tageswanderungen und -fahrten zwischen Bremervörde und Kiel.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte der Osteland-Vorstand langjährige Verdienste um die Tourusmusförderung durch die Verleihung des "Goldenen Fährmanns" gewürdigt. Die höchste Mitgliederauszeichnung des Vereins ging an das Ostener Ehepaar Peter und Monika Prüss, die neben vielen anderen Radtouren an der Oste auch drei Gruppenbefahrungen der Fährstrasse organisiert haben. Die gleiche Ehrung erfuhren Gerd und Gisela Bertholdt (Kleinwörden) für die Ausrichtung von Radlerveranstaltungen und für Medienarbeit in Dienste der Osteregion.

Wie der Osteland-Vorstand bilanzierte, wird für die Deutsche Fährstraße und den Oste-Radweg Tostedt-Balje unter anderem mit einem Radführer, Postkarten mit rund 50 verschiedenen Motiven und einem Gratisfaltblatt geworben, von dem 150.000 Exemplare verbreitet hat. 

Neu ist ein Zielgruppen-Flyer, der die Deutsche Fährstrasse auch als "Straße der Wohnmobile" bewirbt: An mehr als 30 Orten entlang der Oste, der Niederelbe und des Nord-Ostsee-Kanals werden Stellplätze angeboten.

Wieder "Mord an Bord im Abendrot"

10. 7. 2014. Eine Fahrt mit dem Oste-Oldtimer "Mocambo" zu einer nächtlichen Krimilesung in die stillen Hexenbucht bei Hemmoor - dieses Vergnügen winkt Thrillerfreunden am Mittwoch, 23. Juli

Wenn das "Krimischiff" um 19 Uhr in Oberndorf ablegt, sind drei der prominentesten und produktivsten Autoren aus dem "Krimiland Kehdingen-Oste" mit an Bord: Wilfried Eggers, Thomas B. Morgenstern und Prof. Dr. Reinhold Friedl.

Die mit dem Oste-Literaturpreis "Goldener Hecht" ausgezeichneten Autoren werden, so Dipl.-Bibliothekarin und Krimiland-Koordinatorin Renate Bölsche (Osten), am Ankerplatz in der Unteren Oste teils unbekannte Texte lesen, darunter Eggers' Erzählung "Das Schweigen der Schweine" aus der Anthologie "Niedertracht in Niedersachsen". 

Für den Törn unter dem Motto "Mord an Bord im Abendrot" - mit Akkordeonbegleitung von Hanni Milan ("Kriminaltango") - sind noch Restplätze verfügbar. Eine Anmeldung per E-Mail unter renate.boelsche@gmx.de ist erforderlich. der Fahrpreis (10 Euro) wird an Bord entrichtet.

Anlass für die Nachtlesung in der Hexenbucht ist ein Jubiläum: Vor genau zehn Jahren, im Sommer des Gründungsjahres der AG Osteland, war begonnen worden, die hohe Krimidichte der Region gezielt zu vermarkten. Seit 2004 sind bundesweit in Presse, Funk und Fernsehen dutzendfach Berichte über die Krimilandschaft zwischen Elbe und Weser erschienen.

Zuvor bereits, seit 2001, hatte das private Internet-Projekt www.deutsche-krimistrasse.de auf die vielen am Oste-Zufluss Rönne in der Gemeinde Drochtersen (Landkreis Stade) entstandenen Krimis und Krimi-Drehbücher hingewiesen.

Aus diesen Ansätzen entwickelte die AG Osteland nach einem Konzept der Autorin Elke Loewe das Tourismus- und Literaturförderungsprojekt Krimiland Kehdingen-Oste, das seither mit dem Slogan "Morde zwischen Marsch und Moor", mit einem vom Hamburger Kunstprofessor Christoph Dröscher entworfenen Logo - einer Zielscheibe zwischen zwei Kopfweiden - und mit der Website www.krimiland.de für zweierlei wirbt: die landschaftlichen Reize der abgelegenen Flusslandschaft und für die mittlerweile 51 Krimis, die hier verfasst bzw. angesiedelt worden sind.

Auf die Qualität der Thriller aus dem Osteland hat die AG Osteland seit 2005  immer wieder mit der Verleihung ihres Literaturpreises Goldener Hecht an exzellente Autoren aus der Region hingewiesen: Der erste "Oste-Oscar" ging an Elke Loewe (damals Rönndeich), der jüngste im Frühjahr an Axel Roschen (Gnarrenburg). Unter den weiteren Preisträgern waren neben Eggers, Friedl und Morgenstern auch deren Krimikollegen Wolfgang Röhl, Dietrich Alsdorf, Wolf-Dietmar Stock und Alexandra Kui.

Mit rund 100 Lesungen, Exkursionen und Krimi-Dinnern hat die AG Osteland seither mit ihren Kooperationspartnern aus Touristik, Gastronomie und Buchhandel regelmäßig auf neue Werke aus dem Krimiland hingewiesen - vorzugsweise an originellen Schauplätzen wie einem Gewölbekeller in Neuhaus, der Molkerei in Hasenfleet, dem Ziegelei-Ringofen in Assel, auf dem Rittergut Hörne, der Moorkieker-Station in Aschhorn, dem idyllischen Berthof in Kleinwörden, dem Heimathof in Hüll und - wiederholt - auf dem Osteschiff "Mocambo".

Eine Liste aller 51 Bücher aus dem Krimiland steht hier. Darüber hinaus hat die AG Osteland den Sammelband "Mord an der Schwebefähre" herausgegeben, der die besten Beiträge zu einem gleichnamigen Krimi-Wettbewerb enthält.

Die Autoren des Jubiläumslesung:

Wilfried Eggers, Rechtsanwalt in Drochtersen, ist Verfasser von "Die Tote, der Bauer, sein Anwalt und andere", "Ziegelbrand", "Paragraf 301" und "Die oder ich". Mehr: www.wilfried-eggers.de

Thomas B. Morgenstern, Biobauer aus Aschhorn, ist Autor von "Der Milchkontrolleur", "Der Aufhörer", "Milchfieber" und "Jacob Ovens", in Vorbereitung: "Elbstrand-Mord". Mehr: www.aschhorn.de/buecher.htm

Prof. Dr. Reinhold Friedl, Hochschullehrer in Oldenburg, früher Geversdorf, schrieb "Tödliches Tabu", "Die große Hochzeit" und "Tödliche Schriftrollen vom Nil". Mehr: www.reinhold-friedl.net

Ostefreunde begrüßen 555. Mitglied

29. 5. 2014. Eine Schnapszahl zu feiern hatte im Mai die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.: Die vor zehn Jahren gegründete "Lobby für die Oste" begrüßte den Wingster Frank Müller, Direktor des kürzlich wiedereröffneten Ferienhotels "Forsthaus am Dobrock", als ihr 555. Mitglied. Die Glückwünsche des Vereins überbrachten Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche (r.) und Stellvertreter Walter Rademacher, die mit einer Mini-Torte mit dem Osteland-Symbol, einem Fährmann, gratulierten. 

In der Wiederbelebung des Wingster Hotels, das mit dem Slogan "Entspannung, Abwechslung und pure Barrierefreiheit" wirbt, sieht die Arbeitsgemeinschaft - ebenso wie in der Eröffnung weiterer gastronomischer Betriebe am Fluss, ein "gutes Omen für eine Renaissance des schönen Bergwaldes an der Oste".

Der AG Osteland gehören neben Einzelpersonen auch mehr als fünfzig korporative Mitglieder an. Vertreten sind neben Verbänden und Vereinen auch nahezu alle Kommunen im Einzugsbereich der Oste, dem mittleren Drittel des Elbe-Weser-Dreiecks. Die Arbeitsgemeinschaft widmet sich der Förderung des Ehrenamtes und des Tourismus (unter anderem mit ihrer Deutschen Fährstrasse Bremervörde - Kiel und dem Oste-Radweg Tostedt - Balje) sowie der Bewahrung des Kultur- und Naturerbes am längsten Nebenfluss der Niederelbe.

"Forsthaus"-Direktor Frank Müller (M.) nimmt als 555. Mitglied der AG Osteland eine Mini-Torte und die Glückwünsche der Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche (r.) und Walter Rademacher entgegen

Traumwetter auf der "Traumstraße"

AG Osteland freut sich über "rundum gelungenes" Jubiläum ihrer "Fährien"-Route / Jubiläumsstimmung zwischen Oste und Oslo / Staffelflagge in der Ostener "Fährstuv"

26. 5. 2014. Einen würdigen Aufbewahrungsort hat die grosse "Staffelflagge" gefunden, die 170 Radfahrer aus Anlass des Zehnjährigen der Deutschen Fährstrasse binnen neun Tagen von Bremervörde nach Kiel transportiert haben: Die Fahne mit den Unterschriften der Mitradlerinnen und -radler wird in der musealen "Fährstuv" in Osten zu sehen sein. 

Das versicherten die beiden Vorsitzenden der Schwebefähren-Fördergesellschaft, Karl-Heinz Brinkmann und Lothar Klüser, bei der Übergabe der "weitgereisten" Symboltextilie durch Renate Bölsche vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Osteland, dem Trägerverein der 2004 eröffneten "Fährienstrasse".

Die Flagge, signiert unter anderem auch von den Bürgermeistern Eduard Gummich (Bremervörde), Dirk Brauer (Samtgemeinde Hemmoor), Detlef Horeis (Oberndorf) und Georg Martens (Neuhaus), hat bei durchweg schönstem Wetter eine Reise der Extreme hinter sich: Erster Zwischenstopp war die winzige Kinderspielfähre am Vörder See, Zielort war der Fährhafen am Ende der Kieler Förde mit ihren gigantischen "Kreuzfährschiffen".

Von dort aus wiederum beförderte eine 50-köpfige Gruppe von Ostefreunden, darunter der Shantychor Hemmoor unter Rainer Kupke und Gerd Drewes, sozusagen in Verlängerung der Deutschen Fährstrasse eine zweite Jubiläumsflagge in die norwegische Hauptstadt. Osteland-Mitglied Eybe Schönteich (Hemmoor), der die Reise Oste - Ostsee - Oslo auf der Fähre "Color Magic" organisiert hatte, freute sich mit den Mitreisenden über faszinierende Ausblicke bei strahlendem Sonnenschein während der Ein- und Ausfahrt in der Kieler Förde und im Oslofjord.

Namens der AG Osteland dankte Vorsitzender und Fährstrassen-Initiator Jochen Bölsche (Osten) insbesondere den Touristikern Barbara  Norden und Benjamin Bünning (Bremervörde), Manuela Köster (Hemmoor) und Michael Johnen (Am Dobrock) für die Organisation der Staffelfahrt, bei der alle Teilnehmer von den örtlichen Gastronomen in Bremervörde, Gräpel, Brobergen, Hechthausen-Klint, Osten, Oberndorf und Neuhaus mit Radler-Cocktails empfangen worden waren.

Stark eingebunden in Vorbereitung und Organisation der laut AG Osteland "rundum gelungenen" Jubiläumstour waren auch der Verein Radsport Hemmoor, der ADFC Stade und insbesondere die Radwanderpioniere vom ADFC Cuxhaven um Peter und Monika Prüß (Osten), denen die Leitung von drei Etappen über Glückstadt und Burg/Dithmarschen nach Osterrönfeld oblag. 

In der Ostener Partnergemeinde übernahm ein Team des dortigen Sportvereins die Staffelflagge bis zum Ziel in Kiel, wo das "nördlichste" Osteland-Mitglied, Antje Wiekzorek-Bruns, sie entgegennahm. 

Unweit des Endpunktes nutzten einige Teilnehmer die Gelegenheit, das nach dreijähriger Erneuerung wiedereröffnete Schifffahrtsmuseum der Stadt zu besuchen, in der von 1910 bis 1923 eine dritte deutsche Schwebefähre stand.

Abgerundet worden waren die Jubiläumswochen durch weitere Veranstaltungen, die auf viel Interesse stießen: Dass die Deutsche Fährstrasse auch eine "Strasse der Wanderfische" ist, zeigte zum Auftakt das Oste-Stör-Fest der AG Osteland mit Besatzaktion in Gräpel. Es folgten unter anderem der "3. Oste-Fähren-Tag", drei "Fährrad"-Wanderungen ab Stade, eine Rennrad-Ausfahrt Hemmoor - Brunsbüttel, eine Sportboot-Geschwaderfahrt sowie eine "Drei-Fähren-Wanderung" mit Albertus Lemke (Oberndorf) und eine Schiffs-/Radtour mit dem Verein Radsport Hemmoor.

So konnten wieder einige hundert Menschen die Reize der 250 Kilometer langen maritimen Route erleben, die sich längst zu einem touristischen Rückgrat des Elbe-Weser-Dreiecks entwickelt hatte und die Niedersachsens Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Behrens in ihrer Festrede beim Bremervörder Auftaktabend mit der Musikgruppe "Kaktusblüte" als "Traumstrasse" bezeichnet hatte - der das Traumwetter dieser Maiwochen natürlich zusätzlich zugute kam.

Web-Tipp: 
www.deutsche-faehrstrasse.de

7. Mai: Der Stör als Star

 

Zwei Aktions- und Festtage für den nahezu ausgerotteten "Fisch des Jahres" / Am 7. Mai Besatzaktion an der Gräpeler Fähre / Estorfer Schulkinder malen und wandern / Jedermann kann "Störpate" werden / Veröffentlichung über Oste-Störe erscheint zum "Welttag der Wanderfische" am 24. Mai 

 

27. 4. 2014. Menschliche Gier hat dazu geführt, dass der bis vor rund 100 Jahren auch in der Oste massenhaft heimische Europäische Stör (Acipenser sturio) nahezu ausgerottet worden ist. Gleichsam in letzter Minute sollen zwei Veranstaltungen im Mai dazu beitragen, dem majestätischen Urzeitfisch, der bis zu fünf Meter lang wird, das Überleben zu ermöglichen. 

 

Einer der Schwerpunkte der internationalen Bemühungen zur Rettung des Störs ist die Oste, der längste Nebenfluss der Niederelbe. Der bedrohte Kaviarfisch ist der Star beim "Tag der Oste-Störe" am Mittwoch, 7. Mai, 11 Uhr, an Plate's Gasthaus "Zum Osteblick" in Gräpel (Landkreis Stade). 

 

Dort, an der historischen Ostefähre, plant die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der AG Osteland eine Störbesatzaktion mit Ausstellung, Infoständen und Akkordeonmusik. Wie schon bei den Oste-Störfesten der vergangenen Jahre in Oberndorf (Landkreis Cuxhaven) und in Bremervörde-Elm (Landkreis Rotenburg) besteht wieder Gelegenheit, gegen eine Spende eine urkundlich beglaubigte Stör-Patenschaft zu übernehmen.

Nach der Begrüßung durch den Estorfer Bürgermeister Hans-Werner Hinck sollen über 150 markierte Jungstöre, im Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei nachgezüchtet aus dem weltweit letzten Bestand an der südfranzösischen Atlantikküste, in der Oste freigesetzt werden.

 

Beteiligt an der Rettungsaktion sind wieder viele Schulkinder aus dem Osteland. Nachdem sich zuvor unter anderem Schüler der Kiebitzschule in Oberndorf intensiv mit dem Thema befasst hatten, kooperiert "Störvater" Wolfgang Schütz (Osten) in diesem Jahr auch mit den Kindern der Grundschule Estorf, die für ihr Umweltengagement bereits 2010 mit dem Ostekulturpreis "Goldener Hecht" ausgezeichnet worden ist.

Nach einem Stör-Malwettbewerb und einer Einstimmung durch eine Stör-Präsentation von Wolfgang Schütz werden 50 Estorfer Kinder am 7. Mai nach Gräpel wandern, um die Besatzaktion zu verfolgen. 

 

Dort im Gasthaus an der Fähre informiert auch die vom Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche gestaltete Wanderausstellung "Die Rückkehr des grauen Riesen" über den bizarren Knochenfisch, der älter ist als die Dinosaurier, und das im "Jahr der Oste" 2009 gestartete Wiederansiedlungsprojekt im Osteland.

 

Die von den über 7000 Sportfischern an der Oste mitgetragenen Bemühungen haben mittlerweile auch höchste Anerkennung gefunden: Nachdem sie im vorigen Jahr auf Schloss Lenzen an der Elbe als Beispielprojekt der UN-Dekade der Artenvielfalt ausgezeichnet worden waren, wurde der Stör vom Deutschen Angelfischerverband von dessen Schweizer und österreichischen Schwesterorganisationen zum Fisch des Jahres 2014 erklärt.

 

Vom Landessportfischerverband Niedersachsen wird die Aktion durch die Herausgabe eines neuen Informationsblattes unterstützt. Zudem erscheint im Mai ein Buch über den Stör, in dem die Osteland-Vorstandsmitglieder Bölsche und Schütz am Beispiel der Oste über die Ausrottung und Rettung des Fisches berichten.

 

Präsentiert wird das Buch am 24. Mai, der seit zehn Jahren als "World Fish Migration Day" begangen wird. Als eine von weltweit 164 stattfindenden Veranstaltungen und Aktionen zum Thema Wanderfische wird am 24. Mai im "Biosphaerium Elbtalaue" auf Schloss Bleckede ein wissenschaftliches Symposium über Fischwanderungen im Einzugsbereich der Elbe stattfinden, das "zur Schärfung unseres Bewusstseins und unserer Verantwortung gegenüber diesen faszinierenden Tieren beitragen will". 

 

Zugleich wird damit der 20. Jahrestag der Gründung der Gesellschaft zur Rettung des Störs e. V. begangen, der die Sportfischer an der Oste auf das engste verbunden sind: Die in Osten ansässige Ostepachtgemeinschaft, bestehend aus 23 Sportfischervereinen, ist der Gesellschaft zur Rettung des Störs bereits zwei Jahre nach deren Gründung als erster Verband beigetreten. 

 

Zuvor hatten langjährige Bemühungen der regionalen Sportfischer um Ernst Peters (Zeven) und Egon Boschen (Lamstedt) dazu beigetragen, dass der ebenfalls ausgestorbene Lachs wieder eingebürgert werden konnte und die Oste heute deutschlandweit auch als "Fluss der Lachse" gilt.

 

Trotz solcher Erfolge und der erheblichen Verbesserung der Wasserqualität in der Elberegion gibt es besorgniserregende Entwicklungen, die bei dem Wanderfisch-Symposium ebenfalls zur Sprache kommen sollen. Bedroht sehen die Veranstalter die Gewässerqualität und damit die Fischfauna durch die "Umstellung der Landwirtschaft zum noch intensiveren Energiepflanzenanbau". 

 

Neben der Forderung der "Durchwanderbarkeit" der Fließgewässer rücke vermehrt die Verbesserung der Habitatqualität und Strukturvielfalt in den Fokus von Artenschutzmaßnahmen. Begrüßenswert sei, dass sich die verantwortlichen Ämter und Verbände zunehmend vom "Prinzip der harten Unterhaltung" der Elbe und ihrer Nebengewässer verabschiedeten und mehr und mehr "Interesse an einer ökologischen Aufwertung" zeigten, so die Störschützer.

 

"Fährradtouren" und "Fährentag" 
zum Jubiläum der "Fährienstraße"

 

Ab 9. Mai Festdekade zwischen Bremervörde und Oslo / Geschwaderfahrten der Sportschiffer / Auftaktkonzert der "Kaktusblüte" / Shantys, Big Band, Oldtimer und Ausstellungen an den Prahm- und Schwebefähren / Fahrten mit Rennrad und Raddampfer

 

Bremervörde / Stade / Rendsburg. "Frohe Fährien im frischen Norden" - mit diesem Slogan wurde im Mai 2004 die Deutsche Fährstrasse Bremervörde - Kiel eröffnet, die seither als touristisches Rückgrat des nördlichen Elbe-Weser-Dreiecks gilt. Zum Zehnjährigen der maritimen Ferienroute plant der Trägerverein, die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., eine Festdekade, die mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung am Freitag, 9. Mai, 19 Uhr, im Bremervörder Oste-Hotel beginnt.

Ein Konzert der Buxtehuder Frauenband "Kaktusblüte" - zum Repertoire zählt neben Folk, Rock und Evergreens auch die Oste-Hymne "Das Paradies der Abgeschiedenheit" - umrahmt Grußworte der AG Osteland sowie der Staatssekretärin Daniela Behrens (SPD), die im niedersächsischen Wirtschaftsministerium auch für die Tourismusförderung zuständig ist. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, eine Spende erbeten.

Die zehn Jubiläumstage im Mai bieten dutzendfach Gelegenheit, die Attraktionen der "Fährienstraße" kennenzulernen, "die an 50 Orten alle Möglichkeiten demonstriert, die der Mensch je ersonnen hat, um ein Gewässer zu queren, von der Furt über die Hochbrücke bis zum Fährschiff", wie der Initiator und Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche erläutert.

Erster Höhepunkt der Festdekade ist der "3. Oste-Fähren-Tag", zu dem die Betreiber der Schwebefähre Osten - Hemmoor sowie der Prahmfähren in Gräpel und Brobergen am Sonnabend, 10. Mai, einladen. Geboten werden außer Delikatessen aus dem Osteland und Informationen über die Fährstellen und die Stör-Wiedereinbürgerung ein Konzert des Shantychors Hemmoor in Gräpel (ab 11.30 Uhr), eine Oldtimer-Rallye ab Fährkrug Brobergen (10 Uhr) und ein Auftritt der Schüler-Big-Band der Musikschule an der Oste auf der Gondel der Schwebefähre (ab 16 Uhr).

Dass die "Blaue Route" der Deutschen Fährstrasse attraktive Sportbootreviere zwischen Oste und Ostsee verbindet, wollen Skipper aus der Region mit zwei Geschwaderfahrten demonstrieren, die jeweils am 10. Mai beginnen: Um 7.30 Uhr in Geversdorf und um 14 Uhr in Bremervörde starten die Freizeitboote in Richtung Brunsbüttel und Kiel.

Im Kieler Fährhafen wiederum stechen rund 50 Ostefreunde am 14. Mai zu einer dreitägigen Reise auf einem der gigantischen norwegischen "Kreuzfährschiffe" gen Oslo in See - in Verlängerung der Blauen Route. Begleitet werden sie von den Hemmoorer Shantysängern, die dort als "Botschafter des Ostelandes" auftreten.

Auf Nord-Ostsee-Kanal, Elbe und Oste bieten vom 12. bis zum 17. Mai der historische Raddampfer "Freya" und die "Adler Princess" (www.adler-schiffe.de) für Selbstbucher diverse Törns zwischen Oberndorf, Brunsbüttel, Rendsburg und Kiel an. Unterwegs ist selbstverständlich auch der Oste-Oldtimer "Mocambo" (www.oste-schifffahrt.de), dessen Fahrten unter anderem einbezogen sind in eine Tour des Radsportvereins Hemmoor mit Dieter Tiedemann (9. Mai) und in eine Ostewanderung der AG Osteland und des TSV Oberndorf mit Albertus Lemke (11. Mai, ausgebucht).

Zentrales radtouristisches Ereignis ist eine von Barbara Norden von der Tourist-Info Bremervörde organisierte Staffelradtour für Jedermann, deren fünf Etappen vom 12. bis zum 16. Mai um 13 Uhr in Bremervörde (am Oste-Grossplakat am Oste-Hotel), in Gräpel (Plate's Osteblick), in Hechthausen (Ferienpark Geesthof), in Osten (Fährkrug) und in Oberndorf (Ostekieker) beginnen und zum jeweiligen Ausgangspunkt zurückführen.

An die öffentliche "Fährradtour" Bremervörde - Neuhaus schließt sich eine (ausgebuchte) Gruppenfahrt des ADFC Cuxhaven mit Peter und Monika Prüss an. Von ihnen wird die "Staffelflagge" gemeinsam mit dem OTSV Osterrönfeld zum Endpunkt nach Kiel gebracht. Weitere Touren auf der Deutschen Fährstrasse offerieren der ADFC Rendsburg mit Torben Frank (12. Mai) sowie der ADFC Stade mit Erhard Suhr (10. Mai) und Ilse von Lacroix (18. Mai).

Weniger gemütlich als bei den Tourenfahrten geht es am 17. Mai bei der Ausfahrt des Radsportvereins Hemmoor zu: Die 110 Kilometer zwischen den letzten beiden deutschen Schwebefähren in Osten und Rendsburg bewältigt die "schnelle Sparte" um Kai Kmuche und Uwe Löwe auf Rennrädern.

Ebenfalls am 17. Mai wird im Yachthafen in Neuhaus ein großes maritimes Fest um die Oste-Traditionsbarkasse "Bärbel" gefeiert. Zwei weitere Veranstaltungen runden das Fährstrassen-Programm ab: Am 10. Mai startet in Neuhaus eine "Schmuggeltour" der Historienbruderschaft der "Lumpenhunde" durch den historischen Hafen, und am 17. Mai wird eine Ausstellung "Norddeutsche Landschaften" im Heimatmuseum Geversdorf eröffnet, wo auch Exponate zur ehemaligen Ostefähre zu sehen sind.

Das komplette Programm der Festdekade steht auf der Website www.2014.oste.de

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Hintergrund

Die im Mai 2004 eröffnete Route hat in den letzten zehn Jahren auch international Anerkennung gefunden. Sie diente schon zweimal eigens nach Deutschland angereisten japanischen Touristikprofis als Vorbild und wird von der Deutschen Zentrale für Tourismus mittlerweile in allen Weltsprachen beworben, darunter Russisch und Chinesisch. Vom mdr-Fernsehpublikum ist die maritime Route auf Platz zwei der "Traumstraßen Deutschlands" gewählt worden, das britische Tourismus-Portal mygermancity.com präsentierte die "German Ferries Route" als "one of Germany’s Top 3 Scenic Routes".

Die Initiative zur Gründung der Ferienstraße ist 2013 u. a. von Bundespräsident Joachim Gauck beim Neujahrsempfang auf Schloss Bellevue sowie durch die Verleihung des Ehrenzeichens des Landkreises Cuxhaven und die Ehrennadel der Gemeinde Osten gewürdigt worden.

Seit ihrer Eröffnung ist der Charakter der 250 Kilometer langen Route allein in Niedersachsen durch viele Osteland-Mitstreiter in Kommunen und Vereinen durch weitere Attraktionen verstärkt worden, darunter durch neue, EU-geförderte Schiffsanleger in der Oste, neue Wohnmobilplätze, eine historische Ausstellung an der Fähre in Brobergen, die Inbetriebnahme der Ostefähre "Püttenhüpper" in Hechthausen, die Welt-Schwebefähren-Infomeile in Hemmoor-Basbeck und die museale Ostener "Fährstuv" in der Samtgemeinde Hemmoor, die Modell-Prahmfähre sowie die Fährmann/Fährgast-Statuen in Oberndorf, maritime Ausstellungen im restaurierten alten Leuchtturm in Balje und im Küstenschifffahrtsmuseum in Wischhafen.

Zurzeit erfolgen die Neugestaltung des Ostener Fährplatzes und der Bau der neuen Fahrradstation im Eingangsbereich des Natureums Niederelbe, dessen maritime Dauerausstellung 2013 völlig neu gestaltet worden ist.

Aus eigenen Mitteln und Spenden privater Sponsoren hat die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. bislang 165.000 Exemplare ihres Gratis-Radwanderführers zur Deutschen Fährstrasse verbreitet, die inzwischen durch den Oste-Radweg Balje -Tostedt bis zur Quellregion im Kreis Harburg erweitert worden ist. Ein neuer Zielgruppen-Flyer bewirbt die "Fährienstraße" als "Straße der Wohnmobile".

Auch in Schleswig-Holstein hat die Einrichtung der Ferienroute Bremervörde - Kiel nachhaltige Folgen bewirkt: Hervorgegangen aus ersten Gesprächen zur Fährstraßen-Gründung 2003 in Madrid mit den Bürgermeistern der Schwebefähren-Gemeinden Rendsburg und Osterrönfeld ist unter anderem eine lebendige Gemeindepartnerschaft zwischen Osten und "O'feld".

In dem mit den Kommunalpolitikern aller Schwebefähren-Kommunen gebildeten "Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren" innerhalb der AG Osteland ist die Welterbe-Initiative entwickelt worden, die insbesondere der bisherige Rendsburger Bürgermeister und neue Kieler Innenminister Andreas Breitner (SPD) vorangetrieben hat. Dem Plan, die noch erhaltenen Schwebefähren durch einen supranationalen Sammelantrag unter Federführung Argentiniens nach dem Vorbild der Schwebefähre in Bilbao ebenfalls zum Welterbe zu erheben, werden mittelfristig gute Chancen eingeräumt.

 

Lasst die Schule im Dorf!

 

"Lobby für die Oste" appelliert an Politiker / Für Einbeziehung in den HVV / Vorstand einstimmig bestätigt / Welterbe-Titel soll die Region stärken

 

25. 3. 2014. Für die Einbeziehung der Region im Zentrum des Elbe-Weser-Dreiecks in den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und gegen die Schliessung dörflicher Grundschulen hat sich einstimmig die Hauptversammlung der rund 550 Mitglieder starken Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. ausgesprochen, die sich als "Lobby für die Oste" versteht.

"In Sorge um die Zukunft des ländlichen Raums beiderseits der Oste" appellierte der gemeinnützige Verein im Oste-Saal des Oste-Hotels in Bremervörde an die Politik, "alle Anstrengungen zu unternehmen, um gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land herzustellen". Dazu zählten die "Erhaltung und Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur einschließlich der ländlichen Grundschulen, falls nötig in der Form eines Grundschulverbundes".

Schulschliessungen müssten nicht nur der Kinder wegen vermieden werden ("Kurze Beine, kurze Wege"), sondern auch im Interesse der Gemeinden ("Stirbt die Schule, stirbt das Dorf"), heißt es in dem von Bert Frisch aus Oberndorf (Landkreis Cuxhaven) eingebrachten Antrag mit dem Titel "Lasst die Schule im Dorf!"

Zur Begründung wird die Position der nordrhein-westfälischen CDU-Landtagsfraktion zitiert: "Schulen sind identitätsstiftend. Die Kommunen brauchen weiter die Möglichkeit, jungen Familien ein Grundschulangebot zu machen. In den kleinen Grundschul-Satelliten (des Grundschulverbundes) darf auch jahrgangsübergreifend unterrichtet werden... Vorfahrt für kleine Grundschulen heißt: Vorfahrt für flexible Lösungen."

Unterstützt wurde der Antrag in der Diskussion auch von den AG-Osteland-Mitgliedern Johannes Schmidt (Hemmoor), zugleich niedersächsischer Landesvorsitzender des Kinderschutzbundes, und von Superintendent Hans-Peter Daub, der im Landkreis Rotenburg als Parteiloser für das Amt des Landrats kandidiert.

Bei den Vorstandswahlen wurden alle Vorstandsmitglieder einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Um die neue Landbewegung und den Wassersport sowie die Obere Oste und den Naturschutz verstärkt in die Vorstandsarbeit einzubeziehen, wählte die Mitgliederversammlung die Transatlantikseglerin Marlene Frisch von der Schulrettungsinitiative Oberndorf (Landkreis Cuxhaven) und den stellvertretenden NABU-Kreisvorsitzenden Hans-Hermann Tiedemann aus Elm (Landkreis Rotenburg) neu in den Vorstand.

Den Hauptvortrag des Abends hielt Rolf Höhmann. Der Darmstädter Industriearchäologe war wegen seiner Verdienste um das nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor kürzlich in Abwesenheit mit dem Oste-Kulturpreis "Goldener Hecht" ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung konnte nun aus den Händen von Sponsor Hans-Hermann Steiger (FEAM - Fonds für Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen, Schneverdingen) entgegennehmen.

Höhmann hat im Auftrag von fünf Schwebefährenkommunen - Osten und Hemmoor sowie Rendsburg und Osterrönfeld und der französischen Stadt Rochefort - die Vorbereitungen für einen gemeinsamen Unesco-Welterbeantrag aller acht noch existierenden Bauwerke dieser Art vorangetrieben, der von Argentinien eingebracht werden soll, das im Herbst das Hundertjährige der Schwebefähre in Buenos Aires feiert.

Eine Verleihung des begehrten Unesco-Titels auch für das überragende Wahrzeichen der Oste würde, so der AG-Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche (Osten), "den denkbar größten Schub für die Tourismusregion" bedeuten.

Experte Höhmann räumte dem bereits vor zehn Jahren von der AG Osteland initiierten Vorstoß mittelfristig gute Aussichten ein, zumal der angestrebte Unesco-Titel bereits 2006 der weltältesten Schwebefähre im spanischen Bilbao zuerkannt worden ist.

Den von der Unesco verlangten "außerordentlichen universellen Wert ("outstanding universal value") bescheinigte Höhmann auch den übrigen sieben noch existierenden Schwebefähren. Und weil sowohl technische Baudenkmale als auch lateinamerikanische Länder unter den bisherigen Welterbestätten stark unterrepräsentiert seien, stiegen die Erfolgschancen eines supranationalen Ergänzungsantrags unter argentinischer Federführung. Allerdings gelte es, zuvor "mit diplomatischem Geschick" bürokratische Hemmnisse - etwa in England und in Wales - auszuräumen.

Im Zentrum der Hauptversammlung stand der Tätigkeitsbericht der Osteland-Vorstandes, der auf ein arbeits- und erfolgreiches Jahr zurückblickte. So lud der Arbeitskreis Blaues Netz Oste um Bernd Jürgens (Hemmoor) erstmals zu einem gemeinsamen Ansegeln der Wassersportler vom Fluss und entwickelte den neuen "Oste-Hafenführer 2014/15".

Das Grüne Netz Oste unternahm unter anderem Exkursionen mit Wanderführer Albertus Lemke (Oberndorf) in die Kranichmoore bei Gnarrenburg (Landkreis Rotenburg) und mit Dr. Clivia Häse und Gerd Michael Heinze an die Ostemündung bei Balje (Landkreis Stade).

Die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische um Wolfgang Schütz feierte ein Störfest in Bremervörde-Elm und nahm auf Schloss Lenzen an der Elbe eine UNO-Auszeichnung für ihr Engagement für die Wiederansiedlung des Störs in der Oste entgegen. Außerdem ist der weltweit nahezu ausgerottete Europäische Stör von den Angler-Spitzenverbänden zum "Fisch des Jahres" 2014 erwählt worden.

Das Projekt Krimiland Kehdingen - Oste um Renate Bölsche organisierte weitere Messestände und Lesungen. Weitere Krimiabende finden im April und Mai auf dem Berthof in Hechthausen-Kleinwörden und in der "Kombüse" in Oberndorf statt, wo der diesjährige Osteland-Kulturpreisträger Axel Roschen (Gnarrenburg) aus seinem neuen Elbe-Weser-Krimi "Regenmoorleichen" liest.

Gute Resonanz gefunden habe auch das Buch "Kunst und Genuss am Ostefluss", das die AG Osteland ebenso herausgegeben hat wie die Schrift "Im Zeichen des Goldenen Hechts" über ehrenamtliches Bürgerengagement in der Flussregion, ein Heft über die deutschen Schwebefähren sowie insgesamt 165.000 Wohnmobilisten- und Radwanderführer für die Deutsche Fährstrasse Bremervörde - Kiel und den Oste-Radweg Tostedt - Balje.

Über die Vorbereitungen der bevorstehenden Festdekade zum Zehnjährigen der Deutschen Fährstrasse berichteten Mitglieder der 30-köpfigen Planungsgruppe. Den Auftakt bildet am Freitag, 9. Mai, ein Konzert der Buxtehuder Musikgruppe "Kaktusblüte" mit Eröffnungsrede der niedersächsischen Tourismus-Staatssekretärin Daniela Behrens im Bremervörder Oste-Hotel, in dem die Route 2004 eröffnet worden war.

Es folgen unter anderem ein "Oste-Fährentag" in Osten, Brobergen und Gräpel, eine von kommunalen Touristikern wie Barbara Norden (Bremervörde) und Michael Johnen (Wingst) mit den ADFC-Tourenleitern Peter und Monika Prüss (Osten) organisierte Fahrrad-Staffeltour Bremervörde - Kiel, eine von Eybe Schönteich (Hemmoor) koordinierte Bus/Schiffsreise Oste - Ostsee - Oslo sowie eine Geschwaderfahrt der Oste-Skipper, die unter anderem Eddy Uhtenwoldt (Wingst) vorbereitet.

Den Abschluss bildet am Sonntag, 18. Mai, das 2. Oste-Shanty-Festival mit sechs Chören von der Deutschen Fährstrasse im alten Hafen von Neuhaus, für das Gerd Drewes (Hemmoor) verantwortlich zeichnet.

Dass vor 10 Jahren ein Dutzend Ostefreunde die Arbeitsgemeinschaft Osteland ins Leben gerufen haben, nahm Albertus Lemke zum Anlass, im Namen der Mitglieder dem "Urgestein" des Vereins zu danken: Jeweils eine große Buddel Aquavit aus Neuhaus überreichte Lemke den Gründungsmitgliedern Hubertus Freiherr von Marschalck (Hechthausen), Johannes Schmidt, Bernd Jürgens und Bernd Brauer (Hemmoor) sowie Carsten Hubert und Renate und Jochen Bölsche (Osten).

Die Sieben hatten gemeinsam mit Horst Ahlf (Osten), Gerald Tielebörger (Wingst), Gunda Wiebusch und Karin Harms (Hemmoor) den Verein im Januar 2004 im "Fährkrug" an der Oste-Schwebefähre ins Leben gerufen.

Die höchste Mitgliederauszeichnung des Vereins, den "Goldenen Fährmann", verlieh in der Hauptversammlung der 2. Vorsitzende Walter Rademacher (Neuhaus) für langjährige ehrenamtliche Arbeit an Gisela Bertholdt aus Hechthausen (Projekt Krimiland), Christel Mix aus Cadenberge (Messen und Märkte), Bernd Brauer und Gerd Drewes aus Hemmoor (Öffentlichkeitsarbeit), Irma und Wilhelm Gerst aus Neuhaus (Radwandern) sowie in Abwesenheit an den Altvorsitzenden Gerald Tielebörger.

Seit der Gründungsversammlung hat sich der Verein zu Deutschlands größter ehrenamtlich geführter Gewässergebietskooperation entwickelt, der mittlerweile 545 Mitglieder angehören, wie Schatzmeister Johannes Schmidt (Hemmoor) und Kassenführer Ewald Romund (Großenwörden) berichteten. Beiden wurde von den Rechnungsprüfern Klaus Meyer (Oberndorf) und Elke Winkelmann (Hemmoor) für sorgfältige und sparsame Kassenführung Anerkennung gezollt.

Die Versammlung, die - in Vertretung des Bremervörder Bürgermeisters Eduard Gummich - mit einem Grußwort von Rolf Hüchting eröffnet worden war, endete mit Dankesworten des 85-jährigen Broberger Ehrenbürgermeisters, ehemaligen Stader Vize-Landrats und Ostepreisträgers Helmut Hudaff: Der AG Osteland habe die Region viel Positives zu verdanken, nicht zuletzt die Mithilfe bei der Rettung der inzwischen nach Hudaff benannten Traditionsfähre in Brobergen, die in diesem Jahr 90 Jahre alt wird.

Am Rande der Veranstaltung begrüßte die AG Osteland Vertreter neu eingetretener korporativer Mitglieder, darunter den Bürgermeister und Deichgrafen Horst Wartner (Kranenburg) vom Deichverband Kehdingen - Oste sowie den 1. Vorsitzenden Stefan Thomann vom Oste-Yacht-Club Bremervörde.

 

Neue Störe für den Fluss 

 

AG Osteland feiert am 7. Mai den "Fisch des Jahres" / Besatzaktion auf der historischen Gräpeler Fähre / Wanderausstellung, Akkordeonmusik und Malwettbewerb / Jedermann kann "Störpate" werden

Stade / Bremervörde / Cuxhaven. Der Versuch, den vor rund 100 Jahren ausgerotteten Europäischen Stör (Acipenser sturio) in der Oste wieder anzusiedeln, wird fortgesetzt. Die diesjährige Besatzaktion des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerkunde und Binnenfischerei soll an der historischen Prahmfähre in Gräpel (Landkreis Stade) am Mittwoch, 7. Mai, ab 11 Uhr stattfinden, wie die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der AG Osteland e. V. mitteilt.

Nach der Begrüßung durch den Estorfer Bürgermeister Hans-Werner Hinck sollen sollen über 150 markierte Jungstöre, in Berlin nachgezüchtet aus dem weltweit letzten Bestand an der südfranzösischen Atlantikküste, in der Oste freigesetzt werden. 

Über die 2009 gestartete Wiederansiedlung des Störs, der zum Fisch des Jahres 2014 erklärt worden ist, informiert die vom AG-Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche (Osten) gestaltete Ausstellung "Die Rückkehr des grauen Riesen", die im Gasthaus "Zum Osteblick" der Familie Plate gezeigt wird. 

Vom Landessportfischerverband Niedersachsen wird die Aktion durch die Herausgabe eines neuen Informationsblattes unterstützt. 

Mit einem Stör-Malwettbewerb sollen in den nächsten Wochen insbesondere die Schulkinder in den Gemeinden entlang der Oste von Bremervörde bis Hechthausen auf das Thema eingestimmt werden, wie Osteland-Vorstandsmitglied Wolfgang Schütz ankündigt. Der "Störvater" ist bereit, im Vorfeld der diesjährigen Besatzaktion in den Schulen über Ausrottung und Rettung des Kaviarfischs zu informieren.

Wie schon bei den Oste-Störfesten der vergangenen Jahre in Oberndorf (Landkreis Cuxhaven) und in Bremervörde-Elm (Landkreis Rotenburg) besteht wieder Gelegenheit, gegen eine Spende eine urkundlich beglaubigte Stör-Patenschaft zu übernehmen.

Über das Störprojekt informiert die Arbeitsgemeinschaft Osteland auf ihrer Website www.oste-stoer.de.

 

Schwebefähren auf dem 
Weg zum Weltkulturerbe

 

Renommierter Fachmann zu Gast bei der AG Osteland / Hauptversammlung mit Neuwahlen in Bremervörde

 

Hemmoor / Bremervörde / Stade. Wie stehen die Chancen, dass die Schwebefähre Osten - Hemmoor, das überragende Wahrzeichen des Ostelandes, von der UNESCO zum Welterbe ernannt wird? Eine kompetente Antwort auf diese Frage gibt ein prominenter Gastredner in der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. am Montag, 24. März, 19.30 Uhr, im Oste-Hotel in Bremervörde: Als Gastredner gewonnen wurde der Darmstädter Denkmalschützer und Diplom-Ingenieur Rolf Höhmann, der laut AG Osteland als internationaler Schwebefähren-Experte Nummer 1 gilt und der kürzlich mit dem Oste-Kulturpreis "Goldener Hecht" in der Kategorie Denkmalschutz ausgezeichnet worden ist.

Schwerpunkt der Hauptversammlung ist - neben der Neuwahl von neun Vorstandsmitgliedern - der Bericht Höhmanns über die Vorbereitung und Koordinierung des supranationalen Sammelantrags, mit der er von den deutschen Schwebefähren-Kommunen Rendsburg, Osterrönfeld, Hemmoor und Osten beauftragt worden ist. Außerdem spricht er über seine Reisen und Recherchen zu den acht letzten Schwebefähren der Welt in Spanien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Argentinien; der Fähre im spanischen Bilbao ist der begehrte Welterbetitel bereits 2006 zuerkannt worden.

In der Jahreshauptversammlung soll dem Industriearchäologen der Goldene Hecht überreicht werden, der ihm beim 10. Tag der Oste im Osteland-Festhaus des Schwebefährendorfes in Abwesenheit verliehen worden war.

Hintergrund:

In der vom Osteland-Vizevorsitzenden Walter Rademacher (Neuhaus) vorgetragenen Laudatio auf den Oste-Preisträger Höhmann hiess es: "Wie kein anderer Denkmalschützer hat der Diplom-Ingenieur Rolf Höhmann durch Bemühungen im In- und Ausland bewirkt, dass die industriegeschichtliche Bedeutung der letzten Schwebefähren der Welt erkannt wird. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, den Antrag auf deren Anerkennung als Weltkulturerbe voranzutreiben.

Ermutigt durch den Weltverband der Schwebefähren und - auf Anregung des seinerzeitigen Rendsburger Bürgermeisters Andreas Breitner - unterstützt unter anderem von den deutschen Fährkommunen Hemmoor, Osten und Osterrönfeld, wirkt der Darmstädter Industriearchäologe seit 2009 daran mit, dass auch in Großbritannien, Frankreich und Argentinien die Voraussetzungen für eine Sammelantragstellung geschaffen werden, um nach dem Vorbild der bereits 2006 ausgezeichneten spanischen Schwebefähre für alle übrigen noch erhaltenen Bauwerke dieser Art den Unesco-Titel zu erwirken.

Basierend u. a. auf den Arbeiten der 2005 mit dem Goldenen Hecht ausgezeichneten Cuxhavener Denkmalschützerin Birgit Greiner hat Rolf Höhmann die Bemühungen fortgesetzt, den von der Unesco verlangten 'außerordentlichen universellen Wert' ('outstanding universal value') auch der Schwebefähre Osten - Hemmoor zu belegen, des überragenden Wahrzeichens des gesamten Ostelandes."


Vorfreude auf neuen 
Krimi von der Oste

 

Literaturpreisträger Axel Roschen liest in Hechthausen, Oberndorf und Gnarrenburg / "Unter heiler Haut" in Kürze auf dem Buchmarkt

 

Hechthausen / Oberndorf / Gnarrenburg. Gerade erst ist Axel Roschen, der Leiter der Bremervörder NABU-Umweltpypamide, für seinen Debütroman ”Mausohrnächte" mit dem Literaturpreis Goldener Hecht der AG Osteland ausgezeichnet worden, da steht die Veröffentlichung seines zweiten Krimis aus dem Elbe-Weser-Dreieck bevor.

Mitte März erscheint "Unter heiler Haut" - und der Autor hat bereits zwei Lesungen an der Unteren Oste zugesagt, wie Renate Bölsche vom Osteland-Projekt "Krimiland Kehdingen-Oste" (www.krimiland.de) mitteilt: Am Mittwoch, 23. April, 19.30 Uhr, kommt Axel Roschen in den Berthof in Kleinwörden bei Hechthausen. Und am Donnerstag, 22. Mai, 19.30 Uhr, liest er in der "Kombüse 53° Nord" in Oberndorf.

Der Fischerhuder Verlag Atelier im Bauernhaus von Osteland-Mitglied Wolf-Dietmar Stock macht bereits neugierig auf den Inhalt des neuen Buchs: "Was ist da los im 'Tauben Moor' zwischen Elbe und Weser? Ein junger Veganer wird vermisst, ein Adler vergiftet, ein schrottreifer Wohnwagen in Brand gesteckt und ein Gänsemastbetrieb aus dem Hinterhalt beschossen... Bald wird klar: Die wichtigste Spur zur Lösung des Rätsels liegt unter der scheinbar unversehrten Oberfläche des Moores verborgen oder, wie Biologen sagen: 'Unter heiler Haut'."

Erstmals vorgestellt wird das neue Buch am Sonnabend 15. März, 20 Uhr, Einlass 19 Uhr, im "Cultimo" in Kuhstedtermoor bei Bremervörde. - Mehr über Roschen und die 52 Regionalkrimis von der Osten und aus Kehdingen steht unter www.krimiland.de.

 

Revierführer soll Skipper 
in das Osteland locken

 

Neue Gratis-Broschüre informiert über Häfen, Brücken und Tide / "Ich bin zwei Flüsse"

 

Zeven / Stade / Cuxhaven. Bereits in 3. Auflage erschienen ist soeben der "Oste-Hafenführer", den die gemeinnützigen AG Osteland wieder kostenlos an der Küste verbreitet, um Sportbootkapitänen und Kanuten das reizvolle, aber noch immer weithin unbekannte Revier nahezubringen.

Das vom AG-Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche (Osten/Oste) zusammengestellte und mit Hilfe der Mitglieder des Blauen Netzes Oste aktualisierte 20-Seiten-Heft informiert über die neuen Kanu-Vorschriften und die Bootsverleiher am reizvollen Oberlauf ebenso wie über die Häfen und die vielen Sehenswürdigkeiten an der Tide-Oste zwischen Bremervörde und Neuhaus.

Unter der Überschrift "Ich bin zwei Flüsse..." weist der reich bebilderte Revierführer auf die beiden jeweils rund 75 km langen Flussabschnitte gänzlich unterschiedlicher Natur unterhalb und oberhalb von Bremervörde hin: "Im Norden fließt die maritime Untere Oste, eingedeicht und von Ebbe und Flut beherrscht, in deren Mündung Seeadler und Seehund heimisch sind - ein ideales Gewässer für Yachten aller Art und Tidenruderer. Im Süden fließt die stille Obere Oste, an der sich Eisvögel und Kraniche beobachten lassen und die über weite Strecken ein wunderbares Revier ist für Kajakfahrer und Kanuten."

Zitiert wird in dem Hafenführer unter anderem der an der Oste lebende Autor Wolfgang Röhl, der den Fluss als "schilfwogend, nordseefrisch, wundergrün" und als "Geheimtipp" preist.

Neu ist in der jüngsten Auflage des Revierführers eine Beilage mit den optimalen Reisezeiten für Skipper aus Richtung Cuxhaven bzw. Hamburg und Wedel. Dieser "Ostelotse" - speziell geeignet für Törns zu Ostern, am 1. Mai, zu Himmelfahrt und zu Pfingsten - ist unter Berücksichtigung der Tidenzeiten für Elbe und Oste von dem Segler-Ehepaar Bert und Marlene Frisch (Oberndorf) entwickelt worden.

Mitgearbeitet haben am "Hafenführer 2014/15" unter anderem Rolf Lückhof und Georg Martens (Neuhaus), Eddy Uhtenwoldt (Oberndorf), Jürgen Hinck (Hemmoor), Dr. Manfred Toborg (Osten), Dietmar Reimers (Großenwörden), Gerhard Reibe und Clemens von Marschalck (Hechthausen), Hubert Vollmers (Brobergen), Karin Plate (Gräpel), Reinhard Mayer (Elm) und Barbara Norden (Bremervörde).

Der Hafenführer 2014/15 ist ab Mitte März in Bootsclubs und  sowie bei der Tourist-Info Am Dobrock (www.wingst.de) und Hemmoor (www.hemmoor.de) kostenlos erhältlich und steht unter www.blaues-netz-oste.de auch zum Download zur Verfügung.

 

Das flache Land  
droht auszubluten 

 

"Lobby für die Oste" beklagt "alarmierende Fehlentwicklungen"  
Freude über Fortschritte im Rad- und Wassertourismus 

 

16. 2. 2014. Für eine Stärkung des ländlichen Raums, der andernfalls auszubluten drohe, hat sich am Sonntag die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. ausgesprochen. Vor 250 Gästen - darunter 16 Landräte und Bürgermeister aus dem Elbe-Weser-Dreieck - warnte der 1. Vorsitzende Jochen Bölsche (Osten) unter anderem vor einer weiteren "Entschulung" der Dörfer auf dem flachen Land im Einzugsbereich der niedersächsischen Oste, des längsten Nebenflusses der Unterelbe. 

In der Festveranstaltung zu seinem zehnjährigen Bestehen bedauerte der gemeinnützige Verein, dessen 530 Mitglieder - darunter 50 Vereine und Kommunen - sich als "Lobby für die Oste" verstehen, dass die Schliessung dörflicher Schulen oft einher gehe mit der Aufgabe von Jugendzentren, Gaststätten, Post- und Verwaltungsaussenstellen. 

Die Vernachlässigung des peripheren ländlichen Raums habe in den letzten Jahrzehnten zu "alarmierenden Fehlentwicklungen" geführt. So zählten Teile des 1800 Quadratkilometer großen Einzugsbereichs der Oste zu den "letzten verkehrsverbundfreien Zonen Deutschlands". Erst in jüngster Zeit scheine aufgrund von Gesprächen zwischen dem Hamburger Senat und der niedersächsischen Landesregierung eine Ausweitung des Tarifgebietes des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) allmählich näherzurücken. 

Ein "Riesenärgernis" sind nach Auffassung der Arbeitsgemeinschaft Osteland die beiden Ostebrücken in Hechthausen (Landkreis Cuxhaven): Der Strassenbrücke drohe Baufälligkeit, die Bahnbrücke sei nach einer kriegsbedingten Sprengung vor fast 70 Jahren nach wie vor nur eingleisig befahrbar. 

Besorgt zeigt sich die Arbeitsgemeinschaft, so Bölsche, über den teilweise "fragwürdigen Umgang mit Natur und Umwelt", der sich in "Vermaisung, Artenschwund, Güllehavarien und Grünlandumbruch" unter anderem am Oberlauf der Oste im Landkreis Rotenburg äußere. 

Erfreulich nennt der Verein in seiner Zehn-Jahres-Bilanz dagegen Fortschritte im Rad- und Wassertourismus im Osteland, das sich von der Quellregion bei Tostedt (Kreis Harburg) über Teile der Kreise Rotenburg und Stade bis zur Mündung bei Neuhaus (Kreis Cuxhaven) erstreckt. 

Eine weitere touristische Belebung der Region im mittleren Drittel des Elbe-Weser-Dreiecks erhoffen sich die Initiatoren von einer Reihe neuer Schiffsanleger am Fluss und von einem derzeit erarbeiteten supranationalen Unesco-Welterbeantrag für die Schwebefähren Osten - Hemmoor und Rendsburg - Osterrönfeld (Schleswig-Holstein). 

Beide Bauwerke sind durch die 2004 eröffnete Deutsche Fährstrasse verbunden, deren zehnjähriges Bestehen die AG Osteland im Mai mit einer Festdekade zwischen Bremervörde und Kiel feiern will. 

 

Oste-Literaturpreis 
für "Mausohrnächte"

 

Bremervörder Biologe mit "Goldenem Hecht"  für Öko-Krimi aus dem Elbe-Weser-Dreieck geehrt /  Sechs weitere "Oste-Oscars" an Preisträger aus Hessen und den Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg

 

17. 2. 2014. Für seinen Öko-Thriller "Mausohrnächte", der im Elbe-Weser-Dreieck angesiedelt ist, ist dem Bremervörder Diplom-Biologen Axel Roschen der Literaturpreis "Goldener Hecht" zuerkannt worden. In sechs weiteren Kategorien des mit insgesamt 3.500 Euro dotierten "Osteland-Kulturpreises" wurden am Sonntag, 16. Februar, beim 10. "Tag der Oste" Männer und Frauen aus Hessen sowie aus den Landkreisen Stade, Cuxhaven und Rotenburg/Wümme ausgezeichnet.

Der Preis, im Volksmund "Oste-Oscar" genannt, wurde im Osteland-Festhaus in Osten/Oste von der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. "für Verdienste um die Oste" vergeben, den längsten Nebenfluss der Niederelbe, dessen Einzugsbereich mit 1800 Quadratkilometern so gross ist wie Hamburg und Berlin zusammen. Schirmherren der Veranstaltung sind die Landräte Kai-Uwe Bielefeld (Cuxhaven), Michael Roesberg (Stade) und Hermann Luttmann (Rotenburg/Wümme).

In der Laudatio auf Roschen, der die Bremervörder NABU-Umweltpyramide leitet, heisst es: "In seinem 300-seitigen Debütroman "Mausohrnächte" verknüpft der Gnarrenburger Diplom-Biologe auf überaus spannende und unterhaltsame Weise seine wissenschaftlichen Erkenntnisse über gefährdete Fledermausarten im Elbe-Weser-Dreieck mit zeitgeschichtlichem Geschehen unter anderem in seiner Heimatregion am Oste-Hamme-Kanal."

Mit der Kategorie Denkmalschutz ausgezeichnet wurde der Darmstädter Industriearchäologe Rolf Höhmann, der den Preis im März in der Hauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft Osteland entgegennehmen wird, wo er einen Festvortrag über die letzten deutschen Schwebefähren an der Oste und in Rendsburg halten wird. "Wie kein anderer Denkmalschützer hat der Diplom-Ingenieur Rolf Höhmann durch Bemühungen im In- und Ausland bewirkt, dass die industriegeschichtliche Bedeutung der letzten Schwebefähren der Welt erkannt wird. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, den Antrag auf deren Anerkennung als Weltkulturerbe voranzutreiben," urteilt die AG Osteland.

Der Kunstpreis ging an die Fotografin Gundula Ida Gäntgen aus Hechthausen (Kreis Cuxhaven): "Seit den Neunziger Jahren ist die gelernte Fotografin Schöpferin beeindruckender Landschaftsaufnahmen, vorzugsweise von der Unteren Oste, aber auch von der Niederelbe und vielen reizvollen Plätzen am Oste-Radweg und an der Deutschen Fährstrasse Bremervörde - Kiel." In der Kategorie Medien wurde der Preis dem Filmemacher Claus List aus Freiburg (Kreis Stade) für dessen am Sonntag uraufgeführten Film "Menschen am Fluss - ein Sommerausflug entlang der Oste" zuerkannt.

Den Tourismus-Preis nahm Dr. Clivia Häse aus Balje (Kreis Stade) entgegen: "Unter der Verantwortung der Küstenforscherin und Ökologin, die seit 2010 Geschäftsführerin des Natureum Niederelbe ist, entwickelt sich das Naturkundemuseum in der Ostemündung weiter zu einer wichtigen touristischen Attraktion, die den Besuchern eine einzigartige Verbindung von Wissensvermittlung, Naturerlebnis und Freizeitvergnügen bietet. Mit dem Umbau des Küstenmuseums im Winter 2012/2013, den Dr. Häse mit Professionalität und Beharrlichkeit vorangetrieben hat, sind die Elbmündung und auch die Oste verstärkt in den Fokus gerückt worden. Die museumsdidaktisch reizvolle, völlig neu gestaltete Dauerausstellung 'Lebensader Elbstrom – Brücke zwischen den Welten' führt mit modernen Elementen und interaktiven Stationen die Bedeutung der Wasserstraße für den Seehandel, aber auch für Zugvögel und Wanderfische wie Stör und Lachs vor Augen."

Der Naturschutzpreis wurde Martina Leitner aus Gnarrenburg (Landkreis Rotenburg) für die "Bürgerinitiative zum Erhalt unserer Moore und die Zukunft unserer Dörfer" zuerkannt: "Martina Leitner und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben es in weniger als einem Jahr erreicht, durch beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement wichtige Weichenstellungen für die Zukunft der Region zwischen Oste und Teufelsmoor zu bewirken. Mit Geschick und Beharrlichkeit, erfolgreicher Öffentlichkeitsarbeit und den Unterschriften von über 3000 Unterstützern haben sie erreicht, dass sich der Raum Gnarrenburg - bislang ein "Vorranggebiet" für Torfabbau - zu einer "Modellregion" entwickelt werden soll."

Der Sonderpreis Jugend ging an die Crew des Jugendwanderkutters aus Oberndorf (Landkreis Cuxhaven): "Unter Beteiligung Oberndorfer Jugendlicher ist es einem Team von Ostefreunden um Petra Reese und Harald Säland, unterstützt durch Bürgermeister Detlef Horeis und beraten durch den Nautiker Fred Dobrinkat, gelungen, den traditionsreichen gemeindeeigenen Jugendwanderkutter "Onkel Ernst" nach jahrelangem Garagenschlaf zu reaktivieren. Auf diese Weise ist das Leben auf dem Fluss wieder durch einen lange Zeit verkannten Bootstyp bereichert worden, der von Experten als "marinehistorische Rarität", als "echter Oldtimer" und als "liebenswerter Saurier" geschätzt wird," heisst es in der Laudatio.

Der Kulturpreis "Goldener Hecht", benannt nach einer Sage aus der Region, wurde erstmals 2005 vergeben. Die Preisgelder in Höhe von bislang rund 35.000 Euro werden von Sponsoren aus der Region entlang der Oste aufgebracht. Porträts der rund 70 bislang mit dem "Oste-Oscar" ausgezeichneten Preisträger enthält das am Wochenende erschienene Buch "Im Zeichen des Goldenen Hechts", das der Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche verfasst hat (Verlag Druckpartner, Hemmoor, 80 Seiten, 6 Euro).

Alle Preisträger, alle Preisreden: www.tag.der.oste.de

 

"Straße der Wohnmobile" 
von der Vörde zur Förde

 

AG Osteland wirbt auf Reisemessen / Traditionsfähren und Traumschiffe zum Greifen nahe / Rund dreißig Plätze zwischen Bremervörde und Kiel

 

4. 2. 2014. Als ideales Revier für Wohnmobilisten wird zurzeit auf der Hamburger Reisemesse und bei ähnlichen Anlässen das Land an Oste, Niederelbe und Nord-Ostsee-Kanal beworben. Ein neues Info-Blatt der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. präsentiert die 260 Kilometer lange Autoroute der 2004 in Niedersachsen und Schleswig-Holstein eröffneten Deutschen Fährstrasse als "Strasse der Wohnmobile".

Auf mittlerweile fast 30 Plätzen - darunter viele mit Bestnoten - zwischen dem Vörder Land und der Kieler Förde lassen sich "frohe Fährien im frischen Norden" verbringen, versprechen AG-Osteland-Vize Walter Rademacher und der Dobrocker Samtgemeinde-Touristiker Michael Johnen, die das von Gerald Bruns (Neuhaus) gestaltete Faltblatt gemeinsam mit Fremdenverkehrsexperten in Niedersachsen und Schleswig-Holstein entwickelt haben.

Das Titelbild zeigt stellvertretend für die vielen neuen Wohnmobilplätze an der stillen Oste, zum Beispiel in Großenwörden, Oberndorf und Neuhaus, die idyllisch gelegene Anlage unmittelbar neben der historischen Prahmfähre in Gräpel (Landkreis Stade), die noch auf den klassischen Ruf "Fährmann, hol öber"den Fluss überquert.

Geworben wird unter dem Motto "Mit 17 Fähren musst du fahr'n, über 13 Brücken musst zu geh'n" aber auch für Wohnmobilplätze unweit der 105 Jahre alten, für das Unesco-Welterbe vorgeschlagenen Schwebefähre Osten - Hemmoor sowie an der Elbfähre Glückstadt - Wischhafen; sie stellt die Verbindung her zwischen dem niedersächsischen und dem schleswig-holsteinischen Teil der länderübergreifenden Route.

Neben der faszinierenden Elbmündung wird insbesondere der 98 Kilometer lange Nord-Ostsee-Kanal empfohlen: Für die Nutzer von Plätzen an der meistbefahrenen Schifffahrtsstraße der Welt sind die "Traumschiffe zum Greifen nahe".

Entlang der gesamten Erlebnisroute können - wie in Kiel, Brunsbüttel und Wischhafen - maritime Museen besucht und insbesondere "alle Möglichkeiten erfahren werden, die der Mensch je erfahren hat, ein Gewässer zu queren: Furt, Tunnel, Fähren und Brücken aller Art". Den krönenden Abschluss bietet die Landeshauptstadt Kiel mit der skurrilen Hörnbrücke und den gigantischen "Kreuzfährschiffen" auf Skandinavienkurs.

Auch nach Süden lässt sich die Route leicht verlängern. Das Faltblatt verweist auf detaillierten Web-Angaben zu diversen Stellplätzen am Oberlauf der Oste im Landkreis Rotenburg/Wümme (www.tourow.de).

Weitere Informationen über die Deutsche Fährstrasse (auch über deren Fahrrad- und Wassersport-Route) bietet die Website www.deutsche-faehrstrasse.de. Das Wohnmobil-Faltblatt kann über www.wingst.de (Service / Prospektbestellung) angefordert werden.

 

Ein Oste-Oscar auch 
von David McAllister

 

Zum zehntenmal Verleihung des "Goldenen Hechts" / Buch- und Filmpremiere im Ostener "Osteland-Festhaus"

 

30. 1. 2014. Zu den Sponsoren zählt in diesem Jahr auch David McAllister: Niedersachsens Ex-Ministerpräsident hat einen der sieben "Goldenen Hechte" gestiftet, die alljährlich im Frühjahr als Oste-Kulturpreis für Verdienste um die Region beiderseits des längsten Nebenflusses der Niederelbe verliehen werden.

Die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., die 2004 in Osten gegründet worden ist, bietet über 200 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und Vereinsleben am Sonntag, 16. Februar, ab 10 Uhr, im 
Osteland-Festhaus des Schwebefährendorfs ein Jubiläumsprogramm: Bereits zum zehnten Mal wird dann unter der Schirmherrschaft der Landräte der Oste-Landkreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg/Wümme der mit insgesamt 3.500 Euro dotierte und in sieben Kategorien vergebene Preis verliehen.

Zwischen Sektempfang und dem traditionellen Fischessen wird der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert, eines der elf Gründungsmitglieder der AG Osteland, an die Entstehung der inzwischen über 530 Mitglieder umfassenden "Lobby für die Oste" vor zehn Jahren erinnern.

Auf dem Programm, das wieder von der Hamburger Gruppe "Jazz-Duo & Friends" musikalisch umrahmt wird, stehen neben der Beamer-Präsentation "Zehn Jahre für die Oste in 100 bewegenden Bildern" zwei Premieren.

Die Besucher der Matinee erleben die Uraufführung des 45-minütigen Films "Ein Sommerausflug entlang der Oste" von Claus List (Freiburg/Bremervörde) und die Präsentation einer neuen Osteland-Veröffentlichung mit dem Titel "Im Zeichen des Goldenen Hechts" (Erstverkaufstag 16. Februar, 90 Seiten, 6 Euro, Verlag Druckpartner Hemmoor, ISBN 978-3-9808377-6-7).

Darin dokumentiert der AG-Osteland-Vorsitzende und Journalist Jochen Bölsche (Osten) das beharrliche Bürgerengagement für die abgelegene ländliche Region am längsten Nebenfluss der Niederelbe und insbesondere die Arbeit der AG Osteland, der unter anderem  auch 50 Samtgemeinden und Gemeinden, Vereine und Verbände angehören.

Als "Erfolgsgeschichte, womöglich mit Modellcharakter", wird darin die Arbeit des Vereins beschrieben, der sich mittlerweile zu Deutschlands größter ehrenamtlich geführter Flussgebietskooperation entwickelt hat: "Mit auf den Weg gebracht haben mehr als 500 ehrenamtliche Mitstreiter unter anderem die Wiedereinbürgerung des ausgerotteten Kaviarfischs Stör, einen Unesco-Welterbeantrag für den 'Eiffelturm des Nordens', die Schwebefähre über der Oste, und das Literaturprojekt Krimiland Kehdingen-Oste."

Porträtiert werden in dem Buch auch die rund 80 Mitglieder der "Ehrenlegion des Ostelandes", die zwischen 2005 und 2014 mit dem Ostekulturpreis - im Volksmund "Oste-Oscar" genannt - ausgezeichnet worden sind.

Über die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger wird bis zum "Tag der Oste" wie üblich Stillschweigen bewahrt. Bei der AG Osteland ist nur zu erfahren, dass je zwei Goldene Hechte in die Kreise Rotenburg, Stade und Cuxhaven gehen, ein weiterer Preisträger lebt außerhalb Niedersachsens.

Kein Geheimnis macht Osteland-Schatzmeister Johannes Schmidt (Hemmoor) aus den Namen der Stifter: Sponsoren sind in diesem Jahr außer David McAllister die Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln, die Norddeutsche FEAM (Schneverdingen), die Kanzlei Zeeck, Rehm & Zeeck (Cadenberge), die Unternehmergemeinschaft Hemmoor, die Elbfähre Glückstadt-Wischhafen sowie die Osteland-Mitglieder Johanna Milan (Hemmoor) und Henning Kuhne (Oberndorf).

Gut einen Monat nach dem 10. Tag der Oste folgt am Montag, 24. März, 19.30 Uhr, im Oste-Hotel in Bremervörde die Jahreshauptversammlung der AG Osteland. Vom 9. bis zum 18. Mai feiert der Verein das zehnjährige Bestehen der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel. 


Fluss-Lobby feiert Jubiläum

 

Zehn Jahre AG Osteland und Deutsche Fährstraße / Verein plant Feste "von der Vörde über die Förde zum Fjord" / Im Februar wieder Verleihung der "Oste-Oscars" / Zukunft des Landlebens bereitet Sorgen

 

14. 1. 2014. . Die Oberndorfer "Kombüse 53° Nord" servierte dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V. zur Feier des Tages heimischen Lachs mit Zutaten aus den Ortsteilen Hasenfleet und Ahrensflucht. Anlass: Vor zehn Jahren hatten elf Ostefreunde im Ostener "Fährkrug" die "Lobby für die Oste" gegründet, die sich mittlerweile zu Deutschlands größter ehrenamtlich geführter Flussgebietskooperation mit 530 Mitgliedern aus den Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg entwickelt hat, darunter mehr als 50 Samtgemeinden, Gemeinden, Vereine und Verbände.

Zum Start ins Jubiläumsjahr wurden die Vorstandsmitglieder Renate Bölsche, Johannes Schmidt und Bernd Jürgens, die ebenso wie Vorsitzender Jochen Bölsche dem Verein seit der Gründungsversammlung angehören, mit der Ehrennadel "Goldener Fährmann" ausgezeichnet.

Weit gediehen sind die Planungen für das Festjahr, an denen ein rund 30-köpfiges Team beteiligt ist, das sich Ende letzten Jahres konstituiert hat. Im Mittelpunkt steht das Jubiläum der von der AG Osteland konzipierten und im Mai 2004 eröffneten Deutschen Fährstrasse Bremervörde - Kiel. Gefeiert werden soll unter dem Motto "Zehn Jahre - zehn Tage - zehn tolle Touren" an rund 50 Gewässerquerungen und maritimen Sehenswürdigkeiten zwischen der "Vörde" (Furt) in Bremervörde und der Kieler Förde. Sogar ein Abstecher zum Oslo-Fjord ist geplant.

Einen Tag nach der Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 9. Mai, im Bremervörder Oste-Hotel beginnt ein Geschwadertörn mit Booten diverser Wassersportclubs in Richtung Kiel. Am Sonnabend, 10. Mai, laden die Schwebefähre in Osten und die Prahmfähren in Gräpel und Brobergen gemeinsam zum "Oste-Fähren-Tag".

Am Montag, 12. Mai, können auf Anregung der Bremervörder Touristiker Benjamin Bünning und Barbara Norden Radfahrer aus der Region zu einer fünfteiligen Staffelfahrt nach Gräpel, Hechthausen, Osten, Oberndorf und Neuhaus starten. Der ADFC Cuxhaven setzt die Tour unter der Leitung von Peter und Monika Prüss (Osten) fort über Glückstadt, Burg/Dithmarschen und Rendsburg, wo Aktive vom OTSV Osterrönfeld sie am 20. Mai in Kiel abschließen.

Auf dem Jubiläumsprogramm stehen weiter Schiffstouren mit dem Oste-Oldtimer "Mocambo", Wanderungen und Rundgänge zum Beispiel mit der Neuhäuser Historienbruderschaft "Lumpenhunde", eine Fähren-Ausstellung des Heimatvereins Geversdorf und etliche weitere Radtouren an der "Fährienstraße".

Tourenleiter sind Albertus Lemke (TSV Oberndorf), Ilse von Lacroix und Erhard Suhr (ADFC Stade) sowie Dieter Tiedemann (Radsport Hemmoor). Die Rennradsparte des RS Hemmoor unter der Leitung von Kai Kmuche und Uwe Löwe plant sogar ein Schwebefähren-Radrennen über 110 Kilometer "von Lady zu Lady": von der "Eisernen Lady" zwischen Rendsburg und Osterrönfeld bis zur "Schwesterfähre" Osten - Hemmoor.

Der Shantychor Hemmoor/Lamstedt offeriert die weiteste Tour auf der "Fährienstraße" - und darüber hinaus: Rund 60 Sänger und Fans verlängern bei einer dreitägigen Bus-Schiffstour die maritime Route aus Anlass des Jubiläums mit Hilfe eines norwegischen "Kreuzfährschiffs" bis in den Oslo-Fjord; am Start- bzw. Endpunkt der Route, am Kieler Fährhafen, und auf der "Color Fantasy" sind Gastauftritte der Sänger vorgesehen.

Nach der Rückkehr planen die Chorleiter Rainer Kupke und Gerd Drewes für Sonntag, 18. Mai,ein Shanty-Festival an der Oste mit Gastchören von der gesamten Deutschen Fährstraße. Über den aktuellen Planungsstand für die Fährstrassen-Festdekade informiert die Osteland-Website www.2014.oste.de.

Bereits für Montag, 24. März, 19.30 Uhr, lädt die AG Osteland zu ihrer Jahreshauptversammlung ins Bremervörder Oste-Hotel. Auf der Tagesordnung steht neben Neuwahlen unter anderem ein Vortrag des Darmstädter Dipl.-Ing. Rolf Höhmann. Im Auftrag in- und ausländischer Schwebefährenstädte erarbeitet der Industriearchäologe den supranationalen Sammelantrag auf Verleihung des Unesco-Welterbetitels an die rund 100 Jahre alten maritimen Baudenkmäler in Argentinien, Grossbritannien, Frankreich und Deutschland.

Einen besonderen Höhepunkt bietet rund einen Monat vorher, am 16. Februar, 10 Uhr, der 10. "Tag der Oste" im Ostener "Osteland-Festhaus". Neben der alljährlich mit Spannung erwarteten Verleihung des mit insgesamt 3500 Euro dotierten Ostekulturpreises "Der Goldene Hecht", genannt "Oste-Oscar", steht eine Uraufführung auf dem Programm: Premiere hat der 45-minütige Ostefilm "Menschen am Fluss" des ehemaligen Lamstedter Schulleiters Claus List.

Vor rund 300 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur wird der Osteland-Vorstand außerdem in seinem traditionellen Jahresbericht positive Entwicklungen, aber auch Besorgnis erregende Tendenzen im Osteland ansprechen - vom drohenden Ärztemangel über die mangelhafte Verkehrsanbindung der Region bis zur Gefährdung einer kindgerechten Schulstruktur im ländlichen Raum.

 

Proteststurm gegen  
Einsparversuche 

 

3. 12. 2013. Während Meteorologen Orkanwarnungen für Norddeutschland verbreiteten, erlebten Behördenvertreter am Dienstag im Hemmoorer Rathaussaal einen Proteststurm: Zwei Dutzend Vertreter von Sport- und Berufsschifffahrt sowie der Fischerei entlang  der Tide-Oste zwischen Bremervörde und der Mündung bei Balje waren vom Kreis Cuxhaven zu einem Informationsgespräch eingeladen worden. Heiß umstrittenes Thema: eine 
vorgesehene "Änderung im Betrieb der Brücken hinsichtlich der Besetztzeiten". 

  Während sich Behördenvertreter von einem zeitweisen Ersatz der Brückenwärter-Präsenz durch eine 
  Rufbereitschaft Einsparungen erhoffen, fürchten Wassersportler, aber auch "Mocambo"-Kapitän Caspar 
  Bingemer (Oberndorf) und "Ostetal"-Berufsfischer Walter Zeeck (Geversdorf) eine erschwerten Zugang zur 
  Oste und damit eine Attraktivitätsminderung für das Revier - mit Auswirkungen bis hinauf nach 
  Bremervörde. 

 Schon jetzt sei die Oste aufgrund einer Untiefe in Mündungsnähe, des Sperrwerks bei Neuhaus und der 
 Klappbrücken in Geversdorf und Oberndorf für Gastschiffe zeitweise nicht leicht erreichbar. Jede weitere 
 Beeinträchtigung des Zugangs etwa durch Anmelde- und Wartezeiten sei - auch angesichts fehlender 
 Warteschlengel und Informationstafeln sowie der Funklöcher zwischen den Deichen - "nicht hinnehmbar", 
 erklärte Bernd Jürgens (Hemmoor) vom "Blauen Netz Oste", dem Arbeitskreis Schifffahrt und Gewässer der 
 AG Osteland. 

 Die rückläufige Zahl der Wassertouristen auch auf der Oste erfordere statt Einschränkung der 
 Passierbarkeit - ganz im Gegenteil - mehr Service, mehr Information und mehr Werbung für die 
 Flussregion, meint die AG Osteland, die schon im Frühjahr Sparmaßnahmen auf Kosten des Wassertourismus 
als  Schildbürgerstreich bezeichnet hatte. 

  Als "kompliziert" gelte die Oste vielen auswärtigen Seglern schon jetzt, warnte Bert Frisch (Oberndorf), 
  Beiratsvorsitzender des Vereins "Transocean", davor, "die Dinge noch weiter zu komplizieren". Dr. Manfred 
  Toborg vom Vorstand des Wassersportclubs Osten (WSCO) bestätigte, er habe "solche Schwierigkeiten mit 
  Brücken wie an der Oste noch nie erlebt", obwohl er "weltweit rumgesegelt" sei. 

  Vertreter verschiedener Vereine warnten davor, um tatsächlicher oder vermeintlicher Einsparungen willen neue 
  "Nadelöhre" zu schaffen. Damit würden die in den letzten Jahren erkämpften Millionen-Investitionen von EU 
  und Kommunen entwertet, mit denen neue Schiffsanleger in Balje, Oberndorf, Osten, Großenwörden, 
  Hechthausen-Klint, Brobergen und demnächst Kranenburg (ab Mai 2014) geschaffen worden sind. 

  Wenn Wassersportler künftig einfacher zu erreichende Reviere bevorzugten, hätte dies nicht nur für die 
  Flussgastronomie, sondern auch für die Vereine schmerzliche Folgen. Die heimischen Wassersportler 
  nämlich haben mit erheblichem Aufwand neue Sanitärgebäude (Geversdorf) und Tourismusstege 
  (Oberndorf) gebaut. Viele sind wie die Neuhäuser Segler auf die Einnahmen von Gastliegern angewiesen, um 
  etwa die regelmäßig anfallenden Baggerarbeiten vornehmen zu können. 

  Zugunsten erhoffter Einsparungen in einem Behörden-Teilhaushalt drohe darüber hinaus auch jahrelang 
  erbrachtes ehrenamtliches Engagement konterkariert zu werden. Als Beispiel genannt wurden von den Vereinen 
  geschalteten Annoncen in Skippermagazinen oder die spendenfinanzierten Osteland-Werbeaktionen mit 
  Flaggen ("Lust auf Osteland") und auf Stellwänden ("Der Fluss, der alles hat") sowie mit insgesamt rund 
  150.000 "Oste-Hafenführern" und Faltblättern über die "Blaue Route" der Deutschen Fährstraße 
  zwischen Oste und Ostsee. 

 AG-Osteland-Vize und Wasserbau-Ingenieur Walter Rademacher (Neuhaus) und Wassersportler wie Eddy 
  Uhtenwoldt und Eybe Schönteich von der Segler-Gemeinschaft Oberndorf (SGO) kritisierten, dass die 
  Möglichkeit langfristiger Einsparungen durch eine Fernbedienbarkeit der Klappbrücken nach dem Vorbild 
  Dutzender in- und ausländischer Flüsse offenbar nicht ernsthaft erwogen und geprüft worden sei. 

  Angesichts dieser Umstände seien die behördlichen Absichten für die Vereine nicht akzeptabel, erklärte Jürgen 
  Hinck, Vorsitzender der Segler-Vereinigung Oste Hemmoor (SVOH): "Freiwillig werden wir unsere Seele 
  und unsere Osteheimat nicht verkaufen." 

  Der Hemmoorer Samtgemeinde-Bürgermeister, Oberdeichgrefe und Kreispolitiker Hans Wilhelm Saul (SPD) 
  erklärte dazu, er teile die Sorgen der Wassersportler. Er kündigte an, das hannoversche Wirtschaftsministerium 
  einzuschalten, das für eine Stärkung des Wassertourismus eintritt. 

  Außerdem will Saul sich im Kreistag dafür einzusetzen, dass der besonders teure Geversdorfer 
  Brückenbetrieb unter Beibehaltung der bewährten Öffnungskonditionen ausgeschrieben und 
  gegebenenfalls an einen günstigeren Anbieter neu vergeben wird. Diese Vorgehensweise, die nun von der 
  Verwaltung geprüft werden soll, fand auch die Zustimmung der Vereinsvertreter. 

 


Grünes Netz präsentiert 
"Juwelen" an der Oste

Naturschutzprojekte am Fluss finden internationale Anerkennung / Unterstützung für Gnarrenburger Moorschutz-Initiative

30. 11. 2013. Natur- und Umweltschutzprojekte und -initiativen an der Oste haben in jüngster Zeit viel Anerkennung gefunden, bis hin zur UNO. Das war Anlass für das "Grüne Netz Oste", den Arbeitskreis Natur- und Umweltschutz der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland, bei einem Workshop in Bremervörde-Elm (Landkreis Rotenburg) einem Fachpublikum einige der weithin geschätzten "Juwelen" vom Fluss vorzustellen.

Vor zwei Dutzend Vertretern von Naturschutzorganisationen und -institutionen zwischen der Quellregion bei Tostedt (Landkreis Harburg) und der Mündung bei Balje (Landkreis Stade) berichtete Wolfgang Schütz aus Osten (Landkreis Cuxhaven), Sprecher des Arbeitskreises Wanderfische Oste, in "Schomakers Landgasthof" über die Bemühungen um Wiederansiedlung des vor rund 100 Jahren ausgerotteten Europäischen Störs.

Die Wiedereinbürgerung des Kaviarfischs insbesondere in der Oste finde, so Schütz, weit über die Region hinaus zunehmend Beachtung: Sie sind im September als "Beispielprojekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt" ausgezeichnet worden. Der Stör selber wurde mittlerweile zum "Fisch des Jahres 2014" ausgerufen (wir berichteten).

Anerkennung zollte das Grüne Netz, das sich als kreis- und verbandsübergreifende Interessenvertretung des Naturschutzes im Oste-Einzugsbereich versteht, dem NLWKN, der Gemeinde Sittensen und den Unterhaltungsverbänden an der Oberen und Unteren Oste: Sie alle haben unter anderem mit dem Bau von Sohlgleiten und Fischtreppen dazu beigetragen, den längsten Nebenfluss der Niederelbe den Bedürfnissen von Lachs, Stör und Meerforelle anzupassen.

Wolfgang Schütz und der Zevener Artenschutz-Pionier und "Lachsvater" Ernst Peters gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass bald auch das Bremervörder Wehr, die allerletzte Barriere im Flusslauf, möglichst bald wanderfischgerecht gestaltet wird.

Überregionaler Anerkennung erfreuen kann sich auch eine weitere Hauptreferentin des Abends, Dr. Clivia Häse, Geschäftsführerin des Natureums Niederelbe an der Ostemündung in Balje: Die im Frühjahr eröffnete faszinierende neue Natureum-Dauerausstellung "Lebensader Elbstrom" ist von der Deutschen Unesco-Kommission als Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet worden.

Über eine enorme Vielfalt an Angeboten als Freizeitziel und außerschulischer Lernort, die das Natureum bietet, informierte Dr. Häse mit einer Beamer-Schau über die Dauer- und Sonderaustellungen, den Küstenzoo und den Küstenpark sowie die Schiffstouren zu den nahen Seehundbänken.

Besonders erfreulich ist aus Sicht der AG Osteland, dass das Natureum - neben der Bremervörder NABU-Umweltpyramide einer der "Glanzpunkte der Umweltpädagogik an der Oste" - vom nächsten Jahr an über einen neuen Eingangs- und Erlebnisbereich mit Fahrradstation verfügen wird, der auch die Attraktivität des dort beginnenden bzw. endenden Oste-Radwegs Tostedt - Balje weiter steigern wird.

Als Sprecher der "zurzeit wohl erfolgreichsten niedersächsischen Bürgerinitiative" begrüßt wurde beim Grünen Netz die Gnarrenburgerin Martina Leitner und ihre Mitstreiter. Die von über 3000 Bürgern zwischen Oste und Teufelsmoor unterstützte "BI für den Erhalt der Moore und die Zukunft der Dörfer" habe mit Beharrlichkeit, aber auch Verbindlichkeit wichtige Weichenstellungen für die Region ermöglicht.

So gab die Initiative nach Gesprächen in Hannover mit Umweltminister Stephan Wenzel und Agrarminister Christan Meyer den Anstoss für eine mit Kreis- und Gemeindepolitikern und weiteren Akteuren abgestimmte "Gnarrenburger Erklärung". Darin wird anstelle des bisherigen Vorranggebietes für Torfabbau eine "Modellregion" anstrebt - ein Konzept, das auch von der AG Osteland unterstützt wird.

Dort sollen nach den Vorstellungen der Initiatoren neben extensiver und intensiver Landwirtschaft sowie sanftem Tourismus auch die Torfabbauunternehmen, eingebunden in ein sozial- und naturverträgliches Gesamtkonzept, ihren Platz finden. Auf eine im bayrischen Frankenwald gelungene vorbildliche Mischung aus Landschaftspflege und sanftem Tourismus konnte anschließend der Klenkendorfer Ortsbürgermeister Johann Steffens berichten.

Zu Beginn des Workshops war über das neu erschienene Osteland-Buch mit dem Titel "Kunst und Genuss am Ostefluss" informiert worden, das der naturverträglichen Herstellung regionaler Nahrungsmittel gewidmet ist.

An den jüngsten Veranstaltungen des Grünen Netzes, drei Exkursionen zur Vogelzug-Beobachtung an der Ostemündung und in die Kranichreviere am Rande des Teufelsmoors, haben insgesamt 160 Ostefreunde teilgenommen. Für die Organisation dieser "Touren in die Natur", die im Frühjahr fortgesetzt werden sollen, dankte AG-Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche den Mitgliedern Gerd-Michael Heinze (Osten), Clivia Häse (Wingst), Albertus Lemke (Oberndorf), Hans-Hermann Tiedemann (Elm) und Frauke Klemme (Gnarrenburg) sowie Axel Roschen von der Umweltpyramide Bremervörde.

Bei dem Workshop vertreten waren unter anderem der Naturschutzbund Bremervörde-Zeven, die Bürgerinitiative gegen die Deponie Haaßel (Samtgemeinde Selsingen), das Netzwerk Sauberes Trinkwasser (Samtgemeinde Sittensen), der Ostepachtverband (Samtgemeinde Hemmoor) und das Waldmuseums Wingst (Samtgemeinde Am Dobrock), das jüngst von der Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen als "Projekt des Monats" ausgezeichnet worden ist.

Web-Tipps:

www.osteland.de 
www.natureum-niederelbe.de 
www.oste-stoer.de 
www.moorschutz-gnarrenburg.de

 



Osteland feiert zehn 
Jahre "frohe Fährien"

Dreißigköpfiges Planungsteam aufgestellt -  Buntes Programm zu Wasser und zu Lande -  Oste-Fähren-Tag und Shantychor-Treffen -  "Zehn Jahre, zehn Tage, zehn Touren"

13. 11. 2013. Vertreter aus Touristik, Kultur, Naturschutz und Sport aus den Oste-Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg sowie aus Schleswig-Holstein planen für die Zeit vom 9. bis zum 18. Mai 2014 eine bunte Veranstaltungsreihe zum zehnjährigen Bestehen der rund 250 Kilometer langenDeutschen Fährstrasse Bremervörde - Kiel, deren Slogan seit dem Frühsommer 2004 "frohe Fährien im frischen Norden" verspricht.

Auf Einladung des Trägers der Route, der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. unter Vorsitz von Jochen Bölsche, hat sich im Ostener Gasthaus "Zum Alten Amtsgericht" ein dreißigköpfiges Planungsteam konstituiert, das im Mai gemäß dem Motto "Zehn Jahre, zehn Tage, zehn Touren" zeigen will, auf welch vielfältige Weise sich die sogenannte Blaue, Rote und Grüne Route der "Fährienstraße" nutzen lassen. 

Einbezogen in die Planungen ist auch der 2011 konzipierte Oste-Radweg von der Quellregion bei Tostedt (Kreis Harburg) bis zur Mündung bei Balje.

Geplant sind entlang der Strecke, die der Geschichte der Gewässerquerungen - von Furt über Brücke, Fähre und Tunnel bis zum Hochseeschiff - gewidmet ist, vielerlei Angebote: Deichwanderungen, Rad- und Rikscha-Touren, Bus- und Bahnausflüge sowie der Einsatz verschiedenster Wasserfahrzeuge vom Kanu bis zu den "Kreuzfährschiffen", die den Endpunkt der Route, den Kieler Fährhafen, mit dem Oslo-Fjord verbinden.

Zu einem gemeinsamen "Oste-Fähren-Tag" am Sonnabend, 10. Mai, werden die Fährenbetreiber am Fluss einladen, wie Initiator Karl-Heinz Brinkmann von der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor ankündigt.

Die Prahmfähre "Helmut Hudaff" in Brobergen (Kreis Stade) hat besonderen Grund zum Feiern: Sie wird 2014, so Fährvereinsvorsitzender Günther Schimkatis, 90 Jahre alt. 

Für das Hechthausener Fähr- und Naturerkundungsboot "Püttenhüpper" steht voraussichtlich rechtzeitig zum Fährstrassen-Jubiläum eine neue Anlegestelle in Kranenburg zur Verfügung.

Eine Neuauflage finden soll im Mai das norddeutsche Shantychor-Treffen, das erstmals im "Jahr der Oste" 2009 in Hemmoor-Schwarzenhütten mit sechs Gastchören stattgefunden hat. Auftritte plant der Shantychor Hemmoor, wie Chorleiter Gerd Drewes ankündigte, auch auf einer Seereise vom 14. bis 16. Mai mit dem Fährschiff "Color Fantasy" nach Norwegen.

Mit speziellen Angeboten unter anderem der Gästeführer der Historienbruderschaft "Lumpenhunde" sollen Wohnmobilisten im Mai auf den idyllischen neuen Uferplatz in Neuhaus und an weitere attraktive Ziele an der "Strasse der Wohnmobile" gelockt werden, wie Walter Rademacherund Gerald Bruns vom Tourismus- und Gewerbeverein Neuhaus mitteilen.

Für Caravan-Freunde ebenso wie für Motorradtouristen plant die AG Osteland, so der 2. Vorsitzende Rademacher, zum Jubiläumsjahr spezielle Zielgruppen-Faltblätter. Neu aufgelegt werden der Osteland-"Hafenführer", der die Blaue Route der Fährstrasse propagiert, und die beliebte Gratis-Radwanderkarte, die auch den Oste-Radweg umfasst und von der bereits fast 135.000 Exemplare verbreitet worden sind.

 
Die Mocambo auf der Blauen Route

Ebenso wie das Oste-Fahrgastschiff "Mocambo" bieten im Jubiläumszeitraum auch schleswig-holsteinische Reedereien Schiffstörns auf der "Blauen Route" der Fährstrasse an, unter anderem mit dem Raddampfer "Freya"  auf dem Nord-Ostsee-Kanal zwischen Rendsburg und Kiel.

Einbezogen in die Jubiläumsplanungen ist die Elbfähre Glückstadt - Wischhafen. Die Linie, die den niedersächsischen mit dem schleswig-holsteinischen Teilabschnitt der Route verbindet, feiert nächstes Jahr ihr 95-jähriges Bestehen.

Wie Eddy Uhtenwoldt (Wingst), Eybe Schönteich (Oberndorf) und Werner Breves (Hemmoor) vom Blauen Netz Oste ankündigen, wird für Mitte Mai ein gemeinsamer Termin für das Ansegeln, Anrudern und Anmotoren der Wassersportvereine angestrebt. Eine "Geschwaderfahrt" der Skipper soll, so die Mitorganisatoren Bert und Marlene Frisch sowie Dieter und Christel Dede (Oberndorf), von Bremervörde in Richtung Kieler Förde führen.

 
Motiv aus dem Fährstraßen-Kalender

Viel Anklang fand bei dem Planungstreffen ein Fotokalender mit Motiven von früheren Fährstraßen-Touren, zusammengestellt von dem Ostener Peter Prüss. Der langjährige Tourenleiter des ADFC Cuxhaven will ebenso wie Torsten Rehm und Dieter Tiedemann (Radsport Hemmoor) und Erhard Suhr (ADFC Stade) auch 2014 Fahrradfreunde für organisierte Touren auf der maritimen Route begeistern.

Willkommen sind Veranstalter, die für die zehn Tage im Mai weitere Ideen umsetzen möchten, etwa kulturelle Beiträge von Vereinen und Museenentlang der Route. Passend wären auch Sportangebote wie ein Wettbewerb im Stockspringen über Ostegräben, eine fast vergessene Art traditioneller Gewässerquerung, ferner Planwagentouren oder ein Geocaching-Event, wie es Dobrock-Touristiker und Osteland-VorstandsmitgliedMichael Johnen vorschwebt.

Über eine Staffelfahrt für junge Radler würden sich die erfahrenen Bremervörder Touristik-Experten Benjamin Bünning und Barbara Norden freuen. Beide haben im Sommer wertvolle Erfahrungen mit der Organisation des höchst erfolgreichen Vörder Seefests gesammelt, in das die Jubiläumsfeier des bereits 2003 eröffneten Radweges "Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer" eingebettet war.

Den Auftakt der jetzt in Planung befindlichen Veranstaltungsreihe wird ein festlicher Empfang am Freitag, 9. Mai, im Oste-Hotel in Bremervördebilden - im selben Saal, in dem Anfang Mai 2004 die Deutsche Fährstrasse mit Grußworten der Ministerpräsidenten aus Kiel und Hannover eröffnet worden war.

Zuvor soll ein Spaziergang angeboten werden, der unter anderem zur ehemaligen Furt (Vörde) führt, der die Stadt Bremervörde ihren Namen verdankt, sowie zur ersten Fähre an der Ferienroute, einer funktionsfähigen Mini-Prahmfähre auf dem Kinderspielplatz am Vörder See.

Am 11. Mai folgt dann eine Tour zu Land und zu Wasser mit Wanderführer Albertus Lemke (TSV Oberndorf) von der Gräpeler Fähre nach Hechthausen-Klint. Weiter geht es mit der "Mocambo" von Käpt'n Caspar Bingemer zum Oberndorfer Fährmann-Denkmal und zum benachbartenRestaurantschiff "Ostekieker", einer früheren Ostseefähre.

Angebote weiterer Veranstalter entlang der Ferienstrasse für den Zeitraum vom 9. bis 18. Mai nimmt die AG Osteland gern entgegen (E-Mail:renate.boelsche@gmx.de). 

Die Hinweise werden aufgenommen in eine soeben freigeschaltete Termindatenbank (www.2014.oste.de) und in das nächste "Osteland-Magazin"der Heimatzeitungen, das zum 10. Tag der Oste am 16. Februar im Osteland-Festhaus in Osten erscheint.

 


"Mit Rikscha und Raddampfer" 

"Fährienstraße" feiert Geburtstag / Vorbereitungstreffen bereits am 11. November / AG Osteland plant "Zehn Jahre, zehn Tage, zehn Touren" / Jubiläumsveranstaltungen zwischen Bremervörde, Kiel und Oslo / Von der Furt über die Förde zum Fjord

6. 11.2013a. Anfang Mai 2004 war mit Grußworten der Ministerpräsidenten in Hannover und Kiel die "Deutsche Fährstrasse" als 150. deutsche Ferienroute eröffnet worden. Zehn Jahre danach will die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. als Trägerin der Route das Jubiläum feierlich begehen: Unter dem Motto "Zehn Jahre, zehn Tage, zehn Touren" soll die "Fährienstraße" vom 9. bis zum 18. Mai 2014 zwischen den Endpunkten Bremervörde (Landkreis Rotenburg) und Kiel mit zehn verschiedenen Fortbewegungsmitteln befahren werden können.

"Von der Rikscha bis zum Raddampfer" wird das Angebot reichen, das bei einem Vorbereitungstreffen am Montag, 11. November, 19 Uhr, im Ostener Gasthaus "Altes Amtsgericht", Lange Strasse, präzisiert werden soll. Zugesagt haben Vertreter von Heimat-, Sport- und Fährvereinen, Segel- und Rudersportclubs, Tourist-Infos und Shantychören.

Die Veranstalter wollen es ermöglichen, die Rote, Blaue und Grüne Route der rund 250 Kilometer langen Deutschen Fährstrasse für Autofahrer, Biker und Wohnmobilisten, Wassersportler und -touristen bzw. Radler und Wanderer auf möglichst vielfältige Weise erlebbar zu machen. Willkommen sind für den Jubiläumszeitraum auch kulturelle Veranstaltungsangebote entlang der Stecke mit ihren 50 Brücken, Fähren und maritimen Museen, an der alle Möglichkeiten erfahren werden können, die der Mensch je ersonnen hat, um ein Gewässer zu queren.

Über die bisherigen Endpunkte hinaus, Bremervördes historische Furt und Kiels Förde, soll die Fährstrasse im Jubiläumsjahr gleichsam über die Ostsee bis an den Oslo-Fjord ausgedehnt werden - per Gruppenreise auf einem der grossen norwegischen "Kreuzfährschiffe", die in Kiel in See stechen.

Angestrebt wird nicht nur, die Termine für das Anmotoren, Ansegeln und Anrudern der Wassersportvereine 2014 in den Jubiläumszeitraum zu legen, sondern auch ein "Oste-Fähren-Fest" zwischen Gräpel (Kreis Stade) und Hemmoor (Kreis Cuxhaven) sowie Flusswanderungen, eine Wohnmobil-Sternfahrt nach Neuhaus und Tourenfahrten verschiedener Radsportvereine. 

"Das wird die grösste Gemeinschaftsveranstaltung am Fluss seit dem Jahr der Oste 2009," hofft Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche. Damals hatte die AG Osteland aus Anlass des Hundertjährigen der Schwebefähre Osten - Hemmoor über 200 Veranstaltungen in der Flussregion koordiniert und beworben.

Feststehen soll das Programm für das Jubiläum der "Fährienstraße" bis zum 10. Tag der Oste, der am Sonntag, 16. Februar, im Osteland-Festhaus in Osten gefeiert wird und zu dem die Verlage der Heimatzeitungen an der Oste eine neue Ausgabe des "Osteland-Magazins" planen. 
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Die in Osten konzipierte und 2004 eröffnete Deutsche Fährstraße wird von der Deutschen Zentrale für Tourismus mittlerweile in allen Weltsprachen beworben. Sie diente sogar zweimal eigens nach Deutschland angereisten japanischen Touristikern als Vorbild. Ein Spiralo-Radführer und 135.000 von der AG Osteland herausgegebene und auf Reisemessen verteilte Faltkarten informieren über die Streckenführung.

Vom mdr-Publikum wurde die maritime Route auf Platz zwei der "Traumstraßen Deutschlands" gewählt. Das britische Tourismus-Portal mygermancity.com präsentiert die "German Ferries Route" als "one of Germany’s Top 3 Scenic Routes". Bei seinem jüngsten Neujahrsempfang würdigte Bundespräsident Joachim Gauck die Ostener Initiative zur Gründung der Deutschen Fährstraße.

Seit der Eröffnung wurde der Charakter der Ferienstraße durch weitere Attraktionen verstärkt, darunter eine historische Ausstellung im Broberger Fährkrug, die neue Hechthausener Ostefähre "Püttenhüpper", die Oberndorfer Modell-Prahmfähre und die Fährmann-Statue, die Hemmoorer Welt-Schwebefähren-Infomeile, die museale Ostener "Fährstuv" und die maritime Ausstellung im restaurierten Baljer Leuchtturm. 

Im Jubiläumsjahr wird die rund 250 Kilometer lange Route weiter aufgewertet, unter anderem durch die Neugestaltung des Ostener Fährplatzes und des Hemmoorer Fährkopfes, eine neue Fahrradstation im Eingangsbereich des Natureums Niederelbe sowie einen Bootsanleger in Kranenburg, der die in den letzten Jahren entstandenen Anlegestellen entlang der "Blauen Route" in den Osteorten Balje, Oberndorf, Osten, Grossenwörden, Hechthausen-Klint und Brobergen komplettiert.



"Oste-Stör" wird Fisch des Jahres

Nationaler Dachverband würdigt Wiederansiedlungsprojekt / Thema beim "Grünen Netz" in Bremervörde

6. 11.2013b. Große Freude an der Oste: Der einst auch im längsten Nebenfluss der Niederelbe heimische, vor rund hundert Jahren ausgerottete und seit fünf Jahren hier zwecks Wiedereinbürgerung freigesetzte "Europäische Stör" (Acipenser sturio) ist zum "Fisch des Jahres 2014" ausgewählt worden. 

Der Deutsche Angelfischerverband, ein Zusammenschluss des bisherigen Verbandes Deutscher Sportfischer (VDSF) und des Deutschen Angler Verbandes (DAV), hat die Wahl getroffen, um auf die Gefährdung des nur noch in der französischen Gironde heimischen Urzeitfischs hinzuweisen. Abgestimmt worden ist die Benennung mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und dem Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF).

Die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. sieht sich durch die Nominierung des "Oste-Störs" in ihrer Forderung bestätigt, das ökologisch wichtige Gewässersystem zwischen Oste und Elbe wieder "wanderfischgerecht" zu gestalten, die Laichmöglichkeiten für Stör, Lachs und Meerforelle zu erweitern und letzte Barrieren wie das Bremervörder Wehr durch Sohlgleiten und ähnliche Aufstiegshilfen zu ersetzen. 

In der Begründung zur Wahl des "Fischs des Jahres" wird ausdrücklich auch die Oste genannt. Die "Anstrengungen zur Wiedereinbürgerung dieses beeindruckenden Bewohners unserer Fließgewässer in Elbe, Havel und Oste", so heißt es, sollten "in den Focus der Öffentlichkeit gerückt" werden.

Bereits im September war das von den 8000 Sportfischern an der Oste unterstützte Wiederansiedlungsprojekt in einer Feierstunde auf der brandenburgischen Burg Lenzen als "Beispielprojekt der UN-Dekade zur biologischen Vielfalt" ausgezeichnet worden. Für die Arbeitsgemeinschaft Osteland und deren Arbeitskreis Wanderfische Oste nahmen Jochen Bölsche und Wolfgang Schütz (beide Osten/Oste) eine von Umweltminister Peter Altmaier unterzeichnete Urkunde entgegen.

Die Rettung des Europäischen Störs sei "vergleichbar mit dem Schutz von Tiger und Nashorn", betonte in seiner Festrede Professor Dr. Klement Trockner vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. 

Für die über 500 Vereins- und Gemeindevertreter sowie Einzelmitglieder in der AG Osteland ist die Wiederansiedlung des Kaviarfischs eines der Schwerpunktprojekte der letzten Jahre. Der Ostener "Störvater" Schütz und andere Mitglieder installierten ein Stördenkmal ("Hein Stör") in Oberndorf und veranstalteten in den Oste-Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg "Kaviarnächte", ferner eine Wanderausstellung mit dem Titel "Die Rückkehr des grauen Riesen", einen "Störgipfel", Radtouren "Auf den Spuren der Wanderfische" sowie "Oste-Stör-Feste" in Oberndorf und in Bremervörde-Elm. 

Vorgestellt wird der aktuelle Stand des Ansiedlungsprojekts von Wolfgang Schütz in einer Veranstaltung der AG-Osteland-Fachgruppe Natur- und Umweltschutz ("Grünes Netz Oste") am Mittwoch, 27. November, 19.30 Uhr, in Schomakers Landgasthof, Bremervörde-Elm, Elmer Landstraße 26. 

Weitere Themen sind Moorschutz-Strategien für das Osteland, über die Martina Leitner aus Gnarrenburg (Landkreis Rotenburg) spricht, Vorsitzende der Bürgerinitiative für den Erhalt der Moore, sowie die umweltpädagogischen Angebote des kürzlich von der UNO ausgezeichneten Natureums Niederelbe in Balje (Landkreis Stade), die von der Geschäftsführerin Dr. Clivia Häse vorgestellt werden.  
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Heimat des Europäischen Störs ist der Nordostatlantik, zum Laichen schwimmt er flussaufwärts in die französische Gironde. Störe werden durchschnittlich ein bis drei Meter lang und zehn bis hundert Kilogramm schwer. Sie können aber bis zu sechs Meter und 600 Kilogramm erreichen. Zum „Fisch des Jahres“ gekürt werden jährlich Arten, die infolge schädigender Einflüsse auf die Gewässer oder aus anderen Gründen stark beeinträchtigt oder gar vom Aussterben bedroht sind. Vor dem Stör war die Forelle zum "Fisch des Jahres" gewählt worden.

 


Auf der Suche nach 
dem verlorenen Genuss

AG Osteland gibt ihr siebtes Buch heraus / Farbiger Lese- und Kunstband über die kulinarische Landschaft zwischen Elbe und Weser / Präsentation mit "Ordensverleihung" in Osten

Osten / Bremervörde Stade / Zeven. Sechs Bücher hat die 2004 gegründete gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. bereits herausgegeben. In Kürze erscheint das "siebte und schönste", sagt Jochen Bölsche, Vorsitzender der über 500 Mitglieder starken "Lobby für die Oste". "Kunst und Genuss am Ostefluss" heisst der 224 Seiten starke Farbband aus dem Fischerhuder Verlag Atelier im Bauernhaus.

Rund 20 Autoren aus dem Elbe-Weser-Dreieck haben sich angesichts der zunehmenden Industrialisierung der Nahrungsmittelproduktion "auf die Suche nah dem verlorenen Genuss" begeben. Der Mitherausgeber, Autor, Maler und Ostepreisträger Wolf-Dietmar Stock hat zu jedem Kapitel einschlägige Werke heimischer Künstler der klassischen Moderne gesammelt und vorgestellt.

Die Namen der im Buch vertretenen Maler reichen von Diedrich Rusch über Karl Otto Matthaei bis hin zu Hugo Friedrich Hartmann, dessen Bild "Schweinebucht" als Reminiszenz artgerechter Tierhaltung interpretiert wird. Das Titelbild stammt von dem Ostener Maler Rusch.

Dass der längste Nebenfluss der Niederelbe ein "Fluss der Genüsse" ist, hat die AG Osteland schon in früheren Jahren mit gleichnamigen Exkursionen etwa zu Krabbenfischern und Obstbauern unter Beweis gestellt. Zu der Reihe der nun porträtierten Genuss-Produzenten aus dem Osteland zählen ein Koch und ein Hausschlachter, Milchschaf- und Stattelschweinzüchter, Obstpresser, Apfelanbauer, Nudelmanufakturant, Holunderplantagenbesitzer, Pilzberaterin, Landmolkereidirektor, Vorzugsmilchhersteller, Apfelexperte, Landhuhnhalter und Kürbisanbauer.

Die Bandbreite der Produkte reicht vom einst begehrten Oste-Kaviar, der mit der Ausrottung des Störs verschwunden ist, bis hin zum Rassegeflügel aus Freilandhaltung oder vom Aussterben bedrohten Kartoffelsorten.

Präsentiert wird die Neuerscheinung bei Kaffee, Kuchen und Musik am Sonntag, 27. Oktober, 15 Uhr, im Osteland-Festhaus im Schwebefährendorf Osten (Eintritt 6,90 Euro, Anmeldung bis 23. Oktober bei der AG Osteland, E-Mail: renate.boelsche@gmx.de). Verbunden ist die Buchvorstellung, wie Verleger Stock verrät, mit der Verleihung eines "Ordens am Bande", der eine Salatschnecke zeigt und den die Beteiligten überreicht bekommen "für Verdienste auf der Suche nach dem verlorenen Genuss".

Berichtet, gedichtet, gezeichnet, gekocht und Rezepte beigesteuert haben Mitwirkende vom Ostefluss und aus der Region zwischen Elbe und Weser, darunter Ruth Hunfeld, Annelie Schlobohm, Heiner Egge und Peter Schütt, die ihr Erscheinen und die Preisgabe einer Geschichte zugesagt haben und die  im Wechsel mit der Musik von Andreas Salm aus dem Buch lesen werden.

Weitere Autoren sind Dietrich Alsdorf, Jochen Bölsche, Tatjana Gräfin Dönhoff, Dirk Faß, Annette Freudling, Petra Hempel, Grit Klempow, Christine Kohnke-Löbert, Wolfgang Millies, Ingrid Pfeiffer,  Barbara Schmidt, Wolfgang Schütz, Wolf-Dietmar Stock, Manfred Thoden und Birgit Weiden.

Natürlich sind auch die für das Buch interviewten Personen aus den Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg zum Bücherfest in Osten eingeladen: Raimund Adametz, Detlef und Iris Brandt, Ingrid und Roland Brünjes, Cornelia Buchholt, Keno Morten Buhmann, Hans Buck, Karsten Ellenberg, Christian Jackisch, Elke Knoll, Bernd Kück, Joachim Roter, Michael Ruhnau, Iris Seidensticker, Claudia und Olaf Schmidt-Lehr, Micha Schröder, Klaus Schwarz, Horst von Thaden, Swen Werner, Torsten Wichmann und Claus Zeeck.

 

"Tag der Regionen 2013" mit 
großartigem Naturschauspiel

AG Osteland lädt zu zwei naturkundlichen Exkusionen / Flussmündung und Ostemoore als Drehscheiben des Vogelzugs

Stade / Cuxhaven / Rotenburg. Der "Tag der Regionen 2013" in Niedersachsen und Bremen - eine Abfolge von über 200 Veranstaltungen in den Wochen vor und nach dem 3. Oktober - soll auch in diesem Jahr wieder dazu beitragen, die Reize des ländlichen Raums ins rechte Licht zu setzen. Neben vielen anderen Organisatoren aus der Region wie dem Heimatverein Hüll, den Landfrauen in Ihlienworth und der Neuhäuser Historienbruderschaft "Lumpenhunde" offeriert auch die Fachgruppe Natur- und Umweltschutz (Grünes Netz) der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. in diesen Tagen zwei besondere Veranstaltungen mit hochkarätigen Referenten. Gemeinsames Thema: der Vogelzug, das faszinierendste Naturschauspiel, das die Landschaft an Oste und Elbe dieser Tage zu bieten hat.

Ziel einer Exkursion am Sonntag, 13. Oktober, 10 bis 14 Uhr, Treffpunkt Parkplatz Natureum Niederelbe am Ostesperrwerk, ist die weite Mündung der Oste in die Elbe. Tausende Wat- und Wasservögel aus dem hohen Norden sind während des Zuges und auf der Nahrungssuche auf den Watt-, Wasser- und Grünlandflächen zu beobachten. Der Ostener Biologe, Vogelkundler und Ostefreund Gerd-Michael Heinze, Mitarbeiter der Naturschutzstation Unterelbe des NLWKN in Freiburg/Elbe, wird auf einer Wanderung vom Ostesperrwerk zum Vogelschutzgebiet Hullen viel Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt und ihre Lebensräume, die Zugvögel, den Landschaftswandel seit den 1970er Jahren und vor allem über die Ziele und facettenreichen Instrumente und Maßnahmen des Naturschutzes erzählen.

Nach der rund zweieinhalbstündigen Wanderung (Wegstrecke hin und zurück ca. 3 Kilometer) ist gegen 12.30 Uhr ein Besuch des Natureums Niederelbe geplant, wo Geschäftsführerin Dr. Clivia Häse die Gäste empfangen wird. Danach folgt ein Besuch der eindrucksvollen, gerade von der UNO preisgekrönten Ausstellung "Lebensader Elbstrom". Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk können für die Wanderung auf dem Ostedeich nützlich sein. Ein Fernglas wird empfohlen. Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben. Anmeldung erbeten bis zum 9. Oktober bei Renate Bölsche, Fährstr. 3, 21756 Osten, renate.boelsche@gmx.de, oder Tel. 04771-887225.

Auf den Spuren der "Vögel des Glücks"

"Kranich-Fraßplätze am Teufelsmoor" heisst ein Ausflug der AG Osteland am Mittwoch, 23. Oktober (Abfahrt im Bus um 12.30 Uhr in Oberndorf, Kiebitzschule), unter der Leitung von Albertus Lemke (Oberndorf) und Hans-Hermann Tiedemann (Elm), die in die Ostemoore und in das Teufelsmoor führen - auf den Spuren der "Vögel des Glücks", der Kraniche.

Nach der Einführung durch Axel Roschen (NABU-Umweltpyramide Bremervörde) folgen eine Wanderung ins Moor (6 km), eine Planwagenfahrt zu den Kranich-Fraßplätzen und um 17.30 Uhr ein Moor-Büffet im Gasthaus "Kreuzkuhle"am Oste-Hamme-Kanal. Die Kosten pro Person betragen 25 Euro. Anmeldung ab sofort (begrenzte Platzzahl!) bei Albertus Lemke, Tel. 04772-696, oder bei H.-H. Tiedemann, Tel. 04761-1334, E-Mail: haheti@gmx.de.

 

Kranich-Fraßplätze im Moor: 
AG Osteland mit Zusatztermin

Oberndorf. So stark war die Resonanz auf die - binnen kurzem ausgebuchten - beiden vogelkundlichen Ausflüge der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., dass Tourenleiter Albertus Lemke (Oberndorf) sich entschlossen hat, einen zusätzlichen Termin anzubieten.

Am Mittwoch, 30. Oktober, 12.30 Uhr, startet auf dem Betriebshof der Firma Primo-Reisen Lührs in Wingst, Wasserwerkstrasse, eine weitere Fahrt mit Bus und Planwagen zu den Kranich-Fraßplätzen zwischen Oste und Teufelsmoor. 

Die Kosten pro Person einschließlich Moor-Büffet im Gasthaus "Kreuzkuhle"am Oste-Hamme-Kanal betragen 25 Euro. Anmeldung ab sofort bei Albertus Lemke, Tel. 04772-696, oder bei Renate Bölsche, E-Mail: renate.boelsche@gmx.de.

 



"Stör so wichtig wie 
Tiger und Nashorn"

Uno-Auszeichnung für Wiedereinbürgerung des Kaviarfischs / 10000. Jungtier ins Elbesystem entlassen / Jeder dritte Setzling für die Oste bestimmt / Minister Altmaier würdigt Ehrenamt

26. 9. 2013. Mit einer Urkunde, unterzeichnet von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), sind Naturschützer aus dem Osteland von einer besonderen Ehrunng zurückgekehrt: In einer Feierstunde auf der brandenburgischen Burg Lenzen ist die von den 8000 Sportfischern an der Oste unterstützte Wiedereinbürgerung des weltweit nahezu ausgerotteten Europäischen Störs als "Beispielprojekt der UN-Dekade zur biologischen Vielfalt" ausgezeichnet worden. Zugleich erfolgte an der mittleren Elbe die Freisetzung des 10.000 Jungstörs der bedrohten Art "Acipenser sturio". 

Insgesamt ein Drittel der seit 2008 in das gesamte Elbesystem entlassenen Setzlinge aus französischer Nachzucht war für die Oste bestimmt, resümierte Dr. Jörn Gessner von der Gesellschaft zur Rettung des Störs, der den UN-Preis entgegennahm. Der längste Nebenfluss der Niederelbe, in dem um die Jahrtausendwende bereits die Wiedereinbürgerung des Lachses gelungen war, gilt wegen seiner Wasserqualität, seiner Gewässerstruktur und des Engagements der Oste-Anrainer als besonders geeignet als Stör-Habitat.

Mit Urkunden als Projektpartner geehrt wurden rund ein Dutzend Vertreter von Artenschutz und Sportfischerei aus dem gesamten Einzugsbereich der Elbe, darunter vom Unterlauf Jens-Uwe Lützen (Itzehoe) sowie Jochen Bölsche, Vorsitzender der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland, und Wolfgang Schütz von deren Fachgruppe Wanderfische (beide Osten). 

Die international beachtete Rettung des extrem bedrohten Europäischen Störs sei "vergleichbar mit dem Schutz von Tiger und Nashorn", betonte in seiner Festrede Professor Dr. Klement Trockner vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Der Kampf gegen den "weitgegend irreversiblen" Rückgang der Artenvielfalt sei eine der großen Herausforderungen der Menschheit. Insbesondere zur Rettung des Störs mit seiner Generationsdauer von 12 bis 16 Jahren bedürfe es "verläßlicher regionaler Partner mit langem Atem und dem nötigen Feuer".

Die derzeit auch von der EU angestrebte "Wiederherstellung der Durchwanderbarkeit" - also der Ersatz von Wehrrelikten und anderen Barrieren durch Fischtreppen und Umgehungsgerinnsel an Elbe, Havel, Stör, Oste und deren Zuflüssen - nütze nicht nur dem Europäischen Stör, hob Dr. Elsa Nickel vom Bundesumweltministerium hervor. Was den Bestand dieser "spektakulären und charismatischen Schirmart" stütze, komme auch vielen anderen Arten und letztlich der gesamten Flussfauna und -flora zugute.

Vertreter der Landesregierungen von Sachsen-Anhalt und Brandenburg warteten in der Feierstunde mit beeindruckenden Zahlen auf. So sei der über 250 Millionen Jahre alte Stör durch menschliche Unvernunft im Elbe-System innerhalb weniger Jahrzehnte ausgerottet worden. Waren Ende des 19. Jahrhunderts bei Magdeburg an einem einzigen Tag noch 84 Exemplare des größten einheimischen Fischs gefangen worden, so sei 1946 das letzte dieser "lebenden Fossile" an der Mittelelbe 1946 ins Netz gegangen, berichtete Dr. Reinhold Sangen-Emden vom Magdeburger Agrarministerium.

Als "vorbildliches Beispiel für eine sehr gut begleitete Wiedereinbürgerung" bezeichnete Dr. Henning von Nordheim vom Bundesamt für Naturschutz das Stör-Projekt. Am Rande der Veranstaltung führte Nordheim Gespräche über die mögliche Einrichtung einer Stör-Aufzuchtstation an der Oste, die auch von der Gesellschaft zur Rettung des Störs begrüsst würde. "An der Oste," lobte Dr. Gessner in seiner Dankesrede nach der Entgegennahme des UN-Preises die Sportfischer im Elbe-Weser-Dreieck, gebe es "eine fürchterlich aktive Truppe nicht nur der schreibenden, sondern auch der Hand anlegenden Zunft".

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Premiere eines Videos des Bundesamtes für Naturschutz über die Wiederansiedlung des Störs, das auch im Internet verfügbar ist:

http://www.bfn.de/habitatmare/de/video-bfn-rettung-der-stoere.php

Web-Tipps:

www.sfv-oste.de 
www.sturgeon.de

 

Deutsche Schwebefähren  
setzen auf Buenos Aires

Welterbe-Antrag unter Führung Argentiniens angestrebt / Festakt an der 100-jährigen Fähre am Nord-Ostsee-Kanal / "Goldener Fährmann" für Osteland-Mitglieder aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein

14. 9. 2013. Nachdem es in Großbritannien bei der Erarbeitung eines gemeinsamen internationalen Weltkulturerbe-Antrags für die letzten noch existierenden Schwebefähren zu bürokratischen Verzögerungen gekommen ist, sollen die Vorbereitungen nunmehr bis zum November 2014 abgeschlossen sein. Das bekräftigten Delegierte aus Argentinien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland am Wochenende auf der 4. Konferenz des Weltverbandes der Schwebefähren (International Transporter Bridges Association) in Rendsburg, wo mit einem dreitägigen Volks- und Ruderfest mit rund 100.000 Teilnehmern zugleich das 100-jährige Bestehen der Eisenbahnhochbrücke und der Schwebefähre gefeiert wurde, die Rendsburg und die Gemeinde Osterrönfeld am Nord-Ostsee-Kanal verbinden.

In einer "Osterrönfeld Declaration" bekräftigten die Delegierten ihre Absicht, nach der 2014 bevorstehenden Hundertjahrfeier der Schwebefähre in Buenos Aires den Unesco-Antrag unter der Führung Argentiniens auch dann einzubringen, wenn die Unterlagen für die drei britischen Schwebefähren in Newport, Warrington und Middlesbrough noch nicht vorliegen sollten. In diesem Eventualfall sollen die Briten ermutigt werden, später einen Erweiterungsantrag einzubringen.

Bei dieser Vorgehensweise, die auf Antrag des deutschen Weltverbandssprechers Jochen Bölsche im historischen Rathaussaal der Stadt Rendsburg einstimmig beschlossen wurde, könnten auch die  
Schwebefähren Rendsburg - Osterrönfeld und Osten - Hemmoor im Erfolgsfall von 2015 an mit dem begehrten Unesco-Titel rechnen. 

Nachdem die älteste Schwebefähre der Welt im spanischen Bilbao bereits 2006 zum Welterbe erklärt worden ist, seien die Aussichten eines von Argentinien angeführten Sammelantrags der übrigen Fährbrücken positiv zu bewerten, zumal sowohl Ingenieurbauwerke als auch Lateinamerika bislang auf der Welterbeliste stark unterrepräsentiert seien, sagte der Darmstädter Industriearchäologe Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Rolf Höhmann vor 150 geladenen Gästen bei einem Empfang aus Anlass des Hundertjährigen der Hochbrücke, an deren Schwebefähre am selben Abend das über 200 000 Euro teure Lichtkunstwerk "Passagen" eröffnet wurde.

Der Schöpfer des interaktiven Kunstwerks, der Hamburger Till Nowak, wurde in der Feierstunde ebenso wie Schwebefährenexperte Höhmann und Weltverbandssprecher Bölsche von Bürgermeister Pierre Gilgenast für den Einsatz zugunsten der historischen Ingenieurbauwerke mit dem "Rendsburger Quader" ausgezeichnet.

Sechsmal Gold zu Ehren von 
Freunden der Schwebefähren

Nach der Weltkonferenz, deren Teilnehmer sich zum Abschluss in das Goldene Buch der Stadt Rendsburg eintrugen, tagte im benachbarten Osterrönfeld, der Partnergemeinde von Osten/Oste, der Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren innerhalb der AG Osteland, um neben dem Fährjubiläum auch das zehnjährige Bestehen des Weltverbandes zu feiern, bei dessen Gründung 2003 auch der Grundstein gelegt wurde für die Deutsche Fährstrasse Bremervörde - Kiel, die jetzt 525 Mitglieder starke Arbeitsgemeinschaft Osteland und die Fährgemeinden-Partnerschaft zwischen Osten und Osterrönfeld. 

Erster Empfänger der aus diesem Anlass verfassten Osteland-Festschrift "Zehn Jahre Freundschaft im Zeichen der Schwebefähren" war der frühere Rendsburger Bürgermeister und heutige Kieler Innenminister Andreas Breitner, der zu den engagiertesten Förderern der Schwebefähren zählt.

Vom Osteland-Vorsitzenden Bölsche und dessen Stellvertreter Walter Rademacher wurden im Osterrönfelder Kanal-Café jeweils drei Vereinsmitglieder aus Schleswig-Holstein und aus Niedersachsen mit dem  
"Goldenen Fährmann" geehrt: Klaus Schmidt (Philatelisten Rendsburg) für die Initiierung von Ausstellungen, Sonderstempeln und Sonderumschlägen mit Schwebefährenmotiven, der Osterrönfelder Bürgermeister Bernd Sienknecht und der langjährige Bürgervorsteher Klaus Dieter Ströh für die Förderung der Gemeindepartnerschaft, der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert für seinen Einsatz für Fähre, Fährmarkt und Fährplatz sowie der Hemmoorer Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer und - in Abwesenheit - der Hemmoorer Stadtbürgermeister Hans Wilhelm Saul für die Förderung der Internationalen Schwebefähren-Infomeile und die bevorstehende Neugestaltung des Fährkopfes im Ortsteil Basbeck.

Begrüßen konnte Vorsitzender Bölsche bei der Festveranstaltung in Osterrönfeld rund 50 Repräsentanten von Wassersport-, Radfahr-, Heimat-, Schützen- und Fährvereinen, die am Wochenende auch das Hansecup-Ruderrennen in Rendsburg und das Osterrönfelder Schützenfest nutzten, um die guten Kontakte zwischen Osteland und Kanalregion zu vertiefen. Ehrengäste das AG Osteland waren Maureen Hendon und Robert Reese vom Verein Friends of Newport Transporter Bridge, dem britischen Gegenstück zur Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor, die durch ihre Vorstandsmitglieder Karl-Heinz Brinkmann, Peter Burmester und Lothar Klüser vertreten war.

Viel Anklang fand auch bei den Gästen aus dem Osteland eine jüngst eröffnete Ausstellung über die 100-jährige Hochbrücke samt Schwebefähre und ihren den Erbauer Friedrich Voss. Die faszinierenden Exponate werden in den Museen im Kulturzentrum Rendsburg noch bis zum 13. Oktober gezeigt.

 

Uno würdigt 
Störschützer

 
Jungstör aus französischem Stamm

11. 9. 2013. Die international beachtete Wiedereinbürgerung des Europäischen Störs in Elbe, Havel und Oste wird als "Beispielprojekt der UN-Dekade der Biodiversität" ausgezeichnet.

Eingeladen zur feierlichen Preisverleihung am 25. September auf Burg Lenzen an der Elbe sind auch der Vorsitzende der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., Jochen Bölsche, sowie der Sprecher der Osteland-Fachgruppe Wanderfische, Wolfgang Schütz, als Vertreter der rund 8000 Sportfischer am längsten Nebenfluss der Niederelbe.

Entgegennehmen wird die Uno-Auszeichnung Stör-Projektleiter Dr. Jörn Geßner vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei aus der Hand von Dr. Elsa Nickel vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

 
Schütz und Bölsche im Leibniz-Institut

Die Bemühungen zur Wiedereinbürgerung der weltweit nahezu ausgestorbenen Kaviarfisch-Art Acipenser sturio werden mit der Auszeichnung gewürdigt, weil der Stör in den letzten Jahren "als wichtige Schirmart und Leuchtturm der nationalen Biodiversitätsstrategie ein Wegbereiter für die Vermittlung der Bedeutung von Flüssen als Lebensraum" geworden sei.

Am Veranstaltungsort Lenzen liegt im Biosphärenreservatverbund der Elbe. Im Anschluss an die Ehrung soll  - fünf Jahre nach dem dort vorgenommenen Erstbesatz - der zehntausendste Stör dem Flusssystem übergeben werden.

Innerhalb des Elbesystems gilt die Oste als Schwerpunkt der Bemühungen um die Wiederansiedlung des Europäischen Störs, der hier bis zum Ersten Weltkrieg mit einem großen Bestand vertreten war.

Zur Wiedereinbürgerung ausgewählt worden war die Oste von den Berliner Wissenschaftlern nicht nur wegen ihrer Gewässerqualität und der relativ wenigen Querverbauungen, sondern auch wegen des Engagements der Anrainer für bedrohte oder verschollene Arten. 

 
Bei Störfesten wurden Jungfische ausgewildert

Laut Dr. Geßner haben sich nicht zuletzt die Sportfischer an der Oste sowie die Arbeitsgemeinschaft Osteland mit "viel Enthusiasmus" für das Stör-Projekt eingesetzt und ein "phänomenales Klima" für den Artenschutz geschaffen. Die AG Osteland habe "maßgeblich dazu beigetragen, die gemeinsamen Anstrengungen zur Wiedereinbürgerung des Störs voranzubringen und zu fördern".

Bereits um das Jahr 2000 herum war Sportfischern um die Artenschutz-Pioniere Ernst Peters (Zeven) und Egon Boschen (Lamstedt) die Wiederansiedlung des in der Oste ebenfalls ausgerotteten Lachses gelungen. Das damalige "Wunder an der Oste", so die Fachpresse, ermutigte die Sportangler, sich fortan auch dem Stör zu widmen. 

Der Ostener "Störvater" Schütz und andere Mitglieder der AG Osteland installierten in Oberndorf ein Stördenkmal ("Hein Stör") und veranstalteten in den Oste-Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg Vortragsabende ("Kaviarnächte"), eine Ausstellung ("Die Rückkehr des grauen Riesen"), einen "Störgipfel" sowie Radtouren "Auf den Spuren der Wanderfische" sowie zwei "Oste-Stör-Feste" in Oberndorf und Bremervörde-Elm. 
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Der Europäische Stör hat in den letzten 100 Jahren einen massiven Rückgang seiner Populationen erlitten. Weltweit ist er - bis auf einen kleinen Bestand im französischen Gironde-, Garonne- und Dordogne-Becken - nahezu verschwunden. Der Europäische Stör wird deshalb als "critically endangered" klassifiziert. Mit Hilfe von Jungstören aus französischer Nachzucht soll der "graue Riese" nun in seinen einstigen Habitaten wie der Oste wieder eingebürgert werden, um das endgültige Aussterben der Art zu verhindern, die älter ist als die Dinosaurier.

Die UN-Dekade der Biodiversität 2011–2020 ist ein Programm der Vereinten Nationen zum nachdrücklichen weltweiten Schutz von biologischer Vielfalt. Die Koordination der weltweiten Aktivitäten der Dekade übernimmt der Generalsekretär der Vereinten Nationen. Ein zentrales Element der UN-Dekade ist die Auszeichnung von Projekten, die sich für die biologische Vielfalt einsetzen, indem sie sie schützen, untersuchen oder kommunizieren.

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Mit Ostens "Schwesterfähre" 
zum Unesco-Weltkulturerbe

100-Jahr-Feier in Rendsburg mit starker Beteiligung aus dem Osteland / Vierte Weltkonferenz am Nord-Ostsee-Kanal / Ein Jahrzehnt der Freundschaft im Zeichen der Schwebefähren / Ostens Partnergemeinde jetzt mit "Ostener Ring"

5. 9.2013.  Das überragende Wahrzeichen der 145 Kilometer langen Oste, die sich zwischen Tostedt (Landkreis Harburg) und Balje (Landkreis Stade) durch das Elbe-Weser-Dreieck windet, ist die 104 Jahre alte Schwebefähre Osten - Hemmoor. Ob und wann dem "Eiffelturm des Nordens" der Weltkulturerbe-Titel der Unesco verliehen wird, ist Thema einer 4. Weltkonferenz der Fährgemeinden am 12./13. September am Nord-Ostsee-Kanal.

Während dort die zweitälteste deutsche Schwebefähre unterhalb der gigantischen Hochbrücke zwischen Rendsburg und Osterrönfeld 100 Jahre alt wird, soll in der internationalen Konferenz mit Vertretern aus den Schwebefähren-Staaten Argentinien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland der Darmstädter Industriearchäologe Rolf Höhmann über den Stand des Unesco-Verfahrens berichten.

Höhmann hat im Auftrag unter anderem der Kommunen Rendsburg, Osterrönfeld, Osten und Hemmoor einen supranationalen Sammelantrag verfasst. Damit wird unter Federführung Argentiniens der Welterbetitel für sieben der acht noch existierenden Schwebefähren angestrebt; die weltälteste Schwebefähre im spanischen Bilbao trägt den begehrten Titel bereits seit 2006 .

Aus Anlass der 100-Jahr-Feier der Hochbrücke hat auch der Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren innerhalb der gemeinnützigen AG Osteland für den 14./15. September eine Gemeinschaftsfahrt an den Nord-Ostsee-Kanal organisiert.

Eine fast fünfzigköpfige Delegation - darunter die Bürgermeister Dirk Brauer (Samtgemeinde Hemmoor) und Carsten Hubert (Gemeinde Osten) - wird nicht nur die zum Jubiläum mit einem Lichtkunstwerk illuminierte "Schwesterfähre" bestaunen können.

Bei einem Empfang im Osterrönfelder "Kanal-Café" wird Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche auch an die vor genau zehn Jahren bei der 1. Schwebefähren-Weltkonferenz in Spanien begründete "Freundschaft im Zeichen der beiden deutschen Schwebefähren" erinnern.

Außerdem sollen Osteland-Mitglieder aus Rendsburg, Osterrönfeld, Osten und Hemmoor für ihre Verdienste um die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Schwebefähren mit dem "Goldenen Fährmann" der AG Osteland geehrt werden.

Aus den im September 2003 in Madrid und Bilbao geknüpften Kontakten sind mittlerweile die Deutsche Fährstrasse Bremervörde - Kiel, der gemeinsame Unesco-Antrag und die florierende Gemeindepartnerschaft zwischen Osten und Osterrönfeld hervorgegangen.

Die Verbindungen zwischen Oste und Nord-Ostsee-Kanal sind zur Freude der AG Osteland in den vergangenen Jahren immer intensiver geworden. Osterrönfeld etwa hat der Schwebefähre der Partnergemeinde Osten nicht nur ein Wandbild gewidmet, sondern kürzlich auch eine neue Strasse "Ostener Ring" genannt. Und zwischen Vereinen beider Partnergemeinden sind viele freundschaftliche Bande geknüpft worden.

Der AG-Osteland-Delegation gehören daher auch viele Vertreter der Schützen und des Wassersports an der Oste an. Für sie hat die Kanalregion an diesem Wochenende neben den 100-Jahr-Feiern an der Hochbrücke und der Schwebefähre noch weitere Attraktionen zu bieten: das Schützenfest der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld sowie den Eon-Hansecup, das unter der Hochbrücke ausgetragene härteste Ruderrennen der Welt.

Zum Thema:

www.partnerschaft.schwebefaehre.org 
www.schwebefaehre.org 
www.rendsburger-hochbruecke.de

Hintergrund:

http://www.rendsburger-hochbruecke.de/hochbruecke/schwebefaehre/auf-dem-weg-zum-unesco-weltkulturerbe.html

 

Die Oste weist für die Störe 
"günstigste Bedingungen" auf

Landwirtschaftsminister Meyer und Umweltminister Wenzel würdigen die "gute Arbeit" der Angelvereine am Fluss und setzten sich für eine ökologische Verbesserung der Oste ein

7. 5. 2013. Aus Anlass des 2. Oste-Stör-Fests am 11. Mai in Elm hat auch der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel das Engagement der Landesregierung für eine für eine Wiederansiedlung des Störs und für eine ökologische Verbesserung der Tide-Oste betont.

Bereits in den vergangenen Jahren habe das Niedersächsische Umweltministerium mit Rückdeichungen bei Hechthausen und Kranenburg erste konkrete Schritte in dieser Richtung unternommen. Eine von der Stiftung Lebensraum Elbe vorgesehene Machbarkeitsstudie zur ökologischen Verbesserung der Tide-Oste werde nach Ansicht der Fachleute des Ministeriums "weitere Ergebnisse und wichtige Impulse zur Verbesserung des Gewässers" bringen.

Der Minister zeigt sich "zuversichtlich, dass, wenn Behörden und Verbände eng zusammenarbeiten, der Grundstein für eine erfolgreiche Wiederansiedlung gelegt werden kann": "Die Zeiten, wo Störe zum Ablaichen in die Elbe und Oste zogen, mögen zwar lange her sein, sie sind aber nicht vergessen. Das Niedersächsische Umweltministerium unterstützt ausdrücklich die Initiative der ARGE Wanderfische Oste zur Wiederansiedlung des Atlantischen Störs in Oste und Elbe."

>>> Der volle Wortlaut des Grusswortes ist hier dokumentiert:

Grußwort 
des Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel anlässlich des 2. Oste-Stör-Festes am 11. Mai 2013 in Bremervörde

Sehr geehrte Damen und Herren, 
das Bundesnaturschutzgesetz verpflichtet uns nicht nur zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Es sieht auch vor, dass verlorene gegangene Vielfalt wiederhergestellt werden soll, wo immer dies möglich und erforderlich ist. Der Europäische Stör gehört zu jenen einheimischen Arten, die bei uns im Laufe des 20. Jahrhunderts ausgestorben sind. Ursprünglich kam dieser imposante Wanderfisch mit Ausnahme der Ostsee in allen europäischen Meeren vor. Ähnlich wie Lachs und Meerforelle zog er zum Laichen in die großen Flüsse, so auch hier an Elbe und Oste. Diese Zeiten sind lange her, nicht nur hier, sondern in fast ganz Europa. Der Ausbau von Fließgewässern, die zunehmende Gewässerverschmutzung und die Überfischung der Bestände haben den Atlantischen Stör an den Rand des Aussterbens gebracht. Heute gibt es weltweit nur noch eine sich fortpflanzende Stör-Population an der französischen Atlantikküste.

Die Zeiten, wo Störe zum Ablaichen in die Elbe und Oste zogen, mögen zwar lange her sein, sie sind aber nicht vergessen. Das Niedersächsische Umweltministerium unterstützt ausdrücklich die Initiative der ARGE Wanderfische Oste zur Wiederansiedlung des Atlantischen Störs in Oste und Elbe. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mir erklärt, dass dieses Ziel sicherlich nicht ganz einfach zu erreichen sein wird, da die Zahl an nachgezüchteten Besatzfischen begrenzt ist und die Tiere über 10 Jahre brauchen, um überhaupt geschlechtsreif werden. Deshalb sollte die verbleibende Zeit bis zur Rückkehr der ersten Störe genutzt werden, um die Erfolgsaussichten des Projektes durch weitere Besatzmaßnahmen und die Behebung möglicher Strukturdefizite am Gewässer zu verbessern.

In den vergangenen Jahren hat das Niedersächsische Umweltministerium mit Rückdeichungen bei Hechthausen und Kranenburg bereits erste konkrete Schritte in dieser Richtung unternommen. Eine von der Stiftung Lebensraum Elbe vorgesehene Machbarkeitsstudie zur ökologischen Verbesserung der Tide-Oste wird nach Ansicht der Fachleute meines Hauses weitere Ergebnisse und wichtige Impulse zur Verbesserung des Gewässers bringen. Ich bin zuversichtlich, dass, wenn Behörden und Verbände eng zusammenarbeiten, der Grundstein für eine erfolgreiche Wiederansiedlung gelegt werden kann.

Ich bedanke mich für das Engagement der ARGE Wanderfische Oste, die biologische Vielfalt an diesem bedeutenden Fließgewässer wiederherzustellen, und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit. Ziel unserer Politik wird es sein, bei der Reinhaltung von Gewässern und des Grundwassers in den nächsten Jahren einen entscheidenden Schritt voranzukommen. Wir wollen unsere Gewässer als Lebensadern der Landschaft fit machen für die Zukunft, und das nicht nur für den Stör. Ich erwähne in diesem Zusammenhang die „EU-Wasserrahmen-Richtlinie“. Was mit der Umsetzung dieser Richtlinie gemeint ist, lässt sich besonders gut hier an der Oste erleben. 
 

6. 5. 2013. Aus Anlass des 2. Oste-Stör-Fests am  Sonnabend, 11. Mai, ab 14 Uhr im Sportboothafen in Bremervörde-Elm hat der niedersächsischeLandwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) die Bedeutung der Wiederansiedlung des Störs im längsten Nebenfluss der Niederelbe betont. "Unter den zur Diskussion stehenden deutschen Flüssen weist die Oste stromab von Bremervörde die insgesamt günstigsten Bedingungen für einen Versuchsbesatz mit Jungstören auf, zumal dieser Flussabschnitt bis 1920 noch ein wichtiges Laichgewässer für diese Fischart war," hebt der Minister hervor.

Außerdem würden die Aktivitäten zur Wiedereinbürgerung des Störs in der Oste durch eine "sehr engagierte regionale Berufsfischerei und Angelfischerei" unterstützt. Besonders hervorzuheben sei die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der AG Osteland, die aus 32 Fischereivereinen entlang der Oste besteht und insgesamt etwa 8.000 Angelfischer repräsentiert.

Deren Arbeit würdigt der Minister mit dem Hinweis auf "jahrzehntelange Erfahrungen bei der Restaurierung der Oste und ihrer Nebenbäche im Rahmen von erfolgreichen Wiedereinbürgerungsbemühungen von Lachs und Meerforelle": "Das anhaltende und rege öffentliche Interesse an dem Störprojekt zeugt davon, dass entlang der Oste bisher gute Arbeit geleistet wurde und geleistet wird."

Zur Bedeutung des Ansiedlungsprojekts erklärt der Minister: "Während der Europäische Stör vor mehr als einhundert Jahren noch eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für die Fischerei hatte, sind mit Ausnahme einer sich nur noch sporadisch fortpflanzenden Population in der Gironde (Südwest-Frankreich) zwischenzeitlich sämtliche Bestände erloschen - der letzte deutsche Bestand in der Eider vermutlich im Jahr 1969. Als maßgebliche Ursachen für den Bestandsrückgang werden die Verschlechterung der Wasserqualität durch die fortschreitende Industrialisierung, der Ausbau der großen Flüsse, der Bau von Wehren sowie die Fischerei auf Störe angesehen.

Aufgrund seiner akuten Gefährdung wird der Europäische Stör mittlerweile durch verschiedene internationale Übereinkommen geschützt. So unterliegt die Fischart nicht nur dem Washingtoner Artenschutzabkommen, sondern ist auch als streng zu schützende Tierart von gemeinschaftlichem Interesse in Anhang IV zur FFH-Richtlinie gelistet. Da bei einem möglichen Erlöschen des letzten verbliebenen Bestandes diese eindrucksvolle, bis zu 3,5 m lange und über 300 kg schwer werdende Fischart endgültig auszusterben droht, sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union verschiedene Verpflichtungen eingegangen, die auch eine Wiederansiedlung in Schlüsselregionen des ehemaligen Verbreitungsgebietes fordern.

Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung 2010 einen mit den Ländern abgestimmten „Nationalen Aktionsplan zum Schutz und zur Erhaltung des Europäischen Störs“ aufgestellt, durch den die notwendigen Grundlagen für die Arterhaltung und Wiederansiedlung in Deutschland geschaffen werden sollen.

Langfristige Ziele des Aktionsplans sind die Wiederherstellung eines sich selbst erhaltenden Störbestandes in deutschen Gewässern, sowie zur Zukunftssicherung im gesamten historischen Verbreitungsgebiet beizutragen."

 

Hier folgt das Grusswort des Landwirtschaftsministers im vollen Wortlaut:

Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 
Grußwort von Landwirtschaftsminister Christian Meyer zum 2. Störfest an der Oste am 11. Mai 2013

Sehr geehrte Damen und Herren, 
während der Europäische Stör vor mehr als einhundert Jahren noch eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für die Fischerei hatte, sind mit Ausnahme einer sich nur noch sporadisch fortpflanzenden Population in der Gironde (Südwest-Frankreich) zwischenzeitlich sämtliche Bestände erloschen - der letzte deutsche Bestand in 
der Eider vermutlich im Jahr 1969.

Als maßgebliche Ursachen für den Bestandsrückgang werden die Verschlechterung der Wasserqualität durch die fortschreitende Industrialisierung, der Ausbau der großen Flüsse, der Bau von Wehren sowie die Fischerei auf Störe angesehen.

Aufgrund seiner akuten Gefährdung wird der Europäische Stör mittlerweile durch verschiedene internationale Übereinkommen geschützt.

So unterliegt die Fischart nicht nur dem Washingtoner Artenschutzabkommen, sondern ist auch als streng zu schützende Tierart von gemeinschaftlichem Interesse in Anhang IV zur FFH-Richtlinie gelistet.

Da bei einem möglichen Erlöschen des letzten verbliebenen Bestandes diese eindrucksvolle, bis zu 3,5 m lange und über 300 kg schwer werdende Fischart endgültig auszusterben droht, sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union verschiedene Verpflichtungen eingegangen, die auch eine Wiederansiedlung in Schlüsselregionen des ehemaligen Verbreitungsgebietes fordern.

Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung 2010 einen mit den Ländern abgestimmten „Nationalen Aktionsplan zum Schutz und zur Erhaltung des Europäischen Störs“ aufgestellt, durch den die notwendigen Grundlagen für die Arterhaltung und Wiederansiedlung in Deutschland geschaffen werden sollen.

Langfristige Ziele des Aktionsplans sind

• die Wiederherstellung eines sich selbst erhaltenden Störbestandes in deutschen Gewässern, sowie 
• zur Zukunftssicherung im gesamten historischen Verbreitungsgebiet beizutragen.

Unter den zur Diskussion stehenden deutschen Flüssen weist die Oste stromab von Bremervörde die insgesamt günstigsten Bedingungen für einen Versuchsbesatz mit Jungstören auf, zumal dieser Flussabschnitt bis 1920 noch ein wichtiges Laichgewässer für diese Fischart war.

Zudem lassen sich hier auch die begleitenden Freilanduntersuchungen zum Abwanderverhalten der Jungstöre sowie bevorzugten Aufenthaltsbereichen durchführen. Nicht zuletzt werden die Aktivitäten zur Wiedereinbürgerung des Störs in der Oste durch eine sehr engagierte regionale Berufsfischerei und Angelfischerei 
unterstützt.

Besonders hervorzuheben ist hier der Gastgeber, die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der AG Osteland, welche aus 32 Fischereivereinen entlang der Oste besteht und insgesamt etwa 8.000 Angelfischer repräsentiert. 
Diese können bereits auf jahrzehntelange Erfahrungen bei der Restaurierung der Oste und ihrer Nebenbäche im Rahmen von erfolgreichen Wiedereinbürgerungsbemühungen von Lachs und Meerforelle zurückblicken.

Ich möchte der Arbeitsgemeinschaft deshalb an dieser Stelle ganz herzlich für Ihr hohes Engagement und die vielen Stunden Ihrer Freizeit, die sie der Oste und den Nebenbächen sowie dem Fischartenschutz widmen, danken.

Das anhaltende und rege öffentliche Interesse an dem Störprojekt zeugt davon, dass entlang der Oste bisher gute Arbeit geleistet wurde und geleistet wird!

Dem Teilprojekt zur Wiedereinbürgerung des Europäischen Atlantikstörs in der Oste kommt im Rahmen der Umsetzung des nationalen Aktionsplans eine besondere Bedeutung zu.

Hier wurden unter Federführung von Herrn Dr. Geßner vom Leibniz-Institut für Gewäs-serökologie und Binnenfischerei in Berlin - stellvertretend für die Gesellschaft zur Rettung des Störs - seit dem Jahre 2009 bereits etwa 2.400 Jungstöre von 12-30 cm Länge in die Oste eingesetzt. Anlässlich des 2. Störfestes sollen nun weitere 300 Jungstöre von Bremervörde aus ihre Reise in die Nordsee antreten.

Die sich in jüngster Zeit häufenden Wiederfänge aus der Unterelbe und dem unmittelbar vorgelagerten Küstenbereich sowie der dabei registrierte Zuwachs dieser Jungstöre können als ein erstes positives Zwischenergebnis gewertet werden. 
Sie zeigen, dass die Störe gute Lebens- und Ernährungsbedingungen finden und dass die Fluss- und Küstenfischerei dieses Projekt gut unterstützt. Das von der Projektleitung geäußerte Lob über die engagierte Mitarbeit seitens der Berufsfischer, die Besatzstöre registrieren und melden, ist für einen Fischereiminister natürlich besonders erfreulich zu hören.

Der Erfolg des Wiedereinbürgerungsprojekts wird sich spätestens ab dem Jahre 2025 zeigen, wenn die Rückkehr der ersten Laichstöre in die Oste erwartet wird.

Vor dem Hintergrund der langen Generationszeiten des Störs und seiner Lebensweise stellt die Wiedereinbürgerung des Europäischen Atlantikstörs in Elbe und Oste nach meiner Einschätzung ein sehr ehrgeiziges Fernziel des internationalen Artenschutzes dar.

Bis dahin werden noch eine Reihe von Hürden zu überwinden sein. Auf dem Weg zum Ziel sollten wir uns stets vor Augen halten, dass von den Maßnahmen am und im Gewässer, die dem Stör zugute kommen, auch eine große Anzahl weiterer Tierarten von Insektenlarven bis hin zu anderen Wanderfischarten wie z. B. Lachs, 
Schnäpel oder Meerneunauge profitieren können. Ich  wünsche dem Wiedereinbürgerungsprojekt und den daran beteiligten Akteuren weiterhin gutes Gelingen!

 


Älteste ihrer Zunft leiten die 
Rückkehr des Ostestörs ein

Drei der wohl letzten Störfischer von der Oste setzen Jungfische aus / Wiederansiedlung acht Jahrzehnte nach der Ausrottung / Volksfest am Sonnabend in Elm / AG Osteland sucht "Störpaten"

2. 5. 2013. Mit einem eindrucksvollen symbolischen Akt soll beim "2. Oste-Stör-Fest" am Sonnabend, 11. Mai, ab 14 Uhr in Bremervörde-Elm der Bogen geschlagen werden von der Ausrottung des urtümlichen Kaviarfischs vor rund 80 Jahren bis hin zu dem international beachteten Versuch, den Europäischen Stör in seinem einstigen Heimatgewässer wieder anzusiedeln.

Drei der letzten Oste-Störfischer von einst werden auf dem Steg des Bootsclubs in Elm (Landkreis Rotenburg), An der Oste 20a, den diesjährigen Jungfischbesatz starten: Der 93-jährige Oberndorfer Karl Ludwig sowie seine Weggefährten Hermann Meyer (94) und Herbert Rathjens (83) werden - Seite an Seite mit dem Elmer Ortsbürgermeister Erich Gajdzik - den Anfang machen, wenn diesmal insgesamt 250 Jungtiere aus französischer Nachzucht in die Oste ausgewildert werden.

Nachdem im vorigen Jahr der damalige Ministerpräsident David McAllister in Oberndorf (Kreis Cuxhaven) den 1000. Jungstör in die Oste entlassen hatte, kontaktierte die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. die drei alten Herren, die sich noch gut daran erinnern, dass 1934 der letzte Stör von Friedrich Stelling, Gastwirt aus Oberndorf,  in der "Hexenbucht" bei Hemmoor gefangen und für 200 Reichsmark verkauft wurde. Damit war der Bestand aufgrund von Gewässerverschmutzung und Überfischung vollends zusammengebrochen.

Die westeuropäische Version des urtümlichen Knochenfischs, der älter ist als die Dinosaurier, wäre von der Erde verschwunden, wenn nicht vor der französischen Gironde-Mündung ein weltweit allerletztes Vorkommen der betreffenden Art (Acipenser sturio) eine Nachzucht ermöglicht hätte. Aufgezogen im Leibniz-Institut für Gewässerkunde und Binnenfischerei in Berlin-Friedrichshagen, sollen diese Jungfische den Grundstock für die Rückkehr des grauen Riesen in die Oste und in andere Elbzuflüsse bieten.

Wie im vorigen Jahr in Oberndorf ist die Auswilderung der Störe, überwacht von dem Fischereibiologen Dr. Jörn Gessner von der Gesellschaft zur Rettung des Störs, in ein Volksfest eingebunden. Die Veranstaltung wird vom Bootsclub Elm ausgerichtet. Der Festausschuss um die Elmer Carsten Holst und Benjamin Horst hat viele Anbieter von Leckereien und eine Reihe von Vereinen gewonnen, die für ein buntes Programm sorgen.

Für Kinder veranstaltet der Drochterser Modellbauclub ein Wasserballturnier mit Modellbooten. Für Unterhaltung sorgen der Spielmanns- und Musikzug Elm und "Die Elmbachtaler" sowie die Kinder des Elmer Kindergartens. Die Tourist-Info Bremervörde, die Jägerschaft Elm und die AG Osteland sind mit Informationsständen vertreten, auch DLRG und Feuerwehr sind mit von der Partie.

Gegen eine Spende können die Teilnehmer "Störpaten" werden und den von ihnen benannten Jungfisch eigenhändig aussetzen. Eine Urkunde bestätigt die Patenschaft, bei einem Wiederfang der markierten Tiere werden die Forscher den jeweiligen Paten informieren. Mittlerweile haben  Berufsfischer bereits 20 Jungtiere entdeckt (und nach der Registrierung wieder ausgesetzt), davon vier aus der Oste, so dass sich die Wege der Wanderfische nachvollziehen lassen.

Eingeladen zum 2. Störfest sind - ebenso wie im vorigen Jahr - Vertreter aus Politik, Sportfischerei und Naturschutz von der gesamten Oste. Außerdem erwarten der Vorstand des BC Elm um Hermann Wiebke, Reinhold Grasbeunder und Reinhard Mayer und Hafenmeister Uwe Neugebauer etliche Sportboote der Skipper aus Oberndorf, mit denen die Elmer eine enge Verbindung pflegen.

Auskunft über die einstige Störfischerei geben nicht nur die Letzten ihrer Zunft, bei denen sich auch schon das Fernsehen angesagt hat und deren Erinnerungen die Osteland-Aktiven Schütz und Lemke aufgezeichnet haben. Ausrottung und Wiederkehr der Oste-Störe sind auch Thema einer in Elm gezeigten Ausstellung, für die der Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche (Osten) viele Dokumente aus alten Zeiten zusammengetragen hat.

Über den Stör informieren darüber hinaus auch etliche Exponate der neuen Dauerstellung im Natureum Niederelbe an der Ostemündung in Balje (Landkreis Stade) sowie die AG-Osteland-Website www.oste-stoer.de.

 


AG Osteland plant ein 
Volksfest für den Stör

Bremervörde-Elm feiert am 11. Mai die Wiederansiedlung des Kaviarfischs / Blasmusik, Hüpfburg und Modellbooten / Europaweit beachtetes Artenschutzprojekt 

5. 4. 2013. Das kleine Dorf Elm bei Bremervörde, unweit des "Drei-Länder-Ecks" der Oste-Landkreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg, ist demnächst erneut Schauplatz eines Ereignisses von überregionaler Bedeutung: Nach dem 9. Tag der Oste im Februar findet in dem Bremervörder Ortsteil am Sonnabend, 11. Mai, ab 14 Uhr das "2. Oste-Störfest" statt.

Ein Jahr nach der Premiere in Oberndorf (Kreis Cuxhaven), wo der seinerzeitige Ministerpräsident David McAllister den 1000. Jungstör in die Oste ausgewildert hat, soll die Wiederansiedlung des hier einst ausgerotteten urzeitlichen Kaviarfischs mit einem Volksfest gefeiert werden.

Als Veranstalter hat die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische der AG Osteland den Bootsclub Elm gewonnen, der Vereinshaus, Gelände und Anleger an der Oste zur Verfügung stellt. 

Im Mittelpunkt steht die erneute Auswilderung von mehreren hundert Stören der einstmals auch in der Oste heimisch gewesenen Art Acipenser sturio, die europaweit lediglich in der südfranzösischen Gironde überlebt hat. 

Von den "Franzosen" abstammende und im Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei nachgezüchtete Jungstöre werden unmittelbar vor der Veranstaltung in Spezialbehältern an die Oste gebracht, wo der Fischereibiologe Dr. Jörn Geßner von der Gesellschaft zur Rettung des Störs den Besatz leitet.

Die Festteilnehmer erwartet ein besondere Attraktion: Gegen eine kleine Spende können Besucher eigenhändig Jungtiere in die Oste einsetzen und auf diese Weise, durch eine Urkunde bescheinigt, "Störpate" werden. 

Den ersten Stör des Tages wird Schirmherr und Ortsbürgermeister Erich Gajdzik auswildern, wie AG-Osteland-Wanderfischexperte Wolfgang Schütz ankündigt; Schütz ist zugleich Sprecher der Ostepachtgemeinschaft, der am längsten Nebenfluss der Niederelbe 22 Vereine mit 5700 Sportfischern angehören.

Der Festausschuss um die Elmer Carsten Holst und Benjamin Horst hat viele Anbieter von Leckereien und eine Reihe von Vereinen gewonnen, die für ein buntes Programm sorgen. Für Kinder steht eine Hüpfburg bereit, ausserdem veranstaltet der Drochterser Modellbauclub ein Wasserballturnier mit Modellbooten. Für Unterhaltung sorgen der Spielmanns- und Musikzug Elm und "Die Elmbachtaler" sowie die Kinder des Elmer Kindergartens. Die Tourist-Info Bremervörde, die Jägerschaft Elm und die AG Osteland sind mit Informationsständen vertreten, auch DLRG und Feuerwehr sind mit von der Partie.

Eingeladen zum 2. Störfest sind - ebenso wie im vorigen Jahr - Vertreter aus Politik, Sportfischerei und Naturschutz von der gesamten Oste. Außerdem erwarten der Vorstand des BC Elm um Hermann Wiebke, Reinhold Grasbeunder und Reinhard Mayer und Hafenmeister Uwe Neugebauer etliche Sportboote der Skipper aus Oberndorf, mit denen die Elmer eine enge Verbindung pflegen.

Während des Störfests zeigt die AG Osteland eine von ihrem Vorsitzenden Jochen Bölsche gestaltete Wanderausstellung mit dem Titel "Die Rückkehr des grauen Riesen", die der Ausrottung und der Wiederansiedlung des Störs in der Oste gewidmet ist. Informiert werden soll auch über das neue GPS-Navi-Projekt "Stör Stups und Reiher Ralf" des Stader Vereins zur Förderung von Naturerlebnissen e.V., das von diesem Sommer an Kindern die Oste-Natur in Bild und Ton nahebringen soll.

Nach Einschätzung der Arbeitsgemeinschaft Osteland, die das Ostestör-Projekt seit fünf Jahren begleitet, begründen die bisherigen Wiederfangergebnisse die Hoffnung, dass sich der Ansiedlungsversuch eines Tages als ebenso erfolgreich erweisen wird wie ein anderes Vorhaben der Sportfischer: Um die Jahrtausendwende ist es ihnen gelungen, den hier ebenfalls einst ausgerotteten Lachs wieder heimisch zu machen. In Fachkreisen gilt die Oste heute als "Deutschlands Lachsfluss Nummer eins". 

Auch das aktuelle Artenschutzprojekt findet Beachtung in der internationalen Fachwelt, aber auch in der deutschen Angelpresse sowie immer wieder in Funk und Fernsehen. "Auf diese Weise," freut man sich in der AG Osteland, "trägt der Stör auch dazu bei, bundesweit Interesse für den einstmals 'vergessenen Fluss' zu wecken und den sanften Tourismus am Fluss zu beleben."

 

Schildbürgerstreich 
im Jubiläumsjahr?

Wirbel um Geversdorfer Oste-Klappbrücke / Öffnungszeiten zur Disposition gestellt / "Nadelöhr für den blauen Tourismus" / AG Osteland in "Alarmstimmung"

3. 4. 2013. Unter Wassersportlern und -touristikern an der Oste herrscht Unruhe: Nach Informationen aus Hannover sollen aus finanziellen Gründen "Änderungen im Betrieb" der Oste-Klappbrücke in Geversdorf (Landkreis Cuxhaven) vorgenommen werden, die nach Auffassung der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. ein "Nadelöhr für den blauen Tourismus" am längsten Nebenfluss der Niederelbe darstellt.

Die über 500 Mitglieder starke "Lobby für die Oste" ist in Alarmstimmung. Sie befürchtet, dass sich ein "Schildbürgerstreich" anbahnen könnte. Nachdem in den vergangenen Jahren weit über eine Million Euro in eine Kette neuer Schiffsanleger investiert worden ist und nachdem der Osteland-Arbeitskreis "Blaues Netz Oste"  das Revier an der gesamten Küste und auf Bootsmessenmit einem ehrenamtlich erstellten 24seitigen "Hafenführer" beworben hat, könnte eine Reduzierung der Brückenöffnungszeiten einen Rückschlag für alle Bemühungen bedeuten, wieder Wassersportler für den lange Zeit "unbekannten Fluss" zu begeistern.

Der Einschnitt droht ausgerechnet im Jubiläumsjahr der Klappbrücke: Am Sonntag, 8. September, will die Gemeinde Geversdorf mit einem "Brückenfest" das 25-jährige Bestehen der Flussquerung feiern, die seit 1988 die alte Fährverbindung ersetzt und die zu den Etappenzielen der Deutschen Fährstrasse Bremervörde - Kiel und des neuen Oste-Radwegs Tostedt - Balje zählt.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die als Eigentümerin für den Betrieb der Brücke zuständig ist, weist auf "rückläufige Brückenöffnungen" hin. Eine Reduzierung der Öffnungszeiten oder die Einführung umständlicher Anmeldeprozeduren aber würde nach Auffassung des "Blauen Netzes", so dessen Sprecher Bernd Jürgens  (Hemmoor), die Bemühungen erschweren, Segelsportler für spontane Abstecher in die Oste zu gewinnen. Betroffen wären in erster Linie die - seit Jahren auch um Gastlieger werbenden - Sportboothäfen oberhalb der Brücke in Geversdorf, wo gerade erst ein neues Hafen- und Sanitärhaus gebaut worden ist, sowie in Oberndorf, Schwarzenhütten und Osten.

Gerade für das laufende Jahr hat die AG Osteland ihre Bemühungen intensiviert, den reizvollen Fluss mit einer breit gestreuten Kampagne zu bewerben. Mitgliedsvereine werben für ihre Häfen und Heimatorte nicht nur im international verbreiteten Seglerhandbuch "Sejleren's", dessen 2013er Ausgabe bereits auf dem Markt ist. Vom 6. bis 8. September findet im Rahmen des "Nordsee-Elbe-Cups" die Oberndorfer Regatte "Rund Medemgrund" statt.

Bereits zur Jahreswende sind Vereine überall im Norden mit Info-Blättern der AG Osteland außerdem zu einem großen "Absegeln / Abmotoren bei Freunden an der Oste" vom 20. bis 22. September eingeladen worden. Erwartet werden bis zu 165 Boote, für deren Crews die Touristiker der Samtgemeinden Am Dobrock und Hemmoor Sonderprogramme in Neuhaus (60 Liegeplätze) sowie in Oberndorf (45 Liegeplätze), Hemmoor-Schwarzenhütten (20 Liegeplätze) und Osten (40 Liegeplätze) vorbereitet haben.

Die AG Osteland befürchtet - wenn neben der Tide auch wechselnde Öffnungszeiten berücksichtigt werden müssen - einen Rückschlag für die seit einigen Jahren mit Erfolg unternommenen Versuche, Großsegler wie die "Albatros" oder schleswig-holsteinische Fahrgastschiffe wie die "Adler Princess" und die "Germania" für Oste-Touren zu gewinnen. Beeinträchtigt werden könnte unter Umständen auch der Betrieb des Oste-Fahrgastschiffs "Mocambo".

Nachdem die Oste ihren Status aus Bundeswasserstraße verloren hat, ist der Landkreis Cuxhaven zuständig für den Vollzug der neuen "Verordnung über das Befahren der Oste". Das Landkreis-Amt für Wasser- und Abfallwirtschaft, das vom Land um Zustimmung zu einer Neuregelung gebeten worden ist, will die geplanten Änderungen in einer Informationsveranstaltung vorstellen, die am Montag, 15. April, 10 Uhr, im Cadenberger Ratssaal beginnt.

Seit die Geversdorfer Klappbrücke vor einem Vierteljahrhundert die dort verkehrende Oste-Fähre ersetzt hat, gilt die Regelung, dass sie zu jeder Zeit passiert werden kann. Die Durchfahrtsbreite beträgt 22 Meter, die Durchfahrtshöhe bei geschlossener Brücke 3,8 Meter bei Mittlerem Tidenhochwasser. Auf Anforderung über UKW-Seefunk (Kanal 69), über Tel. 04752-7121 oder mit Signalhorn (zwei lange Töne) wird die Brücke zur vollen und halben Stunde geöffnet.

Web-Tipp: 
www.blaues-netz-oste.de

 


Die "Lobby für die Oste" geht 
gut aufgestellt ins zehnte Jahr

AG Osteland verleiht Goldenen Fährmann / Grünes Netz Oste in Gründung / Störfest, Absegeln und neues Buch geplant / Ende der "Franzosenzeit" ist neues historisches Jahresthema am Fluss

19. 3. 2013. Mit einstimmig im Amt bestätigten Vorstandsmitgliedern, steigenden Mitgliederzahlen, soliden Finanzen und einem vielfältigen Programm geht die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. in das zehnte Jahr ihres Bestehens.

Einen Rekordbesuch von fast hundert Teilnehmern aus drei Landkreisen verzeichnete der Verein, der sich als Lobby für den 1800 Quadratkilometer großen Einzugsbereich der Oste versteht, bei seiner Jahreshauptversammlung im Gasthof Meier in Gräpel (Landkreis Stade).

Schatzmeister Johannes Schmidt aus Hemmoor und der 1. Vorsitzende Jochen Bölsche aus Osten (Landkreis Cuxhaven) - beide ohne Gegenstimme im Amt bestätigt - berichteten über eine Kassenführung, die, so Rechnungsprüfer Heino Grantz, "besser gar nicht sein könnte", sowie über die vielfältigen Aktivitäten der vergangenen und der kommenden Amtszeit.

Zu den wichtigsten Aktivposten des Vereins, so Bölsche in seinem Rechenschaftsbericht, zählten Bürgersinn und Bürgerengagement der mittlerweile über 500 Mitglieder.

Sieben Mitstreiter wurden in der Versammlung mit einer Urkunde und der Ehrennadel "Goldener Fährmann" für ihre Verdienste um die AG Osteland geehrt: aus dem Kreis Cuxhaven Hanni Milan und Heino Grantz aus Hemmoor, Matthias Holl aus Oberndorf und Gerhard Reibe aus Hechthausen, aus dem Kreis Stade Karin Plate aus Gräpel und aus dem Kreis Rotenburg Kurt Ringen aus Hanstedt und Hans-Hermann Tiedemann aus Elm.

Zu den Höhepunkten des Geschäftsjahres zählten laut Rechenschaftsbericht die von Bundespräsident Joachim Gauck auf Schloss Bellevue vorgenommene Würdigung der Vereinsarbeit, insbesondere der Initiierung der Deutschen Fährstrasse Bremervörde - Kiel.

Erfreut zeigt sich ist Verein über den Antrag auf Anerkennung der beiden deutschen Schwebefähren als Weltkulturerbe, der vom jetzigen Kieler Innenminister und früheren Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner auf den Weg gebracht worden ist. Als Erfolg gewertet wird auch der jüngste "Tag der Oste" in Elm (Landkreis Rotenburg) mit fast 300 Teilnehmern, der mit dem Festvortrag des prominenten Naturschützers Uwe Baumert der Vermaisung, dem Artenschwund und der Gewässerbelastung in der Flussregion gewidmet war.

Dadurch angeregt, will die AG Osteland die Naturschutz-Bemühungen im mittleren Drittel des Elbe-Weser-Dreiecks in einem verbands- und kreisübergreifenden neuen Gesprächskreis für Umwelt, Natur und Landeskultur bündeln. Ansprechpartner für das neue "Grüne Netz Oste" sind der 2. Vorsitzende des NABU-Kreisverbandes Bremervörde - Zeven, Hans-Hermann Tiedemann aus Elm (Landkreis Rotenburg) und der Landschaftsökologe Rainer Schurr aus Kehdingbruch (Landkreis Cuxhaven).

Vorbild ist das innerhalb der AG Osteland vor drei Jahren gegründete "Blaue Netz Oste", in dem über 100 Wassersportler, Angler und Gewässerschützer zusammenarbeiten.

Dieser Arbeitskreis plant, wie Vorstandsmitglied Bernd Jürgens (Hemmoor) ankündigte, unter anderem die Neuauflage seines beliebten Boots- und Hafenführers - mit neuen Befahrensregeln für die Obere Oste - sowie vom 20. bis 22. September erstmals ein großes Absegeln / Abmotoren mit Freunden aus der gesamten Oste- und Niederelberegion.

Für den Osteland-Arbeitskreis Wanderfische werden, wie "Störvater" Wolfgang Schütz (Osten) ankündigte, nach der feierlichen Freisetzung des 1000. Jungstörs letztes Jahr in Oberndorf (Kreis Cuxhaven) die international beachteten Bemühungen um die Wiederansiedlung des urtümlichen Kaviarfischs in der Oste fortgesetzt. Bei einem "2. Oste-Störfest" am Sonnabend, 11. Mai, sollen gemeinsam mit dem Bootsclub Elm erneut junge Störe aus französischer Nachzucht ausgewildert werden.

Dass neben den Wanderfischen auch das Osteland-Projekt "Krimiland Kehdingen-Oste" weiterhin dazu beiträgt, die Region über Presse, Funk und Fernsehen bekannter zu machen, zeigte der Bericht von Vorstandsmitglied und Diplom-Bibliothekarin Renate Bölsche (Osten).

Nach diversen literarischen Veranstaltungen wie der Präsentation des von Reinhold Friedl verfassten 50. Oste-Krimis voriges Jahr im Natureum Niederelbe steht 2013 neben mehreren Krimitheater- und Krimidinner-Terminen demnächst ein ganz besonderes Ereignis an: die Ausstrahlung des vom ZDF verfilmten, in der Region angesiedelten Krimis "Blaufeuer" von Oste-Kulturpreisträgerin Alexandra Kui.

Nach dem im vorigen Herbst erschienenen Band "Ufergeflüster" mit Geschichten aus der Geschichte der Flussregion von Dietrich Alsdorf will die AG Osteland ein weiteres - ihr sechstes - Buch herausgeben. Thema werden die kulinarischen Köstlichkeiten am längsten Nebenfluss der Elbe sein.

Über die positive Entwicklung des Fahrradtourismus berichtete Osteland-Vorstandsmitglied und Samtgemeinde-Touristiker Michael Johnen aus Cadenberge (Landkreis Cuxhaven). Großer Beliebtheit, auch auf Reisemessen, erfreue sich ein von der AG Osteland erstelltes und finanziertes Faltblatt.

Diese Karte zeigt erstmals mit gesamte Flussregion und wirbt für die Deutsche Fährstrasse sowie deren 2012 eingeweihte Ergänzung, den 140 Kilometer langen "Oste-Radweg", der die Quellregion bei Tostedt mit der Mündung verbindet. Durch die geplante Fahrradstation am Vörder See in Bremervörde sowie die neue Dauerausstellung und das künftige Empfangsgebäude im Natureum Niederelbe in Balje (Kreis Stade) wird die Flussroute eine weitere Attraktivierung erfahren.

Die Moore an der Oste sind das Thema der auch in diesem Jahr von Vorstandsmitglied Albertus Lemke aus Oberndorf organisierten traditionellen Wanderung am 1. Mai. Am 15./16. September lädt die AG Osteland zu einer Gemeinschaftsfahrt nach Rendsburg ein, wo die zweitälteste deutsche Schwebefähre dieses Jahr ihr Hundertjähriges feiert. Für den 1. Advent ist eine Schiffstour von Brunsbüttel über Elbe und Oste zum Weihnachtsmarkt nach Oberndorf geplant.

Eine pessimistisch stimmende Entwicklung, die ungesicherte Zukunft vieler Dorfschulen, war Thema eines Referates des Theatermachers Hartmut Behrens, der sich wie Dutzende anderer Osteland-Mitglieder mit geplanten Demonstrationen und Info-Veranstaltungen unter dem Motto "SOS Dorfschule" für das Fortbestehen gefährdeter Grundschulen wie in Oberndorf oder Elm einsetzt.

Ebenso wie die IHK Stade in einer soeben erschienenen Expertise ("Schul-Atlas") betont die AG Osteland die Vorzüge kleiner, nahegelegener Schulen gerade für kleine Kinder.

Eine Zeitreise in die Vergangenheit bieten auch in den kommenden Monaten die Angebote der AG Osteland zur Heimatgeschichte, über die der 2. Vorsitzende Walter Rademacher aus Neuhaus (Kreis Cuxhaven) berichtete. Nachdem 2012 die Erarbeitung einer Osteland-Wanderausstellung zum 50. Jahrestag der Februarflut 1962 - mit aktuellen Bezügen zum Thema Elbvertiefung - im Mittelpunkt gestanden hatte, ist nunmehr der 200. Jahrestag des Endes der "Franzosenzeit" das historische Thema des Jahres am Fluss.

Nachdem Uwe Heins aus Kehdingbuch (Kreis Cuxhaven) über die geplanten Kostümführungen und ein Historienfest vom 2. bis 6. Oktober in Neuhaus berichtet hatte, rundete ein fachkundiger Vortrag des Ostener Ortsheimatpflegers Frank auf dem Felde über "Napoleon im Osteland" die Jahreshauptversammlung ab. Der Referent verabschiedete sich mit dem Wort "Tschüss" - abgeleitet von Adieu, einer der vielen Erinnerungen an die Franzosenzeit.

 


"Wasserqualität der  
Oste ist sehr fragil"

Sportfischer mahnen: Vermaisung bedroht seltene Fischarten / Demnächst 23 Vereine mit rund 6000 Mitgliedern / Störfest in Bremervörde-Elm geplant

3. 3. 2013. Noch gelte die Oste als ein "durchschnittlich gesundes Gewässer", doch die Gewässerqualität sei "sehr fragil". Diese Warnung äußerte Gewässerwart Karl-Heinz Lengner (Otterndorf) am Sonntag in der Hauptversammlung der Ostepachtgemeinschaft (OPG) der Sportfischervereine der Elbe-Oste-Region im Ostener Hotel "Fährkrug", die vom 1. Vorsitzenden Wolfgang Schütz geleitet wurde. 

Lengner hat eigene Messungen im längsten Nebenfluss der Niederelbe angestellt. Der langjährige Brandenburger Landesverbandsgewässerwart sieht die Wasserqualität der Oste bedroht durch Versandung und andere Belastungsfaktoren, die mit zunehmendem Maisanbau und Grünlandumbrüchen am Oberlauf im Landkreis Rotenburg einhergehen und die angelaufene Wiedereinbürgerung empfindlicher Fischarten wie des Europäischen Störs gefährden könnten.

"Was von oben runterkommt, ist nicht so schön," urteilte Lengner. "Wir müssen die Vermaisung im Auge behalten - das kann gefährlich werden für empfindliche Fischarten." Damit unterstrich Lengner Warnungen des Diplom-Biologen Ralf Gerken (Scheeßel) vom Landessportfischerverband Niedersachsen, der bereits letztes Jahr erklärt hatte, die teilweise bis an die Ufer reichende Vermaisung bewirke eine verstärkte Versandung von Laichgewässern: "Wenn wir die Sandeinträge nicht in den Griff kriegen, scheitert die Wiederansiedlung."

Auf positive Auswirkungen des europaweit beachteten Oste-Stör-Vorhabens wies Jochen Bölsche hin, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. Das im Funk und Fernsehen sowie in der gesamten deutschen Anglerpresse präsentierte Artenschutzprojekt habe - ebenso wie die zuvor geglückte Rettung des Lachses - das Interesse von Sportfischern und anderen Naturfreunden an der Oste belebt und sei daher auch für die Tourismuswirtschaft bedeutsam. Erfreulich sei auch, dass es mittlerweile gelungen sei, Wanderfischbarrieren am Oberlauf im Raum Sittensen zu beseitigen und am Unterlauf das Basbecker Mühlenfleet in Hemmoor fischdurchgängig zu machen.

Nach dem Oberndorfer Störfest im vorigen Jahr, bei dem der damalige Ministerpräsident David McAllister den 1000. Jungstör aus französischer Nachzucht der Oste übergab, ist, wie der OPG-Vorsitzende Schütz mitteilte, ein ähnliches Ereignis am 11. Mai in Bremervörde-Elm geplant. Dort sollen beim "2. Oste-Stör-Fest", veranstaltet vom Bootsclub Elm in "sehr guter Zusammenarbeit" mit dem AG-Osteland-Arbeitkreis Wanderfische, weitere Jungfische freigesetzt werden, für die Naturfreunde gegen eine Spende "Störpatenschaften" übernehmen können.

Wie Schütz weiter berichtete, scheinen die bisherigen Stör-Besatzaktionen erfolgversprechend zu verlaufen. Den Tieren, die im Einzugsbereich der Elbe wieder angesiedelt worden sind, gehe es offenbar gut. Das zeigten 23 Jungfische aus französischer Nachzucht, die allein in letzter Zeit an der Nordseeküste zwischen Dänemark und Holland von Berufsfischern wie dem Geversdorfer Walter Zeeck gefangen (und wieder freigelassen) worden sind, darunter vier Exemplare, die in der Oste ausgewildert worden waren. 

Die Störe, die der Freisetzung 20 bis 25 Zentimeter lang waren, sind mittlerweile auf 45 Zentimeter angewachsen. An den urtümlichen Knorpelplatten, die ihren Körper bedecken, haben sich in freier Wildbahn, nach dem Verlassen der Aufzuchtbecken, kleine Spitzen ausgebildet, die den Tieren einen gewissen Schutz gegen natürliche Feinde wie Hecht und Kormoran bieten können. Das berichtete der Projektleiter Dr. Jörn Gessner vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei kürzlich bei einem Besuch an der Oste.

Auch in diesem Jahr wird die OPG erneut Bestände bedrohter Arten stützen, zum Beispiel durch die Auswilderung junger Aale sowie von Meerforellen aus der Zuchtanlage in Kleinmühlen bei Lamstedt. Allerdings konnten dort in dieser Saison nur 20.000 Meerforelleneier aufgelegt werden, weil beim Elektrofischen fast nur Milchner gefangen worden seien, wie Egon Boschen in der OPG-Versammlung mitteilte.

Sorgen bereitet den rund 6000 Sportfischern der Region der Zugang zu ihren Pachtgewässern, der im Zuge von Deich- und Befestigungsarbeiten zunehmend durch Uferzäune versperrt wird. Mit Hilfe des Unterhaltungsverbandes Untere Oste wollen die Angler nun in Eigenarbeit Tore und Übertritte schaffen.

Unzufrieden zeigen sich die Vertreter einiger Vereine darüber, dass die"Pütten",  die etwa bei Kranenburg, Brobergen und Blumenthal im Landkreis Stade bei Ausdeichungen und durch Bodenentnahme entstehen, nicht zum Beangeln freigegeben werden sollen. Hier strebt die OPG an, dass ein Teil der neuen Gewässer zur Hege und Pflege den anerkannten Sportfischerverbänden überlassen wird.

Über eine zufriedenstellende Finanzlage konnte Thorsten Stobbe (Osten) berichten, dem die Rechnungsprüfer eine exzellente Kassenführung bescheinigten. Als neues Mitglied erwartet die OPG demnächst den Angelsportverein Horneburg. Damit werden dem Zusammenschluss insgesamt 23 Vereine aus der Elbe-Oste-Region angehören. 

Den Abschluss der Versammlung bildete ein Vortrag des Otterndorfer Chemikers und Fischereisachverständigen Dipl.-Ing. Egon Prexl über einen von ihm entwickelten und mittlerweile patentierten "Fischretter". Mit Hilfe dieses Gerätes können Feuerwehren, so Prexl, im Notfall den Sauerstoffgehalt eines Gewässers schnell und effizient erhöhen, um so einem Fischsterben vorzubeugen.

 


AG Osteland für ein "Land  
der Erneuerbaren Energien"

Ja zur Windkraft, Nein zu Fehlentwicklungen und falschen Standorten / Kritik an Vermaisung und Gasfabrik im Trinkwasserschutzgebiet / Baumert spricht beim "Tag der Oste" in Bremervörde-Elm

8. 2. 2013. Eine Zukunftschance sieht die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. für die Region zwischen Elbe und Weser, wenn sie sich als "Land der Erneuerbaren Energien" versteht. Das schließe jedoch nicht die Verpflichtung aus, einzelne Fehlentwicklungen zu kritisieren und nach Möglichkeit zu verhindern. 

Als negativ bewertet die über 500 Mitglieder starke "Lobby für die Oste" die in der Vergangenheit "ohne jedes Augenmaß betriebene Vermaisung" insbesondere des Landkreises Rotenburg und den geplanten Bau einer Methangasfabrik im Trinkwasserschutzgebiet an der Oberen Oste bei Groß Meckelsen (Samtgemeinde Sittensen).

Abgelehnt hatte die AG Osteland bereits 2010 auch den Bau eines Windparks in der Nähe der Schwebefähre Osten - Hemmoor (Landkreis Cuxhaven), die für das Unesco-Weltkulturerbe vorgeschlagen worden ist. Bei einem neuerdings diskutierten alternativen Windpark-Standort an der Ostener Grenze zu Drochtersen (Landkreis Stade) dagegen ist, so der Vorstand der AG Osteland in seiner jüngsten Sitzung in Bremervörde-Elm, eine Kollision  mit dem Weltkulturerbeantrag oder mit Naturschutzbelangen "nicht erkennbar".

In einer Informationsveranstaltung in Osten haben sich unter anderem auch die Umweltschützer Georg Ramm (BUND-Kreisverband Cuxhaven) und Dr. Manfred Toborg - beide Mitglied der AG Osteland - für den Bürgerwindpark Altendorfer Moor ausgesprochen, der in deutlicher Distanz zur Schwebefähre entstehen soll.

Dem konfliktträchtigen Thema Erneuerbare Energien ist der Festvortrag gewidmet, den der profilierte Natur- und Umweltschützer Uwe Baumert, stellvertretender NABU-Landesvorsitzender und AG-Osteland-Mitglied, beim 9. "Tag der Oste" am Sonntag, 17. Februar, in "Schmomaker's Landgasthof" in Bremervörde-Elm halten wird.

Vor rund 250 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Vereinsleben wird die Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V. zum neuntenmal ihren mit 3.500 Euro dotierten Oste-Kulturpreis "Der Goldene Hecht" verleihen. Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche will mit seinem traditionellen Referat "Das Jahr an der Oste" erneut Entwicklungen und Perspektiven für die Region aufzeigen. 

Der 2005 erstmal veranstaltete "Tag der Oste" steht unter der Schirmherrschaft der Oste-Landkreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg/Wümme.

 



Zum 10. Jahr der "Fährienstraße" 
Dank an die Osteland-Tourenleiter

Ferienroute stiftet Freundschaft zwischen Schwebefähren-Orten / Radweg findet internationale Resonanz / "One of Germany’s Top 3 Scenic Routes" /  Neue Attraktionen zwischen Ostequellen und Ostsee

9. 2. 2013. Die 2003 an der Oste konzipierte Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel geht in ihr zehntes Jahr. Aus diesem Anlass hatte die Trägerin der Route, die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., Helfer und Freunde zu einem Erinnerungsabend mit Beamerschau und Matjesbüffet auf den idyllischen Berthof in Hechthausen-Kleinwörden eingeladen, der direkt an der Ferienroute liegt, die zwischen Oste und Ostsee 50 Fähren, Brücken und andere maritime Sehenswürdigkeiten verbindet.

In Anwesenheit von Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahradclubs (ADFC) und des jungen Vereins Radsport Hemmoor dankten die Vorsitzenden der AG Osteland, Jochen Bölsche und Walter Rademacher, mit einem Präsent dem Ostener Ehepaar Peter und Marlene Prüß. Die langjährigen Tourenleiter des Vereins haben eine Reihe von Gruppenfahrten sowohl auf der "Fährienstraße" als auch auf ihrer 2012 eröffneten Fortsetzung organisiert, dem 145 Kilometer langen Oste-Radweg von Tostedt (Landkreis Harburg) bis Balje (Landkreis Stade), der den längsten Nebenfluss der Niederelbe von den Quellen bis zur Mündung begleitet.

Begrüßt wurden in der Veranstaltung auch der Initiator des Oste-Radwegs, ADFC-Tourenplaner Klaus Feldmann aus Grasberg (Landkreis Osterholz-Scharmbeck). Die von ihm entwickelte Route wird von der AG Osteland ebenso wie die Deutsche Fährstraße zurzeit auf 35.000 Gratis-Faltkarten propagiert, die unter anderem von den Touristikern der Landkreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg auf Reisemessen angeboten werden.

Die nächste - bereits ausgebuchte - Gruppenbefahrung der Deutschen Fährstraße plant für diesen Sommer der Verein Radsport Hemmoor, wie dessen Radtouristik-Leiter Dieter Tiedemann ankündigte. Der Verein hat sich damit für eine Route entschieden, die längst auch international Resonanz findet: Sie diente schon zweimal eigens nach Deutschland angereisten japanischen Touristikprofis als Vorbild und wird von der Deutschen Zentrale für Tourismus mittlerweile in allen Weltsprachen beworben, darunter Russisch und Chinesisch. 

Vom mdr-Fernsehpublikum war die maritime Route schon früh auf Platz zwei der "Traumstraßen Deutschlands" gewählt worden. Neuerdings präsentiert das britische Tourismus-Portal mygermancity.com die "German Ferries Route" als "one of Germany’s Top 3 Scenic Routes", wie der Osteland-Vorsitzende Bölsche mitteilte, dessen Initiative für die Gründung der Ferienstraße kürzlich beim Neujahrsempfang von Bundespräsident Joachim Gauck auf Schloss Bellevue gewürdigt worden war.

Seit ihrer Eröffnung ist der Charakter der Ferienstraße, wie die Rückschau zeigte, durch viele Osteland-Mitstreiter in Kommunen und Vereinen durch weitere Attraktionen verstärkt worden, darunter eine historische Ausstellung an der Fähre in Brobergen (Kreis Stade), die neue Ostefähre "Püttenhüpper", die Welt-Schwebefähren-Infomeile und die museale Ostener "Fährstuv" in der Samtgemeinde Hemmoor, die Modell-Prahmfähre in Oberndorf (Kreis Cuxhaven) und die maritimen Ausstellungen im restaurierten alten Leuchtturm in Balje und im Küstenschifffahrtsmuseum in Wischhafen (beides Samtgemeinde Nordkehdingen). 

In der neuen Saison wird die 250 Kilometer lange Route mit dem Slogan "Frohe Fährien im frischen Norden" zusätzlich aufgewertet. Angestrebt werden unter anderem eine Neugestaltung des Ostener Fährplatzes und des Hemmoorer Fährkopfes sowie neue Fahrradstationen im Eingangsbereich des Natureums Niederelbe und am Historischen Kornspeicher in Freiburg (Landkreis Stade).

Auch in Schleswig-Holstein hat die Einrichtung der Ferienroute Bremervörde - Kiel nachhaltige Folgen bewirkt: Hervorgegangen aus ersten Gesprächen zur Fährstraßen-Gründung 2003 in Madrid mit den Bürgermeistern der Schwebefähren-Gemeinden Rendsburg und Osterrönfeld ist unter anderem eine lebendige Gemeindepartnerschaft zwischen den Osten und "O'feld". In dem mit den Kommunalpolitikern aller Schwebefähren-Kommunen gebildeten "Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren" innerhalb der AG Osteland ist die Weltkulturerbe-Initiative entwickelt worden, die insbesondere der bisherige Rendsburger Bürgermeister und neue Kieler Innenminister Andreas Breitner vorangetrieben hat.

Vertieft wurden die von Schützen- und anderen Vereinen gepflegten guten Kontakte zwischen den Gemeinden an der Deutschen Fährstraße durch die jüngst beschlossene Benennung einer Osterrönfelder Straße in "Ostener Ring" und durch die Einweihung eines großformatigen Wandbildes am Nord-Ostsee-Kanal, das die beiden deutschen Schwebefähren zeigt. 

Für das Wochenende 14./15. September organisiert die AG Osteland erneut - bereits zum fünften mal - eine Gruppenreise für Vertreter von Kommunen und Vereinen an der Oste an den Nord-Ostsee-Kanal. Anlass sind die Feierlichkeiten in Rendsburg und Osterrönfeld zum 100-jährige Bestehen der gigantischen Kanalbrücke mit der zweitältesten deutschen Schwebefähre. An einem eigenen Stand wollen die Fahrradfreunde von der Oste auf dem Fest auch für die "Fährienstraße" und für ihren neuen Oste-Radweg werben.

 



"Osteland als Marke etabliert"

Arbeitsgemeinschaft geht ins zehnte Jahr / "Tag der Oste" mit Uwe Baumert im Landkreis Rotenburg / Schwerpunktthema 2013:  Naturschutz in der Flussregion / Störfest in Elm und Zeitreise ins Jahr 1813 / Im Herbst "Absegeln mit Freunden" und Jubiläumsfeier auf der "Schwesterfähre"

8. 1. 2013. An der Schwelle zum zehnten Jahr ihres Bestehens umfasst die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. mehr als 500 Mitglieder, darunter Dutzende von Vereinen und nahezu alle Anrainergemeinden des Flusses in den Landkreisen Stade, Cuxhaven und Rotenburg. Die "Lobby für die Oste" findet mittlerweile Anerkennung bis hinauf zum Bundespräsidenten Joachim Gauck, der ihre Arbeit für die Erhaltung des Kultur- und Naturerbes an der Oste und die Initiierung der Deutschen Fährstraße durch eine Einladung zu seinem diesjährigen Neujahrsempfang auf Schloss Bellevue gewürdigt hat. 

Ein erfreuliches Fazit zog der Vorstand des gemeinnützigen Vereins in seiner Januarsitzung im Restaurant "Zum alten Amtsgericht" in Osten (Landkreis Cuxhaven): Binnen knapp zehn Jahren sei es gelungen, für das einst namenlose, vergessene mittlere Drittel des Elbe-Weser-Dreiecks das Wort "Osteland" als geographische Bezeichnung und als touristische Marke zu etablieren. Zur Jahreswende konnte der Verein auf diesem Weg einen weiteren Erfolg verzeichnen.

Nachdem bereits mehr als zwei Dutzend Firmen, Vereine und Produkte -  vom "Osteland-Gesundheitszentrum" bis zum "Osteland-Magazin" - das seit 2003 gezielt propagierte Wort im Namen führen, hat zur Jahreswende die Schwebefähren-Gemeinde Osten, Sitz der AG Osteland, ihre Festhalle in "Osteland-Festhaus" umbenannt. Vorstandsmitglied Torsten Wichmann gratulierte dazu in der Sitzung dem neuen Pächter Jan Nachtigall und übergab ihm das Vereinsbanner mit der Aufschrift "Lust auf Osteland".

Eines der Schwerpunktthemen des neuen Jahres ist die Sorge um die Bedrohung von Natur und Landschaft im Einzugsgebiet der Oste, das mit 1800 Quadratkilometern größer ist als Hamburg und Berlin zusammen.

Beim "9. Tag der Oste" am Sonntag, 17. Februar, 10.30 Uhr, in Schomakers Landgasthof in Bremervörde-Elm wird der stellvertretende NABU-Landesvorsitzende Uwe Baumert aus Deinstedt (Landkreis Rotenburg) den Festvortrag zum Thema "Erneuerbare Energien, Landwirtschaft und Naturschutz" halten. Außerdem verleiht der Vorstand des Vereins vor rund 300 geladenen Gästen den Oste-Kulturpreis "Goldener Hecht", der, so Schatzmeister Johannes Schmidt (Hemmoor), in sieben Kategorien vergeben wird und erneut mit insgesamt 3.500 Euro dotiert ist. 

Ein weiteres Schwerpunktthema ist in diesem Jahr die Geschichte der Flussregion. Nachdem 2012 im Zeichen einer unter der Regie des 2. Vorsitzenden Walter Rademacher zusammengestellten und in Balje, Geversdorf, Hemmoor und Nieder Ochtenhausen gezeigten Wanderausstellung zum 50. Jahrestag der Sturmflutkatastrophe gestanden hat, will der Verein jetzt zu einer Zeitreise in das Jahr 1813 einladen: Vor 200 Jahren endete an Oste und Elbe die "Franzosenzeit" und damit die napoleonische Kontinentalsperre.

Den Auftakt zum Veranstaltungsreigen bildet eine Beamer-Schau des Heimatpflegers Frank Auf dem Felde (Osten). In der Hauptversammlung der AG Osteland am Montag, 18. März, 19.30 Uhr, im Gasthaus Meier in Estorf-Gräpel (Landkreis Stade) spricht der Regionalhistoriker - nach den üblichen Regularien wie Berichten und Neuwahlen - zum Thema "Napoleon im Osteland - zwischen Pläsier und Malör". 

Dabei wird sich der Referent kritisch mit der traditionellen Sichtweise einer "Befreiung vom napoleonischen Joch" auseinandersetzen, "die immer noch wesentlich durch die Brille des 19. und frühen 20. Jahrhunderts geprägt ist". Auf dem Felde will bei seiner "Spurensuche" unter anderem die Fragen beantworten: "Was bleibt, wenn man die geschichtlichen Ereignisse der Sieger-Propaganda von Metternich bis Kaiser Wilhelm entkleidet? Wie 'französisch' war das Osteland vor 200 Jahren und was ist uns daraus geblieben?" In Zusammenarbeit mit der AG Osteland veranstaltet die Neuhäuser "Bruderschaft der Lumpenhunde" vom 2. bis 6. Oktober ein großes Historienfest, das ebenfalls dem Ende der Kontinentalsperre vor 200 Jahren gewidmet ist.

Auch die Arbeitskreise innerhalb der AG Osteland haben ein buntes Jahresprogramm erarbeitet. Während die Projektgruppe Krimiland Kehdingen-Oste weiterhin Neuerscheinungen aus der Region präsentieren will, feiert die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische um Wolfgang Schütz (Osten) am Sonnabend, 11. Mai, ab 14 Uhr, gemeinsam mit dem Bootsclub Elm bei Bremervörde auf dessen Hafengelände das 2. Oste-Störfest, bei dem erneut Jungfische aus französischer Nachzucht in die Oste ausgewildert werden.

Der Arbeitskreis Blaues Netz Oste um Bernd Jürgens (Hemmoor) veranstaltet vom 20. bis 22. September an der Unteren Oste gemeinsam mit den örtlichen Touristikern erstmals ein  großes "Absegeln / Abmotoren mit Freunden", zu dem Skipper aus der gesamten Niederelberegion eingeladen worden sind. Bereits am Freitag, 1. März, 19 Uhr, wiederholen Bert und Marlene Frisch im Gasthaus "Zur Sietwende" in Oberndorf-Niederstrich ihren Vortrag über den letzten Teil ihres zweifachen Transatlantik-Törns; der Eintritt ist frei.

Als Trägerin der 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel kooperiert die AG Osteland auch im neuen Jahr eng mit Deutschlands zweitältester Schwebefähre über dem Nord-Ostsee-Kanal, die ihr Hundertjähriges feiert. Aus diesem Anlass hält der AG-Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche am Sonnabend, 27. April, auf Einladung der "Gesellschaft für Rendsburger Stadt- und Kreisgeschichte von 1910“ einen Festvortrag mit dem Titel "Die Welt der Schwebefähren". Zur Hauptveranstaltung des Jubiläumsjahres am 15./16. September plant der Osteland-Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren eine Gruppenfahrt zur "Schwesterfähre" nach Rendsburg und in das gegenüber liegende Osterrönfeld, die Partnergemeinde von Osten.

Auch an geselligen Veranstaltungen mangelt es nicht. So beginnt am Mittwoch, 1. Mai, um 8 Uhr an der Kiebitzschule in Oberndorf die traditionelle Maiwanderung mit Vorstandsmitglied Albertus Lemke, der dieses Jahr in Moorgebiete an der Oste führt. Den Ausklang des Vereinsjahres bildet am 1. Advent, in Kooperation mit der Gemeinde Oberndorf,  eine winterliche Schiffsreise auf Elbe und Oste, die von Brunsbüttel zum Oberndorfer Adventstreff führt.

Für die Deutsche Fährstraße und den neuen Oste-Radweg von Tostedt (Kreis Harburg) bis Balje (Kreis Stade) will die AG Osteland, so Vorstandsmitglied Michael Johnen (Cadenberge), auch in diesem Jahr auf vier Tourismusmessen werben. 

Dort stehen rund 30.000 Faltblätter und eine neue Ausgabe des "Osteland-Magazins" zur Verfügung, das am 8./9. Februar in den Anrainergemeinden der Oste auch der Abo-Auflage der Niederelbe-Zeitung, des Stader Tagesblatts und der Bremervörder Zeitung beiliegt.

 

 

 

 

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